Warum das Leben doch ein Ponyhof sein sollte (part time)

Jeder kennt den Spruch, der vor allem kommt, wenn man sich wieder über zu hohe Anforderungen, Stress oder das Leben allgemein beklagt. „Das Leben ist kein Ponyhof“. Will sagen, das Leben ist nicht nur Spaß, sondern auch Ernst.

Mag ja stimmen, aber ich finde, wir übertreiben das mit dem Ernst mittlerweile. Wir bereiten ja nicht nur unsere Kinder auf den Ernst des Lebens vor (der scheinbar heutzutage nur noch aus dem Arbeitsleben besteht), wir versuchen auch, in unsere spärliche Freizeit möglichst viel Sinn zu pressen. Und wer nicht nahe am Burnout steht, der arbeitet ja nicht genug.

Wie wäre es, wenn wir mal diesen ganzen „Spass kann ich noch später“ haben Irrsinn hinterfragen würden.

Mut macht mir hier die Generation Y, die plötzlich mit ganz anderen, und in meinen Augen sinnvolleren Ansprüchen an die Manager herantritt. Da geht es auch um Freude, um Sinn, um Spaß am Leben. Endlich, denn hey, auch wenn manch einer anders lebt. Wir haben nur EIN Leben, und das gehört zuallererst uns selbst und WIR sind verantwortlich dafür, was wir daraus machen.

Sogar die sogenannten Experten haben das Thema bereits entdeckt und mit dem wohlklingenden Label „Gamification“ hinterlegt. Damit meinen sie aber wieder nur das Spielen um des Konsums willen. Ich sehe das ganze aber weiter gefasst. Das Leben ist schon schwer genug, als das wir es uns noch schwerer machen sollten. Carpe Diem beinhaltet auch, lebe im Tag, genieße im Tag.

Und sind wir mal ehrlich. Letztlich ist all das, was bei den meisten von uns im Berufsleben passiert, doch auch ein riesengroßes „Spiel“ nur eben ohne den motivierenden Ponyhof. Denn es geht doch stets um die gleichen Ziele, die auch ein gutes Spiel ausmachen: Besser sein als der „Gegner“. Einen Preis (Verkaufszahlen, Abnahme eines Produkts, Erfolgreiche Bewerbung als Agentur) gewinnen, gegen die Konkurrenz „kämpfen“. Alles Aspekte, die auch in Spielen vorkommen. Nur sind sie dort um -Achtung- die Motivation zu steigern (!!!!) mit Elementen hinterlegt, die Freude bereiten. Warum machen wir uns also nicht mehr Gedanken darüber, wie wir die Freude auch in den Beruf tragen könnten? Wie wir auch, in sinnvollem Maße die Arbeit zum Ponyhof machen könnten. Und erste Beispiele geben uns ja recht, man möge sich nur mal ansehen, werd die beliebtesten Arbeitgeber sind, und wie die Arbeits(um)welt dort aussieht. Ich denke nicht, dass ich hier auf Google noch explizit eingehen muß?

 

Denn vieles geht mit Spaß daran leichter. Und möglicherweise auch streßfreier. Das kann ich jetzt nicht beweisen. Aber ich arbeite an Feldversuchen ;). Und jeder, der Kinder hat wird mir bestätigen können. Etwas, das ihnen Spaß macht, tun Kinder deutlich gerner, als etwas, was halt getan werden muß. Das ist quasi Gamification 1.0.

4 Gedanken zu „Warum das Leben doch ein Ponyhof sein sollte (part time)#8220;

  1. Also, auf Ponyhöfen habe ich mal drei Ferien lang gearbeitet – das Leben als Animateurin, Kindertrösterin, Pferdepflegerin, Stallausmisterin, Hauswirtschafterin, etc – „Faktotum“ trifft es am besten. Das reichte nach 3 Sommern für ein ganzes Leben. Mein Leben ist Gott sei Dank kein Ponyhof 🙂 sondern deutlich angenehmer

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