Webapp oder App, warum die App oft die bessere Wahl ist

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Die App von Zalando bietet einen einfach zu bedienenden Überblick über die Produktpalette

In den Diskussionen um das mobile Internet wird immer wieder darüber philosophiert, Apps würden früher oder später von Webapps, also Webseiten, die sich wie eine App verhalten ersetzt werden. Das mag für rein informative Seiten stimmen, aber gerade wenn es um Themen wie Online Shopping geht, sehe ich doch deutliche Vorteile in nativen Apps für die einzelnen mobilen Endgeräte.
Gerade Plattformen mit einem vielfältigen Angebot tun gut daran, insbesondere für Touchscreens geeignete Apps anzubieten. Denn im Gegensat zu Apple sind bei Android und Windows diverse Webbrowser im Angebot, die sich durchaus in den Rendering Möglichkeiten unterscheiden.

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Auch Amazon bietet ein App zum Download z.B. im Windows Store aber auch für Android und IOS

Vermutlich auch deshalb bieten Versender wie Amazon oder auch Zalando Apps für verschiedene Plattformen an. Vergleicht man zum Beispiel die Apps von Zalando für IOS Android und Windows, erkennt man, dass hier verschiedene Aspekte der jeweiligen mobilen Plattform berücksichtigt wurden. Zudem gilt auch heute immer noch die Grundregel. Man darf als Entwickler nicht erwarten, dass auf jeden Fall überall ein hinreichend guter Internet Zugang zur Verfügung steht. Deshalb ist es immer ratsam, zumindest die wichtigsten Produktinformationen offline bereit zu stellen.

Webapps sind für mich auch weiterhin dann die Lösung der Wahl, wenn es um reine Information ohne Interaktion geht, wenn nicht Interaktion im Vordergrund steht. Natürlich bieten die meisten Online Händler eine kompletten Online Store an, der aber dann meist auf die Bedingungen eines Webbrowsers für den Desktop angepasst ist, und als mobile Version oft nur abgespeckte Möglichkeiten bietet. Gerade wenn es um mobile Endgeräte mit kleinen Displays geht, halte ich eine native Anwendung im besonderen für die bessere Wahl.

Betrachtet man Amazon, so ist hier sogar zusätzlich zur eigentlichen Shopping App noch ein erweitertes App Angebot für Android, Musik und Film verfügbar. Damit kann die jeweilige Plattform optimal mit den Inhalten bedient werden und der Anbieter hat damit eine größere Kontrolle darüber, wie sein Content auf dem jeweiligen Endgerät erscheint.

Spannend sind Apps insbesondere, da sie auch noch die zugrundeliegende Hardware wie Kamera oder ähnliches nutzen können. So ermöglicht die App von Zalando zum Beispiel, mittels Kamera Barcodes zu scannen und die entsprechenden Produkte im Katalog schnell zu finden und somit ad hoc einen Preisvergleich durchzuführen.

Was in diesem Kontext eine spannende Entwicklung ist: Immer mehr Anbieter entwickeln eine Mischung aus Webapp und App. Dabei wird eine Webapp jeweils in einer im Store herunterladbaren Applikation gestartet. Auch hier ist einer der größten Vorteile, dass der Anbieter eine größere Kontrolle über die Darstellungsqualität hat, da die Anwendung, die die Webapp rendert vom Anbieter selbst kommt und damit Funktionalität ebenso wie Darstellung stets gewährleistet sind.

Wird Smartwear ein Erfolg? Gute Frage, indirekte Antwort

24.01.14 - 1
Das Fitbit Flex ist jetzt nicht direkt eine Schönheit aber zumindest dezent.

Ich bekomme in letzter Zeit immer häufiger diese Frage zu hören. Und ich kann, um ganz ehrlich zu sein, hier keine „korrekte“ Antwort geben. Aber ein paar Indizien gibt es auf jeden Fall, die darüber entscheiden dürften, ob Smartwear bzw. spezifische Smartwear Lösungen ein Erfolg werden oder nicht.

Der oberste, wichtigste und am meisten vernachlässigte Punkt ist die Batterielaufzeit. Schon beim Smartphone stört es mich, dass ich es jeden Tag laden muss, so ich es denn zu mehr nutze als nur den Grundfunktionen. Da ein inhärenter Aspekt von Smartwear ist, dass es nicht nur ein Device geben dürfte, sondern jeder mehrere mit sich trägt, sei es direkt oder indirekt.Und hier dann jedes Device täglich oder zumindest mehrmals die Woche aufladen zu müssen, wäre mehr als ärgerlich.

Auch bei hoher Nutzungsintensität muss ein SmartWear Device auf jeden Fall zumindest einen kompletten Arbeitstag durchhalten. Und nutzt es kein Poweruser, sollten mehrere Tage drin sein.
Auch die Art der Aufladung sollte einfach sein. Das Device irgendwo hinlegen, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob es auch eingesteckt ist. Denn Smartwear darf sich im Alltag nicht aufdrängen. Sie muss funktionieren, wenn sie benötigt wird und ansonsten keinen Gedanken wert sein.

