Warum wir keine Angst vor Robotern haben sollten, aber vor Politikern

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Noch kennen die meisten von uns Roboter primär als Spielzeug oder in der industriellen Fertigung, aber sie sind schon weiter, als wir denken.

Vollbeschäftigung ist immer noch ein Wort, das Politiker gerne heranziehen, wenn sie uns von den Qualitäten ihrer Politik überzeugen wollen.

Aber eigentlich lügen sie uns dann an. Denn was viele nicht wahr haben wollen. Immer mehr auch hochqualifizierte Jobs werden in Zukunft von Robotern und Computern erledigt. Man muss nur mal Ideen wie die Auslieferung per Drohne und selbstfahrende Autos weiterspinnen und schon können ganze Horden von Taxifahrern, Busfahrern, Postboten freigesetzt werden, wie es so schön im Managementsprech heißt. Und dass das nicht heute schon passiert liegt nicht am Wohlwollen des Managements sondern an den bislang noch vorhandenen technischen und rechtlichen Unzulänglichkeiten.

Auf der re:publica wurden erste Softwareversuche vorgestellt, die es ermöglichen, automatisiert (Roboterjournalismus: Wenn Algorithmen Nachrichten machen) und dank Technologien wie „Big Data“ werden auch Talente von Menschen, die früher als unersetzlich gelten plötzlich zumindest auf mittlere Frist ersetzbar.

Hier wäre es an der Zeit, zwei große Fragen zu klären oder zumindest ins öffentliche Bewußtsein zu bringen. Zum einen die ethisch moralische Frage danach, welche Berufe in Zukunft von Maschinen überhaupt gemacht werden sollen (Stichwort Roboter in der Pflege oder bei Aufgaben, die auch Menschenleben betreffen wie Transport größerer Personengruppen).  Zum anderen, wie wir uns als Gesellschaft positionieren sollen, wenn es vermutlich schneller, als uns als Gesellschaft lieb sein kann, definitiv nicht mehr genug Arbeit für die große Mehrheit der Bevölkerung gibt. Denn die Wirtschaft ist mittlerweile weitestgehend von den Bürgern entkoppelt. Finanzmärkte, Globalisierung haben dafür gesorgt, dass es nicht mehr wichtig ist, dort, wo produziert wird, auch Kundschaft zu haben. So lange es irgendwo auf der Welt noch einen Wachstumsmarkt gibt, florieren die weltweit agierenden Konzerne. Aber die Bürger in den Ländern, in denen die Erwerbsarbeit verschwindet, bekommen früher oder später Probleme und damit die gesamte Gesellschaft dieses Landes, dieser Region.

Sehr hilfreich finde ich hier die Diskussion über ein Grundeinkommen ebenso wie die Kritik an Hartz IV, das immer noch davon ausgeht, dass wer einmal arbeitslos geworden ist, so er sich nur anstrengt, schnell wieder Arbeit finden kann. Ein großer Trugschluss, vor allem in einer Kultur, die primär auf offiziell erworbene Zertifikate und erlernte Berufe blickt, nicht auf die persönlichen Talente der Person und in der es so etwas wie eine „Überqualifizierung“ gibt.

Während sich Politik, Gewerkschaften und Unternehmen immer noch über solche Fragen wie Arbeitsplatzgarantie, Übernahmegarantie und die Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen streiten, wachsen nachfolgende Generationen in eine Situation, in der auch mit hochqualifizierter Ausbildung vermutlich zumindest eine längere Jobsuche ansteht, wenn nicht gar die Erkenntnis, dass der erlernte Beruf mittlerweile von Maschinen besser erledigt wird.

Es ist nicht schwarz oder weiß, nicht alles ist durch Maschinen machbar. Aber ich bin mir sicher, wir werden eine kritische Grenze der Automatisierung in den nächsten 10 Jahren erreichen, die sich massiv auf die Gesellschaft auswirken wird. Und es ist dringend nötig, hier schon Vorarbeiten zu leisten, um dann  nicht von der Veränderung überrascht zu werden.

