Google präsentiert Chromecast. Der First screen wird endgültig zum Second screen.

chromecastDie Zeiten, in denen meine Kids unbedingt noch ihre Stunde fernsehen wollten, sind spätestens, seitdem die beiden Großen sich Tablets erspart haben, vorbei. Nun ist es eine Mischung aus YouTube und spielen, wobei sie allesamt, auch der Jüngste große Minecraft Fans sind.
Auftritt Chromecast. Für mich die logische Konsequenz aus einer Entwicklung, die das Fernsehen als Leitmedium immer mehr in den Hintergrund rücken lässt. Oder wie mein Jüngster neulich meinte: Nee, Fernsehen ist doof, da kommt doch dauernd diese blöde Werbung.

Mit dem, was Google gestern präsentiert hat und was ich für die eigentliche Neuigkeit halte, nämlich dem extrem günstigen Chromecast Stick, wird das Tablet oder das Smartphone zum First screen für alle. Es bedarf lediglich eines Fernsehers mit HDMI Anschluß (ist ja bei den meisten Flachbildfernsehern eh Standard) und schon kann man sich aus dem Netz und das bequem auf der Wohnzimmercouch am Tablet oder Smartphone sein eigenes TV Programm zusammenstellen. Quasi eine Zweitverwertung für den immer überflüssiger werdenden Fernseher. Denn mal ehrlich, Internet auf dem Fernseher, gesteuert von der klassischen Fernbedienung ist einfach nur grausam. Und mit Tastatur zu arbeiten ist in Zeiten von Tablet und Smartphone auch eher zweite Wahl.

Und da der Chromecast Stick auch finanziell sehr attraktiv ist, könnte ihr die eigentlich Apple TV Innovation liegen. Allerdings eben von Google, die spätestens gestern bewiesen haben, dass sie im Moment das innovativste Unternehmen sind.

Ich bin gespannt, wie der Chromecast Stick im Alltag ankommt aber hier hat Google wirklich etwas konzeptionell wie auch preislich ausgereiftes präsentiert und die Konkurrenz weit hinter sich gelassen.

2013 wird das Jahr der Smartphonemarkt-Konsolidierung

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Ist die Smartwatch das nächste große Ding?

Selten aber doch bei bestimmten Themen wage auch ich mal eine Prognose. So jetzt bezüglich des Smartphone Marktes.

Nachdem wir in den letzten Jahren immer neue Smartphones mit immer spannenderen Formfaktoren oder Features gesehen haben, wage ich die Prognose, dass wir 2013 eine Sättigung erleben werden. Warum ich das vermute? Das liegt vor allem daran, in welchen Bereichen im Moment Innovation beobachtet wird und passiert.

Immer dann, wenn eine neue Technik auftaucht, muss zwangsläufig eine andere „Federn“ lassen, was das Kundeninteresse angeht.

Gerade wenn man die aktuellen Smartphones betrachtet, sind sie zwar immer „besser“ als ihre Vorgänger, aber die Verbesserungen sind nicht mehr wirklich „erfahrbar“ . Das Brot und Butter Geschäft eines Smartphones, Kalender, Internet, Messenger, Social Media erfüllen auch die ein Jahr alten Geräte noch immer perfekt.

Dafür ranken sich die Diskussionen für die neuen Technologien um Google Glass und Smartwatches. Das muss nicht heißen, dass diese Techniken sich in naher Zukunft zum Massenmarkt entwickeln werden. Aber man sieht daran, dass die Aufmerksamkeit sich neuen potentiellen Märkten zuwendet.

Natürlich werden die Smartphones weiter verkauft werden. Aber wir sind bei einer Qualität aktueller Geräte angelangt, bei der es durchaus denkbar ist, eine Generation zu überspringen. Das alte tuts mittlerweile noch so gut, dass nicht immer gleich das nächste Gerät her muss. Aber andere Technologien geraten in den Fokus. Es bleibt spannend. Aber eher im Bezug darauf, was denn nun wirklich das „nächste große Ding“ wird.

Und die nächste Produktkategorie steht auch bereits vor einer Konsolidierung. Tablets werden meiner Ansicht nach in spätestens 1-2 Jahren eine ähnliche Konsolidierung erleben. Wachstum wird dann, wenn überhaupt hauptsächlich auf dem Markt der hybriden Tablets erreicht, die ab Werk ein Tastaturdock mitliefern.
Eine aktuelle nicht repräsentative Umfrage auf Facebook und Twitter ergab ein Durchschnittsalter der Smartphones meiner Follower von ca. 1 1/2 Jahren was ca. 6 Monate älter ist als bei meiner letzten Stichprobe.

