Die hessisch-niedersächsiche Allgemeine berichtet, dass eine der Hauptfiguren in der ARD Reportage über die Zustände bei Amazon sich offensichtlich falsch dargestellt fühlt.
Das heißt jetzt nicht, dass Amazon von jeder Schuld freigesprochen ist, aber gerade bei einem so wichtigen Thema es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen ist fatal. Denn es macht die gesamte Doku unglaubwürdig. Was war denn sonst noch nicht so, was wurde denn sonst noch so hininterpretiert, dass es ins Bild vom bösen Konzern Amazon passt? Wusste denn Amazon wirklich, wer da in dem Sicherheitsdienst beschäftigt war und wie dort die Umgangsformen waren? Fragen über Fragen werfen sich plötzlich auf.
Gerade bei einer Doku im öffentlich rechtlichen erwarte ich 100% wahre Aussagen, denn dort ist jegliche Falschaussage noch viel schlimmer. Denn eigentlich erwarte ich Qualitätsjournalismus für meine Rundfunkgebühren. Sonst kann ich ja gleich die privaten schauen und genau so wenig Wahrheit erleben.
Update: 22.02.2013
Mittlerweile tauchen weitere Berichte auf, dass bei der Recherche rund um Bedingungen bei Amazon wohl leicht tendenziös recherchiert wird und positive Relativierungen einfach weggelassen wurden:
Diverses Zubehör befindet sich im Zubehörset von mobilefun.de
Meine beiden ältesten Kinder (Gott wie alt man sich da plötzlich selbst vorkommt bei diesem Satz) sind jetzt in der weiterführenden Schule, was einen längeren Schulweg bedingt und deshalb war klar, sie brauchen ein Smartphone (Smartphone natürlich, schon wegen Geekpapa). Für mich das beste Preis-Leistungsverhältnis hatte hier das Samsung Galaxy S3 mini.
Aber Kinder und empfindliche Technik ist so eine Sache. Deshalb hab ich mich bald nach Zubehör umgesehen, das die Smartphones etwas robuster macht und damit die Gefahr für Technik und Finanzen reduziert.
Auftritt mobilefun.de. Bei diesem Versender gibt es unter anderem sogenannte Starterkits, also Zusammenstellungen von mehr oder minder sinnvollem Zubehör. Für die S3 mini Geräte gab es eben solch ein Starterkit mit diversen mehr oder minder sinnvollen Ergänzungen.
Das Galaxy S3 Mini Zubehör, das ich hier im Test vorstellen werde, ist bei mobilefun.de für 23,49€ zu haben. Ich habe das schwarze Set getestet, natürlich gibt es das ganze auch in weiß.
Die adhäsive Oberfläche des Smartphone Ständers halt das Telefon sicher auf der Platte
Zum Beginn, für den Preis macht man nicht viel falsch. Denn alleine das Autoladegerät und die KFZ-Halterung sind schon ausgesprochen praktisch und bedürfen wohl kaum einer näheren Beschreibung. Bei der Halterung handelt es sich um die Saugnapflösung mit zusätzlicher Klebeplatte.
Da der Herr Papa ein Galaxy Note 2 mit ebenfalls Micro USB Anschluß hat, kann zudem auch ich einiges vom Zubehör verwenden.
Simple Lösung aber funktioniert und ist seeeehr platzsparend. (Außerdem ein typisches Zubehör für den Geek in mir)
Interessanter sind da schon die beiden Halterungen, einmal ein Ständer aus Metal, mit einer adhäsiven Oberfläche, der das Smartphone in einem angenehmen Winkel positioniert, wahlweise horizontal oder vertikal und dabei so viel Freiheit zur Oberfläche lässt, dass man auch das Ladekabel gut anschließen kann. Eine sehr einfach aber erstaunlich funktionale Lösung, die sich meine Tochter natürlich gleich gesichert hat. Als weitere Halterung gibt es so etwas wie eine Gummikugel mit Saugnapf, die man auf der Rückseite des Smartphones befestigen kann und die dann auch eine rudimentäre Stütze darstellt, um z.b. Filme in einem angenehmen Winkel zu betrachten. Klappt mit den S3 mini richtig gut, auch hochkant, da hier auch das Gewicht eine Rolle spielt, das gehalten werden muss. Mein Note 2 war horizontal zu schwer, aber vertikal konnte ich sogar dieses Smartphone mit dem „Pümpel“ aufstellen.
Fazit: Nettes Gimmick, speziell für das kleine Gepäck unterwegs.