Arbeitsplatz der Zukunft. Ein völlig falscher Begriff

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Die stille Entmachtung der Firmen-IT. Das Smartphone

Ich bin ein Verfechter des Begriffs Work-Life Integration statt Work-Life Balance. Und darum beschäftige ich mich intensiv damit, wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden. HALT! Lese ich mich da richtig? Leben UND arbeiten? Eigentlich sollte das ganze doch eins sein, jedenfalls nach meinem Gedankenmodell.

Und tatsächlich denke ich, wir tappen da alle noch in die Begrifflichkeiten Falle.

Wir machen uns Gedanken um den Arbeitsplatz der Zukunft, welche Werkzeuge dort verwendet, welche Methodiken gelebt werden. Wir unterscheiden in vielen Bereichen zwischen Dingen, die wir privat tun, nutzen und Dingen, die wir im Büro nutzen.

Schluß damit! Zu glauben, wir könnten zwei parallele Leben führen, ist mit ein Grund für die momentane Welle psychischer Erkrankungen. Wir müssen stehts wechseln zwischen dem, was wir privat, was wir persönlich denken, tun, wollen und dem, was uns im Beruf erlaubt, bereitgestellt oder an Freiräumen gegeben wird. Ein kleines Gedankenspiel. Jeder meiner Leser möge sich einmal fragen, ob er wirklich genau so privat handeln und vorgehen würde, wie ihm die Vorgaben seines Unternehmens, seines Arbeitsplatzes es vorschreiben? Stünde da dann der gleiche Schreibtisch, die gleiche Hardwareausstattung, die gleichen Werkzeuge? Vermutlich werden jetzt die meisten nein sagen. Das aber heißt in konsequenz, dass ich an meinem Arbeitsplatz nicht für mich optimal arbeiten kann, sondern bestenfalls mir die nach Ansicht einiger Verantwortlicher beste Ausstattung in deren Augen bereitgestellt wird. Dass das nicht zwangsweise die für mich wirklich beste Ausstattung sein muss, dürfte offensichtlich sein.

Und Argumente wie Arbeitsergonomie, Datenschutz, Schutz des Mitarbeiters vor sich selbst werden meist nur vorgeschoben, weil es eigentlich keinen wirklichen Grund gibt, alle über einen Kamm zu scheren und damit vermutlich ein Gutteil an Mitarbeitern mit suboptimalen Werkzeugen auszustatten.

Oh ja, die bösen amerikanischen Firmen, die alles von uns auswerten. Google oder Facebook kommt uns nicht ins Haus. Na und? Jeder Mitarbeiter mit Smartphone braucht „das Haus“ nicht mehr, um die für ihn angenehmen Werkzeuge nutzen zu können. Und dieser Trend, den manche auch als Digitalisierung 4.0 bezeichnen, wird durch aufgeblähte Entscheidungsapparate und technisch nicht versierte IT Entscheider noch beschleunigt.

Zudem ist spätestens mit der weiten Verbreitung des Smartphones der Wunsch der Mitarbeiter nach „Bring Your Own Device“ stärker geworden. Denn ich möchte nicht zwei Smartphones mit mir herumtragen. Und nein, ich möchte mein Smartphone auch nicht am Empfang abgeben. Zum einen wäre das ein Misstrauensbeweis des Arbeitgebers, der mehr als vieles andere zur Demotivation und Dienst nach Vorschrift beitragen würde, zum anderen ist die Idee des Smartphones ja die der Erreichbarkeit und des permanenten Zugriffs auf Wissen, Daten, Informationen.

Wir behindern uns durch die „German Angst“ vor Datendiebstahl und diesen bösen Konzernen und insbesondere durch die in keinem anderen Land so verbreitete Technophobie selbst.

Und, so paradox das klingt. Selbst die Fußball WM zeigt mir, auch wenn ich mit Fußball überhaupt nichts anfangen kann, wie albern die Trennung zwischen dem Menschen am Arbeitsplatz und dem Privatmenschen ist. Denn ich wette, bei ALLEN Unternehmen, ob groß ob klein kommt in jedem zweiten Gespräch auf den Fluren oder den Büros das Thema auf Fußball. Und das sind dann beileibe keine 5 Minuten Gespräche.