BOINC für Android, jetzt rechnen auch Smartphones für die Wissenschaft

boinc Ich bin schon seit langem ein großer Unterstützer von BOINC dem Berkeley Open Infrastructure for Network Computing. Über diese Software kann jeder seinen PC oder Notebook zu hause an wissenschaftlichen Projekten mitrechnen lassen und so z.B. ein Heilmittel für Malaria oder HIV finden. Und nun gibt es auch einen Client für Android Smartphones und Tablets.

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Dabei braucht man sich keine Sorgen machen, dass die Anwendung die Batterie leersaugen würde, denn BOINC rechnet in den Standardeinstellungen nur, wenn das Smartphone am Netzteil hängt und auch zu mindestens 90% geladen ist.

Ansonsten spart sich die App jeden grafischen Schnickschnack in Form von 3D Darstellungen und fokussiert sich auf Rechenprojekte, die auch mit einem modernen Smartphone oder Tablet leistbar sind.

Eines der bekanntesten Projekte ist wohl SETI, die Suche nach außerirdischem Leben, die Radiosignale aus dem Weltall nach logischen Sequenzen durchsucht. Aber auch ein Klimadatenprojekt existiert, und diverse andere spannende Wissenschaftsprojekte, aus denen man auswählen kann. Wer seine Rechenleistung gleichmäßig an verschiedene Projekte verteilen will, dem sei zum World Community Grid geraten, einem Netzwerk, das verschiedenste Forschungsinstitute unterstützt.

Natürlich läuft bei mir die Software bereits auf Tablet und Smartphone und ich werde in den nächsten Tagen ein genaues Auge darauf haben, ob die Anwendung wirklich akkuneutral arbeitet.

Erste Tests liefen sowohl auf meinem Note 2 als auch auf meinem Asus Transformer erfolgreich. Ich werde jetzt wohl öfter meine Gadgets zusätzlich im Dienste der Wissenschaft rechnen lassen.

Und natürlich läuft BOINC auch auf dem Dell Latitude Tablet. Denn da darauf Windows 8 installiert ist, kann man hier die Standardanwendung von BOINC verwenden. Aber dran denken. Nur rechnen lassen, wenn das Tablet am Stromnetz hängt.

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Worum es in unserer Gesellschaft gehen sollte.

Das Fernsehen berichtet, dass Familien mit Kindern in manchen Städten nach Zahlung der Miete unter Hartz IV Niveau sinken. In Deutschland gibt es Kinder, deren familiäre Verhältnisse so schlimm sind, dass sie ein Leben auf der Straße dem in der Familie vorziehen. Es gibt Frauen, die aus ihrer Beziehung wegen häuslicher Gewalt flüchten. Es gibt Männer, die aus ihrer Beziehung wegen häuslicher Gewalt flüchten. Immer mehr Menschen erkranken an Depressionen und tarnen diese als Burn Out, um gesellschaftlich akzeptiert zu werden.

Es ist Zeit.

Höchste Zeit.

Zeit etwas grundlegendes in unserer Gesellschaft zu ändern.

Gesellschaft sollte auch Gemeinschaft heißen. Sich gegenseitig helfen, füreinander da sein. Aber eigentlich sollen wir heute alle nur noch funktionieren. Das beginnt schon in der Schule, nein meist schon viel früher, wenn ehrgeizige oder einfach panische Eltern ihre Kinder auf eine extrem fordernde und gleichzeitig unsichere Zukunft vorzubereiten suchen.Statt unsere Kinder aufwachsen zu lassen, ihnen Erfahrungen, Erlebnisse zu bieten, sie zu bilden bilden wir sie aus. Wir bereiten sie nicht mehr auf das Leben, sondern auf die Arbeitswelt vor. Überhaupt ordnen wir uns immer mehr wirtschaftlichen Belangen unter. Man wird schon fast zum Kommunisten abgestempelt, wenn man sich fragt, ob nicht eigentlich die Wirtschaft dem Menschen und nicht der Mensch der Wirtschaft nutzen solle.

Wir leben in einer Welt, in der die Presse, allen voran das Blatt mit den vier blutroten Buchstaben uns immer wieder vorbeten, nur wer Arbeit hat, ist auch ein wertvoller Mensch, wer arbeitslos ist, schmarotzt automatisch.

