Minecraft für die Gear VR

Wer ein Faible für Minecraft hat und bislang bereits auf dem Smartphone Minecraft gespielt hat, der dürfte sich über diese Nachricht freuen. Im Oculus Store gibt es ganz neu Minecraft VR für die Samsung Gear VR. Damit man noch intensiver in die Blöckewelt von Minecraft eintauchen kann. Es stehen ein Kinomodus und ein Immersive Modus zur Verfügung. Erster bietet Minecraft wie auf einer Kinoleinwand. Interessanter für die Meisten dürfte der Immersive Modus sein, bei dem man zur Gänze in das Spiel eintaucht. Einzige Bedingung neben der Gear VR ist ein Controller, damit man im Spiel auch navigieren und die vielen verschiedenen Aktionen ausführen kann.

 

 

Das dritte Barcamp Heilbronn. Tolle Leute, tolle Themen, tolle Orga

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Schon die Location hatte was!

Ich bin nun ja kein Neuling mehr, was Barcamps angeht. Aber Heilbronn ist für mich immer irgendwie etwas besonderes. Quasi ein Heimspiel. Und das dritte Barcamp in den Räumen von Fujitsu TDS war wieder eine Zusammenkunft spannender Menschen mit spannenden Themen. Organisiert von connect-it war sowohl für super Räumlichkeiten als auch für hervorragende Verpflegung gesorgt.

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Tag 1 und alles wartet auf die Sessionplanung

So vielfältig wie man das von Barcamps kennt spannte sich der Bogen von Drogen über Improvisationstheater zu Agiler Softwareentwicklung.

Selbst Capoeira Training wurde angeboten. Wir lernten Storytelling, wie man es richtig macht (mein Roman liegt da gar nicht mal so schlecht) und ich bot meine mittlerweile bekannte Session über Depressionen, Suizid und Social Media an und ließ wenn es interessierte meine Galaxy Gear ausprobieren. Und ja, das Interesse war sehr groß und auch die Kommentare ließen erkennen, VR is here to stay.

Viele bekannte und noch mehr neue Gesichter, nette Gespräche, Tipps und Tricks und immer wieder das informelle Zusammensetzen oder Stehen, um jemand neues Kennenzulernen und das zu tun, was auf Barcamps beinahe am besten funktioniert: Netzwerken.

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Das Interesse an der Samsung Gear VR war groß

Ich bin mir sicher, auch 2017 werde ich dabei sein und freue mich schon auf neue Menschen, neue Themen, neue Kontakte.

Danke an die Sponsoren und das ganze Orgateam, ohne die das Ganze nie funktioniert.

Ihr habt das gerockt und es war ein toller Event!

Bis nächstes Jahr!

 

Hier noch mal die Sponsoren, die ein wichtiger Teil des Barcamps waren und ohne die es erst gar nicht zustande gekommen wäre. Ein großes Dankeschön fürs möglich machen des Barcamps Heilbronn

Platin-Sponsoren

FUJITSU TDS GMBH – www.tds.fujitsu.com
TDS AG

LIDL Stiftung & Co. KG – www.lidl.de
LIDL Stiftung & Co. KG

Bechtle AG – www.bechtle.com
Bechtle AG

Die Plätze für 3 x Platin-Sponsoren sind bereits vergeben!

Gold-Sponsoren

Hochschule Heilbronn – www.hs-heilbronn.de
Hochschule Heilbronn

Indeca GmbH – www.indeca.de
Indeca GmbH

Kaufland Informationssysteme GmbH & Co. KG – www.kaufland.de
Kaufland Warenhandel GmbH & Co. KG

LINGNER CONSULTING NEW MEDIA GMBH – www.lingner.com
LINGNER CONSULTING NEW MEDIA GMBH

Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG
Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG

Die Plätze für Gold-Sponsoren sind bereits vergeben!

Silber-Sponsoren

PORTOLAN Commerce Solutions GmbH – www.portolancs.com
PORTOLAN Commerce Solutions GmbH

solid IT GmbH – www.solid-it.de
solid IT GmbH

TMNS – www.tmns.de
TMNS

Avodo GbR – www.avodo.de
Avodo GbR

Jetzt Silber-Sponsor werden!