Würden die Fußballfans sich hier wirklich diese Gespräche verbieten lassen? Eben. Und gleiches gilt für andere private Themen. Denn das gehört auch zum Alltag im Unternehmen, das Ventil, das den beruflichen Druck nicht zu groß werden lässt. Je mehr ich aber hier verbiete und/oder vorschreibe, umso weniger Ventile gibt es und um so größer die Belastung des einzelnen durch eine unpersönliche Arbeitsumgebung, unpersönliche Arbeitsmittel und eine Kultur, die nicht den Menschen sondern die Humanressource sieht.

Also weg mit dem Begriff Arbeitswelt der Zukunft. Wenn schon, dann Leben der Zukunft.

Als Lesetipp kann ich auch auch folgenden Artikel empfehlen: ”Beach Works: Mein Büro liegt am Strand von Cannes„. Darin wird sehr schön gezeigt, wie man dank Tablet online arbeiten kann und dennoch auch die angenehmen Seiten eines Ambientes wie Cannes genießen kann.

 

 

Die Lüge als Grundlage von Politik und Wirtschaft

Wir werden belogen. Ich hoffe, das ist für den einigermaßen informierten Leser nichts neues. Aber das Ausmaß und die Dreistigkeit finde ich erschreckend. (Hinweis in eigener Sache: Wer gerne und oft Sätze wie „Du siehst das viel zu eng“ oder „Das bildest du dir alles nur ein“ oder gar „Die Politiker wollen doch nur unser Bestes“ benutzt, der sollte jetzt mit dem Lesen aufhören)

Von der Werbung will ich mal gar nicht anfangen, die ja nie lügt, aber durchaus trickreich die Lüge als Halbwahrheit tarnt, und wirklich relevante Informationen einfach unter den Tisch fallen lässt. Da wird die Süssigkeit zum Fitness Snack mit der extra Portion Milch, da soll man Nahrungsergänzungsmittel kaufen in einem Land, dem es an vielem mangelt aber sicher nicht an vielfältiger, vitaminreicher und gesunder Nahrung, die man dann am ehesten findet, wenn man der Werbung  nicht glaubt.

Auch die Politik hat die Lüge zum Grundprinzip gemacht. zu Guttenberg hat uns das letztlich mit seiner Aneinanderreihung von Lügen über seine Doktorarbeit nur sehr stümperhaft vor Augen geführt. Auch die Lüge der Energiewende mit der angeblich notwendigen Verteuerung vertuscht vor allem, dass Unternehmen von vielem befreit werden, was der Bürger, der eigentlich Arbeitgeber der Politik tragen muss. Wirtschaft über alles, dafür ist jede politische Lüge recht.

Und auch der Abhörskandal der NSA zeigt, wie sehr man die Lüge bereits politisch verinnerlicht hat. Der Bürger soll sich nicht so haben, das in  den Medien sei doch alles aufgebauscht und Snowden ein Lügner. Bis zu dem Zeitpunkt an dem Big Mama Merkel abgehört wird. Plötzlich ist alles ein Skandal, aber man kann Snowden dennoch kein Asyl gewähren, weil man es sich ja mit Amerika nicht verscherzen dürfe. GELOGEN. Man will einfach nicht ehrlich genug sein, das ganze Ausmaß des Skandals in die Öffentlichkeit zu tragen, und die Lügen der letzten Jahre, vermutlich Jahrzehnte offenlegen.

Und da lügen uns die Golfplatzbewohner und Monsterdreckschleuderfahrer an, man könne einfach keine Tariferhöhungen jenseits der 5 Prozent bieten, da die Wirtschaft daran zu Grunde ginge und überhaupt hätte man ja so viele Sozialschmarotzer. Das sagen die, die sich Millionengehälter in den Rachen schieben und damit vermutlich die größten Sozialschmarotzer sind.