Wir lassen uns von Wirtschaft und Politik überwachen, ausspionieren, erfassen und auswerten, sind nur noch Humanressource, Humankapital und Wirtschaftsfaktor. Wenn wir krank werden, sind wir ein Kostenfaktor für das Krankenhaus, an dem man nur durch möglichst schnelle Abwicklung verdient. Und unser Hausarzt hat für uns nur so viel Zeit, wie die Krankenkasse ihm für den Kostenfaktor kranker Mensch zu zahlen bereit ist.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der gerade die am hilfsbereitesten sind, die wenig haben und die am egoistischsten, die gar nicht mehr wissen, wohin sinnvoll mit dem Geld und sich deshalb geschmacklosen Tinnef in ihre Häuser stellen. DAS zeigen uns die Unterschichten Trashshows im TV und beweisen uns indirekt, dass viele Vorurteile leider auf wahren Fakten basieren.

Wir leben in einer Welt, in der Institutionen an unserem Geld verdienen und damit spielen, aber uns nur dann Kredit gewähren, wenn wir so viele Sicherheiten bieten, dass wir den Kredit eigentlich gar nicht bräuchten. Eine Welt, in der jemand, der 1 Milliarde Euro Schulden hat vom Vorstand auf einen Kaffee eingeladen wird, während man das Haus des Menschen versteigert, der ein paar tausend Euro momentan nicht zahlen kann.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir die Natur sehenden Auges zerstören, die Wirtschaft, die protzige Autos baut unterstützen und alternative Energien so lange kaputt verwalten, bis sie bankrott sind. In der wir Milliarden in menschenmordende Technologie stecken, die dann doch nie fertig wird, aber nicht einsehen wollen, dass es für unsere Gesellschaft finanziell möglich wäre, allen Menschen ein lebenswürdiges Leben zu bieten und sie durch ein bedingungsloses Grundeinkommen wirtschaftlich abzusichern.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir Lebensmittel bewußt vernichten, um „die Märkte zu schützen“,in der es ernsthaft Konzerne gibt, die Wasser als Wirtschaftsgut sehen und wir es zulassen, dass Kinder an Hunger sterben oder an den Ausdünstungen dessen, was wir als Konsummüll in deren Länder exportieren.

Oder leben wir wirklich in dieser Gesellschaft? Verabschieden sich nicht immer mehr Menschen daraus, okkupieren, was sie zu zerstören droht? Bohren mit dem Finger in den Wunden der Politik, die uns allen misstraut, uns überwacht und für Terroristen hält?

Wird es nicht endlich Zeit, uns ernsthaft zu „empören“? Zu hinterfragen, wer hier eigentlich über unsere Werte und Menschenwürde bestimmt? Wer unseren Kindern die Jugend und den Vätern und Müttern das Einkommen raubt? Wer Kunst und Kultur, Gesundheit und Gemeinschaft dem Kommerz und dem Profit opfert, opfert geistige den materiellen Werten, opfert das Herz dem (Un-)Verstand.

Viele sagen, wir klagen auf hohem Niveau. Ja, das tun wir, wenn wir nur in unserer eigenen Gesellschaft klagen. Aber wir sind EINE Menschheit, und was wir hier in Europa tun, dank der von der Wirtschaft für so wichtig erachteten Globalisierung weltweite Auswirkungen. Es wird Zeit für eine globalisierte Wut. Und für eine neue globalisierte Gesellschaft, die das Wohl der Menschen endlich wieder an erste Stelle setzt.

Oder wie es John Lennon sang: „They say, I am a dreamer. But I’m not the only one“ (Hoffe ich)

Baden Württemberg verbietet Lehrern Facebook nicht so richtig aber dann doch

Oh je, da hat wohl jemand Angst vor diesem Neuland, zu dem alle Internet sagen. Wie der Spiegel berichtet untersagt das Baden Württembergische Kultusministerium Lehrern jegliche dienstliche Kommunikation in den Sozialen Netzen. (Wer es nicht glaubt, hier gibts das Machwerk zum Nachlesen)

Statt ins Kurrikulum Social Media und Medienkompetenz aufzunehmen, verbietet man den Lehrern mal lieber gleich jede dienstliche Kommunikation. Ganz großes Kino. So etwas nenne ich ewig gestrig. In Zeiten, in denen sich so ziemlich jeder einigermaßen affine Mensch über Facebook austauscht, verabredet und chattet, sollen gerade diejenigen, die unsere Kinder zu mündigen Bürgern erziehen sollen in dem Netz, das Lebensraum der Jugend geworden ist, nicht agieren dürfen, außer auf privater Basis. Ach. Und wie sieht da bitte schön die Trennung aus? Muss ich dann jegliche Anfragen von Schülern ignorieren? Die Augen zu machen, wenn ein Schüler etwas entsprechendes postet, denn auf die etwaige Untauglichkeit des Posts darf ich als Lehrer ja nicht hinweisen, nur als Privatperson. Aber wenn es sich um ein schulisches Thema… Ach lassen wir das. Bescheinigen wir unseren Politikern einfach wieder ein Mal, was wir schon lange wissen. Von der digitalen Welt haben sie aber auch wirklich so gar keine Ahnung.

