Entrümpeln mal anders

Es ist leider oft wirklich so, dass erst einschneidende, lebensbedrohliche Erlebnisse einem so manche Wahrheit vor Augen führen.

Bei mir waren es toxische Menschen und falsche Ansprüche an mich selbst. Oder um es genauer zu definieren, der Glaube, dass andere mich besser kennen, als ich selbst. Sicher, ich gestehe mir auch nicht alle Wahrheiten über mich ein, schon gar nicht die dunklen Seiten. Aber was andere an mir für richtig und falsch halten, ist noch weitaus stärker durch deren Sicht auf die Welt, deren Prioritäten und oft auch deren eigene Enttäuschungen und Defizite verbrämt.… den ganzen Text lesen

Die Nacht war immer mein Freund

Noch bevor ich mich mit meiner Depression konfrontiert sah, lange bevor ich mcih nicht mehr als charakterschwach sondern ernsthaft krank gesehen habe, spürte ich, dass einiges in mir anders funktionierte, als bei den „Normalen“.

Ganz besonders spürte ich das während meiner Zivildienstzeit. Ich arbeitete in einem Altenkrankenhaus, immer nur Nachtschicht. Das hieß für mich, sieben Tage arbeiten, sieben Tage frei. Und ich habe es genoßen, wie selten eine Zeit in meinem Leben.… den ganzen Text lesen

Was heißt eigentlich mutig

Immer wieder bescheinigen mir Leser oder Zuhörer meiner Vorträge, ich sei doch sehr mutig, so mit meiner Krankheit umzugehen.

Das ist für mich ein zweischneidiges Schwert.

Was ich tue hat für mich nichts mit Mut zu tun, eher mit der Erkenntnis, dass ich viel zu lange darüber geschwiegen habe, dass es mir einfach gut tut, offen über meine psychischen Probleme zu sprechen.

Es ist nicht mit Angst belastet, die ich überwinden musste vor einer Gefahr, einer ureigenen Furcht vor etwas bedrohlich Unbekanntem.… den ganzen Text lesen

Ich war der Antiheld in meinem Film

Widerspruch erwarte ich. Aber wer hat nicht schon mal den Schmerz gespürt, wenn er erkannt hat, dass das eigene Leben, der eigene Weg nicht so brilliant war, wie man ihn sich ausgemalt hat. Wenn die Träume, die man als Jugendlicher hatte, längst auf dem Müllhaufen der eigenen Geschichte gelandet sind.

Und wenn du Träume hattest, wenn du dir ausgemalt hast, mal ein Star, ein Schauspieler, eine Autorin, eine Künstlerin zu werden, dann hattest du zumindest einen kleinen Schatz, den Schatz einer schönen Zukunft.… den ganzen Text lesen

Vom Loslassen

Ich hatte einen Plan für mein Leben. Einen guten Plan, einen sicheren Plan.

 

 

Aber nicht meinen Plan.

Was ich werden wollte, war zu großen Teilen von anderen eingeredet oder durch andere beeinflußt.

Ich habe mich immer für einen begeisterten Softwareentwickler gehalten. In Wirklichkeit habe ich an dem Gedanken einer vermeintlichen Sicherheit festgehalten, statt loszulassen und mich auf das einzulassen, was mein Herz wollte.

Eigentlich war mein Traum ein Autor oder Kunstmaler zu werden.… den ganzen Text lesen

Zum Tag der Suizidprävention

Ja, ich habe es versucht und ja, ich bin glücklich, überlebt zu haben.
Und warum ich finde, dass wir ein völlig anderes Narrativ bezüglich Suizid brauchen, habe ich für die AOK BW im folgenden Beitrag niedergeschrieben:

„Ich stehe dazu.“

Und zusätzlich empfehle ich einen TED Talk, der mich selbst sehr berührt hat:

Kevin Briggs: The bridge between suicide and life

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Der Sinn des Lebens V2.0

Ich kenne ihn nicht. Hab ihn eigentlich nie gekannt
hab mir auf der Suche nach ihm nicht nur Finger verbrannt.
Bin gestürzt und geflogen, hab gelogen, betrogen,
die Wahrheit gesagt und mich zu oft verbogen.

Du brauchst einen Sinn, einen Weg, ein Ziel.
Danach zu suchen wurde später mir letztlich zu viel.

Keinen Sinn, keinen Weg, dann könnt ich gleich gehen.
Gut das die die mir wichtig, dann fest zu mir stehen.… den ganzen Text lesen

Digital Detox ist Bullshit

Wieder mal wird die „dieses Internet ist ja so böse“ Sau durchs digitale Dorf getrieben. Dieses Mal in Gestalt eines Artikels in der ZEITmit dem vielsagenden Titel: Digital Detox, ein Leben nach dem Internet, jetzt! 

Ein Beitrag, so tendenziös und anmaßend, so bevormundend und schlecht recherchiert, wie eigentlich alles, was sich sinnvollerweise kritisch mit der digitalen Welt auseinanderzusetzen vorgibt.

Ja, auf Grund meiner Depression und einer Diagnose einer Therapeutin habe ich mal 4 Wochen auf das Internet verzichtet.… den ganzen Text lesen