Ganz trickreich aber ist die Duldung einer Lüge, weil sie nutzt, weil sie ablenkt. Die Montagsdemos der Verschwörungstheoretiker mit ihren idiotischen Chemtrail Drohszenarien und dem dumpf/dummen rechten Gedankengut spielen Wirtschaft und Politik förmlich in die Hände. Denn im Zweifel lässt sich mit diesem Hintergrund jede Kritik an den Lügengebäuden von Wirtschaft und Politik entwerten, in dem man sie in die Nähe der Verschwörungstheorien drängt. Da wird uns Wasser, das mit etwas Glück den Schatten eines Wirkstoffs gestreift hat als teure und wirkungsvolle homöopathische Medizin verkauft, und wenn man dann berechtigte Zweifel aus wissenschaftlicher Sicht anbringt, sieht man sich einem durch Wirtschaftsinteressen angeheizten  Mob gegenüber, der einen beschimpft und bedroht. (Wobei, selbst in der echten pharmazeutischen Industrie gibt es solche Mobs bling gläubiger Menschen. Ich sage nur die Droge Ritalin).

Ach ja, und dann glauben tatsächlich noch viele, was in der Zeitung steht. Vor allem in dem Drecksblatt mit den vier Buchstaben. Dabei sind viele Medien nicht viel mehr als Geldverdienmaschinen, denen die Nachricht nur dann wichtig ist wenn sie Auflage und damit Geld bringt. Oder glaubt wirklich irgendwer, wir hier im Westen wären auch nur annähernd über die Geschehnisse in der Ukraine informiert worden? Oder im Irak, oder im Fall Snowden?  Die Politik der Spiele und des Brotes ist mittlerweile mithilfe der Lüge schon zur hohen Kunst geworden. Wie genial ist es zum Beispiel, während der Fussball WM (Spiele) alle möglichen unverschämten Gesetze zum Wohle der Wirtschaft durchzuwinken und sie hinterher als wichtig für den Bürger zu verkaufen?

Und es gibt noch viele solcher Lügen: Die Behauptung, man wolle Bildung, wo man nur Ausbildung will, die Behauptung, Hartz IV seie nötig, um Menschen zur Arbeit zu „bringen“, wo man eigentlich nur Geld für die eigenen unverschämten Gehälter haben will und dem Volk Vollbeschäftigung vorgaukelt in einer sich immer weiter automatisierenden Zeit in der eigentlich Arbeit immer mehr verschwindet und man längst über ganz andere gesellschaftliche Themen nachdenken sollte.

Und manche Lüge vergessen wir selbst offensichtlich, kaum haben wir sie einmal durchschaut. War da nicht diese Bankenkrise, ausgelöst durch riesige Lügengebäude von Investmentbanken und ihren angeblichen Speerspitzen der Finanzwelt. Da wurden Lügen in Derivate verpackt und uns vorgegaukelt, eine Bank habe Interesse an unserem Wohl und der Mehrung unseres Vermögens, wo es doch IMMER um die Mehrung des Vermögens von Bank und Shareholdern (ein anderes Wort für Schmarotzer) geht.

Und wer kennt nicht die herrlichen Baulügen in Stuttgart, Hamburg  und Berlin, die Jahr um Jahr mehr Geld verschlingen werden, angeblich zum Wohle von uns allen sind aber in Wirklichkeit doch nur ein paar wenigen Wirtschaftsunternehmen viel Geld einbringen werden und danach Kosten für den Staat und damit uns alle verursachen. (Moment, sorry, fast hätte ich gelogen, das tun sie ja jetzt schon dank solcher Topmanager und Experten wie Herrn Mehdorn und Konsorten)

Ein offener Brief von Nick Hanauer, einem Milliardär an seine wohlhabende Freunde zeigt jetzt schon, wo das alles hinführen kann (wer es lieber original hat, hier die Quelle). Dabei ist für  mich garnicht wichtig zu prüfen, wie echt der Brief an sich ist, mag er sogar gelogen sein. Er beinhaltet mehr Wahrheiten als alles, was die Politik so absondert. Denn er blickt zurück auf frühere gesellschaftliche Ungleichgewichte, entstanden durch die Lüge, dass Reiche immer reicher werden dürfen, ohne dass sie sich um den Rest der Gesellshaft sorgen.