Dazu fällt mir nur noch ein: Kultusministerium, setzen, sechs. Und das poste ich auch auf Facebook. Und ich hoffe, dass die Schule meiner Kinder diesen Blödsinn einfach als das nimmt, was er ist. Ein weiteres weltfremdes Verbot ewig gestriger, das mit der Realität nichts, aber auch gar nichts zu tun hat.

Das Latitude 10 Tablet als Entwicklergerät. Und es geht doch.

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Mit Maus und USB Keyboard wird das Tablet zum Subnotebook. Ergänzt man dann noch HDMI bleiben keine Wünsche mehr offen.

Natürlich ist ein Tablet kein optimales Gerät, um darauf größere Projekte zu entwickeln. Aber dank des HDMI Ausgangs und des Dual Core Atom Prozessors kann ich tatsächlich sagen: Ja, man kann damit auch als Entwickler arbeiten.

Meine beiden Testprogramme waren die Java Entwicklungsumgebung Eclipse und das Android Developer Studio.

Beide ließen sich ohne Probleme installieren und was mich am meisten verblüffte. Man konnte recht vernünftig damit arbeiten. Einen echten Entwickler PC kann das Tablet natürlich nicht ersetzen, aber gerade für unterwegs reicht die Performanz des Tablets allemal. Um vernünftig programmieren zu können habe ich hier natürlich das Gerät um einen Mini USB Hub, die Bluetooth Tastatur und eine USB Funkmaus ergänzt. Damit hat man schon fast einen kleinen  Notebook vor sich. Wer es dann auch noch hochauflösend will, was bei den aktuellen IDEs durchaus Sinn macht, kann via HDMI auch noch einen externen Monitor anschließen und dann das ganze in Full HD genießen (Die Spitze der Dekadenz war übrigens ein Test auf dem heimischen Breitbildfernseher. Da wächst die IDE plötzlich in ungeahnte Dimensionen 😉 )

Für Java Entwicklung in großem Stil taugt das Dell Latitude 10 Tablet natürlich nicht. Aber um unterwegs ein paar Entwicklerexperimente zu machen oder an kleineren Codefragmenten zu arbeiten reicht sowohl die Performanz als auch die Ausstattung auf jeden Fall.

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Wer keine Performanzwunder erwartet, kann ganz ordentlich mit Eclipse auf dem Tablet arbeiten.

Was aber noch viel angenehmer ist. Dank des wirklich guten Bildschirms eignet sich das Tablet auch sehr gut als mobile Entwicklerbibliothek. Da ich Fachbücher mittlerweile bevorzugt digital kaufe und auch gelegentlich eine Zeitschrift, ist das Tablet, auch wegen des Formfaktors 10.1 Zoll ideal als Bibliothek für Fachliteratur zum Mitnehmen. Und da hier auch ein vollwertiger Browser läuft, brauche ich mir keine Gedanken zu machen, ob die eine oder andere Online Bibliothek auch wirklich läuft. Via Kindle oder wahlweise einen der anderen verfügbaren EBook Reader lassen sich alle gängigen Formate auf dem Tablet lesen. Insofern ein gutes Werkzeug für den mobilen Einsatz, wenn man es sich sparen möchte, großes Equipment mit sich zu schleppen.

Und für meine Arbeit als Blogger und Autor ist das Latitude 10 Tablet wahrlich 100% geeignet. Damit macht es unterwegs richtig Spaß, da ich kaum Gewicht bei mir habe und dennoch wie an einem vollwertigen Notebook arbeiten kann.

Microsoft hat mit der Kacheloberfläche für meinen Geschmack einen guten Schritt getan. Lediglich die immer wieder notwendige Rückkehr zum alten Desktop stört das Gesamtbild. Das ist wohl auch das Hauptproblem jeglicher Windows basierter Tablets. Entweder wird das OS zu stark beschnitten (Windows RT kann ich als OS nicht wirklich ernst nehmen) oder das Design der Anwendungen ist nicht durchgängig Tablet-tauglich und es gibt somit sozusagen einen digitalen Medienbruch zwischen Tablet und klassischer Oberfläche. Für mich mit meinen besonderen Anforderungen ist das nicht wirklich störend. Aber der Standardnutzer könnte hier vor die Wahl gestellt sicher schnell zu einem besser optimierten Tablet von Google oder Apple greifen.

