Wondershare Photo Recovery, damit auch verlorene Bilder nicht ganz verloren sind

Dank Smartphone nimmt die Zahl der Fotos, die wir machen immer weiter zu. Selbst wo man früher nicht mal im Traum daran dachte, seinen Foto mitzunehmen, ist dank mittlerweile doch sehr guter Smartphone Kameras eine hinreichend guter Fotoapparat immer dabei.

Doch was passiert, wenn die wertvollen Bilder gelöscht werden, noch bevor man sie im Netz oder auf einem externen Datenträger sichern konnte.

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Die Software versteht die unterschiedlichsten Dateiformate und kann erstaunlich viel wieder herstellen. Bildquelle „Wondershare“

Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Lösungen, ich betrachte heute die Software Wondershare Photo Recovery.

Doch bevor ich mit der Besprechung dieses Werkzeugs beginne, ein paar Hinweise vorab, um den Einsatz erst gar nicht nötig zu machen.

Auch wenn im Urlaub möglichst wenig dabei sein sollte, IMMER an irgendeine Möglichkeit der Datensicherung denken. Sei es, dass die Speicherkarte der Kamera kaputt geht oder gar das ganze Equipment gestohlen wird. Es ist IMMER ratsam, am Ende eines jeden Urlaubstages und bei jeder Gelegenheit, zu der wichtige Bilder existieren, zumindest eine Sicherung auf einem weiteren Datenträger wie USB Platte, USB Stick oder in der Cloud zu machen.

Hier für alle, die keine Berührungsängste vor der Cloud haben und z.B. im Hotel über einen WLan Zugang verfügen. Hochsichern, sobald man im WLan ist. Die meisten Smartphones ermöglichen diese Option und erledigen das ganze, sobald im WLan quasi automatisch.

Es macht also Sinn, über einen leichtgewichtigen Ultrabook oder einen Tablet Hybriden nachzudenken, über den man eine Datensicherung durchführen kann. So kann man zudem die Bilder auch schon im Urlaub sortieren und ggf. schlechte Aufnahmen löschen.

Sollte aber wirklich der schlimmste anzunehmende Zustand eintreten und die Kamera oder das Smartphone melden, dass die Karte plötzlich nicht mehr beschrieben oder gelesen werden kann, oder man aus versehen wichtige Bilder gelöscht haben, dann gilt es zunächst wie so oft im Leben: Ruhe bewahren. Raus mit der Speicherkarte aus dem Gerät und sicher verwahren, bis man sich in Ruhe darum kümmern kann.

Hat man nun Gelegenheit, die Speicherkarte zu untersuchen ist der erste Schritt, sie mit dem Notebook zu prüfen. Meldet dieser „Karte nicht lesbar, Formatierung nötig“ auf keinen Fall formatieren.

Jetzt ist die Stunde der Werkzeuge wie Wondershare Photo Recovery.

Die Software ermöglich in vielen Fällen, scheinbar verloren gegangene Bilder von Speichermedien wie SD Karten aber auch externen Festplatten wiederherzustellen.

Grundregel hierbei, ein Medium mit versehentlich gelöschten Dateien NICHT weiter verwenden sondern sofort vom System trennen. Im normalen Betriebssystem werden Dateien oft nicht sofort gelöscht sondern zunächst als gelöscht markiert und genau hier kann eine Software wie Photo Recovery angreifen.

Bei folgenden Szenarien kann Photo Recovery helfen:

Wiederherstellung von gelöschten Fotos, Videos und Musik

Unterstützung aller gängigen Datenformate inkl. RAW Files

Wiederherstellung der Fotos und Daten in voller Qualität

Wiederherstellung von PC, USB Stick, externen Laufwerken, Digitalkameras oder sonstigen Speichergeräten

Datenrettung sogar bei Formatierung des Datenträgers, Virenbefall oder Software-Crash

Bei meinen Tests klappte das in den allermeisten Fällen sehr gut, man sollte sich natürlich darüber im Klaren sein, dass man von keiner Software Wunder erwarten darf. Es gilt zunächst die nötige Sorgfalt walten zu lassen. Aber gerade Tools wie Photo Recovery können durchaus noch einiges retten, sollten wichtige Aufnahmen verloren sein.

