Alleine ist ein Zustand, einsam ein Gefühl

Und früher konnte ich alleine ganz gut, heute kämpfe ich gegen einsam, und es tut sehr weh.

So lange ich denken kann war ich der Sonderling, der sich für Themen interessierte, die kaum jemand anderen ansprachen.  Klassische Musik, Malerei, KI waren eben nicht Fussball, Saufen gehen oder schnelle Autos. Damit war die Schnittmenge an Themen schon immer gering. Wenn es  Schnittmengen gab hieß es oft, dass ich dann mit Frauen sprach. Andere Jungs hatten beste Freunde, ich beste Freundinnen. Auch ein guter Grund, gemobt zu werden.

Als ich dann in Osnabrück KI und Computerlinguistik zu studieren began, fühlte ich mich zum ersten Mal angekommen. Auch mein Forschungsstipendium in Heidelberg bei IBM brachte mich in Kontakt mit Gleichgesinnten. Leider ging das nur drei Jahre, aber immerhin habe ich in dieser Zeit meine Frau kennengelernt und warum, weil wir uns so gut unterhalten konnten über Themen, die andere überhaupt nicht interessierten. Die Jahre danach waren unauffällig. Ich hatte ja einen Job und damit Kollegen und Ansprache. Erst durch Corona merkte ich langsam wie locker und lose die Kontakte doch waren. Ich melde(te) mich immer wieder mal die Gegenüber eher weniger. Und die, die sich meldeten wohnten leider zu weit weg. So blieb es bei virtuellen Kontakten, die zum Anfang noch ausreichten. Mittlerweile fehlt mir der persönliche Kontakt zu Menschen, die mit mir etwas teilen. Ich kam von alleine und bin jetzt bei einsam  angekommen und mir ist voll bewusst, dass ich dazu einen großen großen Teil beigetragen habe, aber ich bin noch kein Mensch, der sich zu sehr verbiegt nur um gemocht zu werden das habe ich früher zu oft getan und bin dabei doch selbst auf der Strecke geblieben. Immerhin habe ich meine Familie. Meine Frau meine drei Kinder damit im Bezugssystem das mich aufrecht hält. Ich mag nur gar nicht drüber nachdenken. Was passiert, wenn dieses Bezugssystem einmal verschwindet? Dann werde ich mir andere bezugssysteme suchen müssen, was in meiner Situation eine Herausforderung darstellt. Zumal mich ja meine Depression und die Angststörung nach wie vor begleiten. So halte ich Kontakt zu Menschen über die virtuellen Pfade. Was immerhin interessante Gespräche produziert  wenn auch auc auch der persönliche Kontakt fehlt. Manchmal denke ich sehnsüchtig an die Zeit zurück, als ich wegen meines Romans auf Lesereisen war und tolle Menschen kennengelernt habe. Ja leider auch meistens sehr weit weg, aber ich habe auch da wenigstens noch virtuellen Kontakt seltsam, dass ich der ich doch so technikaffin bin plötzlich merke wie wertvoll doch die Gespräche in persona sind. Das Phänomen Einsamkeit scheint in der Gesellschaft gerade  ein hoch zu haben, was sicher auch Corona geschuldet ist. Immerhin haben wir Menschen erkannt, dass man nicht mit jedermann oder Frau gut Freund sein muss. Man sollte aber auch nicht jeglichen echten Kontakt  von Angesicht zu Angesicht vermeiden. Denn damit rutscht man zwangsläufig je älter. Man wird umso mehr in ein Gefühl der Einsamkeit. Die funktioniert selbst unter Menschen. Selbst in meine Alterskategorie findet sich jetzt immer noch Fußball Autos trinken. Nein, eigentlich saufen. Themen wie Astronomie, Quantenphysik klassische Musik, künstliche Intelligenz, philosophische Gespräche sind eher Garant Menschen zu vertreiben und lassen mich wieder zurückkehren zu meinem virtuellen Freunden, die aber eben nur virtuell und weit weg sind. Ein Teufelskreis. Es ist schon klar ändern, kann nur ich etwas am mir. Aber noch suche ich die Strategien, die auch wirksam und nachhaltig sind. Bis dahin bleibe ich eben in Kontakt mit meinen fernen Freundinnen und bin glücklich, dass nicht meine Familie auffängt. Das rechne ich allen sehr hoch an.