Förderer

Ad!Think – www.adthink.de
Ad!Think

Steinbeis-Transferzentrum IT-Projektmanagement – www.stz-itpm.de
Steinbeis-Transferzentrum IT-Projektmanagement

Warum Virtual Reality bleibt und wo es sich verstecken wird

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Eine der ersten VR Brillen, die auch für den „normalsterblichen“ User erschwinglich ist… So er ein Samsung Smartphone einer bestimmten Generation besitzt

In meinem Umfeld, zugegebenermaßen ländlich geprägt und damit weit weg von allem „neumodischen Zeugs“ steht VR eher für eine bestimmte Gruppe von Banken denn für Virtual Reality. Dennoch sehe ich selbst auf dem Land große Potentiale für Virtual Reality. Natürlich wie immer zuallererst für Gaming und Porno (wo gibt es da eigentlich keine Technologie, die dafür genutzt wird)

Viel spannender finde ich die etwas „abwegigeren“ Möglichkeiten. Player, die ich in der nahen Zukunft als Anwender für VR sehe sind Banken, Baufinanzierer, Baumärkte, Möbelhäuser, schlicht all jene, die direkt oder indirekt mit dem Verkaufen, Vermitteln, Verschönern von Räumen zu tun haben.

Die Bank oder der Baufinanzierer kann z.B. in Kooperation mit Fertighausherstellern oder Architekten seinen Kunden nicht nur das Traumhaus finanzieren sondern direkt virtuell ein Modell des geplanten Hauses erstellen, Veränderungen vornehmen, die dann sofort in die Finanzierungsrechnung eingearbeitet werden können. Baumärkte und Möbelhäuser sind die darauf folgenden Instanzen, die bei der Einrichtung der ersten eigenen Wohnung virtuell helfen können oder bei Umbaumaßnahmen virtuell darstellen, wie sich diese oder jene Holzsorte als Bodenbelag darstellt.

Der nächste große Sektor ist Tourismus.

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Mein Sohn bei ersten Tests, die die Brille mit Bravour bestanden hat.

Erste Hotels bieten schon virtuelle Begehungen ihrer Hotelzimmer an, damit man sich als Gast vorab ein Bild machen kann, das nie zuvor so authentisch war. Zusätzlich können örtliche Attraktionen vorab besichtigt werden.

Aber auch Regionen können ihre Attraktionen virtualisieren. Ich lebe in einer wunderschönen Fachwerkstadt. Was liegt da näher als davon einen 3d Film zu drehen, der dem potentiellen Besucher einen virtuellen ersten Eindruck bietet. Vergnügungsparks, es gibt bereits einige Videos von Achterbahnfahrten. Wenn ich das erst mal virtuell erlebt habe und Fan von Achterbahnen bin, ist das Interesse weitaus größer, das ganze auch real zu erleben.

Auch in der Medizin erkenne ich Potential für VR. Zum einen bei der Behandlung von  Phobien. Samsung bietet mit der Gear VR eine Software an, die unter anderem die Fahrt in einem Glasaufzug sehr realistisch darstellt, ebenso eine Fahrt an einem Abhang und einen Helikopterflug. Ich habe Höhenangst und tatsächlich wirkte die Gear VR Darstellung so real, dass ich dort auch Höhenangst bekam.

Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass zum Beispiel längere Zeit kranke Kinder mittels VR Brille am Unterricht in der eigenen Schule teilnehmen können. Kombinieren wir das mit einem Telepräsenzroboter und es kann auch während der Erkrankung der soziale Kontakt gehalten und Schule geboten werden.

Natürlich sind die aktuellen Brillen noch sehr klobig. Allerdings beobachte ich das Thema seit ca. 1994 und die damaligen VR Brillen waren Monster und die Darstellung gruselig.

Warten wir noch 2-3 Jahre und wir werden sehr handliche Brillen erleben, die neben VR auch AR also Augmented Reality ermöglichen.

Ich bin sicher: VR bleibt, schon, weil es bereits jetzt Anwendungsgebiete dafür gibt.

MyTherapy. Das kleine Helferlein für Patienten

Mit meiner Depression einher geht, dass ich regelmässig Medikamente schlucken muss. Außerdem habe ich es mir angewöhnt, so etwas wie ein Stimmungstagebuch zu führen. War ein Tipp meiner Therapeuten, um frühzeitig erkennen zu können, wenn die Depression einen wieder zu überrollen droht.

Da ich aber auch und insbesondere in der Depression vergesslicher bin als sonst, lag es nahe, mein Smartphone als Erinnerungsstütze zu nutzen. Zu Anfang bestand diese Stütze nur aus Einträgen in einem speziellen Therapiekalender innerhalb Google Kalender.

Dann wurde ich auf MyTherapy aufmerksam gemacht. Laut der Beschreibung sollte die App all das abdecken, was ich quasi noch von Hand machen musste.

Was kann denn nun MyTherapy?

Im Prinzip ist die Kernidee, einen an die regelmäßige Einnahme von Medikamenten zu erinnern. Zusätzlich lassen sich aber auch noch andere Parameter wie Puls, Gewicht etc. abfragen.