Irgendwann werden die Mistgabeln auftauchen und der große abgehängte Rest wird aufstehen und zumindest für eine kurze Zeit mit zwar unschönen Mitteln aber dennoch wieder ein annäherendes Gleichgewicht herstellen. Wollen wir das? Oder wäre es nicht an der Zeit, etwas intelligenter zu agieren in einer Zeit, in der wir alle Möglichkeiten und Mittel an der Hand haben. Aber vermutlich nicht. Denn es gibt genug, die daran und an der Lüge vom zwingenden Status Quo sehr gut verdienen.

Also dann, lassen wir uns weiter belügen. Bis wieder die ersten Villen brennen. Denn eins ist gewiss. Je mehr uns Politik und Wirtschaft verunsichern, umso egaler ist uns irgendwann was noch wahr und was gelogen ist. Wenn es genügend Menschen schlecht genug geht, wird der Aufstand unabwendbar sein. Das konnten und können wir in anderen Ländern mit schlechterer wirtschaftlicher Situation beobachten. Nur vergessen offensichtlich zu viele Geldadlige, dass die Geschichte zeigt, dass oft der Adel zuerst dran war, wenn es ans Umverteilen ging.

 

 

Warum Psychotests oft nur Vodoo Science sind.

Der Myers Briggs Test wird überbewertet. Nicht unbedingt überraschend. Ebenso wie Neurolinguistisches Programmieren und viele andere Pseudotestverfahren kommt da eine Methodik hochwissenschaftlich daher, die wenn man das ganze mal genauer hinterfragt, doch zumindest mit Vorsicht zu genießen wenn nicht gar völliger Humbug ist.

Warum aber werden solche Test und Methodiken dann immer noch und, was ich für besonders schlimm halte,insbesondere  für die Auswahl von Bewerbern eingesetzt? Vermutlich ist ein Grund, dass dahinter eine Kommerzmaschinerie steckt, die an diesen Tests einge goldene Nase verdient. Dass dann der Myers Briggs Test von einer Hausfrau ohne jeden wissenschaftliche Ausbildung und deren Tochter stammt, wird geflissentlich verschwiegen.
Hauptsache, das ganze klingt nach der Möglichkeit, Menschen in Schubladen zu pressen und zu vermessen. Dass das sowohl menschenunwürdig als auch unrealistisch ist, wird vergessen. Der Mensch ist nicht so einfach zu vermessen. Das hätten zwar die Controller unter den Personalern gerne. Das geht aber schlicht nicht, und dass viele Coaches und Trainer das behaupten, macht die Sache nicht wahrer.

Und das neurolinguistisches Programmieren keinerlei wissenschaftliche Basis hat, ingoriert man ebenfalls, denn mit den Trainings und den Folgeschulungen lässt sich prima Geld machen.

Bei all dem ist eines klar. Es besteht kein Interesse an der Person, sondern nur an der wirtschaftlichen Vermessung des Bewerbers, um möglichst dem Unternehmen den maximalen Gewinn zu bieten, statt den Bewerber und die optimale Stelle zusammenzubringen. Und wie schlecht solche Tests funktionieren haben sicher viele meiner Leser schon erlebt, wenn sie mit schwierigen Vorgesetzten oder Kollegen zu tun hatten und sich fragten, wie der oder die an diese Stelle gekommen ist.

Oh, und falls euch jemand mit der Argumentation kommt: Aber es funktioniert doch. Sicher, wenn derjenige viel Geld dafür hingelegt hat und seine oder ihre berufliche Zukunft darauf aufbaut, dann wird er einen Teufel tun, hier noch zu zweifeln. Aber wie schon gesagt, eine Wirksamkeit ist NICHT nachgewiesen. Bzw. doch, eine schon. Die Geld aus der Tasche und Goldene Nase verdien Wirksamkeit.

Es gibt noch sehr viel Grund, ein Skeptiker zu sein. Leider.

Der Curiosity Lego Rover, gelebte Wissenschaft

20140626_17225420140626_182321Als ich auf der Plattform Cussoo von Lego (heute heißt sie Lego Ideas) das Konzept eines NASA Ingenieurs sah, der auch beim Bau des echten Marsrovers beteiligt gewesen war, ahnte ich schon, dass das ein Erfolg werden könnte.

