das Problem der eBooks ist ihre Lagerung

Was hindert viele Menschen daran, sich eBooks wirklich anzunähern? Das frage ich mich schon lange. Ein Aspekt, der sich für mich immer mehr herauskristallisisert ist die Lagerung der gekauften EBooks. Wenn ich in einen Buchladen gehe und mir ein Hardcover oder ein Paperback kaufe, habe ich ein physikalisches Objekt, das ich in ein Regal stellen kann und dort auch immer zur Verfügung habe. Anders beim eBook; das existiert nur als virtuelles Objekt, als Bits und Bytes auf meiner Festplatte.

Ebook Reader

Bücher auf dem Reader, aber wo ist das Archiv?

Aber damit ich es nicht verliere, muss ich dieses Buch sichern. Und da auch Sicherungsplatten mal kaputt gehen können, muss ich es umkopieren, muss mir Gedanken über Backups machen. Alles sehr umständlich. Mein Wunsch daher. Ein Online Regal, in dem ich meine Bücher, auch die unnötigerweise mit DRM versehenen, ablegen kann. Idealerweise mit Backup Garantie. Ich selbst nutze hierzu Dropbox und Wuala als Online Festplatten. Aber diese Lösung halte ich für den durchschnittlichen Computernutzer für zu kompliziert. Es müsste sich um eine Art Bibliothek handeln, die visuell möglichst nahe an ein echtes Bücherregal heranreicht. Dienste wie bookworm.oreilly.com oder feedbooks.com bieten hier erste gute Ansätze.

Regale 1.0, aber wie sehen die Bücherregale der Zukunft aus?

Aber leider sind hier noch die DRM Bücher aussen vor. Also endlich weg mit diesem DRM Blödsinn. Damit wir auch in Zukunft auf unsere gekauften eBooks zugreifen können. Denn nichts ist so alt wie die verschlüsselten Bits und Bytes von gestern.

Und übrigens, sollte jemandem dieses Problem bekannt vorkommen: Richtig, ein ähnlich gelagertes Phänomen sehe ich bei Digitalfotos. Auch sie muss ich lagern und je höher die Pixelzahlen der Kamerauflösungen werden, um so mehr Datenspeicher, um so breitere Datenleitungen brauche ich, um meine Bilder überhaupt noch sicher verwahren zu können. Der Schuhkarton ist längst der CD und diese wiederum der DVD gewichen (heute Dual Layer, weil auch Single Layer längst nicht mehr reicht). Auch die Online Bildarchive müssen immer weiter steigende Datenmengen ablegen. Und keiner kann mir wirklich die Frage beantworten, wer ist gekommen um zu bleiben, wo werden meine Bilder auch noch in 10 – 20 Jahren zu sehen sein

Kommentar verfassen