Die Ja Sager Studenten, das habt ihr nun davon: Studenten Bolognese

Die Süddeutsche interviewt Christina Florin, die sich über eine Generation angepasster Ja Sager Studenten echauffiert, die nicht mehr die Diskussion suchen und die zu stromlinienförmig daherkommen.
Hallo? Wer hat seinen Bildungsanspruch den an die Unternehmen verkauft, und deren dummen Forderungen nach effizienteren, kürzeren Studienzeiten und dem Bachelor nachgegeben. Wer zusehen muss, wie er in einem verschulten Studium überhaupt möglichst schnell durchkommt der denkt nicht nach, der lernt. Das geht schon in der Schule schief, wo wir uns Bulemielernende Bildungstrottel heranziehen, denen Betriebswirtschaft wichtiger als Ethik, Moral, Kunst oder schlicht Bildung sind.

Zuerst haben die Unternehmen geklagt, die Studenten würden zu lange studieren, die Schüler zu lange lernen und jetzt beklagen sie sich über mangelnde Azubis, über schlecht ausgebildete Jugendliche.
Tja, wer die Bildung ökonomisiert, der muss mit den Konsequenzen leben. Genau der Müll, den die Wirtschaft uns als gute Produkte andreht, bekommt sie jetzt eben durch Fachidioten ohne kulturrellen Unterbau zurück. Mein Mitleid mit der Wirtschaft ist nicht existent.

Wir sollten unsere Jugend zu kritischem Denken zu Bildung führen, nicht für den Arbeitsmarkt ausbilden, der sie konsumiert, eine Weile benutzt und dann nur ausspuckt um neues Frischfleisch zu verwursten. Je mehr wir unsere Gesellschaft ökonomisieren, alles dem Diktat des Wirtschaftsmanagements unterstellen, um so mehr werden dessen Defizite offenbar. Es geht nicht um Menschen, die eigenständig denken, es geht um Humanressourcen, die ihnen gegebene Befehle möglichst effizient ausführen sollen. Zumindest bietet sich mir dieses Bild in weiten Teilen der deutschen Wirtschaftswelt. Während international immer mehr Unternehmen auf neue Zusammenarbeitsmodelle umschwenken, die Digitalisierung und die Automatisierung zu einem Umdenken führt, managt man in Deutschland noch weitestgehend konservativ, führt die Mitarbeiter, statt ihnen als Coach das Arbeiten zu erleichtern.

Die Klagen und Probleme sind hausgemacht, und wenn nicht bald ein Umdenken einsetzt, dann könnte es sehr schnell passieren, dass wir auch wirtschaftlich und nicht nur technologisch ins Hintertreffen geraten.

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