Für alle, die sich für diese Software interessieren habe ich drei Lizenzen zu vergeben, einfach einen Kommentar bei diesem Artikel hinterlassen und das Interesse bekunden, es gilt die einfache Regel: First come, first serve.

 

 

 

 

Ist Gamification schon wieder tot?

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Selbst Ingress, eigentlich ein gelungenes Gamification Beispiel, hat noch so seine Defizite.

Foursquare ist das jüngste Beispiel einer Firma, die ein vormals integriertes Gamification Angebot wieder auftrennt und damit indirekt zugibt, dass es wohl doch nicht so funktionierte, wie gedacht.

Aber heißt das, dass Gamification nicht funktioniert? Auch Ingress, das Spiel von Google leidet in Bereichen unter Problemen, gerade auf dem Land ist es oft problematisch, das Gesamtkonzept zu etablieren, dort wird es oft nur wie eine digitalisierte Schnitzeljagd gespielt.

Ich gehe davon aus, dass wir was Gamification angeht jetzt in eine Konsolidierungsphase eintreten, und sich daraus dann die echten funktionierenden Ansätze etablieren werden.

Dafür habe ich ein paar Prämissen aufgestellt, was ich von einem sinnvollen Gamification Angebot erwarte.

1) Das Konsumieren und der wirtschaftliche Aspekt darf nicht in den Vordergrund rücken. Wer all zu deutlich signalisiert, dass er bei allem Spiel eher ans Geld verdienen denkt, wird schon an der Hürde der Motivation scheitern. Denn er ist nie der einzige und wer bei mehreren Dienstleistern mit Gamification Angeboten ohne bezahlen nicht weiterkommt, wird bald keinen mehr nutzen.

2) Es braucht Langzeit-Motivation

Gamification will nicht nur eingeführt, sondern auch gepflegt werden. Im Prinzip ein schönes Beispiel ist die Hintergrundstory von Ingress. Leider ist hier der Denkfehler, dass diese fast ausschließlich über englischsprachige Videos kommuniziert wird und vom Fokus doch sehr USA lastig ist. Zudem stellt sich immer mehr heraus, dass die Gesamtgeschichte schlecht ausbalanciert ist, so dass tendenzielle eine der beiden gegnerischen Seiten dominiert.

Wer Gamification einführt muss sich darüber im Klaren sein, dass er die gesamte Zielgruppe, auch die in anderen Ländern erreichen muss und dass er für eine langfristige Motivation sorgen muss.

3) Die Betonung muss auf dem Spiel liegen.

Wir alle leben in einem Alltag, in dem wir oft fremdbestimmt und doch sehr spassbefreit handeln (müssen). Hier ein Gamification Produkt zu seriös wirken lassen mag ein paar wenige anziehen, die breite Masse will aber vor allem das Game, den Spass. Und hier darf nicht gespart werden und mit minimalen Mitteln operiert. Wer sich gegen echte Games behaupten will muss auch Gamification professionell, stilvoll und mit allen technisch gegebenen Möglichkeiten nutzen.

4) Darüber nachdenken, wo Gamification überhaupt Sinn macht

Nicht alles, was gamifizierbar ist, sollte auch umgesetzt werden. Es gibt sowohl ethische, moralische als auch thematische Grenzen, bei denen es wirklich schwer oder ethisch nicht vertretbar ist, Gamification anzuwenden. So gilt es bei sozialkritischen oder politischen Themen extrem vorsichtig zu agieren.

Nur weil man es kann, sollte man es nicht zwangsläufig auch tun.