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Da viele Menschen Uhren eher als Schmuck, denn als Zeitmesser tragen, ist gerade bei Smartwatches das Design von Bedeutung.

Auch bei den Preisen gibt es Schmerzgrenzen. Sind schon Smartphones recht teuer wird es wenig Akzeptanz finden, wenn man dann auch für diverse Smartwear Devices nochmals tief in die Tasche greifen muss.
Schon bei den Smartwatches sehe ich eine Schmerzgrenze bei Preisen um die 200 Euro, wobei hier der Massenmarkt meiner Ansicht nach erst beginnt, wenn die Mehrzahl der Smartwatches bei ca. 100 Euro preislich endet.

Weiterhin sehr wichtig sein dürfte die einfache Bedienung. Je mehr Gadgets ums so mehr Geräte, mit denen ich interagieren muss. Idealerweise reagiert das Gadget proaktiv, Google Now zeigt hier in begrenztem Maß schon den Weg. Ein Smartwear Device soll mich im Alltag unterstützen ohne mich zu stören. Hier sehe ich eine große Herausforderung für die Hersteller, wenn sie ihre Produkte nicht nur für technophile Menschen anbieten wollen.

Auch die Datenhaltung ist ein wichtiger Aspekt. Zum einen natürlich die Datensicherheit und der Datenschutz. Das ist fast schon Allgemeingut. Aber auch die einfache Synchronisation der Daten mit etwaigen Diensten. Idealerweise muss dies automatisch passieren oder zumindest ohne aktives Anstossen durch den Nutzer.

Und letztlich muss sich ein echter Mehrwert bei jedem Device ergeben, das auf den Markt gebracht wird. Mein Eindruck ist, jenseits von sportbegeisterten Nutzern, die damit ihre Aktivitäten elegant und einfach tracken können sieht es bislang noch recht schlecht aus mit echten Killeranwendungen.

Was viele auch unterschätzen ist das Design. Schon bei Smartphones geht der Fokus weg von der reinen eingebauten Technik hin zum Aussehen. Das wird sich bei Smartwear, die ggf. den ganzen Tag am Körper getragen und für andere sichtbar ist, noch verstärken. Hier ist es dann weniger wichtig, was drin steckt, als wie das ganze getragen aussieht.

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Eine Uhr ist immer auch Schmück und sollte deshalb auch ein stimmiges Design sowohl des Gehäuses, als auch der Apps haben.

 

Organisation mit Pfiff: Die Roterfaden Taschenbegleiter

Zugegeben, ich hatte schon immer ein Faible für intelligente Ordnungssysteme. Aber jetzt hab ich meinen speziellen Favoriten gefunden.

Der Taschenbegleiter sammelt Zettel, Notizen, Quittungen schnell und effektiv an einem Ort

Der Taschenbegleiter von roterfaden . Entstanden aus einer Design Diplomarbeit bieten die Taschenbegleiter eine einfache wie geniale Methode, beliebige Zettel aber auch Terminkalender oder Notizhefte variabel und flexibel mitzunehmen. Durch drei Klammern werden beliebige Zettel im Taschenbegleiter festgehalten, und gleichzeitig dient die Klammer als Lesezeichen.

Das ganze ist Handarbeit und lässt sich auf der Seite von roterfaden mit verschiedenen Farben, Materialien, aber auch unterschiedlicher Anzahl an Innentaschen und Klammern indivdualisieren. Zudem kann man als Krönung der Individualisierung auch eine eigene Stickerei einbinden lassen.

Schöne Verarbeitung, Liebe zum Detail und das gewitzte Klammersystem sind die Markenzeichen der hochwertigen Taschenbegleiter

Auch in Zeiten, in denen vieles digital erledigt wird, sind die Taschenbegleiter eine extrem sinnvolle Lösung, da sie quasi als Sammelbecken für all die verbliebenen losen Blätter, Notizen und Zettel dienen. Es gibt die Taschenbegleiter in den Formaten A4, A5 und A6.

Gerade jetzt so kurz vor Weihnachten ein schönes Geschenk, das in Deutschland in Handarbeit hergestellt wird und Ordnung ins Chaos so mancher Tasche bringen wird. Auch hier gilt, es ist nicht ganz billig, aber die Handarbeit, die Produktion in Deutschland und der hohe Individualisierungsgrad rechtfertigen den Preis, der bei knapp 49 Euro startet und dann entsprechend dem Maß an Individualisierung steigt.

Und auch der Service von roterfaden ist vorbildlich, man erhält zu jeder Frage eine Antwort und kann auch Sonderwünsche direkt mit den Mitarbeitern abklären. Mein Taschenbegleiter wird mit einer kleinen Stickerei versehen sein. Meinem Lieblingszitat von Albert Einstein und meinem Lebensmotto: „Viel mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben….“

Und dennoch gibts es auch noch nicht elektrifizierte, schöne Dinge, die nützlich sind und einem das Leben erleichtern können.

Und hier noch ein Promovideo, das das Prinzip sehr gut zeigt:

Update: läuft auch als Beitrag zur Blogparade Wo gibt es gute Weihnachtstipps im Netz