Samsung plant ein „smartes“ Fahrrad

samsung-smartbikeSamsung baut ja so einiges. Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher, Smartphones, Computer.
Und jetzt planen sie wohl auch, ein intelligentes Fahrrad herauszubringen, zumindest stellt der unten angehängte Film eine interessante Konzeptstudie vor.

 

Unter anderem soll das Rad es mit einer Sicherheitskamera ausgestattet sein, die einen unkomplizierten Blick nach hinten erlaubt. Zusätzlich werden, gesteuert vom Smartphone (das natürlich ein Samsung Smartphone sein muss) zwei Streifen via Laser auf die Straße projiziert, die dann einen Fahrradstreifen simulieren sollen.
Und schon hier fängt das Problem an. Die deutsche alles kontrollieren wollende STVO wird das sicher nicht zulassen (wobei so manches, was sie vorschreibt, nicht wirklich sinnhaft ist)

Angry Birds Epic, not Epic at all.

 

Screenshot 2014-06-12 at 17.49.14Was gab es da doch für einen Hype. Ein RPG mit den berühmten Angry Birds und Bad Piggies. Was hatten wir uns nicht so alles ausgemalt.

Was Rovio jetzt aber auf den Markt geworfen hat, ist für mich schon jetzt die Enttäuschung des Jahres. Ein rundenbasiertes, sehr statisch „Schlag den Gegner“ Spiel, das eigentlich ausschliesslich von den netten, aber bereits sehr bekannten Animationen lebt und sonst wirklich absolut nichts neues bietet.

Die Runden ähnlichen sich extrem, die lustige Musik nervtötet spätestens nach der vierten oder fünften Rund und In App Käufe bis zu 82 Euro machen das ganze Spiel zu einer echten Enttäuschung in meinen Augen. Angry Birds absolutely not Epic kann ich da nur sagen. #

Ein Spiel, das man sich schenken kann.

Wer etwas schnelles für zwischendurch sucht, dem mag dieses Spiel gefallen, aber selbst in diesem Genre gibt es eine große Auswahl an echten „Fastfood RPGS.“ für mich ist Angry Birds Epic lediglich der meiner Ansicht nach misslungene Versuch, an die Erfolge der Original Angry Birds Reihe anzuknüpfen.

[appbox googleplay com.rovio.gold]

Ich will feste Arbeitszeiten, verdammt! Ein Rant

Mehr als das braucht ein Entwickler nicht als Arbeitsplatz
Mehr als das braucht ein Entwickler nicht als Arbeitsplatz

Nachdem ich erst vor kurzem las, dass die Zahl der Heimarbeitsplätze zurück (!) geht jetzt diese Schlagzeile:

Wer sich überarbeitet, wird bewundert. Aha, von wem denn um Gottes Willen? Vermutlich von Gleichgesinnten, die einen geregelten Arbeitstag auch nicht auf die Reihe bekommen, oder einfach eine miserable Zeitplanung haben. Meist aber vor allem von jenen, die selbst nicht „Nein“ sagen können.

Mit Verlaub, so lange ich noch solche Nachrichten lese, und es Menschen gibt, die sich mit ihrer Überarbeitung brüsten, als sei sie etwas positives, ganz ehrlich, so lange sollten wir wohl besser bei geregelten Arbeitsplätzen bleiben und fixen Arbeitsbeginn und Ende.

Wir scheinen noch nicht erwachsen genug zu sein, ein Leben mit Arbeit UND Privatleben wirklich vernünftig ineinander zu integrieren.

Nun gut, andererseits, so lange mich Menschen ernsthaft fragen, wie ich die Zeit für meine vielen Aktivitäten (eigentlich nur zwei, nämlich Blogger und Software Entwickler) finde, die dann aber gleichzeitig beständig Überstunden schieben UND sich dann abends, weil zu nichts anderem mehr im Stande vor die Glotze setzen und sich mehrere Stunden von meist absolut niveaulosem Programm berieseln lassen, so lange glaube ich nicht an eine Arbeitswelt der Zukunft. Nicht auf breiter Front und auch nicht zum Wohle beider Seiten.

Wir müssen uns erst von diesem Leistungsdenken verabschieden, das Präsenz und verbrachte Zeit mit erbrachter Leistung verknüpft. Das sind überkommene Denkmuster der Industrialisierung und für die heutige Welt einfach nicht mehr angebracht.