 

 

Wie man sein Haus automatisiert ohne ein Loch zu bohren. Gigaset Elements

Mein Testsetup. Das Basispaket, ergänzt um einen Fenstersensor.
Mein Testsetup. Das Basispaket, ergänzt um einen Fenstersensor.

Ich gebe zu, ich bin nicht gerade das, was man landläufig einen begnadeten Handwerker nennt. Im Gegenteil bin ich immer froh, wenn ich ein Produkt entdecke, dass mir etwas bietet, ohne dass ich dazu handwerklich in Aktion treten muss.

Das Gigaset Elements Hausautomatisierungskonzept ist so etwas. Und es es ist wirklich denkbar einfach zu installieren und funktioniert dann problemlos.

Das Testpaket, dass ich zur Verfügung habe besteht aus der Basiseinheit mit Türsensor und Bewegungsmelder und zusätzlich noch aus einem Fenstersensor. Insgesamt wird das ganze System aber noch um einige weitere Sensoren erweitert werden, so sollen noch eine Webcam, schaltbare Steckdosen und ein Rauchmelder folgen.

Für knapp 200 Euro ist die Basiseinheit nicht gerade billig. Rechnet man aber ehrlich und zieht man auch den Material- und Zeitaufwand in Betracht, wenn man sich für eine Unterputzvariante oder irgendeine andere von Handwerkern zu installierende Variante entscheidet, relativiert sich der Preis sehr schnell wieder.

Eingerichtet ist das ganze System sehr einfach, die Sensoren werden bereits mit Batterien geliefert und die Kopplung an die Basiseinheit funktioniert im wahrsten Sinne des Wortes auf Knopfdruck. Das ganze Equipment kommt in schlichtem aber eleganten weiß. Natürlich werden auch für den eher handwerklichen Typ Schrauben und Dübel mitgeliefert aber ebenso sehr gut haftende beidseitige Klebestreifen, für die ich mich entschied. Wurde der Sensor gekoppelt, muss er nur noch durch Nutzung initialisiert werden und dann kann man bereits auf der kostenlos aus dem Play Store ladbaren App sehen, ob Fenster geöffnet oder geschlossen sind, ob sich etwas im Haus bewegt bzw. ob die Haustür geöffnet wurde. Der Türsensor hat noch einen weiteren Aspekt, denn er erkennt auch, ob eine Tür gewaltsam geöffnet werden soll und löst dann einen Alarm aus (gewaltsam heißt nämlich in diesem Kontext deutlich stärkere Erschütterung als normal.) Das werde ich natürlich noch mit den Kindern einem Härtetest unterziehen, da die schon etwas anders unsere Haustür schließen 😉

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Der Türsensor an der Eingnangstür meldet zuverlässig das Öffnen der Tür.

Aktuell laufen die Sensoren seit einem Tag, und das sehr zuverlässig. Übers Smartphone bekomme ich Push Nachrichten, wenn ein Sensor anspricht bzw. kann mir eine Mail schicken lassen.

Da die Sensoren sich via  DECT-ULE (ULE=Ultra Low Energy) mit der Basisstation verbinden, halten die Lithium Batterien in den Sensoren knapp zwei Jahre und man wird auch rechtzeitig, ebenfalls über die App alarmiert, wenn einem Sensor so langsam der Saft ausgeht.

Ich werde das System jetzt einige Zeit ausführlich testen und immer wieder mal im Blog darüber berichten. Mein erstes Fazit lautet. Installation sehr, sehr einfach und „minimalinvasiv“ (Geht ganz ohne handwerkliches Geschick). Die App ist schön gemacht und man kann schon erahnen, dass da noch einiges an Features kommen wird. Schon jetzt finde ich gerade für die Dachgeschoßzimmer der Kinder den Fenstersensor sehr hilfreich, um bei herannahendem Regen schnell zu sehen, wo noch was geschlossen werden muss. Was mir gefallen würde, wäre die Möglichkeit, das Gigaset mit IFTTT zu koppeln um zum Beispiel abhängig von einer Regenvorhersage passende Meldungen zu bekommen oder bei Bewegungserkennung bestimmte Funktionen auszulösen.