Zusätzlich erhält man auch eine Schutzhülle, die das Smartphone wie bereits von anderen Hüllen bekannt, auf der Rückseite umschließt und auf der Vorderseite eine Gummiwulst hat, so daß in den meisten Fällen dem Smartphone nichts passiert, wenn es auf den Boden fallen sollte.
Auch die Schutzfolien für den Bildschirm entsprechen dem bekannten Standard, es handelt sich hier um mehrere Klarfolien, hier auch meine einzige Kritik, es wäre sicher noch besser gewesen, man hätte neben den Klarfolien auch noch einige mattierte Folien beigepackt, die ich bevorzuge, um auf meinem Smartphone auch besser in der Sonne lesen zu können.
Dafür sind die Folien aber so gut zugeschnitten, dass sie sehr einfach platzierbar sind, da sie nicht 100% bündig das ganze Display abdecken, was meiner Erfahrung nach immer zu Problemen beim Anbringen der Folie führt.
Natürlich war klar, dass ich vor allem auch die Nutzer der Smartphones die einzelnen Produkte testen lasse und deren Fazit, nachdem sie jetzt bereits bis auf die KFZ Halterung (aus ersichtllichen Gründen) alles im harten Alltagseinsatz ausprobiert haben ist ein klares Daumen hoch.
Insofern kann ich das Starterset für alle jene empfehlen, die für wenig Geld eine umfassende Auswahl an wichtigem Zubehör haben wollen.
Bei all dem Hass, der gerade auf Amazon herniederprasselt, möchte ich nur mal eine Frage in den Raum stellen. Wir wissen, Amazon ist kein kleines Unternehmen. Nicht jeder in jeder Entscheidungsebene kann hier über alle Zusammenhänge bei Subunternehmern bescheid wissen bzw. muss gelegentlich auch darauf vertrauen, was ihm von der Geschäftsführung des Subunternehmens versichert wird. Amazon zieht jetzt Konsequenzen und kündigt Subunternehmen oder veranlasst, dass wiederum beschäftigte weitere Subunternehmen gekündigt werden.
Dennoch ist der Protest weiterhin laut und die Empörung groß.
Nur mal so als Frage in den Raum gestellt. Was muss ein Unternehmen wie Amazon machen, damit Vertrauen wieder hergestellt wird? Oder ist es nicht oft auch so, dass da einfach die Empörung zum Selbstläufer wird und mit nichts mehr eindämmbar ist?
Ich will hier mit nichts die Geschehnisse rechtfertigen, aber ich wäre mal an Meinungen dazu interessiert, ob wir mit Fehlern von Unternehmen nicht manchmal deutlich ungerechter umgehen, wenn sie eine bestimmte Größe oder Marktmacht erreicht haben, oder wenn durch eine kritische Masse enttäuschter Kunden ein Shitstorm am Leben gehalten wird, der nicht mehr rational begründbar ist.
Denn auch andere Unternehmen haben bei den Beschäftigten Fehler gemacht, wurden im Fernsehen angeprangert nur kräht da oft schon nach ein zwei Tagen kein Hahn mehr danach. Was ist also bei Amazon so anders?
Wie gesagt, ich stelle es als Frage in den Raum, einfach weil ich selbst mit dem Thema nicht wirklich korrekt umzugehen weiß. Ich kann mir nur sehr gut vorstellen, dass durch solche Ereignisse die OFFENE Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden nicht gerade gefördert wird.
Mein Eindruck, aber das ist nur ganz persönlich ist, wir sind es auch als Kunden noch nicht gewohnt, dass Social Media solche Effekte erzeugt und sind möglicherweise genau so wenig wie manche Unternehmen bereit sind offen Fehler zuzugeben, bereit unsererseits Entschuldigungen oder nachgelagerte Konsequenzen einfach als das anzunehmen, was sie möglicherweise sind. Ehrlich gemeinte Eingeständnisse eines Fehlers.
Gerade in der aktuellen Krise wird den Banken ja oft vorgeworfen, schlecht informiert zu haben. Aber sind wir mal ehrlich. Oft fehlt es doch auch uns selbst am Willen zur Information. Denn Unternehmen sind gewissen Informationspflichten unterworfen, denen sie in den meisten Fällen auch nachkommen.