Entweder, wir arbeiten in einem Beruf, der Präsenz zu bestimmten Zeiten benötigt (Krankenschwester, Bauarbeiter etc.) dann müssen die Zeiten wohl offensichtlich immer noch sehr streng geregelt werden um eine Ausbeutung zu verhindern. Oder wir sind Wissensarbeiter, dann quält sich die Mehrheit mit den festen Zeitvorgaben, die so gar nicht zu Wissensarbeit passen.

Aber wenn es darum geht, hier etwas zu verändern, dann blickt man immer nur auf  Vertrauensarbeitszeit um mehr Anwesenheit zu ermöglichen. Dabei ist hier nicht die Dauer, sondern die Qualität wichtig. Wie das zusammenhängt wissen wir bereits seit Parkinsons Gesetz, das letztlich postuliert, dass die Arbeit die ihr gegebene Zeit stehts ausfüllt.

Weniger Heimarbeitsplätze? Weniger Pausen? Wir leben offensichtlich noch immer in der Denke des vorherigen Jahrtausends, in der der Chef sein Mitarbeiter sehen musste, um zu glauben, sie arbeiten. Dabei gibt es hier Studien, die nachgewiesen haben, dass die Mitarbeiter dann alles tun, damit sie schwer arbeitend aussehen, ob sie wirklich etwas leisten.. Aber sicher, sie waren ja 8 Stunden im Büro 😉

Webapp oder App, warum die App oft die bessere Wahl ist

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Die App von Zalando bietet einen einfach zu bedienenden Überblick über die Produktpalette

In den Diskussionen um das mobile Internet wird immer wieder darüber philosophiert, Apps würden früher oder später von Webapps, also Webseiten, die sich wie eine App verhalten ersetzt werden. Das mag für rein informative Seiten stimmen, aber gerade wenn es um Themen wie Online Shopping geht, sehe ich doch deutliche Vorteile in nativen Apps für die einzelnen mobilen Endgeräte.
Gerade Plattformen mit einem vielfältigen Angebot tun gut daran, insbesondere für Touchscreens geeignete Apps anzubieten. Denn im Gegensat zu Apple sind bei Android und Windows diverse Webbrowser im Angebot, die sich durchaus in den Rendering Möglichkeiten unterscheiden.

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Auch Amazon bietet ein App zum Download z.B. im Windows Store aber auch für Android und IOS

Vermutlich auch deshalb bieten Versender wie Amazon oder auch Zalando Apps für verschiedene Plattformen an. Vergleicht man zum Beispiel die Apps von Zalando für IOS Android und Windows, erkennt man, dass hier verschiedene Aspekte der jeweiligen mobilen Plattform berücksichtigt wurden. Zudem gilt auch heute immer noch die Grundregel. Man darf als Entwickler nicht erwarten, dass auf jeden Fall überall ein hinreichend guter Internet Zugang zur Verfügung steht. Deshalb ist es immer ratsam, zumindest die wichtigsten Produktinformationen offline bereit zu stellen.

Webapps sind für mich auch weiterhin dann die Lösung der Wahl, wenn es um reine Information ohne Interaktion geht, wenn nicht Interaktion im Vordergrund steht. Natürlich bieten die meisten Online Händler eine kompletten Online Store an, der aber dann meist auf die Bedingungen eines Webbrowsers für den Desktop angepasst ist, und als mobile Version oft nur abgespeckte Möglichkeiten bietet. Gerade wenn es um mobile Endgeräte mit kleinen Displays geht, halte ich eine native Anwendung im besonderen für die bessere Wahl.

Betrachtet man Amazon, so ist hier sogar zusätzlich zur eigentlichen Shopping App noch ein erweitertes App Angebot für Android, Musik und Film verfügbar. Damit kann die jeweilige Plattform optimal mit den Inhalten bedient werden und der Anbieter hat damit eine größere Kontrolle darüber, wie sein Content auf dem jeweiligen Endgerät erscheint.

Spannend sind Apps insbesondere, da sie auch noch die zugrundeliegende Hardware wie Kamera oder ähnliches nutzen können. So ermöglicht die App von Zalando zum Beispiel, mittels Kamera Barcodes zu scannen und die entsprechenden Produkte im Katalog schnell zu finden und somit ad hoc einen Preisvergleich durchzuführen.

