Die Software des Galaxy SIII

Der zweite Tag mit dem Samsung Galaxy SIII, das mir dankenswerterweise von Simyo im Rahmen der Simyotour bereitgestellt wurde. Heute gehts ans „eingemachte“ oder besser  „installierte“, denn ich betrachte die verfügbare Software.

Beim Nexus sind die Buttons nur auf dem Display

Das SIII hat noch echte Hardware Buttons

Neben den von Android Icecream Sandwich bekannten Änderungen im Vergleich zu Gingerbread bzw. Honeycomb hat Samsung beim Galaxy SIII natürlich auch wieder eigene Anpassungen durchgeführt. Persönlich finde ich solche Modifikationen eher schlecht, da sie das Update auf neue Android Versionen verzögern und ich so beim SIII im Gegensatz zum Galaxy Nexus oft einige Monate länger warten muß, bis eine neue Android Version auf dem Smartphone erscheint.

Aber betrachten wir zunächst ein Mal, was Samsung alles an Modifikationen zum Standard Icecream Sandwich ergänzt hat.

Zuallererst fällt auf, dass das SIII einen Hardwarebutton mittig unterhalb des Displays hat. Den Homebutton und rechts und links Buttons, die nur sichtbar werden, wenn das Gerät benutzt wird und die die Funktion Menü (links) und zurück (rechts) haben. Der Vorteil? Man hat mehr Bildschirm zur Verfügung, da diese Buttons bei Icecream Sandwich normalerweise im Display unten eingeblendet sind und somit einen Teil des Displays dauerhaft besetzen.

Weiter hat Samsung eine Reihe von S-„NAME“ Anwendungen ergänzt, darunter S Memo, S Planner, S Suggest und S Voice.

S Memo bietet eine Notizfunktion, die sowohl mit Tastatur, als auch per passendem Stift funktioniert.

S Planner ist ein von Samsung entwickelter Kalender, der im Gegensatz zum Android Originalkalender einige zusätzliche Optionen und vor allem mehr Informationen in den Übersichtsansichten bietet.

S Suggest wiederum schlägt dem Nutzer interessante neue Apps vor (was ich zwar für eine Spielerei halte, aber es kann für den einen oder anderen bei der Flut neuer Anwendungen sicher von Nutzen sein)

 

S Voice in Aktion. Es kann offensichtlich ähnlich Siri auch Präsuppositionen auflösen, hier die Annahme, dass ich eine Wettervorhersage möchte und nicht nur ein Ja oder Nein.

Sehr gespannt war ich auf SVoice, das ja eine direkte Konkurrenz zu Siri beim IPhone darstellen soll und von Samsung in Zusammenarbeit mit VLingo entwickelt wurde. Tatsächlich ist die Erkennung recht hoch, auch verschiedene Präsuppositionen werden erkannt, so z.B. wie bei Siri, dass ich, wenn ich frage: „Brauche ich morgen einen Regenmantel?“ als Antwort Wetterinformationen haben will. Auch Kalendereinträge lassen sich so erstellen oder Abfragen. Aber natürlich sind, wie bei Siri auch dem ganzen noch Grenzen gesetzt, und wer einen allgemeinen und freien Dialog erwartet, der dürfte enttäuscht sein. Man sollte spätestens jetzt drüber nachdenken, sich von seinem Provider eine nicht zu kleine Internet Flatrate zu kaufen, wie die All Net Flat oder die 100 oder 200 Pakete von Simyo, denn man muß wissen, jede Anfrage an S Voice führt dazu, dass das Smartphone auch Zugriff aufs Internet braucht um die Fragen zu beantworten. Ebenso leben viele der installierten Anwendungen davon, Daten aus dem Netz ziehen zu können (MyTaxi z.B. Google Maps) und deshalb kann bei zu geringem Datenvolumen bald Schluß mit schnellen Antworten sein. Im folgenden Noch ein netter Vergleich von „Ritchiesroom“ zwischen der Spracherkennung von Siri und von S Voice:

Eine nette Lösung ist S Sleep, der intelligente Schlafmodus, der bevor der Bildschirm abgedunkelt oder abgeschaltet wird via Kamera prüft, ob er ein Gesicht vor sich erkennt und das Display dann angeschaltet läßt. Das ganze funktioniert erstaunlich gut, und vermutlich um so besser, je mehr der Nutzer die Gesichtserkennung von Android Icecream Sandwich zuvor trainiert hat.

Bei den zusätzlich installierten Anwendungen wunderte ich mich etwas darüber, dass gerade die „BILD“ App mit installiert ist, was vielleicht nicht unbedingt der Zielgruppe für ein so hochpreisiges Smartphone entspricht. Ansonsten finde ich die Auswahl gelungen, mit MyTaxi, KaufDa, HRS Hotels und Lieferheld scheint man sich wirklich Gedanken über die Zielgruppe gemacht zu haben. Es ist auf dem Smartphone auch angenehm wenig unnötige Software zu finden, die Zusatzprogramme machen Sinn.

Die Monatssicht auf den Kalender

S Note, der „Notizblock“

Ein Tag, mit den Reitern für die weiteren Sichten am rechten Rand

Auch bei den Gesten hat Samsung nicht an innovativen Ideen gespart. Einen Screenshot z.B. macht man, in dem man mit der Handfläche über das Display wischt, Desktop Icons kann man wie schon beim SII durch berühren des Icons und Kippen des Geräts verschieben und noch viele weitere Funktionen lassen sich auch durch Gesten steuern oder werden intelligent unterstützt.

So ruft das Smartphone z.B. die Nummer an, wenn man im Laufe des Schreibens einer SMS plötzlich das Telefon ans Ohr hält.

 

Was die Batterie des Geräts angeht kann ich auch schon erste Ergebnisse vermelden, nachdem das Gerät heute morgen um 6:00 Uhr vom Netzteil getrennt wurde und ich den Tag über das SIII anstatt meines Nexus genutzt habe um gelegentlich EMails zu prüfen, Twitter abzufragen bzw. mit neuen Nachrichten beliefert zu werden, lag die Akku Kapazität um 12:30 noch bei 44%. Gegen 16:30 musste das SIII dann bei einem Akku Stand von nur noch 8% endgültig ans Netzteil. Ich denke, nach einigen Ladezyklen dürfte das noch besser werden.

Abschließend noch ein Screenshot vom Quadrant Standard Benchmark, direkt nach Auspacken des Geräts also bevor ich viel an eigener Konfiguration beigesteuert hatte, die das Ergebnis verfälschen könnte.

Ein Gedanke zu „Die Software des Galaxy SIII

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