Der Sinn des Lebens V2.0

Ich kenne ihn nicht. Hab ihn eigentlich nie gekannt
hab mir auf der Suche nach ihm nicht nur Finger verbrannt.
Bin gestürzt und geflogen, hab gelogen, betrogen,
die Wahrheit gesagt und mich zu oft verbogen.

Du brauchst einen Sinn, einen Weg, ein Ziel.
Danach zu suchen wurde später mir letztlich zu viel.

Keinen Sinn, keinen Weg, dann könnt ich gleich gehen.
Gut das die die mir wichtig, dann fest zu mir stehen.

Ich war mal ein braver, ein folgsamer, gänzlich normal.
Heut wär mir normal sein nicht Freude doch Qual.

Ihr wollt den Sinn, glaubt ich hätt ihn gefunden?
Manchmal dacht ich, doch er hat sich mir immer entwunden.

Heut weiß ich, das Leben an sich ist der Sinn.
Das ich hier bin und Mensch bin ist größter Gewinn.

Ich will nicht mehr passen, nicht folgen nicht stimmen
Bin Künstler, bin Autor, bin begeistert am spinnen.

Die Norm fand ich spannend, hab mich lang dran gehalten.
Jetzt ist sie das Grauen, da um uns zu verwalten.

Schön brav solln wir sein, und ruhig und still.
Bewahr uns dass einer von euch andres will.

Was nicht in die Norm passt wird verbogen, verdammt.
Bis jeder letztendlich zur Erkenntnis gelangt.

Hütet euch vor denen, die scheinbar allwissend
So wenig echt leben, dass sie es nicht mal vermissen.

Seid auf der Suche, seid neugierig, lebt.
Denn ihr wisst nicht, wann eure letzte Rolle ihr gebt.

Es kann schneller vorbei sein, ne Floskel ich weiß,
Doch das Leben liefert irgendwann den letzten Beweis.

Dann wünsch ich euch allen, dass ihr sagt, hab gelebt.
Und nicht bereut, was ihr jetzt erst versteht.

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