Ich bin bereits sehr gespannt auf die weiteren Sensoren, vor allem den Rauchmelder halte ich für extrem praktisch und sinnvoll, aber auch die schaltbaren Steckdosen finde ich spannend, da ich doch einige Anwendungsgebiete dafür hätte, mal von ferne etwas zu aktivieren oder zu deaktivieren.

 

 

 

 

Sherlock – The Network, jetzt auch für Android

SHERLOCKAPP_iPad_menuHeute ist der Tag, an dem auch Android User sich an den Fällen von Sherlock (Holmes) beteiligen können. Die App ist jetzt auch für Android verfügbar und bietet eine spannende Mischung aus Filmen, Rätseln und damit eine gelungene Einbindung der Erfolgsserie Sherlock in ein Spiel.

Wir bekommen Einspieler mit den Originaldarstellern und deren Stimmen zu hören, lösen Rätsel und Puzzle und übernehmen für Sherlock Ermittlungsaufgaben.

Durch die Aufnahmen der Originaldarsteller und das stylistisch auch sehr an die Serie angelehnte Ambiente kommt hierbei die Atmosphäre der Serie wirklich sehr gut rüber und die App dürfte für Fans viel Spass bedeuten. Die  ersten beiden Fälle kann man kostenlos lesen, die weiteren 8 schlagen mit knapp 3 Euro zu buche, bei der Qualität der App halte ich den Preis aber für wirklich gerechtfertig.

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Sherlock in seinem Gedankenpalast

Unter http://www.sherlockthenetwork.com/ finden sich weitere Informationen und die App ist aktuell bereits im Amazon App Store verfügbar und im Google App Store herunterladbar.

Ich werde natürlich heute Abend die App als erstes ausprobieren und dann einen intensiveren Testbericht geben.

Viel Spaß allen Sherlock Helfern.

 

Update: Keine Zeit. Sherlock hat mich zu Molly geschickt, wichtige Untersuchung. Hängt mit Miss Hudson zusammen. Lestrade weiß Bescheid, aber keine Zeit. Muss die Tube kriegen.

 

[appbox googleplay com.theprojectfactory.sherlock]

Gadget der Woche : lass Strom fließen

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Aus der Reihe, stylisch und einfach nur cool.

Es gibt Gadgets, die sind einfach zu cool. Und wenn sie dann noch so schick daher kommen, wie der USB Ladegerät Wasserhahn von Getdigital, dann muss ich das einfach in meine Empfehlungen für coole Gadgets und tolle Geschenke aufnehmen.

Zunächst mal ersetzt er die doch oft recht unansehnlichen Klötze mit einem lustigen Design und man kann ihn auch tatsächlich aufdrehen.

Leuchtet der Kranz um den Drehregler rot, fließt kein Strom, leuchtet der blau fließt er. Kombiniert man das dann noch mit dem LED Ladekabel, erkennt man immer, ob das Laden auch wirklich funktioniert und wie viel Strom fließt, denn abhängig vom Stromdurchluss leuchten die LEDs an Ladekabel schneller oder langsamer. Es gibt den Hahn einzeln und im Set. Was mir sehr positiv auffiel, die gelieferte Stromstärke ist geeignet, neben Smartphones auch recht zügig ein Tablet aufzuladen.

Dank des Stromhahns lassen sich sowohl Smartphones als auch Tablets laden, die ja etwas stärkere Ladegeräte erfordern. Und ich empfehle gleich das Paket mit dem LED Ladekabel zu wählen, das macht das ganze sowohl nützlicher als auch schicker. Insbesondere von Vorteil ist dieser Wasserhahn zusammen mit dem LED Kabel, wenn ihr Gadgets habt, bei denen man ein „äußeres“ Signal vergessen hat, das den Ladestand anzeigt.

