Der meistmissbrauchte Satz: Das muss Konsequenzen haben

Schon mal aufgefallen? Ob es nun um den Dioxin Skandal, die Umgangsformen auf der Gorch Fock, das Öffnen von Briefen der Feldpost, die Finanzkrise, Bestechung von Politikern, zu heißen, zu kalten, nicht fahrenden Zügen oder S-Bahnen geht. Immer hört man von den Verantwortlichen: Das muss Konsequenzen haben, wir werden schonungslos aufklären. Aber tut sich was? Nein! In den letzten Jahren z.B. gab es diverse Dioxinskandale, aber geändert hat sich nichts. Das heißt doch, es gibt immer diese witzigen Verpflichtungen zu FREIWILLIGEN Selbstkontrollen. Also quasi, ich mache den Bock zum Gärtner und lasse ihm noch die Wahl, wann er wie wo kontrolliert.

Wen wundert es da noch, dass jetzt von den angeblichen Wutbürgern gesprochen wird? Ich würde nicht sagen, Wutbürger, aber enttäuschte Bürger. Es geht doch immer wieder um dasselbe Prinzip. Die eigentlich Verantwortlichen geben sich betroffen und uninformiert (hätten wir gewusst, was da vorgeht, wir hätten das unterbunden) und irgendwelche zumeist Unschuldigen werden zum Bauernopfer stilisiert. Und diejenigen, die darunter leiden, also meist der Konsument, Bürger oder Angehörige darf sehen, wie er damit zurecht kommt.

Ich möchte den Satz: „Das muss Konsequenzen haben“ nicht mehr hören. Ich will sehen, dass es endlich mal Konsequenzen hat, und zwar bei den Verantwortlichen. Und vor allem, es wird Zeit für Kontrollen, die nicht die Schädigenden selbst durchführen. Das heißt nämlich, dass es gar keine Kontrollen gibt.

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