Mir geht es noch oft schlecht, aber das ist gut so.

Nein, heute gerade mal nicht, aber es ist nicht so, dass ich durch meine Therapien und das Buch plötzlich keine dunklen Gedanken mehr habe, keine Ängste.

Sie sind mir aber vertrauter als früher, berechenbarer, kontrollierbarer. Auch meine Suizidgedanken sind nicht gänzlich weg. Niemand braucht sich aber deshalb erschrecken oder Sorgen zu machen.

Sie sind jetzt so etwas wie ein guter Freund, der mir signalisiert, wann ich wieder zu übertreiben drohe. Immer, wenn ich wieder zu viele Schuldgefühle zulasse, wenn ich mich mal wieder für wertlos, belanglos, hoffnungslos halte, dann kommen diese Gedanken und ermahnen mich: „Uwe, denk nach, das sind nur Bilder von dir, die man dir in der Vergangenheit eingepflanzt hat, das bist nicht du.“

Auch wenn manche mir sagen, nein, mich zu dem Glauben zwingen wollen, man könne Depressionen komplett heilen.… den ganzen Text lesen

Ich habe Ängste, aber ich schäme mich nicht

„Angst essen Seele auf“, ein Film von Fassbinder.

Und gleichzeitig ein Gefühl, dass ich über Jahrzehnte in mir getragen habe, ohne es benennen zu können, ohne wirklich zu verstehen, was da mit mir passiert.

Es war oft keine begründbare Angst. Eher kam die Angst von einem Moment auf den anderen,  unerwartet, unbegründet, überwältigend. Dass dahinter eine Depression und die daraus entstandene Angststörung steckte, ich konnte es nicht mal erahnen und hätte man es mir damals gesagt, dann hätte ich wohl gelacht und es als Irrtum, als meinen Charakter abgetan.… den ganzen Text lesen

Trump und Huawei. Das trotzige Kleinkind

Huawei wird von Android ausgesperrt. So die Schlagzeilen Gestern. Heute nun bereits eine kleine Entwarnung: Huawei darf 90 Tage lang weiter Produkte aus den USA beziehen. Weil man wohl gemerkt hat, wo überall bereits Huawei drin steckt.

Vielleicht ist das Ganze endlich ein Signal an den Rest der Welt, dass man sich nicht von einer Nation abhängig machen darf. Und damit meine ich nicht China, sondern die USA.

Denn beide Betriebssysteme für Smartphones kommen von dort.… den ganzen Text lesen

Werden wir so wie Trump?

Kommt es nur mir so vor, oder verlernen wir mehr und mehr richtigen Diskurs zu Gunsten von gegenseitigem dialektisch aufeinander einschlagen? Da wird über einen Influencer Preis geschrieben und weil eine Komikerin nicht Komikerin genannt werden will, erzeugt sie gleich einen „ihr seid alle Rassisten und Nazis“ Shitstorm.

Da werden Themen wie der Gender Stern nicht mehr diskutiert, es wird sich gegenseitig niedergemacht, und gleich werden die „alter weißer Mann“, unbelehrbar, ewig gestrig Attitüden herausgekramt.… den ganzen Text lesen

Buchtipp in eigener Sache „Lieber Papa, bist du jetzt verrückt?“

Als ich mein Buch „Depression abzugeben“ geschrieben habe, war das für mich schon ein unerwartetes Abenteuer und dass ihr, meine Leser*Innen meine Geschichte so positiv aufnehmen würdet (aktuell 4,4 von 5 möglichen Sternen bei Amazon… Wow), hätte ich nie erwartet.

Was aber ziemlich schnell klar wurde, das Buch betrachtet die Krankheit Depression hauptsächlich aus meiner Sicht, der des Betroffenen.

Lange rumorten verschiedene Ideen in mir, wie wir auch das Thema Angehörige angemessen behandeln können, bis schliesslich die Idee geboren wurde, einen Briefwechsel zu beschreiben, den ich mit meiner Tochter Katja (16) und indirekt auch mit der ganzen Familie geführt habe.… den ganzen Text lesen

Die Alten sind das Problem

Bevor jemand meint, gleich wieder mit Drohungen und Beschimpfungen kommen zu müssen. Nein, wie immer gilt es nicht für alle Alten. Aber ich komme mir mit meinen mittlerweile 51 Jahren fremder in der Gegenwart meiner Altersgenossinnen und Genossen vor als jemals zuvor. Noch vor ein paar Jahren gab es wenigstens einige Schnittmengen in den Lebensmodellen meiner Alterskohorte, aber die sind immer mehr etwas zum Opfer gefallen, das irgendwo zwischen Ignoranz, Akzeptanz und Opfermentalität zu liegen scheint.… den ganzen Text lesen

Von der Schönheit der Schwäche

Ich war einer von diesen typischen „Kerlen“. Obwohl ich es in meiner Kindheit und Jugend gehasst habe, weil ich immer das Opfer, der Gemobbte war. Aber es gab keine anderen Vorbilder. Irgendwann wünschte ich mir, auch nur ein bisschen so wie die zu sein, die ich eigentlich hasste, die aber meinem Empfinden nach es viel leichter hatten im Leben.

Gut, nicht wirklich typisch. Klassische Musik, Kunst, KEINE Autos, KEIN Fussball. Aber das wurde dann zu Gunsten des „typischen“ Bildes verheimlicht.… den ganzen Text lesen