Wird Smartwear ein Erfolg? Gute Frage, indirekte Antwort

24.01.14 - 1
Das Fitbit Flex ist jetzt nicht direkt eine Schönheit aber zumindest dezent.

Ich bekomme in letzter Zeit immer häufiger diese Frage zu hören. Und ich kann, um ganz ehrlich zu sein, hier keine „korrekte“ Antwort geben. Aber ein paar Indizien gibt es auf jeden Fall, die darüber entscheiden dürften, ob Smartwear bzw. spezifische Smartwear Lösungen ein Erfolg werden oder nicht.

Der oberste, wichtigste und am meisten vernachlässigte Punkt ist die Batterielaufzeit. Schon beim Smartphone stört es mich, dass ich es jeden Tag laden muss, so ich es denn zu mehr nutze als nur den Grundfunktionen. Da ein inhärenter Aspekt von Smartwear ist, dass es nicht nur ein Device geben dürfte, sondern jeder mehrere mit sich trägt, sei es direkt oder indirekt.Und hier dann jedes Device täglich oder zumindest mehrmals die Woche aufladen zu müssen, wäre mehr als ärgerlich.

Auch bei hoher Nutzungsintensität muss ein SmartWear Device auf jeden Fall zumindest einen kompletten Arbeitstag durchhalten. Und nutzt es kein Poweruser, sollten mehrere Tage drin sein.
Auch die Art der Aufladung sollte einfach sein. Das Device irgendwo hinlegen, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob es auch eingesteckt ist. Denn Smartwear darf sich im Alltag nicht aufdrängen. Sie muss funktionieren, wenn sie benötigt wird und ansonsten keinen Gedanken wert sein.

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Da viele Menschen Uhren eher als Schmuck, denn als Zeitmesser tragen, ist gerade bei Smartwatches das Design von Bedeutung.

Auch bei den Preisen gibt es Schmerzgrenzen. Sind schon Smartphones recht teuer wird es wenig Akzeptanz finden, wenn man dann auch für diverse Smartwear Devices nochmals tief in die Tasche greifen muss.
Schon bei den Smartwatches sehe ich eine Schmerzgrenze bei Preisen um die 200 Euro, wobei hier der Massenmarkt meiner Ansicht nach erst beginnt, wenn die Mehrzahl der Smartwatches bei ca. 100 Euro preislich endet.

Weiterhin sehr wichtig sein dürfte die einfache Bedienung. Je mehr Gadgets ums so mehr Geräte, mit denen ich interagieren muss. Idealerweise reagiert das Gadget proaktiv, Google Now zeigt hier in begrenztem Maß schon den Weg. Ein Smartwear Device soll mich im Alltag unterstützen ohne mich zu stören. Hier sehe ich eine große Herausforderung für die Hersteller, wenn sie ihre Produkte nicht nur für technophile Menschen anbieten wollen.

Auch die Datenhaltung ist ein wichtiger Aspekt. Zum einen natürlich die Datensicherheit und der Datenschutz. Das ist fast schon Allgemeingut. Aber auch die einfache Synchronisation der Daten mit etwaigen Diensten. Idealerweise muss dies automatisch passieren oder zumindest ohne aktives Anstossen durch den Nutzer.

Und letztlich muss sich ein echter Mehrwert bei jedem Device ergeben, das auf den Markt gebracht wird. Mein Eindruck ist, jenseits von sportbegeisterten Nutzern, die damit ihre Aktivitäten elegant und einfach tracken können sieht es bislang noch recht schlecht aus mit echten Killeranwendungen.

Was viele auch unterschätzen ist das Design. Schon bei Smartphones geht der Fokus weg von der reinen eingebauten Technik hin zum Aussehen. Das wird sich bei Smartwear, die ggf. den ganzen Tag am Körper getragen und für andere sichtbar ist, noch verstärken. Hier ist es dann weniger wichtig, was drin steckt, als wie das ganze getragen aussieht.

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Eine Uhr ist immer auch Schmück und sollte deshalb auch ein stimmiges Design sowohl des Gehäuses, als auch der Apps haben.

 

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