Dann sieht man quasi an der Geschwindigkeit des Stromdurchflusses, der ja via LED Kabel dargestellt wird, ob das Gerät noch geladen wird oder mittlerweile nur noch eine Erhaltungsladung läuft. Und durch das Abdrehen des Wasserhahns kann man Geräte auch auf eine sehr nette Art „ausschalten.


 

 

Ist planen besser (bezahlt) als tun?

Heute ein etwas anderer Blick auf das Fachkräfte-Dilemma. Denn ein Eindruck hat sich mir bei vielen Diskussionen und im Austausch mit meinen Followern aufgedrängt. Wer heutzutage etwas tun will, etwas herstellen, sei es als Programmierer oder Ingenieur und wer sich damit der Planer Karriere verweigert, der scheint früher oder später damit leben zu müssen, dass man ihn deutlich schlechter bezahlt als seine „Planerkollegen“, die sich nicht mehr aktiv in der Entwicklung engagieren sondern diese nur noch verwalten.

Wir scheinen in eine Kultur zu rutschen, die das Planen über das Handeln stellt. Dies ist nun nicht per se schlecht, wer ungeplant handelt, macht mehr kaputt als gut. Aber wir übertreiben diesen Kult mittlerweile. Und gefährlich wird es dann, wenn die Planer von der Komplexität der Sache keine oder nur noch eine extrem oberflächliche Ahnung haben. Auch hierfür sind der Berliner Flughafen, Stuttgart 21 oder die Elbphilharmonie sehr gute Beispiele. Immer wieder liest man in Artikeln, dass sich Fachleute, Ingenieure darüber beklagen, dass ihre Warnungen nicht ernst genommen oder platt ignoriert werden. Und das sind oft die ausführenden Ingenieure, die also für das Tun zuständig sind.

Denn viel zu oft ist Planung mittlerweile so weit von den realen Gegebenheiten entfernt, dass sich Entwicklungsfortschritte nicht mehr am zu entwickelnden Produkt oder Projekt messen, sondern an den Excel Tabellen und den Statusberichten der Unterplaner an die Oberplaner und der Oberplaner an die Auftraggeber. Da tritt dann der Melonengrün Effekt ein. Während das Projekt von außen betrachtet immer noch Status grün hat, ist es innen schon längst feuerrrot.

Wir dürfen bei aller Planung nicht vergessen, dass jedes Projekt auch Experten braucht, die für die Ausführung zuständig sind, und dass auch deren Rat ein wichtiger, wenn nicht oft sogar der wichtigere ist.

 

Ich wünsche mir endlich wieder eine Wertediskussion

Wir bilden aus. Und das in immer stärkerem Maße. Die Wirtschaft beklagt immer schlechter ausgebildete Jugendliche, drängt Schulen aber gleichzeitig immer mehr dazu, Bildung zu opfern, um für den Beruf auszubilden.

Ich wünsche mir ein erneutes Nachdenken über das, was wir unseren Kindern mitgeben wollen auf den Lebensweg. Wer glaubt ernsthaft, ein Kind oder Jugendlicher weiß schon, wohin seine Lebensreise gehen soll. Aber dennoch verlangen wir in der Schule Wissen anzuhäufen, um auf das Berufsleben vorbereitet zu sein. Vor allem auf das betriebswirtschaftlich rentable. Kunst, Leibesübungen, Kultur. Alles mittlerweile Fächer, die zwar noch existieren, aber ein Schattendasein führen. Genau deshalb haben meine Kinder auch so ihre Probleme mit dem Schulsystem.

Sie sind eher die stillen kreativen, haben gute Noten in Kunst, in Sport in Geographie oder Ethik. Aber leider sind das nicht die Fächer, die wirklich relevant sind fürs Weiterkommen. Warum eigentlich nicht?