Aber kommen auch die Kunden immer ihrer Pflicht nach, die angebotene Information aufzunehmen? Ich habe ja ein besonderes Faible für den Begriff „Medienkompetenz“. Ich würde ihn hier aber sogar ausweiten auf „Informationskompetenz“. Wenn ich im Alltag manchen Gesprächen lausche und höre, was so alles geglaubt wird, nur weil es in der Zeitung (oft der mit den vier Buchstaben) steht, oder weil es irgendein Privatsender gesendet hat, dann wundert mich nicht mehr, dass viele Menschen auf Angebote „reinfallen“, die nicht zu ihnen passen. Auch wenn es anstrengend sein mag, ein gewisses Maß an vernünftiger Recherche, an sich informieren sollte auch vom „Durchschnittsbürger“ einforderbar sein.
Wenn ich etwas anschaffe, dann versuche ich zumindest verschiedene Alternativen zu untersuchen, wenn ich eine Information im Fernsehen präsentiert bekomme, die mich zum Ändern eines Verhaltens auffordert, hinterfrage ich die Quelle, versuche, mehr dazu zu erfahren.
Es kann nicht angehen, dass wir alle über eine Informationsflut klagen, dann aber die meisten nicht mal einen Bruchteil dieser Informationen für sich nutzen. Das ist etwas, was ich fest im Schulkurrikulum verankert sehen möchte. Zu erlernen, wie man recherchiert, wie man Information bewertet und für sich nutzt. Also sogar noch mehr als Medienkompetenz, Informationsverarbeitungs- und Bewertungskompetenz sollte gelehrt werden.
Und ja, wenn damit das übliche Top-Down Marketing gemeint ist, das vorstellen der eigenen Produkte und Dienste als „Alleine glücklich machend, das beste vom besten, unschlagbar etc.“ dann ja. Das wollen viele schon im Fernsehen nicht mehr hören und in den sozialen Medien, die ja auch eine Plattform für privaten Austausch sind erst recht nicht.
Es bedarf hier einer komplett anderen Denke. Einer Kommunikation auf Augenhöhe. Erst, wenn ich nicht mehr Produkte vermarkte, sondern Bedürfnisse meiner Kunden befriedigen möchte, ihnen helfen möchte jenseits von Waren und Umsatz, dann fühlen sich Kunden im Netz auch ernst genommen. Weil sie dann nicht mehr als Kunden sondern als Menschen behandelt werden. Der große Irrtum vieler ist, dass sie Social Media nur als Verlängerung der „normalen Marketing Maßnahmen“ sehen.
Als einen weiteren zu bespielenden Kanal und dabei vergessen, dass es dort auch ums zuhören geht. Nur wer auf Augenhöhe kommuniziert, wird dort auch ernst genommen. Und dazu gehört es auch, Fehler zuzugeben, Hilfe ohne direkten dahinterliegenden Lead zu bieten, einfach auf den Menschen einzugehen. Dann werden Kunden zu Menschen und Menschen zu Markenbotschaftern.
Wer aber klassische Werbung raushaut, ja der investiert besser woanders.
Mal wieder runter kommen. Vor allem all jene, die jetzt zum Boykott von Amazon aufrufen. Wie wäre es dann damit, auch mal über einen Boykott der Post (miese Bedingungen bei Zulieferern), vieler Smartphone Hersteller (Stichwort Foxconn) oder auch bei Discountern (Preisdruck auf Produzenten) nachzudenken? Am besten wäre es ja, den Konsum ganz einzustellen. Damit ist dann zwar auch keinem einzigen Mitarbeiter geholfen, dem es dort dreckig geht, aber man hat halt für sich ein Zeichen gesetzt und sein Gewissen beruhigt. Und mal ganz ehrlich. Ich bin mir sicher, auch wenn alle, die in den sozialen Medien jetzt „Boykott“ brüllen, nicht mehr bei Amazon einkaufen würden, spürbar wäre das für einen global agierenden Konzern wie Amazon kaum.
Für mich sind Boykotts so ähnlich wie die von der Leyenschen Stoppschilder. Ich kauf da nicht mehr also passiert da auch nix mehr, weil jetzt ja deren Umsatz zusammenbricht.
Just my two cents.
Und ich werde weiterhin bei Amazon bestellen, aber auch weiterhin ein Auge drauf haben, wie sich deren Bedingungen entwickeln. Denn das ist etwas, das wir Blogger tun können, um etwas zu bewegen. Den Finger länger auf der Wunde halten, als es die öffentlich rechtlichen unter dem Druck der Quote tun. Denn bei einem könnt ihr sicher sein. In einem Monat ist das Thema allerspätestens aus den Medien verschwunden.