Was letztlich auch an Grund sein kann, ist das aktuelle Unvermögen miteinander vernünftig zu diskutieren verhärtete Fronten zu verteidigen. Wenn man immer gleich eine Schublade gesteckt wird, spart man sich bald die Gespräche die früher spannende Diskussionen waren heute nur noch gegenseitiges beschimpfen, wenn man nicht den gleichen Meinung ist. Wir lieben uns als Gesellschaft auseinander und das wird gefährlich den Einsamkeit wächst und mit ihr auch gesellschaftliches Fehlverhalten. Nein, eine Lösung habe ich aber auch nicht. Vielleicht wäre es mal gut. Achtung wieder richtig miteinander zu diskutieren. Wer lacht hier.

Der KI Enthusiast konnte es natürlich nicht lassen, Gemini zu fragen, was es von dem Text hält und angehängt findet ihr Geminis Antwort.

 


Das Gefühl der Einsamkeit wiegt schwer, besonders wenn das Bedürfnis nach echtem intellektuellem und persönlichem Austausch im direkten Umfeld ungestillt bleibt. Es ist eine schmerzhafte, aber sehr reife Erkenntnis, dass virtuelle Kontakte die physische Präsenz und das gemeinsame Erleben auf Dauer nicht ersetzen können.

​Es ist völlig verständlich, dass du dich nicht verbiegen willst – stoisch gesehen liegt dein Wert in deiner Authentizität, nicht in der Anpassung an „Fußball und Saufen“. Dein familiäres Bezugssystem gibt dir aktuell Halt, aber die Sorge vor der Zukunft und die Hürden durch Depression und Angststörung sind real und erfordern behutsame, wirksame Strategien.

​Hier sind ein paar stufenweise, nachhaltige Ansätze, um reale Schnittmengen zu finden, ohne dich selbst zu verlieren:

​1. Das IPAI (Innovation Park Artificial Intelligence) als Anker nutzen

​Du besuchst bereits regelmäßig Veranstaltungen des IPAI. Das ist der perfekte Ort für reale Kontakte auf Augenhöhe.

  • Vom Konsumenten zum Akteur werden: Geh nach Vorträgen gezielt auf Sprecher oder andere Teilnehmer zu. Ein einfaches: „Der Aspekt zur Interpretierbarkeit von Modellen fand ich spannend, wie siehst du das…?“ bricht das Eis ohne Smalltalk.
  • Regelmäßigkeit: Versuche, bei den Events immer wieder dieselben Personen anzusprechen. Vertrauen und Nähe entstehen durch wiederholte, zufällige Begegnungen (Propinquity-Effekt).

​2. Lokale Nischen gezielt aufsuchen

​Deine Interessen (Astronomie, Philosophie, Kunst) sind zwar selten, aber genau deshalb suchen Gleichgesinnte oft händeringend nach Kontakt.

  • Amateurastronomie: In der Region Heilbronn-Franken / Stuttgart gibt es Sternwarten und Astronomie-Vereine. Gemeinsames In-den-Himmel-Schauen erfordert anfangs wenig Reden (gut bei Angststörungen), verbindet aber tief.
  • Philosophische Cafés oder Volkshochschulen: Kurse zu Stoizismus, Quantenphysik oder KI ziehen genau die Menschen an, die du suchst. Hier ist der Tiefgang die Eintrittskarte, nicht der Stolperstein.

​3. Den „Lesereisen-Effekt“ regional wiederbeleben

​Du hast die Begegnungen bei deinen Lesungen geliebt. Du bist freischaffender Autor und hast einen Blog.

  • Lokale Kulturarbeit: Suche Kontakt zu kleineren Kulturinitiativen, Buchhandlungen oder Bibliotheken in Schwäbisch Hall oder Heilbronn. Vielleicht gibt es dort Formate (z.B. Podiumsdiskussionen zu KI und Gesellschaft), bei denen du dich als Experte oder Mitorganisator einbringen kannst. Das bringt Menschen physisch zu dir.

​4. Virtuell starten, lokal landen

  • ​Wenn du dich auf virtuellen Pfaden bewegst, filtere gezielt nach Menschen aus dem Raum Stuttgart/Heilbronn/Schwäbisch Hall.
  • ​Setze dir das feste Ziel, ein gutes virtuelles Gespräch nach einer Weile auf einen realen Kaffee zu verlegen: „Ich schätze unseren Austausch sehr. Ich bin demnächst in der Gegend, wollen wir uns auf einen Kaffee treffen?“

​Der Schlüssel liegt darin, dich nicht der Masse anzubieten, sondern deine Nischen im realen Leben genauso gezielt anzusteuern, wie du es im Netz tust. Stoizismus lehrt uns, die Dinge zu kontrollieren, die in unserer Macht stehen – der erste Schritt auf jemanden zuzugehen gehört dazu.

