Die Schere im Kopf und das Blockwartdenken

Ich schreibe nicht alles, was mir am Herzen liegt. Nicht, weil ich dafür keine Worte finden könnte. Aber weil ich weiß, dass ich bespitzelt werde, dass man sich wohl Sorgen macht, ich könnte den Finger in Wunden legen, die man lieber unter den Tisch kehren will.

Ja, das ist Zensur, sogar Zensur, die ich mir selbst auferlege. Aber mit einer Familie ist man erpressbarer als alleine. Und zudem ist es mir den ganzen Ärger nicht wert, zu erzählen, was die unliebsame Wahrheit ist.… den ganzen Text lesen

Manchmal ist es besser wenn etwas nicht passiert

Noch laufen die Dreharbeiten für die 37° Doku.  Nicht alle Player, die ich gerne dabei gehabt hätte, machen mit.  Angeblich zu meinem besten…. ohne mich zu fragen.  Früher hätte ich mich aufgeregt, aber auch hier war die Depression mir ein Lehrmeister. Außerdem tauchen sie auch im Buch nicht offen auf.
Ich bin nicht für das Wohl anderer verantwortlich.  Und wenn ich ohne Anstrengung die Dreharbeiten überstehe und andere das anders sehen.… den ganzen Text lesen

Die Wirtschaft will Spitzenleistung. Dann soll sie auch liefern.

Manager predigen Spitzenleistung, fordern jedes Jahr 5% mehr Leistung. (Ohne natürlich zu hinterfagen, ob das die Mitarbeiter auch gesundheitlich und psychisch verkraften, aber dafür sind sie ja verplanbare und verbrennbare Humanressource.)

Gleichzeitg schanzt sich das Topmanagement fürs Versagen bei Projekten wie Berlin, Stuttgart oder auch anderen großen Aufgaben, wie zum Beispiel einer guten, ehrlichen und menschlichen Unternehmenskultur bei VW Millionengehälter zu und ändert das erst nach massivem öffentlichen Protest.

Wir alle sollen in einer Kultur der Spitzenleistung existieren, in der wir konsumieren wie die Idioten und gleichzeitig arbeiten bis zum Umfallen.… den ganzen Text lesen

Niemand ist schuld, niemand kann was tun. Klar, ich bin der Idiot

Ganz ehrlich. Ich finde es zum Kotzen. Wie sich diejenigen, die eine gewisse Mitschuld am vergangenen Jahr tragen, ganz bewußt aus der Verantwortung stellen.

Da darf ja nichts negatives erzählt werden, und wenn, dann nicht in „diesem“ Umfeld. LÜGE. Ich nenne es LÜGE.

Und es ist dummes Geschwätz, dieses „wir müssen jetzt nach vorne blicken, die Schuldfrage zu klären hilft niemandem.“ Doch verdammt. Mir hilft sie, in dem sie mir erlaubt, die für mich toxischen Menschen und Situationen zu identifizieren und wenn möglich aus meinem Leben zu kicken.… den ganzen Text lesen

Du bist doch depressiv, du kannst das doch nicht.

Warum eigentlich meinen alle besser zu wissen, zu was ich in der Lage bin und zu was nicht? Wie? Du warst das ganze Wochenende auf dem Literatur Barcamp in Heidelberg? Das muss dich doch sehr angestrengt haben? NEIN, HAT ES NICHT. Warum wissen andere denn immer so viel besser, was mich anstrengt?

Das Literatur Barcamp war für mich pure Erholung, Inspiration, Stimmungsaufhellung. Genauso wie die Arbeit an meinem Buch. Das strengt zwar in gewissem Sinn auch an.… den ganzen Text lesen

Das Literaturcamp Heidelberg, es hätte nie enden dürfen

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Es gibt diese Ereignisse, die prägen sich ins Gedächtnis wie von einer Dampframme gestempelt. Das Literaturcamp Heidelberg, ein Barcamp für alle, die sich irgendwie mit Buch und Literatur befassen, fand im DEZERNAT 16, der Kultur- und Kreativwirtschaft in der alten Feuerwache Heidelberg statt.
Mit meinem aktuellen Buchprojekt war das Camp quasi Pflichtveranstaltung. Und ich hatte mir nicht zuviel davon versprochen. Von Dramaturgie einer Erzählung über Erfahrungen aus der Lektorenpraxis bis hin zu „Let’s talk about Sex“ (Beteiligte wissen, worum es geht, der Rest möge seiner verdorbenen Fantasie freien Lauf lassen.… den ganzen Text lesen

Depression ist voll im Trend, für den Moment

Wieder ist es ein Prominenter, der die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema Depression lenkt. Lewandowskis Tod ist eine Tragödie, ein Drama, bedrückend. Und nicht ohne eine gewisse Morbidität beginnen die Massenmedien wieder einmal auf den Zug „Psychische Erkrankung“ aufzuspringen. Aber nachhaltig ist dieses mediale und öffentliche Interesse meist nicht.
Er war offensichtlich depressiv? Halbwertszeit der Nachricht maximal eine Talkshow in der wieder jeder sich selbst auf die Schulter klopft, wie viel man doch für die adäquate Behandlung psychisch Kranker tue (wobei tun meist in Geld gemessen wird, nicht in wirklicher Hilfe).… den ganzen Text lesen

Verluste, Einsamkeit und Sinnlosigkeit

Manchmal sind es persönliche Verluste, die einen nach dem Sinn des Ganzen fragen lassen. Die so schmerzen, so vieles in Frage stellen, dass man sich fragt, ob der Weg, den man eingeschlagen hat, wirklich der richtige war.
Mein persönlicher Verlust klingt immer noch nach und wird es noch lange tun. Und er hat vieles in Frage gestellt, was ich für sinnvoll, wichtig, ernst zu nehmen angesehen habe. Ich ärgere mich über Abhängigkeiten, in die ich mich teils begeben habe, die ich aber auch teils selbst verschuldet habe, manchmal im wahrsten Sinne des Wortes.… den ganzen Text lesen