Geschenkt: Was es für mich mit dem Schenken so auf sich hat.

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Geschenke meiner Kinder, die viel bedeutsamer sind, als alles gekaufte. Man versteht das erst wirklich, wenn man eigene Kinder hat.

Johannes Korten ruft auf zur Blogparade  „Das können wir uns schenken„. Eine gute Frage, da ich sehr gerne schenke. Wobei für mich weniger der materielle Wert des Geschenks von Bedeutung ist, als der immaterielle. Klingt philosophisch, für mich hat es aber sehr viel mit der Bedeutung des Geschenks zu tun.

Für mich ist schenken weniger ein Akt der Übergabe einer materiellen Sache, als das Zeigen von Zuneigung, Rücksicht oder Liebe. Schenken ist für mich immer sehr stark an den emotionalen Aspekt gebunden. So platt das klingen mag, aber mit zu den wertvollsten Geschenken der letzten Jahre gehören all die schönen Zeichnungen und Basteleien meiner Kinder. Eben weil sie persönlich sind, eigenmotiviert und viel mehr Zuneigung transportieren, als so manch ein wertvolles Geschenk.

Schenken hat für mich aber auch etwas mit helfen zu tun. Und dann möchte ich nicht wissen, wie das Geschenk ankommt, dann ist es für mich vielmehr der Akt des Schenkens selbst, der wichtig ist. Und hier durfte ich selbst schon einmal das größte Geschenk machen, zu dem man als Mensch in der Lage sein kann. Ich durfte einem anderen Menschen eine neue Lebenschance schenken als Stammzellspender der DKMS. Das war für mich persönlich das bedeutsamste, was ich jemals verschenkt habe.

Wichtig bei alledem, wenn ich schenke, dann nicht, weil ich Dankbarkeit erwarte, sondern weil ich etwas geben möchte. Sei es Freude, Hilfe oder einfach ein Zeichen meiner Liebe oder Zuneigung.

Oder, und da steckt dann doch ein klein wenig Eigennutz dahinter: Um einen Menschen mit einer verrückten, lustigen, besonderen Idee positiv zu überraschen. Das aber dann auch nicht materiell motiviert, sondern weil die Überraschung des oder der anderen dann auch mir Freude bereitet 😉

 

Was ist ein Freund (2.0) ? Blogparade von Injelea

Interessante Fragestellung, die Frank Hamm da in seinem Blog aufgeworfen hat. Nun denn, will ich mal erklären, wie meine Sicht der Freundschaftsdinge so ist.

Ich unterscheide hier deutlich zwischen verschiedenen Netzwerken. Xing und Linkedin sind für mich ganz klar Businesskontaktnetzwerke. Dort vernetze ich mich mit Menschen, die ich auf Konferenzen, Tagungen, Workshops, aber auch durch Artikel oder Empfehlung kennengelernt habe, und mit denen mich ein gemeinsames berufliches Interesse verbindet.

Google+ ist quasi Austauschplattform für all die Themen, die mich beruflich oder in meinem minimalistischen Nebenberuf als Redner und Berater interessieren. Deshalb habe ich dort in meinen Kreisen viele, die ich auch in meinem beruflichen Netzwerk habe, führe dort aber auch andere Kreise für Familie und Freunde. Für mich stellt sich Google+ als ideale Plattform dar, um meine privaten und beruflichen Interessen zu vereinen. Und um ganz ehrlich zu sein, es ist einfach noch nicht so viel Werbemüll und so viel dummes Zeug unterwegs wie auf Facebook.

Facebook ist für mich mittlerweile der öffentliche Marktplatz. Ich bediene ihn zwar mit Postings, dieses aber weitestgehend automatisiert. Freundschaftsanfragen bei Facebook beantworte ich grundsätzlich nur, wenn ich die Person im Real Life kenne oder über andere Wege kennengelernt habe. Anonyme Freundschaftsanfragen darüber klappen nur in den allerseltensten Fällen, wenn die Person nachweislich viele Interessen mit mir teilt. Je länger ich bei Facebook angemeldet bin, um so mehr tendiere ich dazu, andere Vernetzungswege zu nutzen, die qualitativ deutlich fruchtbarer sind. Facebook ist hier leider auch in großem Maßstab zur Spamschleuder verkommen.

Twitter ist für mich der Nachrichtenstrom, den ich weniger nach der Bekanntheit der Person, als nach den Inhalten, die sie liefert zusammenstelle. Dort folge ich den Menschen, die wertvolle, humorvolle oder einfach nur gute Beiträge liefern.