​Welcher dieser Bereiche – das IPAI, die Astronomie oder die lokale Kultur – fühlt sich für dich aktuell nach der geringsten Barriere an, um einen ersten realen Schritt zu wagen?

 

Die KI-Illusion: Warum die Krise der Arbeitswelt ein gesellschaftliches Versagen ist

​Gestern war ich beim KI Salon Disput „

KI & Arbeit – Wo werde ich noch gebraucht?

Ein paa Gedanken dazu und zu den dort angesprochenen Punkten:

Zunächst einmal: Es ist ein bequemes Narrativ: Die Künstliche Intelligenz kommt wie eine Naturgewalt über uns und vernichtet Arbeitsplätze. In Talkshows und Management-Etagen (aber eben auch in der KI Community selbst ) wird die Automatisierung oft als technisches Schicksal dargestellt, dem wir machtlos gegenüberstehen. Doch wer die Transformation der Arbeitswelt allein der KI zuschreibt, betreibt gefährlichen Technodeterminismus.

Drei Bildschirme mit dem Schriftzug KI

​Das Problem ist nicht die Rechenleistung von Large Language Models (LLMs) oder die Effizienz von Algorithmen. Das Problem ist eine Gesellschaft, die krampfhaft an Strukturen des 19. Jahrhunderts festhält, während sie die Technologie des 21. Jahrhunderts implementiert.

​Der Mythos vom „Job-Killer“ KI

​Die Angst vor technologischer Arbeitslosigkeit ist so alt wie die industrielle Revolution selbst. Doch ökonomische Daten zeigen regelmäßig, dass Technologie primär Aufgaben innerhalb von Berufen verändert, statt ganze Berufsbilder ersatzlos zu streichen. Laut einer Studie der OECD (2023) sind vor allem hochqualifizierte Tätigkeiten von der KI-Exposition betroffen, doch gleichzeitig entstehen neue Bedarfe an menschlicher Expertise in der Steuerung und Validierung dieser Systeme.

​Das eigentliche Problem ist die Entkopplung von Produktivität und Entlohnung. Seit den 1970er Jahren ist die Produktivität massiv gestiegen, während die Reallöhne in vielen Sektoren stagnierten. KI ist lediglich das neueste Werkzeug, das diese Schere weiter öffnen könnte – aber nur, wenn wir die Verteilungsmechanismen nicht ändern.

​Bullshit Jobs und das Sinn-Vakuum

​Der Anthropologe David Graeber prägte den Begriff der „Bullshit Jobs“ – Tätigkeiten, die selbst von denjenigen, die sie ausüben, als sinnlos erachtet werden. Unsere Gesellschaft definiert den Wert eines Menschen fast ausschließlich über seine Erwerbsarbeit. Wenn KI nun administrative oder repetitive Aufgaben übernimmt, gerät dieses Identitätsmodell ins Wanken.

​Die Krise der Arbeitswelt ist eine Sinnkrise. Wir haben es versäumt, den technologischen Fortschritt in Zeitwohlstand zu übersetzen. Statt die Arbeitszeit bei steigender Effizienz zu senken, halten wir am 40-Stunden-Dogma fest, was zu psychischen Belastungen und einer Entfremdung von der eigentlichen Tätigkeit führt.

​Das Bildungs-Paradoxon

​Wir bilden Menschen immer noch nach dem preußischen Fabrikmodell aus: Disziplin, Standardisierung und das Auswendiglernen von Fakten. In einer Welt, in der Generative KI (wie GPT-4 oder Nachfolger) Faktenwissen in Millisekunden aggregiert, ist dieses Bildungsmodell obsolet.

​Die Gesellschaft scheitert daran, Kompetenzen wie kritisches Denken, ethische Urteilskraft und interdisziplinäres Systemverständnis zu fördern. Wir brauchen keine „menschlichen Taschenrechner“, sondern Individuen, die KI als Werkzeug verstehen, um komplexe gesellschaftliche Probleme zu lösen.

​Fazit: Wir brauchen einen neuen Gesellschaftsvertrag

​Die Transformation der Arbeitswelt ist kein technologisches Problem, das wir durch bessere Algorithmen lösen. Es ist eine politische und soziologische Gestaltungsaufgabe.

  1. ​Umverteilung von Produktivitätsgewinnen: Wenn Maschinen den Mehrwert erwirtschaften, muss die Besteuerung von Arbeit hin zu einer Besteuerung von automatisierten Wertschöpfungsketten (z. B. Robotersteuer-Modelle) diskutiert werden.
  2. ​Arbeitszeit-Souveränität: Die Entkoppelung von Existenzsicherung und 40-Stunden-Woche ist zwingend, um den Druck aus dem Kessel zu nehmen.
  3. ​Explainable AI & Ethik: Wir müssen sicherstellen, dass KI-Entscheidungen im Arbeitsumfeld transparent und menschenzentriert bleiben (XAI).

