Die eigentliche Belastung sind all die guten Ratschläge.

Ich glaube nicht, dass wir schlechter leben, ungesünder essen oder falsche Prioritäten haben.

Was wir haben sind jede Menge angeblicher Lebensexperten, die uns heute erklären, dieser Lebensstil sei der einzig heilsbringende, Morgen der genau gegenteilige. Das Wissen besteht aus Ausschnitten, Annahmen und ideologischer Verblendung. Und es sorgt dafür, dass wir irgendwann fast immer annehmen, etwas falsch zu machen. Ist das, was ich gerade esse richtig? Darf ich noch in diese ach so gefährli he virtuelle? Muss ich entrümpeln, langsamer leben, mehr arbeiten, weniger arbeiten.

Ganz ehrlich? Man sollte die meisten Ratschläge besser ignorieren und wieder darauf hören, was einem selbst Freude bereitet. Auch, wenn man dann angeblich ignorant, undankbar oder böse ist. Denn meist ist es nur die Wut derer, die merken, dass wir nicht mehr auf sie hereinfallen.

5 Gedanken zu „Die eigentliche Belastung sind all die guten Ratschläge.#8220;

  1. Ein Ratschlag oder vllt besser, eine Idee (?) kann, aber muss ja nicht bindend zum Erfolg führen. Gerade bei den sogenannten Ratgeberbüchern nehme ich die „Tipps“ lediglich als Idee auf. Ich entscheide, ob es zu zu mir, meinem Wesen, meinem Lebenswandel und meinem BAuchgefühl passen könnte.

  2. Es ist tatsächlich so, dass wir oft vor lauter „müssen, sollten,könnten“ nicht mehr wissen, was unsere Seele/Inneres wirklich wollen, was ein echtes Bedürfnis ist…
    Es ist ein Weg, dort wieder hin zu kommen,das zu spüren, was uns angeboren war….

  3. Da hast Du recht- darum sind SHG so wichtig und ‚betroffene‘, reflektierte, sensible Freunde. Damit man sich verstanden fühlen kann

  4. Letztendlich wichtig ist der Effekt, dass die Depression eine Besserung finden kann. Ob mit oder ohne ‚Ratschläge‘. Ratschläge und Unterstützung von Schädigern lehne ich allerdings ab. Als Nicht- Betroffener ists ja häufig schwer nachzuvollziehen wie ein Depressiver wirklich tickt. Und individuell.

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