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Bildquelle: http://www.smartpatient.eu/de/

Man kann sich an Aktivitäten wie Radfahren oder Spazierengehen erinnern lassen und kann regelmäßig seine allgemeine Stimmung ebenso abfragen wie Symptome von Angstzuständen bis zu Depressionen.

Also genau das Richtige für mich.

Im Laufe der Zeit kann man damit einen Stimmungsverlauf erstellen, der vor allem für mich sehr nützlich ist, um meine Depression unter Kontrolle zu behalten.

Was neu hinzugekommen ist, ist das Team. Damit kann man Freunde oder Familie quasi als zusätzliche Motivatoren eintragen für die Erinnerung an die Medikamenteneinnahme.

Dass die App etwas bewirkt, wurde an der Charité Berlin nachgewiesen (Steigerung der Medikamententreue durch Nutzung von MyTherapy) in DIE WELT

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Hier sieht man sehr schön die Auswertungsmöglichkeit sämtlicher eingegebenen Werte.

Jetzt fragt ihr euch sicher, ob ich das überhaupt nutze und ob es mir was bringt? Ja und ja. Ich habe meine Medikamente eingetragen, zusätzlich Gewichtskontrolle und Pulskontrolle. Und immerhin hab ich in den letzten Wochen keine einzige Einnahme mehr vergessen. Also anschauen lohnt, ich kann die App aus persönlicher Erfahrung empfehlen.

Das beste daran:  MyTherapy ist im iTunes App Store und bei Google Play kostenlos erhältlich.

Wie fühlt sich eine Depression an?

Das ist wohl die mir am häufigsten gestellte Frage. Zumal ich eine sogenannte agitierte Depression habe, also eine Depression, die ganz ohne die Antriebslosigkeit auskommt. Na ja. Fast ganz. So mancher Morgen schreit einfach nach einer Fortsetzung des Aufenthalts im Bett. Aber leider ist die Hemmung meist nicht stark genug und das Pflichtbewußtsein obsiegt dann.

Wie fühlt es sich an? Eigentlich unmöglich zu beschreiben. Man hält sich für ein Stück Dreck, nichts wert, nicht wert, dass man sich um einen bemüht. Aber man ist immerhin produktiver Dreck. Das Selbstwertgefühl ist nicht nur am Boden sondern metertief begraben. Freude an Dingen,  nicht existent. Man tut zwar vieles, aber nichts mit Freude daran.

Die Arbeit gelingt einem lange Zeit ohne Probleme. Nur wenn von zu vielen Seiten mit Vorwürfen, Vorschriften, Anschuldigungen auf einen eingeschlagen wird, wenn die Kritik einen dank einer depressiven Phase mehr berührt als sonst. Dann kann es zum Fiasko kommen. Auch bei mir war es eine eigentlich völlig normale Situation, die zur Eskalation führte. Unverständnis, unberechtigte Vorwürfe, nicht anerkennen meines Lebensstils. Das wurde zu einem beinahe tödlichen Mix.

Die Depression erlaubt keine positiven Gedanken. Alles Positive wird irgendwie doch noch ins Negative verkehrt.  Alles wird zur Bedrohung, man vermutet immer gleich das Schlimmste. Wobei man das nicht mit Wahnhaftigkeit verwechseln darf. Von einem Pfad der immer positive wie negative Abzweigungen hat wählt man, oder meint es zumindest, stets den negativen oder glaubt gar noch, die Umstände würden einen diesen Pfad entlang führen.

Die Konzentration fällt schwer, wenn die dunklen Wolken der Depression da sind. Oder besser noch, nicht schwer, aber sie konzentriert sich darauf, die Wolken zu nähren, ihnen gedankliches Futter zu geben.

Gleichzeitig gefällt man sich selbst nicht, will schon gar nicht in diesem Zustand jemandem zur Last fallen. Deshalb setzt man Masken auf, lächelnde Masken, positive Masken, optimistische Masken. Diese Masken wirken so gut, dass mich nach meinem Zusammenbruch viele gefragt haben. Was? Du bist depressiv? Das kann ich mir bei dir gar nicht vorstellen? Echt jetzt?

Ja. Klar ist man depressiv, auch wenn das Umfeld es nicht merkt. Denn oft genug hat das Umfeld überhaupt keine Verständnis für einen depressiven Menschen.

Außerdem wachsen mit der Depression auch die Ängste. Man weiß ja, dass man anders ist als der „normale“ Mensch, Partner, Angestellte. So kommen meist zur Depression früher oder später Versagensängste, Existenzängste, Überlebensängste dazu.

Das Irre. Es gibt Situationen, da fühlt man sich gut, glücklich, erfolgreich. Aber die stiehlt einem die Depression dann wieder. Der Besuch des Stuttgarter Barcamps. Das Buch, das ich schreibe, die TV Doku. Alles tolle Geschichten, die mich aufbauen, mich stützen. Aber gleichzeitig kommt das Monster Depression und macht sie mir schlecht, spielt sie herunter.