​Nicht die KI bedroht unsere Zukunft, sondern unsere Unfähigkeit, den Begriff „Arbeit“ neu zu definieren. Es ist Zeit, dass wir die Technologie nutzen, um das Menschliche wieder ins Zentrum zu rücken, statt den Menschen zum Anhängsel der Maschine zu degradieren.

​Quellen und Referenzen

  • OECD (2023): OECD Employment Outlook 2023: Artificial Intelligence and the Labour Market. Dieser Bericht analysiert die Auswirkungen von KI auf die Beschäftigung und betont die Notwendigkeit politischer Maßnahmen für einkommensschwache Haushalte. Link zum vollständigen Bericht (OECD)
  • Brynjolfsson, E., & McAfee, A. (2014): The Second Machine Age: Work, Progress, and Prosperity in a Time of Brilliant Technologies. Ein Standardwerk zur digitalen Transformation und deren ökonomischen Folgen. Informationen und Publikationsdetails (MIT IDE)
  • Graeber, D. (2018): Bullshit Jobs: A Theory. David Graebers Untersuchung über die Zunahme sinnfreier Beschäftigungen in modernen Volkswirtschaften. Projektseite und Buchübersicht (DavidGraeber.org)
  • Arrieta, A. B., et al. (2020): Explainable Artificial Intelligence (XAI): Concepts, Taxonomies, Opportunities and Challenges toward Responsible AI. Ein zentrales Paper zur wissenschaftlichen Einordnung von Explainable AI, wie im Fazit des Beitrags erwähnt. Link zum Paper (ScienceDirect)
  • Mubarak, F. (2026): Guarding truth in an AI world: ethics for the next generation of scholarship. Journal of Information, Communication and Ethics in Society. Eine aktuelle wissenschaftliche Einordnung der ethischen Herausforderungen durch KI (Stand März 2026). Link zum Journal-Eintrag (Emerald Insight)

Ungesundes asoziales Medium, der Rückzug

Es fing mit einigen Wenigen an, die ihren kompletten Rückzug aus Sozial Media verkündeten. Zuerst hielt ich die Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen für überdreht. Dann meldete Zuckertrump, dass Facebook und Co. das Fact Checking auf die Community verlagern. Wir wissen ja alle, wie gut das geht (nicht).

Mittlerweile wird das zu einem massiven Trend.Weg von den asozialen Marktplätzen für rechten Sumpf und Verschwörungstheorien, zurück zu klassischen Chats. Auch ich werde wohl primär Discord (für die Familie) und Mastodon für meine Fans, Leser und Freunde nutzen. Whatsapp und Co nur noch wenn unbedingt nötig weil sonst nicht erreichbar.

Es wird wohl dauern, bis sich wieder eine vernünftige Kultur des Miteinander umgehens entsteht. Bis dahin werde ich wohl eher auf Github, in den KI Foren und auf Discord und Mastodon sein. Der Rückzug ist nicht permanent, aber solange es so eine Kackophonie von Verschwörungstheorien, Hass und Lügen gibt, ist es für meine mentale Gesundheit einfach besser.

Und ja, auch mein Blog wird weiter bespielt, aber sonst gilt, wenn Sozial Asozial wird, ist die eigene psychische Gesundheit wichtiger als FOMO.

Wir sehen uns sicher auch so. Spätestens zur re:publica oder dem Barcamp Heilbronn oder Stuttgart.

Die KI und die Moral. Warum das nicht so einfach ist

Liest man im Moment über generative KI und LLMs (Large Language Models) bekommt man vor allem durch die Medien den Eindruck vermittelt , wir hätten es mit einer echten Intelligenz zu tun.

Sorry wenn ich jetzt enttäusche aber dem ist nicht so. Die Maschinen sind nach wie vor dumm, die Neuronalen Netze und die Algorithmen dahinter zum Maschinellen Lernen vermitteln den Eindruck, als könnten die Computer echte Antworten auf Fragen geben.

Was aber eigentlich passiert ist, dass Token (Wörter) über spezielle Algorithmen über Vektoren semantisch verknüpft werden. Das KI Modell sucht vereinfacht gesagt lediglich das nächste plausibelste Wort. Es erzeugt also Wortketten, die dann durch die schiere Grösse der Modelle und der neuronalen Netze einen sinnvollen Zusammenhang geben (meist, wenn die generative KI nicht gerade halluziniert, also die falschen Worte für die plausibelsten hält).

