Einen Scheiß muss ich

„Dein Leben hat dich doch sicher völlig verändert?“ „Was machst du denn jetzt alles anders?“ „Hast du nicht immer noch Schuldgefühle?“

Fragen, die man mir gelegentlich stellt, mittlerweile seltener, weil mehr und mehr Menschen die Antwort bekannt ist. Die lautet profan, direkt und ohne Filter „einen Scheiss muss ich„. (Übrigens auch ein sehr amüsantes Buch)

Verdammt nochmal, ich hab die dunkelste Stunde meines Lebens überlebt. Würde ich das ganze visualisieren wollen, so war da schon die Flatline des Herzstillstands.… den ganzen Text lesen

Wo man mich live erleben kann

Aktuelle gibt es einige Termine, an denen man mich persönlich kennenlernen kann (und ja, ich signiere auch sehr gerne mein Buch nach Wunsch)

26. – 27. August Patientenkongress Depression Leipzig

16. September Thementag Suizidprävention Düsseldorf

17. September Barcamp Stuttgart (unter Vorbehalt, dass die Bahn mitspielt)

10. Oktober Tag der Seelischen Gesundheit, Künzelsau

11. Oktober Lesung in der Buchhandlung Pustet, Regensburg

12. Oktober Bergisch Gladbach, Theas Theater

13. Oktober Lesung anlässlich 10.… den ganzen Text lesen

Was ist denn schon normal

Das beliebteste Zitat aus meiner Twitterzeit #ausderklapse war und ist „In der Klapse sind die normalen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden.“

Und je länger ich wieder draußen bin, mit neuen Sichtweisen, neuen Rahmenbedinungen und einer neuen Definition von meinem „normal sein“, um so mehr bin ich mir sicher. Normal an sich gibt es so gut wie nie. Es ist immer eine Konvention, ein Satz von Regeln und Vorschriften, ein Blick auf Menschen, der verfälscht ist durch die Rolle, in der man auftritt.… den ganzen Text lesen

Schaffst du das denn?

Mittlerweile steigt das Interesse an mir, meiner Geschichte und dem Buch. Diverse Zeitungen haben mich interviewt, auf dem deutschen Patientenkongress werde ich zwei Programmpunkte bestreiten, ich bin zu einem Interview nach Lübeck geladen und auf eine Veranstaltung in München.

Lesungen kommen noch dazu, unter anderem in Regensburg und Düsseldorf.

Natürlich kriege ich jetzt beständig die gleiche Frage zu hören: Schaffst du das denn?

Ja! Warum denn nicht. Das macht mir Freude, ich spreche gerne vor Menschen und das Thema Depression in die Öffentlichkeit zu bringen und zu entstigmatisieren ist mir sehr wichtig, weil das auch direkt mir hilft.… den ganzen Text lesen

Tut mir einfach nicht mehr weh

 

Was man für mich tun kann. Jeder fragt das. Nein, nicht jeder, nur die, denen etwas an mir liegt. Sicher, diese Frage ist unnötig, denn man kann selten etwas für mich tun. Meist reicht es, etwas zu lassen. Lasst es, mir weh zu tun. Lasst es, mich durch Worte, die manchmal mehr verletzen können als ein scharfes Schwert tief in meiner Seele zu treffen.

Aber eigentlich habe ich kaum Hoffnung.… den ganzen Text lesen

Danke Depression, dass es dich gibt

Ist der jetzt ganz durchgeknallt? Bin ich nicht. Auch wenn das manche von mir gerne behaupten würden, um zu verhindern, dass meine Stimme noch mehr Gewicht bekommt.
Ja, ich bin meiner Depression in gewissem Sinn dankbar. Meine Frau sagte in einem TV Interview, die Krankheit habe uns in Tiefen blicken lassen, die sonst kaum jemand erreicht. Ich habe viel über mich gelernt in der Zeit in den Kliniken. Weniger durch die Therapiesitzungen als durch die Gespräche mit anderen Patienten, die bedingt durch den Zusammenbruch und die gemeinsame Leidensstrecke offener über ihre Gedanken, Ängste und Gefühle sprachen, als jemals jemand außerhalb des Refugiums Klapse.… den ganzen Text lesen

Halt doch endlich die Klappe mit deiner Depression

Ich kenne die Liste der Menschen, die das sicher gerne zu mir sagen würden. Aus meist in etwa den gleichen Gründen. Weil sie nicht wollen, dass meine Geschichte prominent wird und bleibt. Weil sie eigene Fehler nicht sehen (wollen) und deshalb jede potentielle Indikation eines Fehlverhaltens jenseits meiner eigenen Entscheidungen eher in Drohbriefen als Dialogen mündet. Aber ich merke auch ungeheuer viel positives Feedback. Lob für Inhalt wie Form meines Buchs, Lob für die öffentlichen Vorträge und Lesungen.… den ganzen Text lesen

Dein Gedanke ist meine Realität

Wir leben im Autopilotmodus. Und die meiste Zeit ist er uns überhaupt nicht bewußt. Es gibt kleine, lichte Momente wie Brüche in der Zeit. Diese Momente fördern versteckte Wünsche, Träume, Ziele hervor. Aber leider tritt sehr schnell unser innerer Richter auf den Plan, erklärt uns die Unsinnigkeit unserer Fantasien, die Unmöglichkeit unserer Träume.

Ich rede hier nicht von den Dingen, die uns eine scheinbare Zufriedenheit bieten wie das neueste Smartphone, das SUV, das größer, schimmernder, glänzender ist als das des Nachbarn.… den ganzen Text lesen