Warum Facebook immer uninteressanter wird

Ja, es gab wohl mal die Zeit, da war Facebook hip. Aber so, wie sie sich in den letzten Wochen und Monaten aufführen, graben sie sich ihr eigenes Grab. Jüngstes Beispiel? Der neue Dienst Vine von Twitter, eine Videosharing Anwendung wurde kurz nach dem Start von Facebook gekappt, so daß man keine Freunde mehr über Facebook finden kann.

Warum mich das stört und was das mit dem sinkenden Interesse an Facebook zu tun hat?

Meiner Ansicht sind speziell zwei Entwicklungen für Facebook gefährlich. Zum einen isoliert sich die Plattform mit diesem rigiden Aussperren immer mehr in einer Kultur, die vom Vernetzen lebt. Andere Plattformen bieten als ersten Schritt an, seine Freundesliste aus den „anderen Social Media Plattformen“ zu befüllen. Die rigide Sperrpolitik kann hier durchaus zu indirekten Abwanderungstendenzen führen.

Zum anderen verliert Facebook gerade in seinem Herkunftsland, den USA an Attraktivität bei der „jungen Generation“. Auf einer Plattform aktiv sein, auf der auch schon die Eltern unterwegs sind, ist halt nicht wirklich etwas, das cool ist.

So melden aktuelle Nachrichten, dass es, auch wegen der oft schwer durchschaubaren Datenschutzbestimmungen von Facebook mittlerweile als hip gilt, der Plattform den Rücken zu kehren.

Möglicherweise haben wir schon mit dem Börsengang den Zenit von Facebook gesehen. Im Moment zumindest macht die Plattform nicht wirklich vieles, was sie für Nutzer attraktiver macht, sondern schädigt zum Teil eher ihr Image.

Es wird Zeit, dass man sich bei Facebook wieder mehr Gedanken um die Nutzer macht, anstelle nur auf den (Geld-)markt zu schauen, sonst bietet man zwar einen Blumenstrauß an Werbeformen an, der aber irgendwann kaum mehr jemanden erreicht.

 

Keine Tweetdeck App und Air Anwendung mehr. Nur noch Web?

Wie Tweetdeck angekündigt hat, will man sich in Zukunft auf die Weiterentwicklung der Webanwendung konzentrieren.

Die Anwendungen für mobile Endgeräte und for Air sollen beendet werden. Das halte ich persönlich für eine sehr seltsame Strategie. Wenn ich beobachte, wann ich wie twittere, so passiert das in der überwiegenden Zahl der Fälle mobil via Smartphone. Insofern halte ich diesen Schritt für eher kontraproduktiv.

Aber ich denke, das ist die Konsequenz daraus, dass Twitter Geld verdienen muss und damit natürlich auch gewährleisten, dass möglichst viele Kunden über das Webfrontend bzw. die eigene Twitterapp  kommen und dann mit mehr Werbung bespielt werden können. Für mich ist das aber ein NoGo, da ich weiterhin die Wahl haben möchte und immer noch mit den Möglichkeiten der mobilen Twitter App nicht so glücklich bin wie mit den Alternativen (zur Zeit nutze ich Plume).

Für mich neben all dem, was mich mittlerweile an Facebook stört noch ein weiterer Grund, mein Augenmerk als Blogger und webaffiner Mensch in Zukunft verstärkt auf Google+ zu richten.

 

 

Es muss nicht immer Original sein. Dockingstation für das Google Nexus 7 mit dem speziellen Kniff

20130302_143605Eigentlich bin ich ein Verfechter von Originalzubehör. Nicht nur, weil dort gewährleistet ist, dass auch alles passt, sondern weil meist auch die Qualität höher ist.
Deshalb war ich doch eher kritisch, als mir mobilefun.de eine Dockingstation für das Google Nexus 7 für einen Test überließ.
Aber ich bin von diesem Nexus 7 Zubehör angenehm überrascht. Nicht nur, dass das Tablet  in die Nexus 7 Dockingstation perfekt passt, es bietet auch die Möglichkeit, ein Nexus 7 mit stoßabweisender Hülle anzudocken. Dazu besitzt das Dock einen kleinen Einsatz, der beim Standard Nexus 7 im Dock verbleibt, und den man entfernt, will man das Tablet mit einer Schutzhülle ins Dock stellen. Beides funktioniert sehr gut und durch den breiten Fuß steht das Dock stabil.
Das weitere Zubehör beschränkt sich auf ein USB Kabel zum Anschluß an den PC. Ein Netzteil ist nicht dabei, das vermisse ich aber auch nicht wirklich, da ja bei den meisten Tablets und Smartphones ein entsprechender Adapter beigefügt ist, und ich es angenehm finde, wenn ich nicht bei jedem neuen Kauf mit dem kompletten Zubehörsatz zugeworfen werde.