Kriterien dafür, dass für mich aus einem „Friend“ ein Feind wird, sind aber auf allen Netzen gleich. Ein harter Verstoß gegen meine Werte, Beleidigungen, all das, was für mich auch im Alltag die Menschen auszeichnet, die ich wenn überhaupt zu meinen Feinden, aber nie zu meinen Freunden zählen würde, all diese Kriterien bedeuten auch in den sozialen Netzen einen Ausschluß aus meinen Kreisen.

Und ganz wichtig, ich lese alle Kontakte primär als „Friends“ im englischen Sinn. Es sind a priori keine engen Freunde. Enge Freunde habe ich auch in meinen Kontaktkreisen, aber deren Definition bezieht sich auf den Alltag, auf Gemeinsamkeiten jenseits von Facebook, Twitter, Google+.

Letztlich habe ich im Netz Bekannte, die durch andere, nicht aus dem Netz an sich resultierende Umstände zu Freunden werden können. Ganz wenige sind durch das Netz zu meinen Freunden geworden. Umso wertvoller finde ich diese. Nicht wahr, @digitalnaiv?

 

Endlich, der Postillon auf Android, Bundesregierung plant Maßnahmenpaket

Es ist so weit. Deutschlands wichtigstes Nachrichtenmagazin erscheint auch mobil für Android. Die Fachpresse jubelt, endlich ein Magazin mit knallharter Recherche, harten Fakten und unbarmherzigen Kommentaren der mobilen Kundschaft bereitgestellt zu sehen. Allein die Bundesregierung befürchtet einen wirtschaftlichen Zusammenbruch. So erklärt der Minister für bunte Bildchen, Geldgeschenke und schlechten Stil: „Wir können nicht zu lassen, dass unsere deutsche Wirtschaft darnieder liegt, weil die Arbeitnehmer plötzlich nur noch den Postillon lesen“. Man spricht gar davon, dass der Arbeitgeberverband ein Konkurrenzblatt auf den Markt bringen will, das von unnachahmlicher Langeweile, gigantischer Belanglosigkeit und immensen Platitüden und Worthülsen strotzen soll.

Aber lesen Sie selbst: Die werbefinanzierte Version, mit noch mehr glaubwürdigem Kontent

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oder die werbefreie Version für unverschämt teure 1,99 Euro:Postillon Premium, mit weniger Kontent, damit das Gehirn nicht so sehr belastet wird.

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ZDF veröffentlicht HEUTE App zeitgleich für IOS und Android

Zunächst gibt es die App als Smartphone Variante, in einigen Wochen soll auch eine Version für Tablets folgen.

Erste Tests zeigen ein durchdachtes Konzept, das nicht nur inhaltlich, sondern auch vom Design sehr modern wirkt. Wie auch die Tagesschau App kann die Heute App auf Wunsch über aktuelle Nachrichten per Push informieren und bietet neben Nachrichten auch ortsbasierte Wetterinformationen und verschieden Videostreams.

 
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Reine Werbung und das Problem der Information: „Voodomedizin“ von der Kasse

Einer der für den Kunden positiven, für die Unternehmen aber negativen Aspekte des Internets ist die Möglichkeit, sehr schnell an Information zu kommen, sie zu verbreiten und zu evaluieren.
Das bekommt gerade im Netz die IKK zu spüren, deren neuer Spot zu einem Tarif, der auch homöopathische Medizin mit einschließt insbesondere bei denjenigen, die dieser Form der Medizin kritisch gegenüberstehen zu großen Lachern führt. Wissenschaftlich belegt sind keinerlei Wirkungen der Homöopathie und deshalb wirkt es eher ironisch, wenn gerade die Tochter, die in Chemie eine 6 hat, ein homöopathisches Mittel auf den Tisch stellt, damit der Schock des Vaters nicht zu groß wird.
Da hat man wohl nicht die feine Ironie erkannt, die hinter dieser Szene steckt. Aber seht selbst:

Die Norm, die kaum einer erreicht

Wir leben in einer genormten Welt. Das beginnt beim Format für ein Blatt Papier und endet noch lange nicht bei Bildschirmgrößen oder Vorgaben für Lebensmittel.

Aber ist das wirklich immer sinnvoll? Oft habe ich das Gefühl, dass wir uns vorschreiben lassen, wie wir zu handeln haben, ohne zu reflektieren, ob das zu uns passt. Und das hängt nicht nur mit Größen und Formen zusammen, sondern auch mit dem Wesen des Menschen. Keine zwei Menschen ticken, denken genau gleich, jeder hat seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse, die ihn geprägt haben. Aber in vielen Bereichen wird das ignoriert oder sehr grob vereinfacht. Und hier ziele ich weniger auf die Werbung, die ja gar nicht den Anspruch erhebt (bzw. erheben kann) jeden ganz individuell anzusprechen, zumindest noch nicht. Vielmehr beziehe ich diese Feststellung auf mein Hauptthema, die Arbeitswelt.