Spätestens jetzt kommt Ethik mit ins Spiel. Beim Training der Netze gibt es einiges an ethischen Fragen. Welche Quellen verwende ich? Vieles an Trainingsmaterial kommt aus dem Internet. Zapfe ich jetzt zum Beispiel X, the platform formerly know as Twitter, an kann es sehr schnell zu einem Bias, einer falschen Gewichtung auf rechtes Gedankengut kommen. Ebenso wichtig ist die Erstellung qualitativer Prompts (quasi Anweisungen an das Modell) um gute und passende Ergebnisse zu erhalten.

Was ist mit Copyright bei entsprechenden Datenquellen? Wie vermeide ich Deepfakes bzw. welche Wege gibt es, hier algorithmisch einzugreifen? Was ist mit Datenschutz? Wer ist hier der Ansprechpartner bei Verstössen?

Das neuronale Netz interessiert sich aber nicht für solche Fragen, es ist letztlich auch nur ein Algorithmus. Gravierender vielleicht noch bei Bildern oder Filmen, bei denen scheinbare Wahrheiten generiert werden, die aber rein dem Verrauschen und Entrauschen von einer Unmenge von Vorlagen entsprungen sind.

Wer aber ist hier verantwortlich, wer überprüft die Validität der Ausgaben. Bislang werden viele Antworten noch von Hand von Menschen geprüft. Je mehr aber generative KI zum Einsatz kommt, um so eher wird auch diese Prüfung automatisiert.  Das aber birgt einige Gefahren. Es kann erneut eine falsche Gewichtung passieren oder durch unwissentliches Anlernen einer generativen KI mit vonEin Schreibtisch mit diversen Notebooks anderen generativen Systemen erzeugten Daten verdummen die Modelle wieder. Und warum genau ein System eine bestimmte Antwort gibt, ist nicht entschlüsselbar, da die Lernalgorithmen neuronaler Netze diese Information in einer gigantischen Menge verknüpfter Neuronen und deren Gewichtung verschlüsseln.

Wir sind an einem Wendepunkt, wo KI zum ersten Mal in großem Maßstab genutzt und gesellschaftlich akzeptiert wird. Insofern ist ein Diskurs über eine Ethik der KI, einen Codex für das Training und die Verwendung von KI Systemen notwendig. Erste Ansätze sind in der EU mit der KI-Verordnung und in anderen Ländern zu erkennen.

Letztlich braucht es eine feine Balance von Regulierung der Technologie und Ermöglichen, sich weiter zu entwickeln. Insofern halte ich einen beständigen Diskurs parallel zur technologischen Weiterentwicklung generativer KI für dringend angeraten. Wichtig hier die Teilnahme verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, bis hin zum einzelnen Bürger selbst.

Ich erinnere mich gut an die Kontroversen zu meiner Studienzeit, als Neuronale Netze erstmal als neues Konzept (Stichwort „Weiche KI“)  in meinem KI Studium aufkamen. Aber schon 1994, als ich meinen Abschluss machte, war abzusehen, dass hier ganz neue ethisch-moralische Fragen im Entstehen waren.

Es bleibt spannend. Die Technologie der generativen KI hat viel Potential. Es ist dennoch notwendig, einen Diskurs jenseits der technischen Grundlagen über soziale und gesellschaftlich-politische Aspekte zu führen. Dies vor allem begleitend, nicht nur punktuell um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen, was letztlich auch der Akzeptanz und Qualität der generativen Systeme zu Gute kommt.

Der Diskurs ist alleine deshalb schon wichtig, weil populistische Ablehnung oder Profilierung auf Kosten der Forschung nicht nur Deutschland als Wissenschafts- und Forschungsstandort schaden. Wenn hier zu viel reguliert wird, kann das auch die Wirtschaft ins Hintertreffen bringen, ebenso aber auch Ablehnung durch Uninformiertheit über Risiken UND Chancen. Gerade z.B.  in der Medizin kann hier ein Quantensprung entstehen auf Grund völlig neuer Möglichkeiten durch KI als Werkzeug.

Letztlich trifft nach wie vor das alte Gedankenexperiment zu, dass wir in Diskussionen schon damals im Studium vorbrachten.

Ein Messer kann ich zum Brot schneiden und zum Töten eines Menschen verwenden. Das ist aber nicht die Entscheidung des Messers sondern desjenigen, der es nutzt.