Was kann nerdig geekiger sein, als ein Modell eines echten astronomischen Instruments mittels Lego  nachbauen zu können. Wie zu erwarten, war das Projekt ein voller Erfolg und den Rover gibt es jetzt tatsächlich im Programm von Lego. Bevor jetzt aber alle die Seite von Lego stürmen. Der Bausatz ist im Moment ausverkauft und auch ich kam nur durch Glück an einen Bausatz. Aber es lohnt sich, immer wieder mal nachzusehen, wobei  man aufpassen sollte, denn der Originalpreis von Lego liegt bei ca. 30 Euro. Die meisten Bausätze, die man bei Amazon kaufen kann, sind wohl aber über Hamsterkäufe gebunkerte Bausätze, die meist völlig überteuert für 80 Euro und mehr angeboten werden.

Der Bausatz selbst ist nicht sehr schwer aufzubauen, was mir besonders gefällt ist die Bauanleitung, die im Gegensatz zu den üblichen Anleitungen von Lego auch noch jede Menge Zusatzinformationen zur Curiosity Sonde bietet. In der Verpackung befindet sich ein kleines Booklet, das die Anleitung in Englisch, Französisch und Spanisch enthält, man kann aber eine deutsche Version bei Lego herunterladen. Der Bausatz wurde mit sehr viel Liebe zum Detail entworfen, insbesondere die Federung der 6 Räder ist sehr gelungen nachgebildet und das Modell an sich so stabil, dass man es nicht nur als Regaldekoraton sehen sollte, sondern durchaus auch damit spielen kann.

Freigegeben ist der Bausatz ab 10 Jahre, versierte Lego Bauer jüngeren Alters dürften aber auch keine Probleme damit haben, es sind allerdings viele kleine Steine verwendet worden, so dass hier sicher die Unterstützung eines Erwachsenen das ganze nochmal frustfreier gestaltet

Wer auch nur ein wenig Interesse an Astronomie, Robotern und der Erforschung des Weltraums hat, für den ist der Rover wirklich eine sehr empfehlenswerte Sache und ein nettes Geschenk allemal für jeden Astronomiebegeisterten.

Und was mir persönlich an diesem Bausatz am besten gefällt. Er ist so originalgetreu wie möglich und vermittelt auf wunderbar spielerische Weise wissenschaftliches Denken und wissenschaftliche Inhalte. Die Informationen in der Anleitung reizen förmlich dazu, noch mehr über das Modell erfahren zu wollen.

Anbei noch ein paar Eindrücke vom Bau des Rover.

 

 

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To Chromebook or not to Chromebook, der Versuch einer Antwort

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Mit dem Chromebook bei der Arbeit. Bloggen, Recherchieren, auch begrenzt Bildbearbeitung geht damit gut.

Angeblich verkaufen sich Chromebooks wie das Acer C720 (mein Testgerät) im Moment in den USA wie geschnitten Brot. Was ist also dran, an diesen ultraportablen Notebooks mit ChromeOS? Wer kann sie nutzen, wer sollte die Finger davon lassen?

Zunächst, wer sollte die Finger davon lassen. Wer aktuelle High End Spiele spielt, wer komplexe Programme entwickelt oder aufwändige Filme schneidet, für den sind Chromebooks absolut nichts. Sie beruhen auf dem Prinzip der „Cloud“ das heißt, die meisten Anwendungen arbeiten im Chrome Browser. Bedingt kann man zwar offline arbeiten, um zum Beispiel Dokumente zu erstellen oder Musik zu hören. Aber das volle Potential eines Chromebooks benötigt eine Online Verbindung.

Und last but not least: Wenn ihr besondere Hardware nutzt, auch dann die Finger von einem Chromebook lassen, zumindest als einziges Gerät. Denn Drucken läuft über Googles Cloud Print, alle andere Hardware ist in der Erkennung ein Glücksspiel und so etwas wie Nachinstallation von Treibern gibt es unter ChromeOS nicht. Dafür kann man sich bei Nachrichten wie erst vor kurzem bezüglich einer Sicherheitslücke im Internet Explorer gelassen zurücklehnen, denn jedwede Updates laufen automatisch ab und das gesamte System ist durch die zugrundeliegende Linuxbasis ausgesprochen sicher. (100% sicher gibt es nicht, aber wem schreibe ich das)

Denn die Speicherkapazität der internen Festplatte ist äußerst spärlich. Mein Test-Chromebook, ein Acer C720 bietet gerade mal 16GB Solid State Kapazität. Mehr sollte man eigentlich aber auch nicht brauchen, denn wie gesagt: Alles passiert eigentlich online.