Insofern bin ich gespannt auf den Update auf Windows  8.1, der ja im August kostenlos erfolgen soll und damit auch auf meinem Latitude 10 ankommen wird. Ich kann nach diesen etwas über drei Wochen auf jeden Fall sagen. Mich hat das Gerät überzeugt, als mobiles Arbeitstier, das auch mal etwas mehr leisten kann, als reine Tablet Systeme.

Weitere Erlebnisse und Erfahrungen werden hier immer mal wieder folgen.

 

 

Das Jawbone UP nach mehreren Wochen im Dauereinsatz

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Ich habs ja nicht so mit der Fitness. Wenn ich es irgendwie schaffe, mich dazu zu motivieren, jogge ich 2-3 mal die Woche. Ins Büro fahre ich mit dem Fahrrad und zwar auch im Winter und Aufzüge vermeide ich nach Möglichkeit.

Das war es dann aber auch schon mit meinem Fitnessprogramm. Deshalb war ich etwas misstrauisch, als ich das Jawbone UP zum testen bekam. Ein Armband soll mich zu mehr Fitness motivieren? Und meinen Schlaf überwachen und mich besser wecken soll es auch können?

Klingt komisch, aber nach etwa einem Monat, in dem ich das Jawbone UP Tag UND Nacht getragen habe kann ich sagen, ja, es funktioniert.

Und zwar sogar sehr gut. Zum einen sieht das Armband unauffällig aber sehr stylisch aus. Damit sinkt schon mal die Hemmschwelle, es dauernd zu tragen. Zum anderen funktioniert sowohl die Schrittzählung als auch die Schlafüberwachung sehr gut.

Nachdem ich es jetzt knapp über einen Monat getragen habe, sieht es noch immer wie neu aus und die Kappe über dem Audiostecker hält auch noch sehr gut. Wofür einen Audiostecker werdet ihr fragen. Nun, damit wird das Armband mit dem Smartphone synchronisiert.

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Auch nach 4 Wochen dauerndem Tragens sieht das Armband noch aus wie neu.

Denn das ganze läuft nur in Kombination mit einem Smartphone auf dem die Daten gesichert werden. Die App ist dabei sehr gut gestaltet und ermöglicht zudem auch, die eigenen Essgewohnheiten zu erfassen. Parallel werden Fitnesstipps eingeblendet und man bekommt einen schönen Überblick über die eigenen Ergebnisse.

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Die Daten werden übersichtlich aufbereitet und präsentiert.

Für die Schlafüberwachung wird das Armband durch Druck auf einen Knopf in den Nachtmodus versetzt. Nun zeichnet es Bewegungen auf, die normalerweise auf einen nicht so tiefen Schlaf schließen lassen. Zusätzlich kann man sich dann über einen Vibrationsalarm wecken lassen, der einen genau dann weckt, wenn man in einer eher flachen Schlafphase ist. Also gebe ich als Zeitfenster 7 Uhr an, so versucht mich das Armband innerhalb eines Vektors zu wecken, wenn ich gerade in flachem Schlaf liege.

Das klappt sehr gut und ich fühle mich tatsächlich fitter, wenn ich so geweckt werde.

Alles in allem kann ich sagen, das Armband lohnt sich, wenn auch der Preis nicht gerade günstig ist.

Ich wage aber zu behaupten, dass wir hier eine Übergangstechnologie sehen, denn das, was im Moment noch in einem extra Armband versteckt wird, dürfte früher oder später in die Smartwatches der Zukunft wandern. Erste Konzepte hierzu habe ich ja bereits vorgestellt. Bis wir hier aber ausgereifte Konzepte sehen werden, die auch preislich attraktiv sind, gehe ich noch von ca 2-3 Jahren aus. Der Trend zum Quantified Self bekommt aber definitiv durch solche Lösungen wie Jawbone UP an Fahrt.

 

 

 

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Leisure Suit Larry ist auf Android zurück

larryNa das ist ja mal eine Ankündigung, die mich prompt in meine studentischen Tage zurückkatapultiert.

Der berühmt berüchtigte Leisure Suit Larry (NSFW) ist wieder zurückk und man kann jetzt auf Android seine Abenteuer wieder erleben.

Noch ist das Programm im „Anfangsstadium“ weshalb es mit einigen Android Geräten noch Probleme geben kann und die Entwickler bitten darum,  sich direkt zu melden, statt die Software gleich abzuwerten.

Dass ich das Programm auf meinem Smartphone probieren werde ist Ehrensache, da stecken viel zu viele schöne Erinnerungen an lange Spielabende drin 😉
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