Das bin ich!

Es ist wieder da. Das Gefühl, etwas tun zu müssen. Aktiv zu werden, einen neuen Weg einzuschlagen.

Vor kurzem hatte ich erfahren, dass es keine vierte Auflage meines Buchs geben würde, wohl aber das eBook und Hörbuch nach wie vor.

Was mich verblüffte, es berührte mich bei weitem nicht so sehr wie ich und wohl vor allem Sibylle, meine Frau gefürchtet hatte. Ich habe einige Zeit damit verbracht, herauszufinden, was heute anders ist, was sich an mir, an meinem Umfeld geändert hat.… den ganzen Text lesen

Das Ende von Depression abzugeben

Es waren drei tolle Jahre und fast 12.000 verkaufte Exemplare. Aber jetzt hat sich Bastei Lübbe vor einer etwaigen vierten Auflage entschlossen, das Buch vom Markt zu nehmen. Auch das Ebook gibt es nicht mehr, was mich ehrlich gesagt sehr wundert aber andererseits gibt mir das eine neue, frische Perspektive auf mein weiteres Leben. Ich werde mich neuen Themen widmen, wieder als Fotograf aktiv werden und weiterhin Aktivist für psychische Gesundheit und gegen das Stigma sein.… den ganzen Text lesen

Was werden wir von Corona lernen?

Ich kann nicht sagen, was jeder Einzelne aus dieser Krise mitnehmen wird, aber ich fürchte, die Wirtschaft wird all zu schnell wieder in die alten Muster verfallen.

Alleine schon, wenn ich Manager in Online Meetings klagen höre, dass doch endlich wieder der persönliche Kontakt stattfinden müsse.

Aeh nein für mich nicht. Zumal das viel zu häufig mehr mit Macht, mit Unterordnen, mit Kontrolle zu tun hat. Wir sollten uns zu mündigeren Menschen entwickeln.… den ganzen Text lesen

Meine Depression hat einen sehr schrägen Humor

Und meist ist die einzige, die darüber lachen kann meine Angststörung. Die beiden sind Kumpels, best friends, buddies, mein persönlicher Dr. Jekyll und Mister Hyde. Nur dass es meist eher der Hulk ist, den sie gemeinsam verkörpern.

Seit 2016, als ich endlich aus der Psychiatrie entlassen wurde und mich selbst wieder unter den „normalen Verrückten“ zu bewegen begann, ließen mich die beiden weitestgehend in Ruhe. Gut, vor jedem Auftritt streckte meine Angst ihren gehässigen, viel zu kleinen und genau genommen potthässlichen Kopf durch die Garderobentür um mir „nur das Schlechteste, totales Versagen oder ein gelangweiltes Publikum“ zu wünschen.… den ganzen Text lesen

An meine Leser (Spoiler: DANKE)

Danke. Damit falle ich schon mal durch die berühmte Tür ins Haus. Danke für euren Zuspruch, euer überwältigendes Interesse an meiner Geschichte.
2015 dachte ich, das wars mit meinem Leben. Mein Umfeld hatte mir übel mitgespielt, man hatte versucht, mich zum Schweigen zu bringen über meine Krankheit, meine Geschichte. Und dann entstand aus einer Verkettung von Zufällen dieses Buch. Weil ihr auf Twitter Interesse an meinen Gedanken #ausderklapse zeigtet.
Dadurch wurde ein Literaturagent auf mich aufmerksam, der zum ersten Mal den Gedanken ins Spiel brachte, meine Geschichte, mein Erleben wäre relevant genug, interessant genug, zwischen die Deckel eines Buchs gepresst zu werden.… den ganzen Text lesen

Kunst war immer meine Therapie

Ich habe es wiederentdeckt, als ich in der Klinik war. Die Bedeutung von Kunst für mich. Kunst war für mich immer ein Ventil, eine Möglichkeit, die dunklen Gefühle, die Ängste, die Einsamkeit zu verarbeiten. Dabei war und ist es egal, ob ich nur Rezipient bin, wenn ich mir Bilder in einem Museum betrachte oder selbst Bilder male, Texte schreibe, Geschichten erzähle.

Es ist eine  seltsame Verbundenheit zwischen Kunst und mir.  Ich kann mich noch sehr gut an meine Phase als Kunstmaler erinnern, als ich fast eine eigene Ausstellung gestartet und eine Kunstmappe eingereicht hätte, wenn nur der nötige Mut da gewesen wäre.den ganzen Text lesen

Hört auf euer Herz

Eine Erinnerung aus meiner Zeit in den Klinik hat sich  mir  durch meine Therapien  und die Erkenntnis eingeprägt:

Wie viele Masken ich einmal getragen habe.

Wenn du psychisch krank bist, setzt du zwangsläufig Masken auf. Du wirst gefragt, wie es dir geht, antwortest wahrheitsgemäß „Nicht gut“ und erlebst, wie die meisten Menschen dann einfach das Thema wechseln oder das Gespräch abbrechen. Spätestens beim dritten Mal sagst du dann „Gut“ und setzt die erste Maske auf.… den ganzen Text lesen

Ich war der Antiheld in meinem Film

Widerspruch erwarte ich. Aber wer hat nicht schon mal den Schmerz gespürt, wenn er erkannt hat, dass das eigene Leben, der eigene Weg nicht so brilliant war, wie man ihn sich ausgemalt hat. Wenn die Träume, die man als Jugendlicher hatte, längst auf dem Müllhaufen der eigenen Geschichte gelandet sind.

Und wenn du Träume hattest, wenn du dir ausgemalt hast, mal ein Star, ein Schauspieler, eine Autorin, eine Künstlerin zu werden, dann hattest du zumindest einen kleinen Schatz, den Schatz einer schönen Zukunft.… den ganzen Text lesen