Was in diesem Kontext eine spannende Entwicklung ist: Immer mehr Anbieter entwickeln eine Mischung aus Webapp und App. Dabei wird eine Webapp jeweils in einer im Store herunterladbaren Applikation gestartet. Auch hier ist einer der größten Vorteile, dass der Anbieter eine größere Kontrolle über die Darstellungsqualität hat, da die Anwendung, die die Webapp rendert vom Anbieter selbst kommt und damit Funktionalität ebenso wie Darstellung stets gewährleistet sind.

Die Superlativgesellschaft und ihre zerstörerische Kraft

Das Größte, das Beste, die Spitzenleistung. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es nicht mehr reicht, „normal“ zu sein. „Super“ ist das Mindeste, besser noch herausragend oder im Jargon von Apple „amazing“.

Etwas Durchschnittliches ist offensichtlich bereits nicht mehr gut genug, der durchschnittliche Mitarbeiter, der die ihm aufgetragenen Aufgaben zur Zufriedenheit erledigt, muss sich an der Spitzenleistung orientieren. Kein Wunder, dass Burn Out ein immer noch „brennendes“ Thema ist.

Aber man merkt das ganze viel früher, zu einem Zeitpunkt, wo es meiner Meinung nach nicht nur nicht hingehört, sondern wo ich es geradezu für unverantwortlich halte, hier dauernd die Spitzenleistung zu fordern.

Ich rede von der Schule. Wer weiß nicht Bescheid darüber, dass eigentlich niemand mehr sein Kind auf eine Hauptschule geben will, sondern am besten gleich aufs Gymnasium. Und dann müssen es Spitzennoten sein, damit die Tochter oder der Sohn später ja nicht arbeitslos dasteht.

Wir schüren Angst, machen Druck und die Leidtragenden sind die Kinder. Denn sie bekommen so vermittelt, dass sie nur dann gut (also indirekt liebenswert) sind, wenn sie Leistung bringen. Und wir wissen, dass sich so etwas einprägt, ganz tief, ganz schmerzhaft, fast nicht mehr loszuwerden.

Dabei sollten wir das ganze doch klar sehen. Ob nun Spitzennote oder nicht, dank Politik und Wirtschaft gibt es keinerlei Garantie mehr, für einen sicheren Job. Wir leben in einer Kultur, die Spitzenleistung fordert, aber alles andere schlichtweg ignoriert oder bestraft. Nur vergessen wir dabei, dass die Tagesarbeit auch getan werden muss, dass es eben immer noch genug Beschäftigung gibt, die man auch ohne Spitzennoten erledigen könnte. Aber was ist mittlerweile bei vielen Unternehmen Einstiegskriterium? Abitur, am besten abgeschlossenes Studium.

Der Irrsinn in den Jobbeschreibungen nimmt sogar noch zu, wenn Auslandsaufenthalt, Doktortitel, aber maximal 25 Jahre Alter gefordert werden.

Wir müssen endlich beginnen, den Druck rauszunehmen. Wir werden erleben, dass wir in Zukunft andere Lösungen brauchen, damit Menschen auch menschenwürdig leben können. Wie ich schon beschrieb wird über kurz oder lang ein wirklich großer Teil heutiger Berufsbilder der Digitalisierung zum Opfer fallen. Hier gilt es, sich Gedanken jenseits des Dogmas „Nur wer arbeitet ist wertvoll in der Gesellschaft“ zu machen. Lohnarbeit ist heutzutage das einzige Vorgehensmodell, das gesellschaftliches Ansehen schafft und durch das wir menschenwürdig leben können.

Aber genau das ist das Auslaufmodell, das auch nicht dadurch gerettet wird, indem man die immer weniger werdenden Lohnarbeiter noch zusätzlich unter Druck setzt.

Und schon gar nicht darf das bereits in der Schule passieren, die meiner Ansicht nach immer noch fürs Leben vorbereiten soll, nicht für die Berufsausbildung. Wir brauchen Menschen,die sich auch an die gesellschaftlichen Fragen wagen, unabhängig von den Interessen von Wirtschaft oder Politik. Wir brauchen Lösungen für Menschen, nicht für Wirtschaftssysteme. Und dazu braucht es gebildete Menschen, nicht ausgebildete.

