Ode an meine Depression

Ich hasse dich.

Ja, ich hasse dich, auch wenn du ein Teil von mir bist.

Du hast meine Seele vernarbt, mein Leben geprägt, meinen Weg geändert.

Du hast mich ängstlich gemacht und empfindsam, traurig und wütend, krank und lebensmüde.

Lange habe ich dich versteckt, hab so getan, als gäbe es dich nicht.

Das Lager voller Masken, der Lächelnde, der Glückliche, der Performer.

Die echten Gesichter der Trauer und des Lebensunmuts habe ich fein säuberlich versteckt.

Du hast mich beinahe über die Kante geschubst, ins letzte Tal gestossen, unter die Erde gebracht.

Jetzt, jetzt beginne ich.

Gegen dich zu kämpfen, Verträge zu schließen, Nicht-Angriffspakte, Friedenserklärungen.

Ich weiß, dass du immer bei mir wohnen wirst, immer ein Teil von mir, immer ein drohendes Damoklesschwert aus Angst, Panik und unendlicher Trauer.

Ich möchte dich beschimpfen für alles, was du mir angetan hast, was du denen angetan hast, die mich begleiteten, die mich begleiten.

Aber ich bin auf eine perfide Art dankbar.

Dankbar für das sensibler sein, das kreativer sein dank dir.

Doch um eins bitte ich dich, lass mich am Leben. Nicht einen Tag, nicht eine Woche, ein Leben. Mein Leben. Unser Leben.

Dann lasse ich dir einen Platz in meiner Seele, für einen Tag, für eine Woche, für ein Leben.

Für mein Leben, unser Leben.

Nur weil es ein Arzt ist, will er dir nicht unbedingt helfen

Ich war schockiert. Gestern Abend. Die Produzentin, die einen Film über Depressionen drehen will und bei dem ich auch eine Rolle habe offenbarte mir, bestimmte Instanzen gäben keine Drehgenehmigung, weil sich eine bestimmte Ärztin da ungefähr wie folgt geäußert hätte: „Das befürworte ich nicht, das könnte dem Heilungsprozess von Herrn Hauck schaden.“ Nun ist die Ärztin nicht meine Hausärztin und ich will mit ihr auch gar nichts mehr zu tun haben. Geschockt hat mich aber schon, dass hier ohne Rücksprache mit mir über meinen Kopf hinweg entschieden wird. Nachforschungen ergaben, dass sie tatsächlich in einer Weise über mich geäußert hat, die jenseits alles ertragbaren ist.

Was lerne ich daraus? Leider scheint „Trust noone“ immer noch zu gelten, gerade für Menschen, die es eigentlich besser wissen müssten. Werde jetzt die entsprechenden Konsequenzen ziehen und bestimmte Freigaben wieder entziehen. Wenn ein Arzt mich krank macht, heißt es: Notbremse ziehen. Auch für meine Leser als Tipp. nur weil es ein Arzt ist, weiß er oder sie nicht alles. Oft existiert nur großes Unverständnis. Leider wurde mir das im letzten Jahr zu spät klar, was dazu führte, das die Hälfte der Zeit an dem völlig falschen Thema therapiert wurde.

Update: Fast vergessen. Aus diesem Internet sollte ich mich nach ärztlichem Rat auch löschen, man habe mich da gefunden. (Ach) und mein Blog und dieses Social Media sind eh des Teufels willige Helfer. Ich glaub, das Mittelalter will einen Arzt zurück.

Ich denke, es ist an der Zeit, sich rechtlichen Beistand zu suchen.

 

Zurück auf Los. Die Klapse hat mich zeitweise wieder

Da war ich wohl zu optimistisch. Oder meine Depression und meine Angststörung gemeinsam zu stark. Ich bin seit etwas über einer Woche wieder in der Tagesklinik. Warum? Primär, weil ich nach den sechs Wochen Wiedereingliederung wohl alle Reserven aufgezehrt hatte und ein kleiner Zusammenbruch folgte. Der führte mich zu meinem Hausarzt. Dann zum Chefarzt der Tagesklinik und dann schon am nächsten Tag wieder in die Tagesklinik selbst.