Es ist ein täglicher Kampf gegen die Depression. Ich gewinne ihn mittlerweile häufiger. Aber sie ist immer noch da und wird es wohl mein Leben lang sein.

 

Depression ist wie Krieg.

Entweder du gewinnst,

oder du stirbst bei dem Versuch.

Nicht das Digitale ist kaputt, sondern unsere Gesellschaft

Wie oft höre ich Wehklagen über die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft. Dass alles immer schneller wird und man doch gar nicht mehr hinterher kommt.

Bullshit, verbreitet von Digitalisierungsgegnern, die meist nicht mal im Ansatz wissen, wogegen sie da wettern, aber über digitale Demenz und neue Cyberkrankheiten salbadern.

Es ist unsere Gesellschaft, die kaputt ist. Die sich immer mehr der Doktrin der Ökonomie unterwirft. Die immer mehr das Optimum fordert, die Kultur der Spitzenleistung, die dazu führt, dass immer mehr Menschen abgehängt, arbeitslos, depressiv und final gar zum Suizid getrieben werden. Wir machen uns kaputt durch die Normen, denen wir uns unterwerfen. Der Mensch als Humanressource, was für eine grausame Vorstellung. Das Leben nur dann etwas wert, wenn man eine bezahlte, selbst schlecht bezahlte Arbeit hat. Wobei die Wirtschaft ja am liebsten hätte, wir würden umsonst für sie arbeiten, das Geld sollen wir dann verdammt  nochmal woanders her bekommen.

Oder nehmen wir den sozialen Bereich. Jeder Banker würde über die Gehälter lachen, die immer stärker belastete PflegerInnen und Krankenschwestern bekommen. Und ein Krankenhaus nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten führen zu müssen zeigt doch sehr gut, wie tief unsere Gesellschaft gesunken ist. Gesundheit als ökonomisch verrechenbarer Wert. Gesundheit als etwas, bei dem man sich schon fast schämt, krank zu werden. Weil man ja dann den Unternehmen/Krankenversicherungen auf der Tasche liegt.

Wann haben wir uns eigentlich einreden lassen, Nebenkriegsschauplätze wie die Digitalisierung wären Kampfzone?

Die zunehmende Überwachung durch unseren Staat, der immer höhere Druck auf den Menschen, Leistung bringen zu müssen oder sonst ins existenzielle Nirvana von Hartz IV zu stürzen. Das sind die Probleme, die wir angehen müssen. Wir werden depressiv, wenn wir uns zu viel mit anderen vergleichen. Richtig. Aber ist es nicht teil unserer im Moment doch ausgesprochen kranken Kultur? Immer besser? Immer mehr? Wachstum auf Teufel komm raus, obwohl das in einem geschlossenen System gar nicht geht?

Und wie menschenverachtend ist es, von einer Flüchtlingskrise zu sprechen, wo wir doch eine Krise der vielen Kriege haben, für die auch unsere ach so wichtigen deutschen Rüstungskonzerne ihr Schärflein beigetragen haben, indem sie den Diktatoren die Waffen in die Hände drückten, die jetzt dafür sorgen, dass Millionen von Menschen fliehen, schlicht, um am Leben zu bleiben und nicht von UNSEREN Waffen erschossen zu werden.

Wir brauchen endlich eine gesellschaftliche Diskussion, was unsere Wirtschaft darf und was nicht. Wir brauchen eine Diskussion, was uns ein Mensch an sich wert ist und ob nicht Themen wie ein bedingungsloses Grundeinkommen vielleicht nur der erste Schritt sind zu einer Emanzipation aus den ökonomischen Zwängen der Konzerne.

Wir sollten aufhören, über das Digitale zu diskutieren, das schon seit Jahren da ist. Wir sollten über unsere Gesellschaft diskutieren, die nach meinem Eindruck von Jahr zu Jahr kranker wird, ganz ohne Digitales.

 

Ziemlich schlechte Freunde. Meine Session auf der re-publica gemeinsam mit Kati Krause

Ich freue mich sehr. Statt einer Einzelsession bestreite ich eine Podiumsdiskussion gemeinsam mit Kati Krause, die den sehr interessanten Artikel Facebooks psychische Störung geschrieben hat. Während sie den Standpunkt keine Social Media Aktivitäten in der Depression vertritt, erzähle ich von meinen Erfahrungen aus der Psychiatrie und wie mir dort Social Media gerade geholfen hat, den Kampf aufzunehmen. Freue mich schon auf den Gedankenaustausch und hoffe auf viele interessierte Teilnehmer.

Session: Ziemlich schlechte Freunde: Depressionen und Social Media