Digital Rights Management als Ärgernis und Behinderer neuer Technologien. Der Misserfolg der eBooks dank DRM.

Auch ich habe einen Account bei Bookworm . Damit kann ich meine eBooks online verwalten, sie auch online lesen, oder auf jedes beliebige Device downloaden, das einen Internet Zugang besitzt. Alle? Nein, leider sind DRM geschützte Bücher davon ausgenommen. Und es gibt noch andere Probleme. Vor kurzem wollte ich neben meinem Notebook und dem Netbook noch ein weiteres Device freischalten. Da bockte Digital Editions, das DRM Management Programm für meine eBooks. Denn diese Bücher lassen sich auch nur mit einem DRM Programm der selben Art öffnen. So habe ich keine Möglichkeit Bücher, die ich in Amazons Format für den Kindle kaufe, auf andere Devices ohne Kindle Unterstützung zu laden.
DRM ist für mich das gleiche Problem für eBooks, das es schon bei MP3 war. Es ist ein grosses Hindernis und solange die Verlage auf dem dummen Konzept bestehen, so lange wird sich das eBook nicht durchsetzen. Denn zumindes ich habe den Anspruch: Wenn ich für etwas bezahlt habe, will ich damit machen können was ich will. Sonst will ich das Produkt über kurz oder lang nicht mehr. „Die Zeit“ hat da, ganz ihrem Namen verpflichtet, die Zeichen der Zeit erkannt und bietet ihre elektronische eBook Ausgabe für Abonnenten, wie überigens auch schon das PDF ohne DRM an. Das nenne ich fortschrittliches Denken und vor allem erzeugt „Die Zeit“ bei mir damit ein Vertrauensverhältnis. Klar werde ich das eBook nicht weitergeben. Aber ich habe auch guten Grund, weiterhin begeisterter „Zeit“ Leser zu sein. Denn offensichtlich nimmt man mich im Verlag ernst, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Verlagen, die mich mit DRM nerven.

Selbst oReilly hat erkannt, dass der Leser auch ein denkendes Wesen ist und bietet seine Bücher ebenfalls ohne überflüssigen weil nervenden DRM Schutz an. Damit kann ich auch diese Bücher professionelle verwalten und auf all meinen Devices bei mir haben. Denn manchmal ist nur mein Smartphone bei mir und auch darauf lese ich ab und zu gerne mal.
Von der idiotischen Buchpreisbindung will ich hier gar nicht erst ausführlicher anfangen. So lange das eBook genau so viel kostet wie die gedruckte Ausgabe überlege ich mir schwer, ob mir die nur noch digitale durch DRM verkrüppelte Version des Buches so viel wert ist. Was, wenn ich den eBook Reader wechsle? Was, wenn sogar das Format meiner EBooks? Dann muss ich sie ja nochmal kaufen, falls das DRM sie sogar an mein Device bindet. ich sage nur #epicfail Verlage. So gehts nun nicht. Eine ganze Branche macht die gleichen Fehler nochmal, die schon der Musikindustrie mehr Feinde bei den Konsumenten eingebracht haben und die letztendlich doch dazu geführt haben, dass DRM wieder entfernt wurde. Aber wir reden hier ja hier von proftorientierten Managern, die offensichtlich glauben, sie wären Pipi Langstrumpf und sich die Welt widewidewit machen, wie sie ihnen gefällt. Dabei vergessen sie aber, dass der Kunde für jeden profitgeil…aeh profitorientierten Manager immer noch der König sein sollte.

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