Ansonsten ist das Acer Chromebook aber gut ausgestattet, 2 GB Ram reichen völlig für eine sehr flüssige Performanz, An Schnittstellen sind SD Karten Slot, 2mal USB, HDMI, Audio In und Audio Out vorhanden. Es werkelt ein Intel Celeron 2955U mit 1,4GHz in diesem Chromebook und als Grafikkarte findet Intel HD Verwendung. Der matte Bildschirm hat eine Diagonale von 11.6 Zoll und löst mit 1366×768 Pixeln auf.

Als Akkulaufzeit gibt Acer bis zu 8 Stunden an, in der Realität habe ich zumindest 5-6 Stunden bei intensiverer Nutzung erreicht.

20140614_191102 20140614_191916Das Chromebook wiegt knapp 1,2 Kilo und ist nach dem Einschalten in knapp 3-5 Sekunden voll einsatzbereit.

Wer den Chrome Browser schon kennt, der wird sich gleich zu hause fühlen und aus dem Store lassen sich diverse Anwendungen nachinstallieren. Das Grundprinzip dabei ist aber immer. Alles passiert im Browser. Man kann auf Vollbild wechseln und hat dann fast den Eindruck eines normalen Notebooks aber im normalen Modus wird für jede Anwendung ein eigener Reiter, oder wenn man die Shift Taste benutzt ein extra Browser Fenster mit der Anwendung.

Was die Performanz angeht funktioniert alles ausgesprochen flott, selbst etwas anspruchsvollere 3D Browsergames laufen gut. Das erste, was man wohl installieren wird, sind die Office Werkzeuge von Google, wer auf Microsofts Office nicht verzichten mag, kann auf deren Online Versionen zugreifen.

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Alternative, wenn mehr Offline Funktionalität gefragt ist und man auch noch ein Tablet möchte. Das Acer Switch 10 mit Windows 8

Wofür ist nun ein Chromebook geeignet? Dokumente bearbeiten, Bilder verwalten, im Netz surfen, all das geht problemlos und schnell. Wer also vieles bereits heute online nutzt, der sollte sich den Chromebook mal ansehen, denn selten bekommt man für so wenig Geld so viel Funktionalität.

Und wer noch nicht weiß, ob ein ChromeOS wirklich alles abdeckt, was man benötigt, der kann, sofern er Zugriff auf einen Windows 8 Rechner hat, ChromeOS fast komplett ansehen. Dazu muss nur der neueste Chrome Browser im Windows 8 Modus gestartet werden, wodurch er das Look and Feel von ChromeOS fast vollständig nachstellt.

Mein persönliches Fazit als Entwickler, Blogger und Autor. Als Zweitgerät (wenn man denn ein Zweitgerät braucht) oder für Menschen, die viel online UND viel unterwegs sind, und dann nur Texte, Musik und im Netz surfen brauchen ist ein Chromebook eine sinnvolle Anschaffung. Power-User, die schon heute nichts mehr unter einem I7 kaufen, sollten die Finger von Chromebooks lassen. Ich finde einen Chromebook zwar spannend, finde aber für meine Bedürfnisse einen Tablet Hybriden wie das Acer Switch 10 interessanter, da ich hier auch noch viele Offline Funktionen habe, all meine Hardware damit zusammenspielt, ich ein Tablet und einen Ultrabook habe und ja, wenn auch nur für kleinere Projekte. Es läuft auch Eclipse darauf.

Wobei ich natürlich sagen muss, dieses Chromebook katapultiert mich auch wieder direkt in meine Studienzeit, als die meisten Rechner dumme Terminals waren für die großen Bleche an der Uni, mit denen wir dann richtig programmieren und rechnen kommen. Also quasi: Been there, done that.

Und, was natürlich nicht zur Nachahmung empfohlen wird, außer, ihr wisst sehr genau, was ihr tut: Dank der Software Crouton kann ich auf dem Chromebook vollparallel auch ubuntu laufen lassen und das in einer hervorragenden Geschwindigkeit!