Es wird kein langer Aufenthalt, aber es ist nötig, mich wieder zu stabilisieren und endlich den Fokus auf meine generelle Angststörung zu legen. Die hatte man in der Vergangenheit zu Gunsten der Depression sträflich vernachlässigt. Wohl in der nächsten Woche werde ich wieder halbtags, aber unter enger Begleitung der Tagesklinik wieder einsteigen in den Beruf. Dieses Mal behutsamer, auf mich selbst achtender. Ich dachte wohl wie mein Umfeld, jetzt ist der Uwe wieder gesund, jetzt kann er ja 100% geben, denn das muss ja sein. EINEN SCHEISS MUSS ICH. Ich muss primär nach mir sehen, um endlich stabil zu sein und nie wieder in die gefährliche Gedankenspirale zu geraten, die letztlich bei Suizidgedanken endet.

Ich habe eine schwere Krankheit, eine Krankheit, die man ernst nehmen muss und die mich mein Leben begleitet und begleiten wird. Ja, ich werde kämpfen, nein, ich will nicht mehr den finalen aber einfachen Weg gehen. Aber um das zu erreichen brauche ich wohl doch noch mehr Hilfe, als ich dachte.

Gott sei Dank stehen mir erneut sehr hilfreiche und erfahrene Menschen in meinem Kampf zur Seite. Ich werde es schaffen, und stärker daraus hervorgehen als jemals zuvor. Nur braucht es einen längeren Weg, als ich dachte.

Ich bin meiner Depression dankbar

WTF. Denkt ihr doch alle gerade, gebt es ruhig zu.

Aber es stimmt. Ich bin ihr dankbar. Nicht für ihr Arschlochbenehmen, wenn sie mich gerade an besonders schönen Tagen runterzieht. Auch nicht für die lebensbedrohlich dunklen Gedanken. Und die Panikattacken, die könnt sie sich ruhig ganz schenken.

Aber sie hat die Truppen gereinigt. Sie hat mir gezeigt, wer in harten Zeiten zu mir steht, wer auch meine trüben Phasen erträgt. Und ich habe dank ihr neue, besondere Weggefährten gefunden. Die Mittwochabende sind für mich plötzlich zu einer Zeit des Austauschs, des Lachens und der Freundschaft geworden.

Und sie hat mein Wertegefüge durcheinandergewirbelt. Wenig ist da, wo es früher war. Wenn den nächsten Tag (er)leben in mancher Nacht zum einzigen Ziel wird, dann sind gängige Werte plötzlich irrelevant. Ein neuer Tag, den ich nicht im Dunklen verbringe, ist ein hohes Gut. Ein schönes Kunstwerk, die Natur, ein gutes Buch. Einfache Dinge, wichtige Dinge.

Sie hat mir beigebracht, weniger an andere und mehr an mich zu denken. Ja, das übe ich noch, aber ich mache Fortschritte.

Sie hat mich zum Autor gemacht. Denn sie hat mein Leben so nachhaltig und intensiv verändert, dass es wert ist, das zu erzählen.

Ich habe sie als meinen Begleiter akzeptiert, sie ist ein Teil von mir, den ich nicht abschütteln kann. Und sie hat mich verlangsamt. Im Guten. Ich beginne, die Momente zu genießen, wo ich früher nur an das Morgen gedacht habe. Alles noch ganz zart, ganz knospig, aber es wächst heran.

Die Depression ist nicht mein Freund geworden. Aber so etwas wie der Advocatus Diaboli, der Berater, der mir hilft, Spreu vom Weizen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.

Manchmal streite ich mich mit meiner Depression. Wenn sie wieder mal zum ungünstigsten Moment die Klappe auf und mich in den Abgrund reißt. Aber ich hab jetzt Rettungsseile. Ich komm da wieder raus. Auch wenn sie oben steht und lacht. Ich lache jetzt zurück.

Wenn da nicht die Angst wäre. Aber das ist eine andere Geschichte. (sic)

Kennt ihr jemanden, der mit einer Depression zu kämpfen hat? Dann seht ihr einen sehr starken Menschen vor euch, der sich jeden Tag wieder gegen den leichten, finalen Weg stemmt und seine oder ihre Depression in die Schranken weißt.

Gibt es eine männliche Angst?

Provokation galore. Klar, wird jetzt jeder sagen, auch Männer haben Angst. So, und jetzt treten wir etwas zurück, überlegen uns, was wir gesagt haben und wann uns in der „Realität“ schon mal ein Mann begegnet ist, der über seine Angst gesprochen hat.

Und damit das ganze nicht so einfach ist, bringe ich jetzt noch meine generelle Angststörung mit ins Spiel. Also etwas, das mich jederzeit, egal wo überfallen kann. Das von einem minder schlimmen Unwohlsein bis zur totalen, allumfassenden Panik alles hervorrufen kann. Und vor allem, etwas, das nur der Kenner an mir erkennt, wenn ich wieder zur Salzsäule erstarrt aber wie ein Verrückter schwitzend irgendwo sitze.