Warum müssen wir die Köpfe unserer Kinder mit zum Teil bereits veraltetem Wissen vollstopfen, anstatt ihnen die Mittel an die Hand zu geben, ihr Leben zu meistern? Wenn ich mich an meine Schulzeit und mein Studium erinnere, dann waren die einzigen Dinge, die ich im Studium von meinem Wissen nutzen konnte die, die ich mir selbst beigebracht hatte.

Mein Schulwissen war weitestgehend nutzlos wenn nicht sogar falsch. Und dieser Effekt hat sich in den letzten Jahren noch beschleunigt.

Ich fordere eine neue Wertedebatte, eine Debatte, die hinterfragt, ob es richtig ist, dass die Wirtschaft, die Ökonomie zum bestimmenden Wertemaßstab unserer Gesellschaft geworden ist.

Eine Debatte, die auch einmal aufzeigt, in was für eine Gesellschaft wir da hineingeraten, wenn wir alles dem ökonomischen Prinzip opfern. Und vor allem eine Debatte, die endlich mal den Finger auf die  Wunde legt, dass eben jene angeblich so vernünftigen, gut ausgebildeten Ökonomen und Betriebswirte uns immer wieder in die Probleme, Krisen und Skandale reiten. Eine Welt mit weniger ökonomischem Denken finde ich fantastisch, eine Welt mit weniger Kunst, Kultur, moralischen und ethischen Werten sehe ich im Moment vor mir und finde sie abstoßend.

 

Microsoft, Apple und der Business Irrtum

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Die Idee der einheitlichen Oberfläche auf allen Endgeräten wird meiner Ansicht nach nicht aufgehen.

Hatten wir es nicht eindringlich bei Blackberry erlebt? Da hat man ein scheinbar jahrelang erfolgreiches Geschäftsmodell vor die Wand gefahren. Warum? Weil man glaubte, auf alle Ewigkeit der einzige sein zu können, der Business Kunden zufriedenstellt.
Aber mit der sich immer weiter auflösenden Trennung von Business und Privat geht nun eben auch dieses Geschäftsmodell zu Ende.

Der Kunde will nicht zwei Geräte sondern eines, mit dem er beides kann, geschäftlich arbeiten, telefonieren, aber eben auch die privaten Mails bearbeiten, Spiele spielen, Medien konsumieren. Und hier kommen Anbieter wie Apple ins Spiel, die durch die Mischung aus elitärem Gebaren und schickem Design die Geschäftskunden scharenweise anlockten. Und wer erst mal privat ein deutlich besseres Stück Hardware in den Händen hält als im Büro, der will früher oder später auch geschäftlich all das, was sein privates Endgerät schon kann.

Das scheint nun wiederum Microsoft immer noch nicht erkannt zu haben, scheinen sie doch auch unter ihrem neuen Chef Satya Nadella weiterhin den Fokus aufs Business zu legen. Dort braucht man aber schon lange nicht mehr zwingend einen Windows PC oder Notebook. Alternativen sind da, viele schwenken zu Apple, manche zu Linux und gerade im Bildunsgbereich scheinen sich mittlerweile die Chromebooks zu verkaufen wie geschnitten Brot.
Wenn Microsoft hier nicht schnell die Kurve kriegt, dann könnte aus dem einstmaligen Marktführer schnell ein zweiter oder dritter werden, der nur noch Nischen bedient und den großen Kuchen nicht mehr kosten darf.

Die Philosophie des einen Erscheinungsbilds auf allen Endgeräten wird so nicht funktionieren, da die Nutzer auf den verschiedenen Formfaktoren und Anwendungsgebieten ganz andere Anforderungen haben. Hier wäre eine diversifizierte Strategie mit einer mobilen und einer Office Plattform meiner Ansicht nach die sinnvollere.
Aber die Zeit wird zeigen, ob sich Microsoft weiterhin halten kann oder der Siegeszug der einstmaligen kleinen Konkurrenten sich wie bislang fortsetzt.