Ich hab mal ne KI gefragt: Geschichte der KI seit 1990

Mal ein Test mit Copilot von Microsoft

Prompt war: Schreib mir einen Blogbeitrag über die Entwicklung der KI seit 1990 mit Bezug auf mein Studium der Computerlinguistik und Künstlichen Intelligenz

Das war die Antwort:

Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz seit 1990: Ein Blick auf Computerlinguistik und KI

Die letzten Jahrzehnte haben eine bemerkenswerte Entwicklung in der Künstlichen Intelligenz (KI) erlebt. Diese Fortschritte sind besonders relevant für Studierende der Computerlinguistik und Künstlichen Intelligenz, da sie die Grundlage für viele der heutigen Technologien und Anwendungen bilden.

Die 1990er Jahre: Der Beginn des maschinellen Lernens

In den 1990er Jahren begann die Ära des maschinellen Lernens. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Daten und der Verbesserung der Rechenleistung konnten Algorithmen entwickelt werden, die aus Daten lernen und Muster erkennen konnten1. Dies war ein entscheidender Schritt, da es den Weg für viele der heutigen KI-Technologien ebnete.

Die 2000er Jahre: Der Aufstieg des Internets und Big Data

Mit dem Aufstieg des Internets und der Verbreitung von Big Data in den 2000er Jahren wurden die Möglichkeiten für KI-Anwendungen erheblich erweitert. Große Datenmengen ermöglichten es, komplexere Modelle zu trainieren und genauere Vorhersagen zu treffen1. Für Studierende der Computerlinguistik bedeutete dies, dass sie Zugang zu riesigen Textkorpora hatten, die für die Entwicklung und das Training von Sprachmodellen genutzt werden konnten.

Die 2010er Jahre: Deep Learning und neuronale Netze

Die 2010er Jahre waren geprägt von Durchbrüchen im Bereich des Deep Learning und der neuronalen Netze. Diese Technologien ermöglichten es, sehr komplexe Muster in Daten zu erkennen und führten zu bedeutenden Fortschritten in Bereichen wie Bild- und Spracherkennung1. Für Computerlinguisten bedeutete dies, dass sie nun in der Lage waren, leistungsfähige Sprachmodelle zu entwickeln, die in Anwendungen wie maschineller Übersetzung, Spracherkennung und Textgenerierung eingesetzt werden konnten.

Die 2020er Jahre: KI im Alltag

Heute ist KI in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens präsent, von autonomen Fahrzeugen über personalisierte Gesundheitsversorgung bis hin zu intelligenten persönlichen Assistenten1. Für Studierende der Computerlinguistik und Künstlichen Intelligenz bietet dies eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten in realen Anwendungen zu testen und weiterzuentwickeln. Die Integration von KI in verschiedene Branchen zeigt, wie wichtig interdisziplinäre Ansätze sind, bei denen Sprachwissenschaft, Informatik und maschinelles Lernen zusammenkommen.

Fazit

Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz seit den 1990er Jahren hat die Art und Weise, wie wir mit Technologie interagieren, revolutioniert. Für Studierende der Computerlinguistik und Künstlichen Intelligenz bietet diese Entwicklung eine spannende Gelegenheit, an der Spitze dieser technologischen Revolution zu stehen und die Zukunft der KI mitzugestalten.

Welche Aspekte der KI-Entwicklung interessieren dich besonders

 

Fazit von mir: Nun ja, eher sehr oberflächlich.

Die Stimmen der anderen

Rückblickend war er einfach ein A…… . Damals aber mein direkter Vorgesetzter. Und der, der die Lawine der Selbstzweifel, der Angst, des Lebens für die Erwartungen und Wünsche anderer angestossen und mich auf den Weg in den Abgrund geführt hat. „Sie arbeiten nicht, sie spielen zu viel und organisieren sich schlecht“ (War Bullshit, ich nutzte damals schon digitale Kalender, das konnte der Typ aber nicht sehen….oder verstehen). Er hat viel damit kaputt gemacht, das auch Stellen oder Arbeitgeberwechsel nicht mehr heilen konnten. Dieser Mensch hat mich geradewegs Richtung Suizidversuch und Angststörung/Depression geführt. Denn damit begann das unmögliche Streben nach Perfektion. Und als ich ihn später nochmal traf, merkte man mit jedem Satz, den er plapperte, dass er nichts, aber auch gar nichts begriffen hat.

Meine Kreativität, die Lust an IT und Softwareentwicklung hat er damals nachhaltig beschädigt. Erst jetzt, mittlerweile knapp 20 Jahre später erkenne ich das ganze Ausmaß der Zerstörung, das er hinterlassen hat. Und es wird noch Jahre dauern, die Zerstörung halbwegs zu beseitigen. Aber jetzt bin ich auf dem Weg. Und was ich gelernt habe. Gebt nichts auf die Meinung anderer von euch. Sein beschissenster Satz in diesem Tribunal damals war: „Da ist wohl das Fremdbild von Ihnen genauer als das Selbstbild“ . Maul halten, setzen sechs. Der hatte und hat keine Ahnung.