Knapp 2 Monate mit der AW414Go Smartwatch, ein Erfahrungsbericht

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So halte ich mich als Radler mittlerweile über herannahenden Regen auf dem Laufenden

Ich habe sie nun mittlerweile fast zwei Monate im Dauereinsatz, die Simvalley AW414go, verfügbar bei Pearl im Moment für knapp 150 Euro.

Und vorneweg. Ich bin immer noch begeistert von den Möglichkeiten. Allerdings habe ich auch einiges verändert, um die Uhr meinen Bedürfnissen anzupassen.

Die Uhr sieht immer noch sehr gut aus, auch zwei Monate tragen haben kaum Spuren hinterlassen. Mittlerweile finde ich die Größe der Uhr sogar eher klein, wenn ich  mit so mancher Sportuhr vergleiche, die ich im Alltag so sehe. Der Bildschirm ist angenehm hell und lässt sich auch bei strahlendem Sonnenschein gut ablesen.

Sehr schön sind die vielen Anwendungen, die erstaunlicherweise doch auf der Uhr laufen. So nutze ich den Regenalarm, der mich als Radfahrer immer rechtzeitig vor heraufziehenden Regenfronten warnt und dank Sprachausgabe meldet sich die Uhr rechtzeitig bei mir.

Auch mittels Google Maps zu navigieren funktioniert hervorragend und spart mir den Griff zum Smartphone. Überhaupt, sehr viele Dinge, die ich früher auf dem Smartphone nachgeschaut habe, erledigen sich jetzt durch einen kurzen Blick auf die Simvalley.Und dank Batteriesparapp und Juice Defender hält die Uhr bei mir mittlerweile auf JEDEN Fall einen Arbeitstag durch, meist hat sie Abends sogar noch ca 40 % Akkuleistung.

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Selbst einige Spiele laufen auf der Uhr.

Über Bluetooth und mein Bluetooth Headset, das ich schon mit meinem Smartphone nutze habe ich auch gleich noch  meinen Walkman und meine Freisprecheinrichtung bei mir.

Dank Sprachausgabe kann ich mir unterwegs sogar ein Buch quasi fast wie ein Hörbuch vorlesen lassen, nutze ich zwar nicht für Bücher aber für die täglichen Nachrichten.

Auch kurze Chats über den Facebook Messenger oder Google Hangout sind möglich, selbst anrufen mit Skype funktioniert problemlos. Insgesamt ersetzt mir die Smartwatch in sehr vielen Anwendungsfällen das Smartphone und ich bin sowohl von der Performanz als auch der Verarbeitung mehr als begeistert.

Selbst das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung geht zur Not hinreichend gut und auch die Tonausgabe an sich ist laut genug.

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So sieht mein Einkaufszettel mittlerweile aus. Und jederzeit aktualisierbar über Internet

Ein paar Wünsche habe ich dennoch noch an die Smartwatch. Zum einen natürlich der Wunsch, dass bei einer möglichen Nachfolgeuhr ERST nach der Akkulaufzeit geschaut wird, bevor mehr Features eingebaut werden. Vielleicht wäre auch ein Linkshänderuhr denkbar, bei der dann die Kamera auf der anderen Seite sitzt oder eine alternative Konstruktion, wobei ich für einen geringen Kaufpreis gerne auf die Kamera verzichte, die  ich an einer Smartwatch nicht wirklich brauche.

Dann wäre da noch die Ladeschale, die ich prinzipiell nicht für schlecht halte, allerdings wäre es sehr gut, könnte man die Uhr auch in der Ladeschale noch vernünftig bedienen, sprich an die Knöpfe kommen und den ganzen Bildschirm erreichen. Hier wäre ich sehr für eine weniger komplexe Lösung fürs Aufladen (dank ScottEvest wäre mein Traum, die Uhr via Kabel und Akkupack in der Jacke auch am Arm aufladen zu können.)

Aber auch nach knapp zwei Monaten kann ich die AW414go immer noch uneingeschränkt als meiner Ansicht nach ausgereifteste Smartwatch am Markt jedem empfehlen, der sich für so etwas interessiert.