 

So wird das nichts mit Android Wear. Zu viele Kompromisse

LGJa, das Design von Android Wear Devices ist schon toll. Aber letztlich will ich das Gadget auch anwenden und sinnvoll nutzen können. Und was dieser Tage an Infos zu Android Wear durch die Presse geistert, lässt mich an der ersten Iteration dieser Technologie starke Zweifel anbringen. Techhive zum Beispiel meldet:Gerade mal 25 % aller Android-Smartphones sind mit Android Wear kompatibel . Und das sind vermutlich die teuren Managerspielzeuge.  Ob aber ausgerechnet diese Klientel sich in Massen Smartwatches kaufen wird, wage ich bei der häufig vorhandenen Technophobie in den Chefetagen zu bezweifeln.

20140417_101005Zudem sind die bislang vorgestellten Androidwear Smartwatches stumm.

Kein Ton kommt aus ihnen, lediglich über Vibrationen werden Nachrichten gemeldet. Also keine Sprachausgabe, kein Vorlesen von Texten oder ähnliches. Das kann ja selbst meine AW414go besser. Und die ist ein komplettes Smartphone im Smartwatch-Format.

Und wenn der geneigte Leser jetzt sagt. Vibration reicht doch, was brauche ich Ton? Nun, ganz einfach, damit scheidet für mich die erste Generation als Fitnessuhr aus, wenn ich dann immer noch mein Smartphone als MP3 Player dabei habe. Meine Smartwatch kann bis zu 32GB!! an Musik mitnehmen, die ich dann via Bluetooth und Kopfhörer direkt von der Uhr hören kann. Denn mehr als eine Uhr will ich eigentlich zum Joggen nicht dabei haben. Alles andere ist zu groß und zu unbequem.
Dass eine Smartwatch nicht alles können muss, was ein Smartphone kann, kein Zweifel daran. Aber so abspecken, da ist dann selbst ein Preis von 199 Euro noch viel zu hoch. Ich kann in diesem Fall nur dazu raten, die erste Early Adopter Version zu ignorieren und abzuwarten, was in den zweiten und dritten Iterationen kommt. Und bis dahin. Die AW414go gibts im Gegensatz  zu den AndroidWear Devices mittlerweile bereits ab 149 Euro. Und auch andere Smartwatches sind bereits viel günstiger zu haben.

Android Wear mag ein gelungenes Konzept sein. Aber weiter sind die ersten Geräte auch noch nicht.

 

Wir verblöden unsere Jugend und sind selbst schuld

Der Kulturforscher Bernhard Heinzlmaier beklagt, dass wir unsere Jugend zunehmend verblöden. Und ich finde, er hat recht, aber wie er auch erkannt hat sind nicht Computerspiele und Jugendkultur schuld, sondern wir ach so gebildeten Erwachsenen.

Denn wir ordnen Bildung immer mehr purer Ausbildung, Vorbereitung auf einen Beruf. Kreativität, eigenständiges Denken und Hinterfragen, all das kommt erst danach, wenn überhaupt. Wir sollen brave Konsumenten und willige Arbeitskräfte sein, ja nicht die Sinnfrage stellen.

Gleichzeitig fordert die Wirtschaft gebildete, belesene, in der Schriftform versierte Arbeitnehmer, aber wenn man sich eben auf das fokussiert, was am nötigsten ist, kommen andere Begabungen zu kurz. Und auch wenn das die Wirtschaft vielleicht nicht gerne hört. Der reine ausgebildete Mitarbeiter ist ein weitaus schlechterer Arbeitnehmer als der gebildete, der auch mal zu hinterfragen wagt und in der Lage ist, der auch mal an Optimierungen und Verbesserungen im Sinne des Unternehmens denkt. Denn wer nur ausgebildet wird, der tut auch nur, wozu er ausgebildet wurde.

Und genau das reicht in unserer heutigen Wissens- und Informationsgesellschaft nicht mehr aus.

Wir brauchen wieder mehr Bildung, jenseits vom Bedarf einer Wirtschaftswelt.