Zunächst war ich versucht, zu protestieren, aber bei genauem Studium des Artikels muss ich Morozov zustimmen. Denn was er als Befürchtung aufzeigt hat durchaus korrekte Schlussfolgerungen als Basis.
Morozov geht davon aus, und so wird es heutzutage durchaus noch vielfach gehandhabt, dass in Unternehmen die Möglichkeit der Heimarbeit eingeführt wird, aber immer noch mit dem alten Kontrollanspruch einer hierarchischen Verwaltung, die Mitarbeiter kontrollieren muss, damit sie etwas tun.
Das aber ist kontraproduktiv, da es in den Mitarbeitern eine Mischung aus Angst und Schuldgefühlen produziert, da sie jetzt ja in einem scheinbar freien System arbeiten dürfen, dass aber immer noch, und jetzt quasi rund um die Uhr überwacht wird.
Erst, wenn wir uns auch davon verabschieden, unsere Mitarbeiter permanent kontrollieren zu wollen kann das ganze funktionieren.
Und in einem teile ich da mittlerweile Morozovs Einschätzung: Wenn es überhaupt passieren wird, dann wird es noch lange dauern, mindestens eine Generation. Bis dahin gilt, seien sie misstrauisch, wenn man ihnen plötzlich einen Heimarbeitsplatz anbietet und hinterfragen sie, wie denn dann ihre „Leistung“ beurteilt wird. Denn so lange im Unternehmen immer noch Anwesenheit=Entlohnung ist, wird es auch eine wie auch immer gestaltete (technische) Überwachung der effektiv gearbeiteten Zeit geben. Und so lange kann ich nur dringend vom Heimarbeitsplatz abraten.
Dabei geht die Diskussion völlig am Problem vorbei. Wir erleben zwar in Deutschland immer noch eine Beschäftigungssituation, die nicht wirklich prekär ist (mal davon abgesehen, dass viele Menschen sich mit ihrem Lohn eigentlich nicht mehr am Leben halten können, was für ein reiches Land wie Deutschland schlicht eine Schande ist).
Aber blicken wir auf das so häufig bemühte Gesamteuropa sieht die Lage schon viel schlechter aus. Insofern, zumindest ein interessanter Denkansatz ist das schon. Was mich aber stört, es erhebt die Bedeutung der Zeit wieder über die des Ergebnisses. Warum nicht 20 Stunden, wenn auch dann noch die Arbeit getan wird? Warum nicht die gleiche Arbeit auf mehr Schultern verteilen, und das flexibler?
Ich lese gerade das hochinteressante zweite Buch von Cali Ressler und Jody Thompson über ihr ROWE Modell mit dem Titel „Why managing sucks and how to fix it“ und darin zeigen die beiden, dass es in der heutigen Arbeitswelt noch viel zu oft gehandhabt wird, wie zwischen Eltern und Kindern. Wer möchte nicht wie ein Erwachsener behandelt werden, aber ist es wirklich erwachsen, wenn man über jede gearbeitete Minute Rechenschaft ablegen muss? Wenn man bei allem und jedem controllt (Da steckt absichtlich Troll drin) und immer das Gefühl hat, ohne Vorgesetzte, ohne Kontrolle wäre man ein faules Schwein und würde gar nichts tun.
Es wird Zeit, das ganze Konzept von Arbeit neu zu denken. Im Sinne von: „Ich gehe nicht zur Arbeit, ich arbeite“. Damit fällt sowohl der Zeitfaktor, als auch der Ortsfaktor weg.
Wir wechseln immer mehr in eine Wissensgesellschaft und hier müssen wir uns fragen lassen, ist unsere Arbeitswelt darauf wirklich eingestellt? Oder arbeiten wir nicht alle immer noch wie am Fließband, Hauptsache ausgelastet?
Gerade in ihrem neuen Buch zeigen Ressler und Thompson sehr schon an realen Beispielen, wie manigfaltig die Auswirkungen einer ergebnisorientierten Arbeitswelt sind. Und wie viel Verwaltungsoverhead damit abgebaut werden kann. Vielleicht ist es noch nicht so wirklich bewußt, aber Modelle wie Rowe sparen Geld, fördern Leistung, steigern Umsatz. Und das sind keine fiktiven Behauptungen, das können all jene Unternehmen nachweisen, die auf das Modell umgeschwenkt haben. Und es gibt nicht DEN einen Rowe Weg. Jedes Unternehmen sollte sich aber Gedanken darüber machen, ob eine 30 Stunden versus 40 Stunden Diskussion heutzutage überhaupt noch der modernen Arbeitswelt gerecht wird.
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