Um Missverständnissen vorzubeugen. Warum „Ich“ nicht ich bin.

Zum Anfang des Jahres und angesichts für mich eher amüsanter denn unangenehmer Ereignisse des letzten Jahres. Was ich hier im Blog und auch auf Facebook schreibe resultiert NICHT aus Erfahrungen bei meinem Arbeitgeber, meinen persönlichen Freunden oder meiner Familie wenn ich es nicht explizit erwähne. Und um das Thema auch hier gleich weiter zu fassen, dies gilt auch für jeden einigermaßen seriös arbeitenden Blogger in meinem Umfeld. Man sollte, nein man muß, gerade wenn man gesellschaftskritisch schreibt, vom persönlichen Umfeld abstrahieren um in den Wertungen und Meinungen überhaupt glaubwürdig zu sein.

Es mag manchmal ein Ereignis in meinem persönlichen Umfeld oder dem eines Freundes oder eines Netzkontaktes den Anstoß geben, ein lange schwelendes Thema endlich als Blogger und Autor anzugehen, aber durch mein großes soziales Netzwerk, geschätzte Bloggerkolleginnen und Kollegen und auch durch die Erfahrungen,die ich aus gelegentlichen Vorträgen und Beratungen habe, habe ich genug Material, hier Themen anzusprechen. Darum zum ersten Mal seit ich diesen Blog führe die Bitte: Spreche ich hier von „ich habe, ich würde, ich werde“ dann ist dass ich des ERZÄHLERS gemeint, nicht das ich des Autors Uwe Hauck. Dann sind immer mehrere Abstraktionsebenen eingezogen, und das langweilige Meeting ist nicht das, das ICH im Büro erlebe, sondern das Meeting, dass hundert, ja tausendfach in der Welt erlebt und mir in meinen Recherchen zugetragen wird.

Unter meinen gesamten Followern, Freunden und Circlen (im Moment in  Summe mind. 5000 Personen) gibt es genug Inhalte, die ich recherchieren, analysieren und kommentieren kann. Wer hier Schlüsse auf mein persönliches Umfeld schließt, wirft mir indirekt unprofessionelle Arbeit vor, denn genau das ist es, würde ich von meiner eigenen kleinen Welt auf die gesamte schließen. Das zu tun wäre aber schon deshalb dumm weil dann meine Meinung, meine Artikel von geringem bis gar keinem Wert wären. Denn nur das Ereignis, das sich negativ wie positiv an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten wiederholt, ist es wert, analysiert und ggf. kommentiert zu werden. Es ist ein wenig so wie mit guter, glaubwürdiger Wissenschaft. Nur das Experiment,das hundertfach mit dem gleichen Ergebnis wiederholt werden kann, ist auch valide in seinem Ergebnis und der daraus folgenden Erkenntnis. Dass der Anstoß, der Funke ein aktuelles Ereignis sein kann, sei unbestritten. Aber die Aussage und die Schlußfolgerungen müssen immer allgemeingültig sein und bleiben.

In diesem Sinne. Bitte stets mich, den Autor Uwe Hauck und den unbekannten „Erzähler“ meiner Beiträge trennen. Zumal es schon gar nicht etwas aus meinem direkten beruflichen Umfeld sein darf, denn dann müsste ich mir stets den Vorwurf des „Einzelfalls“ gefallen lassen. Mir ist aber wichtig, dass Themen, die ich persifliere, karikiere oder kritisiere auch einer großen Leserschaft geläufig und in ihrem Auftreten häufig genug sind, um einen Trend zu entdecken. Denn das ist es, worum es mir geht. Trends, negativ wie positiv darzustellen, Wege aufzuzeigen und wo mir möglich Lösungen anzubieten. Sonst wäre ich ja ein schlechter Berater.

Ein Gedanke zu „Um Missverständnissen vorzubeugen. Warum „Ich“ nicht ich bin.

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