Sprachlos in die Angst

 

Therapien, Kliniken, Reha und dennoch ist sie nach wie vor da, meine Angststörung und auch die Depression. Und manchmal kommt sie unerwartet irrational, ja nicht mit Worten beschreibbar daher.

2015 war ich froh, dem Kind seine Namen geben zu können. Eine Krankheit, keine Charakterschwäche, etwas, wogegen ich angehen kann. Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert, dass ich sie nicht loswerde. Eindämmen, ja, das geht mittlerweile recht gut. Aber sie kommt immer wieder, insbesondere die Angst.… den ganzen Text lesen

Das Schlimmste und die Realität

Eine Gabe, die ich oh so gerne verlieren würde, ist mein Erwarten des Schlimmsten.

Vielleicht liegt es daran, dass ich als Kind und Jugendlicher „Das Schlimmste“ all zu oft als gegebene Realität erlebt habe. Meine Depression und insbesondere die Angststörung sind da ebenso wenig hilfreich.

Immer, wenn ich etwas neues angehen will, etwas kaufe, tue oder erlebe, gehe ich grundsätzlich vom Schlimmstmöglichen aus. Vor allem, wenn ein Teil dieses Ereignisses aus warten besteht.… den ganzen Text lesen

Warum „du bist doch nicht normal“ was Gutes ist

 

Klar bin ich nicht normal. 1.93 groß, Linkshänder, depressiv, liebt klassische Musik aber interessiert sich null für „Saufen gehen unter Männern“ was meine Alterskohorte zumindest in meinem Umfeld nach wie vor zelebriert. Mag kein Fußball, schaut kein TV mehr. Ich könnte ganz schön lange so weiter machen.

Vor meinen Therapien, vor jenem Tag vor mittlerweile 7 Jahren hab ich mir oft gewünscht, so zu sein, wie die anderen. Aber immer, wenn ich versucht hab, mich da einzufügen, ging das grandios schief oder machte so gar keinen Spaß, dass ich es meist schnellstens wieder gelassen hab.… den ganzen Text lesen

Der Fluch der Gedanken

„Hey Mister Sandman, bring me a dream“

Alleine. Ruhe, Verabschiedung von Social Media für die so geringe Dauer von drei Wochen Urlaub. Unerwartet kommen da die eigenen, die dunkleren Gedanken zu Besuch.

Meine Droge der Wahl, um sie in Schach zu halten: Beschäftigung, Beschäftigung mit neuem. Etwas, das den dunklen, sich um sich selbst drehenden Verstand in Besitz nimmt, ablenkt, einlullt. Was im „normalen “ Alltag durchaus funktioniert, hält in einer Ruhephase gerade so über dem gedanklichen Treibsand.… den ganzen Text lesen

Corona Quarantäne Depression

 

Zwei Wochen Absonderung. Zwei Wochen, die an Ödnis kaum zu übertreffen sind. Und zusätzlich ein Gedankenkarussell. Dazu der Verrückte im Kreml und meine nicht eben nachlassende Angststörung.

Es belastet mich sehr, das muss ich offen gestehen. Ablenken durch Filme und Lesen, ab und zu auch ein Spiel zocken und sonst jeden Tag hoffen, dass alles ruhig bleibt und nicht eine weitere Katastrophe dazu kommt.

Zumal wir immer noch auf die Handwerker wegen des Wasserrohrbruchs in der städtischen Zuleitung warten.… den ganzen Text lesen

Rückblick auf den Patientenkongress Depression

Endlich wieder in Präsenz, fand in diesem Jahr der 6. deutsche Patientenkongress Depression statt. Prominent moderiert von Harald Schmidt, mit ebenfalls prominenten Gästen wie Torsten Sträter. Aber es waren nicht die Promis, die mich begeistert haben sondern der riesige Zuspruch von Betroffenen und Angehörigen, Fachleuten und Medien. Die Depression als Erkrankung wird sichtbarer und damit wird es, und das ist elementar, leichter für Betroffen denn Schritt zu wagen und sich Hilfe zu suchen.… den ganzen Text lesen

400 Meter Angst

Expositionstherapie. Der Fachbegriff für das, was ich in unserem Kurzurlaub anlässlich unserer Silberhochzeit gewagt habe. Eine Hängebrücke, genauer die Highline179 Hängebrücke mit 400 Metern Länge und 100 Metern Höhe. Dazu sollte man wissen, schon eine kleine Klappleiter kann mir weiche Knie verursachen und alles über etwa vier Metern löst bei mir gepflegte Angstzustände aus. Höhenangst, ich hab sie seit meiner Kindheit.

Da aber Angst an sich mein Problem und meine tägliche Herausforderung ist, war es an der Zeit, der Angst mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.… den ganzen Text lesen

Tage der Stille

Nicht wundern, wenn es möglicherweise eine Weile dauert, bis ich hier wieder mit Beiträgen aktiv werde. Was aktuell bei Corona und in der Ukraine geschieht, besorgt mich sehr. So sehr, dass ich aus Selbstfürsorge meine Filter hochfahre, um nicht von den schlechten Nachrichten überrollt zu werden.

Ich predige keinen Nachrichtenverzicht, denn man sollte schon auch in Krisenzeiten in der Realität bleiben. Aber wohldosiert. Das heißt bei mir, einmal am Tag Nachrichten reicht.… den ganzen Text lesen

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