Kunst war immer meine Therapie

Ich habe es wiederentdeckt, als ich in der Klinik war. Die Bedeutung von Kunst für mich. Kunst war für mich immer ein Ventil, eine Möglichkeit, die dunklen Gefühle, die Ängste, die Einsamkeit zu verarbeiten. Dabei war und ist es egal, ob ich nur Rezipient bin, wenn ich mir Bilder in einem Museum betrachte oder selbst Bilder male, Texte schreibe, Geschichten erzähle.

Es ist eine  seltsame Verbundenheit zwischen Kunst und mir.  Ich kann mich noch sehr gut an meine Phase als Kunstmaler erinnern, als ich fast eine eigene Ausstellung gestartet und eine Kunstmappe eingereicht hätte, wenn nur der nötige Mut da gewesen wäre.den ganzen Text lesen

Corona und Depressionen. Eine persönliche Sicht

Ich hab Depressionen, aber kein Corona. Das an sich ist jetzt weder eine Leistung, noch etwas weltbewegendes. Viele, die von Depressionen betroffen sind, zeigen sich jetzt plötzlich auf Facebook oder Instagram und berichten von ihrer ganz persönlichen Erfahrung mit der Quarantäne. Denn gerade mit einer psychischen Symptomatik kann Isolation und das Fehlen von Alltagsstruktur zur Belastung werden.

Und was ich nicht erwartet habe, es scheint ein gewisses Maß an erweitertem Verständnis für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu entstehen.… den ganzen Text lesen

Mir geht es noch oft schlecht, aber das ist gut so.

Nein, heute gerade mal nicht, aber es ist nicht so, dass ich durch meine Therapien und das Buch plötzlich keine dunklen Gedanken mehr habe, keine Ängste.

Sie sind mir aber vertrauter als früher, berechenbarer, kontrollierbarer. Auch meine Suizidgedanken sind nicht gänzlich weg. Niemand braucht sich aber deshalb erschrecken oder Sorgen zu machen.

Sie sind jetzt so etwas wie ein guter Freund, der mir signalisiert, wann ich wieder zu übertreiben drohe. Immer, wenn ich wieder zu viele Schuldgefühle zulasse, wenn ich mich mal wieder für wertlos, belanglos, hoffnungslos halte, dann kommen diese Gedanken und ermahnen mich: „Uwe, denk nach, das sind nur Bilder von dir, die man dir in der Vergangenheit eingepflanzt hat, das bist nicht du.“… den ganzen Text lesen

Ich habe Ängste, aber ich schäme mich nicht

„Angst essen Seele auf“, ein Film von Fassbinder.

Und gleichzeitig ein Gefühl, dass ich über Jahrzehnte in mir getragen habe, ohne es benennen zu können, ohne wirklich zu verstehen, was da mit mir passiert.

Es war oft keine begründbare Angst. Eher kam die Angst von einem Moment auf den anderen,  unerwartet, unbegründet, überwältigend. Dass dahinter eine Depression und die daraus entstandene Angststörung steckte, ich konnte es nicht mal erahnen und hätte man es mir damals gesagt, dann hätte ich wohl gelacht und es als Irrtum, als meinen Charakter abgetan.… den ganzen Text lesen

Buchtipp in eigener Sache „Lieber Papa, bist du jetzt verrückt?“

Als ich mein Buch „Depression abzugeben“ geschrieben habe, war das für mich schon ein unerwartetes Abenteuer und dass ihr, meine Leser*Innen meine Geschichte so positiv aufnehmen würdet (aktuell 4,4 von 5 möglichen Sternen bei Amazon… Wow), hätte ich nie erwartet.

Was aber ziemlich schnell klar wurde, das Buch betrachtet die Krankheit Depression hauptsächlich aus meiner Sicht, der des Betroffenen.

Lange rumorten verschiedene Ideen in mir, wie wir auch das Thema Angehörige angemessen behandeln können, bis schliesslich die Idee geboren wurde, einen Briefwechsel zu beschreiben, den ich mit meiner Tochter Katja (16) und indirekt auch mit der ganzen Familie geführt habe.… den ganzen Text lesen

Ein besonderes Jahr, ein lehrreiches Jahr, ein Jahr des Wandels

Es begann bereits mit diversen Lesungen und Interviews zu  meinem Buch „Depression abzugeben„. Ende 2017 hatte ich noch in meinem Umfeld prognostiziert, dass spätestens 2018 das Interesse an meinem Buch, meiner Geschichte abflauen würde. Aber das Gegenteil war und ist der Fall. Das Interesse bleibt konstant hoch.

Dann das Vertrauen, das Bastei Lübbe in meine Fähigkeiten als Autor hatte und das in einem neuen Buchprojekt mündete, das nun am 29.… den ganzen Text lesen

Neue Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit Fokus auf Angehörige

Am Dienstag waren auch meine Frau und ich als Betroffene dabei, als die Stiftung Deutsche Depressionshilfe eine neue Studie veröffentlicht hat, die aufzeigt, wie sich die Erkrankung des Partners oder Angehörigen auf das Umfeld auswirkt.

Anbei der Link und der TV Beitrag der Tagesthemen, in denen auch meine Frau und ich zu Wort kommen.

Speziell ein großes Dankeschön an die ARD für diesen wirklich guten Beitrag.

Deutschland Barometer Depression 2018
Auswirkungen der Depression auf Partnerschaft und Familie

Bericht der Tagesthemenden ganzen Text lesen

Wir brauchen mehr Öffentlichkeit

So wie ich mit dem Thema psychische Krankheit umzugehen verlange ich von niemandem. Aber an alle, die die Kraft haben, den Willen oder wie ich damals einfach keine andere Wahl mehr kann ich nur appellieren: Bleibt laut, bleibt unbequem. Drängt in die Medien, sorgt dafür, dass eure Geschichte, unsere Geschichte nicht nur von denen vermittelt wird, die sowieso schon prominent sind.

Psychische Krankheiten können uns alle treffen und nur wenn wir der Öffentlichkeit klar machen, wie weit verbreitet psychische Krankheiten sind, wie schnell es JEDEN treffen kann, können wir mit der Zeit das nach wie vor bestehende Stigma beenden.… den ganzen Text lesen