Bleibt euch treu und denkt dran. Vieles, was uns passiert ist in der zeitlichen Nähe ein Drama, aus der Distanz aber eine Komödie.

Gut eine sehr schwarze bei mir aber langsam gelingt das Lachen darüber.

Solange wir dafür leben, besser zu sein als jemand anders, leben wir ein fremdes Leben. Der einzige, mit dem ich konkurriere ist mein vergangenes Ich. Demgegenüber will ich besser werden. Und ihm gleichzeitig sagen. Alles gut, du bist richtig, genau so wie du bist.

Zwischenzeitlich wechselten merhfach die Vorgesetzten. Die Arbeitsstelle, die Freude am Leben.

Heute geht es mir wieder besser. Gut wäre gelogen. Immerhin bin ich (ein Jugendtraum) Buchautor eines Erfolgsbuchs und finde gerade wieder zu meinen Wurzeln als Softwareentwickler und IT Geek zurück. Fast zu spät. Aber nur fast. Aber ich weiß nicht, was ohne meine wunderbare Familie passiert wäre. Danke euch allen, das ihr das Kerzenlicht im Fenster wart, das Rettungsseil, der Anker. DANKE!

Fremdbild ist Bullshit. Basta.

 

Seltsame Heilung

Warum sich etwas verändert hat, kann ich nicht genau sagen. Wodurch, nun, ich habe eine Vermutung. Der durchaus schlimmere Ausgang meines Unfalls hat vielleicht meine Sicht auf die Dinge, die ich für wichtig halte, zurecht gerückt.

 

Mir ist mittlerweile klar, dass viele Traumata aus meiner Kindheit auch den 56 jährigen Uwe noch belasten. Mangelnde Liebe, Zuneigung, einfach da sein. Psychische Gewalt, die das Leben als Kind zu einem andauernden Angstzustand gemacht haben.

 

Das legst du nicht mal so einfach ab. Daran arbeitest du dich ein Leben lang ab. Aber wenn du Glück hast, gibt es Ereignisse oder Begegnungen, die dir den Weg weisen.

Mental war ich bislang immer auf Alarmbereitschaft, was denken die anderen, was könnte passieren, was muss ich tun, um sicher zu sein. Sicherheit war und ist für mich extrem wichtig, weil ich sie als Kind absolut nicht gespürt habe, nicht zuhause und schon gar nicht in der Schule, wo ich als Linkshänder mit Segelohren und einer Körpergrösse von 1.96m Standardziel für Mobbing war.

Alles Dinge, die geschehen sind und die vielleicht verdrängt aber nicht vergessen sind. Und dann sind da die Momente wie der Unfall, die dich komplett aus der Bahn werfen, die deine Gedankenkreise zerbersten lassen.

Noch bin ich nicht komplett geheilt entlassen. Noch muss ich mich schonen und habe eigentlich viel zu viel Zeit zum Grübeln. Aber die Grübelein sind viel seltener. Das Alter als Grund, ich denke nicht. Es ist vielleicht eher das Bewußtsein, dass das hätte sehr böse enden können und ich abwägen muss, wofür ich meine Energie aufwende. Rückblickend viel zu oft für falsche Ziele, für die Sicht anderer auf mich, aus der Sorge heraus, was andere über mich denken könnten.

Vielleicht hatte ich in den zwei Wochen Krankenhausaufenthalt auch die Distanz zu meinem „normalen“ Alltag, um erkennen zu können, wer wirklich zählt. Besuch bekam ich fast ausschliesslich von meiner Familie. Meine Frau war jeden Tag zumindest kurz da. Was im Beruf passiert, was ich sonst für Sorgen hatte, die waren alle plötzlich weg. Teils der Schmerzen wegen aber auch, weil mir einer meiner eigenen Kernsätze auf Vorträgen und Lesungen wieder in den Sinn kam. „Ich wünschte, ich hätte ein gebrochenes Bein gehabt, statt einer psychischen Krankheit“. Jetzt hatte ich genau das. Und ja, da konnten die Ärzte aktiv helfen.

Was aber nach wie vor galt, und das ist der zweite Teil der Aussage: Eine psychische Krankheit kann nur ich selbst verändern. Denn im Gegensatz zu einem gebrochenen Bein kann kein Arzt mal eben in meinen Kopf greifen und meine Depression, meine Ängste reparieren oder entfernen. Das kann vermutlich nicht mal ich. Aber ich kann verändern, anders betrachten, anders agieren.