Mein Sohn, der sich das Nexus 7 zusammengespart hatte, nutzt die Docking Station jetzt in seinem Zimmer, was schon deshalb praktisch ist, weil das Tablet dann an einem sicheren Ort geladen wird 😉

Alles in allem kann man für den Preis von 23,49 Euro nicht viel falsch machen und hat eine elegante Möglichkeit, sein Nexus 7 am Schreibtisch zu laden und gleichzeitig dank des angenehmen Winkels auch zu benutzen.

bild1Dennoch bleibe ich prinzipiell bei meiner Empfehlung. Vor allem, wenn es um technisch komplizierteres Zubehör geht, sollte man sich zumindest gut überlegen, ob man auf Drittanbieter setzt oder das Original.

Geschenkt: Was es für mich mit dem Schenken so auf sich hat.

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Geschenke meiner Kinder, die viel bedeutsamer sind, als alles gekaufte. Man versteht das erst wirklich, wenn man eigene Kinder hat.

Johannes Korten ruft auf zur Blogparade  „Das können wir uns schenken„. Eine gute Frage, da ich sehr gerne schenke. Wobei für mich weniger der materielle Wert des Geschenks von Bedeutung ist, als der immaterielle. Klingt philosophisch, für mich hat es aber sehr viel mit der Bedeutung des Geschenks zu tun.

Für mich ist schenken weniger ein Akt der Übergabe einer materiellen Sache, als das Zeigen von Zuneigung, Rücksicht oder Liebe. Schenken ist für mich immer sehr stark an den emotionalen Aspekt gebunden. So platt das klingen mag, aber mit zu den wertvollsten Geschenken der letzten Jahre gehören all die schönen Zeichnungen und Basteleien meiner Kinder. Eben weil sie persönlich sind, eigenmotiviert und viel mehr Zuneigung transportieren, als so manch ein wertvolles Geschenk.

Schenken hat für mich aber auch etwas mit helfen zu tun. Und dann möchte ich nicht wissen, wie das Geschenk ankommt, dann ist es für mich vielmehr der Akt des Schenkens selbst, der wichtig ist. Und hier durfte ich selbst schon einmal das größte Geschenk machen, zu dem man als Mensch in der Lage sein kann. Ich durfte einem anderen Menschen eine neue Lebenschance schenken als Stammzellspender der DKMS. Das war für mich persönlich das bedeutsamste, was ich jemals verschenkt habe.

Wichtig bei alledem, wenn ich schenke, dann nicht, weil ich Dankbarkeit erwarte, sondern weil ich etwas geben möchte. Sei es Freude, Hilfe oder einfach ein Zeichen meiner Liebe oder Zuneigung.

Oder, und da steckt dann doch ein klein wenig Eigennutz dahinter: Um einen Menschen mit einer verrückten, lustigen, besonderen Idee positiv zu überraschen. Das aber dann auch nicht materiell motiviert, sondern weil die Überraschung des oder der anderen dann auch mir Freude bereitet 😉

 

Was ist ein Freund (2.0) ? Blogparade von Injelea

Interessante Fragestellung, die Frank Hamm da in seinem Blog aufgeworfen hat. Nun denn, will ich mal erklären, wie meine Sicht der Freundschaftsdinge so ist.

Ich unterscheide hier deutlich zwischen verschiedenen Netzwerken. Xing und Linkedin sind für mich ganz klar Businesskontaktnetzwerke. Dort vernetze ich mich mit Menschen, die ich auf Konferenzen, Tagungen, Workshops, aber auch durch Artikel oder Empfehlung kennengelernt habe, und mit denen mich ein gemeinsames berufliches Interesse verbindet.