Nehmen wir nur zwei naheliegende Beispiele, Körpergröße und Händigkeit. Schon hier fangen die Probleme an, wenn Arbeitsplätze nur nach EINER Norm, eingerichtet werden. Ich habe an meinem Arbeitsplatz das Glück, zum einen einen höhenverstellbaren Tisch zu haben, der sich ideal an meine Körpergröße anpasst, zum anderen auch bei der Hardwareausstattung ausschließlich Produkte zu nutzen, die sowohl für Links- wie auch für Rechtshänder geeignet sind. Aber wie oft wird hier  nur ein an rechtshändigen Menschen orientierter Standard angeschafft, möglichst günstig, weil solche Individuallösungen ja nur teurer Schnickschnack sind.

Aber es geht auch bei den Arbeitstechniken, bei der Führung, beim Umgang im Team weiter. Nicht alle Menschen sind extrovertiert, nicht alle Menschen große Kommunikatoren. Und ein sehr kreativer Mensch wird sich mit Formalismen schwer tun. Aber in vielen Unternehmen wird hier angenommen, alle würden nach dem gleichen vorgegebenen Muster ticken und quantitativ wie qualitativ die gleiche Leistung liefern können. Was für ein großer Irrtum. Im Buch „“Why work sucks and how to fix it” beschreiben Carly Ressler und Jody Thompson an verschiedenen Beispielen, wie gerade Menschen, die scheinbar Minderleister sind, durch eine neue Arbeitsform, die sich mehr an ihren Werten und Arbeitsweisen orientiert zu Höchstform auflaufen können.

Ich habe immer wieder mit Kritik zu kämpfen, Stichwort das Leben ist kein Ponyhof wenn ich fordere, dass die passende Arbeit für den Menschen gesucht werden sollte, gerade in großen Unternehmen, wo es Variationsmöglichkeiten gibt und nicht umgekehrt.

Den schauen wir doch mal auf den Anfang des Berufslebens. Gerade dort wird doch immer wieder geraten, sich von Experten testen zu lassen, um den Beruf zu finden, der zu einem passt. Was dabei aber oft nicht beachtet wird ist, dass der gleiche Beruf, bei unterschiedlichen fest vorgegebenen Verfahren zur reinsten Freude oder zum reinsten Grauen werden kann.

Hier mehr Flexibilität, so wenig Vorschriften wie unbedingt nötig und mehr Freiheitsgrade für den Einzelnen können meiner Ansicht nach die Produktivität mehr steigern als jede streng durchgeplante Maßnahme mit Normierungen und Vorgaben. Denn diejenigen, die eh schon konform sind, werden auch diese Maßnahme aufnehmen, und diejenigen, die die Vorgaben als Einengung empfinden, werden auch die neue Maßnahme nur als eine weitere Reglementierung und Einschränkung ihrer Arbeitsweise sehen.

 

 

Apple beantragte Patent für ein Device, das die IWatch sein dürfte

Nachdem die Gerüchteküche ja schon lange brodelte ist jetzt ein Patentantrag von Apple aufgetaucht, der doch sehr stark nach einer IWatch klingt. Aber lest selbst:BI-STABLE SPRING WITH FLEXIBLE DISPLAY .

Zumindest die Beschreibung klingt sehr nach einer Uhr mit Touchdisplay und gebogenem Glas. Und das Patent ist datiert auf 2011, es könnte also zumindest in naher Zukunft daraus wirklich ein Produkt erwachsen.

 

Google Glass, neues Video und warum jetzt Google Now noch mehr Sinn macht

Ha,

Google hat eine eigene Webseite zu Google Glass online gestellt und das dort zu sehende Video zeigt mir, wohin die Reise auch für Google Now geht. Wir sehen hier einige Ausschnitte,die mir klar zeigen, dass Google Now die Schnittstelle zwischen Google auf Smartphones, Google auf Desktops und Google Glass sein wird.

Neben der Spracherkennung wird die vorausschauende Suche mit Google Glass zum Killerfeature werden. Man stelle sich nur vor, Google Goggles mit Google now kombiniert und ich bekomme quasi in Echtzeit Zusatzinformationen zu allem, was ich um mich herum sehe.

Ich denke nicht, dass Google Glass andere Devices ersetzen wird, aber gerade der Always Online Aspekt und die bereits recht unauffällige Integration in den Alltag machen das ganze spannend. Und wie ich bereits verbloggt habe, ich gehe davon aus, dass wir hier noch erleben werden, dass die Technik irgendwann in „normaler“ Brillenform verschwinden wird.

Faszinierende Möglichkeiten. wenn der Preis im Verkauf stimmt, will ich definitiv Google Glass. Auch wenn ich damit wie ein Geek aussehe, aber die Features sind für mich richtungweisend. Aber seht selbst: