Der schwarze Hund an der langen Leine

Was viele wohl annehmen ist, dass die lange Zeit in den Kliniken mich vom schwarzen Hund Depression geheilt hat. Dem ist aber nicht so. Wenn es nur so einfach wäre, aber leider ist die Sace kompliziert.

Ich hab meinen schwarzen Hund in gewissen Grenzen abgerichtet. Ich rutsche nicht mehr so tief ab und auch die Ängste habe ich unter Kontrolle. Funktionieren im Alltag das klappt jetzt ganz gut.

Aber die Krankheit ist zumindest in meinem Fall nach wie vor ein Teil von mir.… den ganzen Text lesen

Freilandhaltung, die Fortsetzung von „Depression abzugeben“

Weil weder Bastei Lübbe noch meine Agentur an ein Leserinteresse für „Freilandhaltung“ glaubt, gehe ich jetzt mal einen anderen Weg. Ihr könnt hier die ersten drei Kapitel nach und nach lesen. Gebt Kommentare, teilt die Kapitel, schreibt darüber.

Ich möchte von meinen Lesern wissen, ob daraus doch noch ein Buch werden soll. Denn eigentlich fing meine Geschichte erst mit der Entlassung so richtig an.  Der Text ist in der ersten Rohfassung, noch ohne großes Lektorat, also quasi frisch aus der Feder (Aehm, Tastatur)

Und nun viel Spass mit Vorwort und Kapitel 1: Bald mehr.… den ganzen Text lesen

Wie ich mich fühle, wer ich bin

Die Kälte bohrt sich in meine Knochen. Nicht eine äußere Kälte, es ist Sommer, draußen streichen Sonnenstrahlen sachte über das saftige Grün der Felder.  Ich sehe Menschen Hand in Hand spazieren gehen. Paare, Familien, Freunde. Die Sonne wärmt sie und die Wärme in ihren Herzen. Was würde ich darum geben, davon auch nur einen Hauch zu spüren. Ich weiß, ich bin erst zwölf, solche Gedanken sollte ich gar nicht haben. Aber sie sind da, sie bohren, hämmern im Kopf, verursachen Schmerzen jenseits des Körperlichen.… den ganzen Text lesen

Die Angst, etwas verpasst zu haben. Meine ganz persönliche Midlifecrisis

Mit Ängsten kenne ich mich aus. Nach einem halben Jahr in der Psychiatrie und einer zweiten angstgestörten Runde in der Tagesklinik kenne ich meine Angst. Aber wie das so ist, gerade meint man, jemand kennengelernt zu haben, da eröffnen sich ganz neue Seiten.

Vielleicht liegt es auch einfach am Alter. Ja, ein Klischee, aber bei mir fing es tatsächlich gefühlt mit dem 50. Geburtstag an. Und mit der Furcht, etwas nachhaltig kaputt gemacht zu haben.… den ganzen Text lesen

Warum sich zusammenreißen mich fast zerrissen hätte

Wir leben in einer Zeit der Lügen. Damit meine ich nicht Fake News, sondern Fake Leben. So vieles, was wir heute tun, tun wir nicht aus eigener intrinsischer  Motivation, sondern weil wir irgendwem meinen irgendwas beweisen zu müssen. Dabei verschwindet aber mehr und mehr unser eigenes Wertegefüge, unsere Prioriäten und Wünsche.

Wir sollen im Job möglichst brav, karrierebewußt und folgsam sein. Im Privaten habe ich den Eindruck, dass sich an dem ewigen Vergleichen mit anderen nichts geändert hat.… den ganzen Text lesen

Es gibt mehr Depressionserkrankte, akzeptiert das endlich!

Warum nur wird immer wieder gebetsmühlenartig behauptet, es gäbe nicht mehr Erkrankungen an Depressionen sondern nur mehr Diagnosen, wo ich Tag für Tag erlebe, wie die Zahlen steigen von Menschen, die aus psychischen Gründen ausfallen und oft ohne Diagnose.

Vermutlich, weil dann Rektoren, Politiker, Manager und Kultusminister und vielleicht so mancher Arzt oder Psychologe eingestehen müsste, dass unsere Gesellschaft immer kranker macht und es eigentlich so nicht weitergehen darf. Aber halt, da ist ja der Profit.… den ganzen Text lesen

Vom Wert des Menschen und seiner (Un-)Wirtschaftlichkeit

Als Mensch mit Depressionen ist ein immer wieder ausgetragener Kampf der, seinen eigenen Wert zu erkennen und anzuerkennen. In der Depression und meist auch zwischen Episoden habe ich mich stets für weniger wert als andere Menschen gehalten, für defizitär, einfach falsch. Dabei gibt es meiner Ansicht nach nur einen alleingültigen Wert. Den der puren Existenz.

Das ist aber natürlich kein Wert, der wirtschaftlich irgendwie ausgebeutet werden kann. Daher ist er auch nichts, was man gerne kommuniziert sehen will, insbesondere nicht im Unternehmen oder der Wirtschaft allgemein (es sei denn, man kann die Botschaft zwischen Buchdeckel pressen, aber dann ist man ja schon wieder indirekt ein Wirtschaftsfaktor).… den ganzen Text lesen

Rezension: Ein Schnupfen ist kein Beinbruch

Ein Schnupfen ist kein Beinbruch will aufzeigen, dass Medizin nicht immer massiv wirken muss, dass nicht immer große Behandlung notwendig ist.
Auf insgesamt 222 Seiten erklären Dr. Med. Johannes Wimmer, bekannt unter anderem durch seinen YouTube Kanal und Professor Dr. Robin Haring, warum nicht jedes Medikament nötig ist, was es mit der Technik in der Medizin auf sich hat und warum nicht Nahrungsergänzungsmittel nur selten nützen.
Das Buch ist dabei nicht mit Fachtermini durchsetzt, die beiden Autoren schaffen es, einem die zum Teil komplexe Materie der modernen Medizin anschaulich und streckenweise sehr unterhaltsam näher zu bringen.… den ganzen Text lesen