Google+ ist quasi Austauschplattform für all die Themen, die mich beruflich oder in meinem minimalistischen Nebenberuf als Redner und Berater interessieren. Deshalb habe ich dort in meinen Kreisen viele, die ich auch in meinem beruflichen Netzwerk habe, führe dort aber auch andere Kreise für Familie und Freunde. Für mich stellt sich Google+ als ideale Plattform dar, um meine privaten und beruflichen Interessen zu vereinen. Und um ganz ehrlich zu sein, es ist einfach noch nicht so viel Werbemüll und so viel dummes Zeug unterwegs wie auf Facebook.

Facebook ist für mich mittlerweile der öffentliche Marktplatz. Ich bediene ihn zwar mit Postings, dieses aber weitestgehend automatisiert. Freundschaftsanfragen bei Facebook beantworte ich grundsätzlich nur, wenn ich die Person im Real Life kenne oder über andere Wege kennengelernt habe. Anonyme Freundschaftsanfragen darüber klappen nur in den allerseltensten Fällen, wenn die Person nachweislich viele Interessen mit mir teilt. Je länger ich bei Facebook angemeldet bin, um so mehr tendiere ich dazu, andere Vernetzungswege zu nutzen, die qualitativ deutlich fruchtbarer sind. Facebook ist hier leider auch in großem Maßstab zur Spamschleuder verkommen.

Twitter ist für mich der Nachrichtenstrom, den ich weniger nach der Bekanntheit der Person, als nach den Inhalten, die sie liefert zusammenstelle. Dort folge ich den Menschen, die wertvolle, humorvolle oder einfach nur gute Beiträge liefern.

Kriterien dafür, dass für mich aus einem „Friend“ ein Feind wird, sind aber auf allen Netzen gleich. Ein harter Verstoß gegen meine Werte, Beleidigungen, all das, was für mich auch im Alltag die Menschen auszeichnet, die ich wenn überhaupt zu meinen Feinden, aber nie zu meinen Freunden zählen würde, all diese Kriterien bedeuten auch in den sozialen Netzen einen Ausschluß aus meinen Kreisen.

Und ganz wichtig, ich lese alle Kontakte primär als „Friends“ im englischen Sinn. Es sind a priori keine engen Freunde. Enge Freunde habe ich auch in meinen Kontaktkreisen, aber deren Definition bezieht sich auf den Alltag, auf Gemeinsamkeiten jenseits von Facebook, Twitter, Google+.

Letztlich habe ich im Netz Bekannte, die durch andere, nicht aus dem Netz an sich resultierende Umstände zu Freunden werden können. Ganz wenige sind durch das Netz zu meinen Freunden geworden. Umso wertvoller finde ich diese. Nicht wahr, @digitalnaiv?

 

Endlich, der Postillon auf Android, Bundesregierung plant Maßnahmenpaket

Es ist so weit. Deutschlands wichtigstes Nachrichtenmagazin erscheint auch mobil für Android. Die Fachpresse jubelt, endlich ein Magazin mit knallharter Recherche, harten Fakten und unbarmherzigen Kommentaren der mobilen Kundschaft bereitgestellt zu sehen. Allein die Bundesregierung befürchtet einen wirtschaftlichen Zusammenbruch. So erklärt der Minister für bunte Bildchen, Geldgeschenke und schlechten Stil: „Wir können nicht zu lassen, dass unsere deutsche Wirtschaft darnieder liegt, weil die Arbeitnehmer plötzlich nur noch den Postillon lesen“. Man spricht gar davon, dass der Arbeitgeberverband ein Konkurrenzblatt auf den Markt bringen will, das von unnachahmlicher Langeweile, gigantischer Belanglosigkeit und immensen Platitüden und Worthülsen strotzen soll.

Aber lesen Sie selbst: Die werbefinanzierte Version, mit noch mehr glaubwürdigem Kontent

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oder die werbefreie Version für unverschämt teure 1,99 Euro:Postillon Premium, mit weniger Kontent, damit das Gehirn nicht so sehr belastet wird.

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ZDF veröffentlicht HEUTE App zeitgleich für IOS und Android

Zunächst gibt es die App als Smartphone Variante, in einigen Wochen soll auch eine Version für Tablets folgen.

Erste Tests zeigen ein durchdachtes Konzept, das nicht nur inhaltlich, sondern auch vom Design sehr modern wirkt. Wie auch die Tagesschau App kann die Heute App auf Wunsch über aktuelle Nachrichten per Push informieren und bietet neben Nachrichten auch ortsbasierte Wetterinformationen und verschieden Videostreams.

 
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