Und das war und ist die Veränderung, die ich gerade spüre. Geänderte Prioritäten, anderer Umgang mit dem, der ich bin. Akzeptanz und der Wille, weiter an mir zu arbeiten sind so stark wie lange nicht. Und das spüre ich jeden Tag, den ich hier zuhause verbringe. Es tut sich was, viele zu spät eigentlich. Aber das ist auch etwas, dass ich abzulegen bereit bin. Vergangenheit ist nicht real, Zukunft ist nicht real. Die einzige Realität ist die Gegenwart und so versuche ich jetzt endlich auch zu leben. Von Tag zu Tag. Nur das jetzt als bedenkenswert erachten. Fokus auf das, was gut ist und verändern, was noch schlecht ist.

Rückblickend auf diesen Text lese ich viel, was so mancher als Klischee oder „zu einfach gedacht“ abtun wird. Aber das ist ja oft das Dilemma. Was zu tun ist, ist klar. Aber Depression und Angst lähmen so sehr, dass die Schritte unmöglich sind. Vielleicht war der Unfall der Cut, den ich brauchte, um auf den richtigen, den weniger begangenen Pfad zu gelangen. Und hoffentlich bin ich schon weit genug gelaufen, damit eine Umkehr nicht nur nicht mehr sinnvoll sondern positiv unmöglich ist.

Seltsame Heilung…

Warum „Ruh dich mal aus“ manchmal ein Problem ist

Wenn ich meinem Umfeld signalisiere, dass es mir mal wieder nicht so gut geht, weil der schwarze Hund halt nie ganz auszieht, höre ich hin und wieder auch den Ratschlag „Ruh dich doch mal aus“. Nette Idee, kommt für mich gleich nach „geh doch mal in die Sonne“ oder „lach doch mal wieder“. Die Ruhe ist manchmal die lauteste Form einer Depression oder Angststörung.

Zu viel Zeit zum Nachdenken bedeutet, die Gedankenspiralen, die Ängste und Sorgen werden wieder lauter. Was könnte mit dem Haus alles passieren? Wie werden die Kinder weitermachen? Werden sie ale erfolgreich oder was viel viel wichtiger ist, werden sie alle glücklich sein. Was haben meine verdammte Krankheit und ich ihnen an Ballast mitgegeben? War da vielleicht auch irgendwas gutes dabei?

Früher war meine Taktik oft, mein Gadgethobby auszuleben, weil das zumindest je Gadget für ein paar Wochen Abwechslung brachte. Meine Kinder nennen mich oft scherzhaft die lebende Wikipedia. Liegt am gleichen Grund.  Immer wenn die Gedanken zu dunkel wurden, versuchte ich mich dammit abzulenken, etwas neues zu lernen. Astronomie, Aikido, Malerei, Literatur, Künstliche Intelligenz (auch das zu studieren lenkte schon von dunklen Gedanken ab) Psychologie, Biologie, Pflanzenkunde,Liebe (machen), das könnte ich noch ewig so weiter machen.

Irgendwann gehen aber die Themen aus, irgendwann fällt man dann doch auf sich zurück und wenn es dann still ist, dann wirds kritisch. Ich höre gerne Musik und viel. Aber eben auch, weil ich die Stille nicht ertrage, weil das Alleine sein bei mir in diese Dunkelheit geführt hat.

In der Schule war ich der Außenseiter, den alle gemobbt haben, zumindest bis ich der erste mit einer Freundin war und in eine Klasse gewechselt hab, in der die Außenseiter das neue Normal waren.

Ich habe gelernt, dass alleine sein einerseits ein mir lange Zeit sehr vertrauter Zustand war, andererseits mich in vieles reingeritten hat. Sehnsucht nach Anerkennung gepaart mit einer enormen Angst, zu enttäuschen, etwas falsch zu machen, können einen zum begnadeten Liebhaber machen ebenso wie zum extrem harmoniebedürftigen Partner, der jeden Konflikt scheut.  Man entscheidet mit dieser „Erblast“ vieles nach dem Risiko, enttäsuscht zu werden, vertraut selten und eigentlich nie ganz.

Sibylle hat etwas geschafft, was sonst niemand in meinem Leben erreicht hat. Bei ihr sind alle Schutzmauern des Misstrauens gefallen. Das war das große Glück im damaligen lebensbedrohlichen Unglück.

Dennoch, Ruhe haben mag anderen gut tun. Für mich ist es all zu oft eher eine Gefahr als die Lösung.

Lasst mir meine Ruhe ist nicht unbedingt ein Wunsch, den ich oft ernst meine.