Die Petition gegen #Rasterpsychotherapie und wie es weitergeht

Als ich die Petition vor etwas mehr als einer Woche begonnen habe, hätte ich es nicht für möglich gehalten, jetzt über 182.000 Unterstützer*innen zu haben. Ja, ich habe auch beim Bundestag direkt eine Petition eingereicht, aber die ist noch nicht mal bearbeitet, geschweige denn freigeschaltet worden. Mir war aber klar, wir müssen schnell laut werden, wir brauchen Öffentlichkeit und Reichweite.

Es muss aufhören, dass Gesundheit, sei sie psychisch oder physisch zunächst ökonomisch betrachtet wird, bevor es um den Menschen geht.… den ganzen Text lesen

keine #rasterpsychotherapie Herr Spahn

Zuerst entdeckte ich das Thema über eine Twittersturm unter dem Hashtag #rasterpsychtherapie bei Twitter. Damals teilte ich, ohne mir zunächst über die Tragweite dieser irren Idee klar zu sein. Man wollte sehr kurzfristig folgenden Passus ins Sozialgesetzbuch (§ 92 SGB V) mogeln: „Der Gemeinsame Bundesausschuss prüft bis zum 31. Dezember 2022 unter Berücksichtigung der Versorgung nach Absatz 6b, wie die Versorgung von psychisch kranken Versicherten bedarfsgerecht und schweregradorientiert sichergestellt werden kann“.… den ganzen Text lesen

Mein Rucksack ist immer dabei

In den Jahren seit meinem Suizidversuch und dem, was ich danach in den Kliniken gelernt habe, hat sich mein Rucksack meiner Lebensgeschichte nicht gelehrt, aber es sind ein paar nützliche Dinge dazugekommen.

Nur die schwersten Brocken, meine Angst und die Depression sind nach wie vor da. Sicher, eingepackt in dicke Lagen Erkenntnis, mit Skills verschnürt, die es mir leichter machen, damit umzugehen. Aber ich habe sie nach wie vor dabei und gerade während der Pandemie hat die Hülle um meine beiden Dämonen immer wieder Risse bekommen.… den ganzen Text lesen

Hat das Leben sich gelohnt?

Ja, ich gebe zu, der Titel hat was von Clickbait. Aber ganz ehrlich? Der Gedanke kam  mir nach „dem Ereignis“ schon das eine oder andere Mal. Ich hab Computerlinguistik und Künstliche Intelligenz studiert, einen Magistergrad erlangt, aber danach eigentlich damit nicht mehr wirklich viel angefangen, nachdem ein Forschungsstipendium zu Ende war, obwohl gerade diese Zeit, in der ich frei in meiner Arbeit, meiner Forschung war, mich zutiefst glücklich gemacht hat.

Nur meine Frau und unsere Kinder haben in mir ähnliche Gefühle des Glücks, des Angekommen seins ausgelöst.… den ganzen Text lesen

Warum verpasste Chancen nicht schlimm sind

Was mir sehr schmerzhaft in den Kliniken vor Augen geführt wurde und es immer noch wird ist, welche teilweise großen Chancen ich in meinem Leben verpasst habe. Es gab einmal die Gelegenheit, nach Seattle zu gehen und dort bei Microsoft zu arbeiten. Ich hätte bei IBM in der Forschung bleiben können oder was eigenes aufziehen. Was dagegen gesprochen hat? Meist nur meine Angst vor dem eigenen Mut und vor der Möglichkeit des Scheiterns.… den ganzen Text lesen

Beschäftigungstherapie

Während meiner Zeit in den Kliniken war die mich wohl am meisten ärgernde und überflüssige Maßnahme die vier wöchige Internet Abstinenz. Eines habe ich aber dabei erkannt. Ich hatte schon immer einen Weg, mich von meiner Depression und den Ängsten abzulenken. Die intensive Beschäftigung mit einem Thema, sei es das Lesen von Büchern, Computerspiele, Recherche oder eben das Surfen im Netz.

Es war nichts Pathologisches, sondern etwas Heilendes. Aber weil es ja digital war und modern, war es wohl so einigen „Fachleuten“ suspekt.… den ganzen Text lesen

Das bin ich!

Es ist wieder da. Das Gefühl, etwas tun zu müssen. Aktiv zu werden, einen neuen Weg einzuschlagen.

Vor kurzem hatte ich erfahren, dass es keine vierte Auflage meines Buchs geben würde, wohl aber das eBook und Hörbuch nach wie vor.

Was mich verblüffte, es berührte mich bei weitem nicht so sehr wie ich und wohl vor allem Sibylle, meine Frau gefürchtet hatte. Ich habe einige Zeit damit verbracht, herauszufinden, was heute anders ist, was sich an mir, an meinem Umfeld geändert hat.… den ganzen Text lesen

Das Ende von Depression abzugeben

Es waren drei tolle Jahre und fast 12.000 verkaufte Exemplare. Aber jetzt hat sich Bastei Lübbe vor einer etwaigen vierten Auflage entschlossen, das Buch vom Markt zu nehmen. Auch das Ebook gibt es nicht mehr, was mich ehrlich gesagt sehr wundert aber andererseits gibt mir das eine neue, frische Perspektive auf mein weiteres Leben. Ich werde mich neuen Themen widmen, wieder als Fotograf aktiv werden und weiterhin Aktivist für psychische Gesundheit und gegen das Stigma sein.… den ganzen Text lesen