Oder, und das ist mein spezielles Talent, ich im Dialog mit irgendwelchen Menschen, die Macht auf mich ausüben können einfach wie der berühmte Hase vor dem Wolf sitze. Und es ist nichts, das man so einfach kontrollieren könnte. Man kann es aber sehr gut verheimlichen. Das hilft zwar überhaupt nicht weiter, macht das ganze manchmal eher noch schlimmer, aber siehe oben: Die Gesellschaft will so etwas gerade auch beim Mann eben nicht sehen. Alte Klischees, dumme, alte Klischees, die aber immer noch greifen.

Ich trage die Krankheit seit Jahrzehnten in mir, dachte immer, na so einmal pro Monat ne existentielle Panik ist normal, sagt bloß keiner was. Ne, ist sie nicht. Auch jeden Tag irgendwann wieder mit einem Angstschub konfrontiert zu werden. Sich permanent über irgendwelche Katastrophenszenarien Sorgen zu machen die in schweren Ängsten münden.

Eins aber weiß ich, seitdem ich die Angst ans Licht zerre und nicht mehr drüber schweige, geht es mir besser. Nicht gut, aber sehr viel besser. Weil ich zumindest von einigen Seiten positives Feedback erlebt habe. Und weil man mir manche meiner nie ans Tageslicht gebrachten Sorgen zumindest in Teilen nehmen konnte.

Aber es schweigen noch viel zu viele Menschen über ihre Ängste, und insbesondere Männer weil die verdammten Rollenklischees trotz aller Emanzipation und Gleichberechtigung gnadenlos greifen. Ein Mann im Berufsleben, der von Ängsten spricht ist ein Schlappschwanz….. sagt man….. völlig falsch.

Deshalb werde ich auch meine Angststörung,  die vermutlich ein fettes, fieses Bündnis mit meiner Depression eingegangen ist, um mir das Leben schwer zu machen, weiterhin thematisieren. Wir brauchen auch für solche nicht sichtbaren Behinderungen, Krankheiten ein Lobby, zumal die Zahl derer, die darunter leiden in unserer rein aufs Ökonomische fixierten Welt noch steigen wird.

Unsere perfekte Gesellschaft ist eine gelogene Gesellschaft

Werbung. Ja, dass Werbung lügt, ist wohl kaum bestreitbar. Natürlich werden die Werber sagen, wir laden emotional auf, wir stellen die Vorzüge dar, aber letztlich lügt die Werbung, um uns Dinge zu verkaufen, die wir eigentlich nicht brauchen.

Unsere Schulen bilden unsere Kinder aus, so sagen sie, aber es ist wirklich nur Ausbildung, die uns vorlügt, den ganzen Menschen zu formen.

Im Berufsleben sollen wir optimal, makellos, fehlerfrei zum Wohle der Firma tätig sein. Und es gibt nichts negatives, alles ist eitel Sonnenschein, jedweder Change muss bejubelt werden, jede Personalabbaumaßnahme ist nur zum Besten von allen.

Es kriechen Politikerversuche aus ihren Löchern, die von Lügenpresse schwafeln, dabei selbst aber die größten Lügen verbreiten, die leider von entsetzlich vielen Menschen geglaubt werden. Vielleicht, weil sie die Wahrheit einfach nicht ertragen.

Eigentlich aber gibt es nur eine Sache, die der Wahrheit entspricht. Wir leben in einer vollständig ökonomisierten Gesellschaft von Angestellten, die so klug als möglich für nichts arbeiten und von Kunden, die so dumm als möglich mit Unmengen an Geld jeden Müll kaufen.

Manchmal habe ich den Verdacht, der Hype an Startups dient lediglich dazu, auf möglichst billige Art an innovative Ideen zu kommen, die wenn ausgereift, dann einfach übernommen, zerlegt und der Rest abgewickelt wird.

Vielleicht liegt es daran, dass Wahrheit oft Zeit braucht. Recherche, Nachdenken, Widersprüche ertragen oder auflösen. Aber das hieße ja auch nachdenken, und wer will das heutzutage noch. Und vielleicht liegt es auch daran, dass wir alle ein Stück weit zu feige geworden sind, Wahrheiten ins Gesicht zu sehen und Wunden offenzulegen, wenn es mal im Privaten oder im Beruf Dinge anzusprechen gibt. Nein, da erzählt man sich gegenseitig viel lieber wie toll doch alles ist und leidet insgeheim unter unsäglichen Defiziten, bis man daran erkrankt. Oder vielleicht sogar ums Leben kommt.