Natürlich müsst ihr beim Kauf einer solchen Uhr mit Kompromissen leben, aber das sollte klar sein, wenn man sich für solch ein Gadget entscheidet. Die Laufzeit ist eben nicht so lange wie bei einer normalen Uhr. Das Display ist klein, wer also Probleme mit kleiner Schrift hat, sollte sich die Uhr zumindest vor dem Erwerb mal ansehen. Aber selten habe ich so viel Funktionalität an meinem Arm getragen, wie mit der Simvalley AW414go. Ich bin begeistert und werde hier wohl auch beim Nachfolgemodell zuschlagen, so denn eines auf den Markt kommen sollte. Bislang für mich persönlich die beste Smartwatch auf dem Markt.

Oh, und ein Schmankerl am Rande. die Uhr lädt sich auch rasend schnell wieder auf. Eine halbe Stunde am Netz und sie ist fast wieder ganz voll!

 

 

Ebooks vorlesen, dank Smartwatch und Sprachausgabe:

Im Antutu Benchmark ist die AW414go genauso schnell wie ein Samsung Galaxy S2!


 

 

 

Reset the Web, eine Aktion gegen die Datendiebe und Überwachungsverbrecher von NSA und Co.

Vielleicht habt ihr das Banner bereits woanders gesehen, heute, der 5.6. ist der Tag, an dem das Netz aktiv wird. Wir haben die Nase voll von Überwachung und Diebstahl unserer Privatsphäre durch die Privatsphärenverbrecher von #NSA und Co.

Ladet euch das Privacy Pack herunter und macht auch euren Computer sicherer vor Überwachung. Denn wir alle haben ein Recht auf  Privatsphäre und was #NSA und Co. tun oder planen, ist schlicht ein Verbrechen.

Und macht selbst mit, postet auf Facebook und Twitter darüber, protestiert in eurem Blog oder schaltet auch ein Banner. Mehr Infos dazu findet ihr bei resetthenet.org

 

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Wir sollten die Stärken in Menschen sehen, nicht ihre Schwächen

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Auch wenn ich mittlerweile Referent, Dozent und Autor bin. Ich bin auch introvertiert. Und mache das beste daraus.

Ein immer noch sehr beliebter Denkfehler ist es, sich stark auf die Schwachpunkte im Wesen eines Menschen, sei er nun Freund oder Kollege zu fokussieren. Man versucht, die Schwächen verschwinden zu lassen oder zu verbessern. Dabei bringt das weitaus weniger, als die umgekehrte Strategie.

Jeder Mensch hat auch Stärken. (Ja, kommt mir nicht mit den berühmten Ausnahmen, sonst heißt es ja auch immer, die meisten wollen doch…) Wir sollten Menschen dabei unterstützen, ihre Stärken zu nutzen und damit zu einer Aufgabe, einem Projekt beizutragen.

Das der introvertierte Kollege nicht per Anordnung plötzlich extrovertiert wird und frühzeitig fragt, dürfte klar sein ebenso, wie es nicht funktionieren wird, einem ängstlichen Menschen anzuordnen, er solle mutig auf Gesprächspartner zugehen und auch Konflikte nicht scheuen. Sorry, auch wenn ihr euch das wünscht und vielleicht mit dem allseits missbrauchten Fremdbild kommt. Das funktioniert so nicht.

Es kann durchaus sein, dass dann ein Kollege oder Untergebener (schon das ein ekliges Wort, denn ich fühle mich niemandem über- oder unterlegen,  und schon gar nicht durch einen virtuellen Titel) andere Aufgaben bekommen muss, aber gerade bei bestimmten Charakterzügen wäre es eine Illusion, hier eine Veränderung zu fordern. Kreativ bleibt kreativ, mutig bleibt mutig und ängstlich wird immer im Grundwesen ängstlich bleiben.

Insofern halte ich wenig davon, in der Beurteilung von Menschen Schwächen zu identifizieren UND verändern zu wollen. Die eigenen Schwächen kennt jeder selbst am besten (oft werden sie sogar der Umwelt gegenüber verheimlicht, ein weiteres Indiz für den Irrtum Fremdbild).

Ich bin introvertiert, das glauben zwar viele in meinem Umfeld nicht, aber wer die genaue Definition von Introversion kennt, wird mir zustimmen (Genauer, nach Myer Briggs: Ich bin INFP)

Ich werde das nicht ändern können. Aber ich kann das beste draus machen. Und das sollte von meinem Umfeld unterstützt werden. Alles andere bringt nichts, außer Widerstand und Leiden.