Ihr denkt, ich übertreibe? Hatte ich nicht gerade meinen ersten Geburtstag???

Ein Jahr älter heißt ein Jahr alt

karte
Danke Konny, für diese absolut tolle Karte 😉

Ich hatte Gestern Geburtstag. Ja, Gestern. Ich sehe schon meine Freunde (hab ich eigentlich welche?) und meine Bekannten zu ihren digitalen oder analogen Zeitdokumentiereinheiten aka Kalendern rennen, nachsehen und protestieren, ne du, Moment, du hast da was nicht ganz richtig (aha, er spinnt wieder).

Doch ihr Lieben: Der 5. Februar wird fürderhin mein zweiter Geburtstagstag sein. Denn an dem Tag hab ich 2015 versucht, mir das Leben zu nehmen. Hörbares Atmen, große Augen. Ja, ich wollte Suizid begehen, ich trau mich das zu sagen, auch wenn es wohl in unserer Gesellschaft fast noch ein größeres Stigma und zu verschweigendes Thema ist als die Depression, die mir grade Gott sei Dank mal nicht auf dem Schoß sitzt oder die Nerven geht.

Nein, ich bin da überhaupt nicht stolz drauf und ja, ich weiß heute, warum es passiert ist. Meine Angststörung und Depression ist da eindeutig Hauptschuldiger. Aber auch unglückliche, sehr unglückliche Gespräche haben mich damals über die Klippe geschubst. Na ja, eher getreten. Oder eigentlich katapultiert.

strauss
Der Strauß war weder für meine Depression, noch für mich. Den hat sich so eindeutig meine Lebensretterin und tollste Ehefrau von allen Sibylle verdient.

Die 26 Wochen danach in verschiedenen Klapsen (ja, ich verwende solche Begriffe, schon deshalb, weil es für mich das ganze weniger klinisch ernst macht) haben mir einiges an Erkenntnissen und vor allem ein paar tolle, neue Menschen gebracht. So gesehen. Ja, ich habe Freunde. Und im positiven Sinne ganz schön irre Freunde noch dazu.

Ich habe gelernt, wo die echt wertvollen Menschen sind, oft in Therapie, weil sie mit dem Irrsinn, der sich Realität nennt, nicht mehr zurecht kommen. Und ich habe gelernt, dass man öfter gute Miene zum bescheuerten Spiel macht, als es einem gut tut. Meine Depression kenne ich jetzt persönlich und ich kann nur sagen, was für ein Arschloch.

Aber immerhin habe ich mein Leben wieder ein wenig mehr im Griff und kann ehrlich und offen erzählen, was mich wirklich bewegt, wer ich wirklich bin. Das alles verschweigen hat mich ja letztlich krank gemacht.  Und übrigens, ja, ich habe eine Depression, aber ich bin nicht depressiv. Meine Krankheit ist ein Teil von mir, aber ich bin  nicht sie.
Und ja, ich kann arbeiten, lieben, Sex haben (schwupps, 2/3 meiner Leser sind rot geworden), scheiße drauf sein, mich über was freuen, bloggen, Buch schreiben. Die Depression sitzt dabei und geht mir manchmal ganz schön auf den Sack. Aber die meiste Zeit haben meine lieben Tabletten und ich sie ganz gut im Griff.

Insofern. Happy birthday neues Leben, auf das mein zweiter Geburtstag mindestens im zwanziger Bereich landen werde.

 

Heute ist die Depression auf nen Kaffee da

Das Wetter. Sicher ist es das Wetter. Sonne, dann Regen, dann Schnee, wobei, Sonne kann man eigentlich auch weglassen, also bleiben wir bei Regen und Schnee. Und dann natürlich auch wieder ein paar von diesen querschlagenden Gedanken, die einem die Stimmung mies machen wollen.

Heute Morgen hatte ich meine Depression ja eigentlich einkaufen geschickt und mich dann still und heimlich Richtung Büro verkrümelt. Aber irgendwie muss das Miststück das mitbekommen haben. Kaum hatte ich mir den ersten Kaffee geholt, schwupps, saß sie auf meinem Schreibtischstuhl, fuhr damit Karussell und verschob alle Buchstaben aufm Bildschirm.

„Muss das sein, hatten wir uns nicht heute Morgen auf nen Nichtangriffspakt geeinigt?“ Ich blickte meine Depression genervt an. Die flötete aber nur: „Du hast nix vom Büro gesagt. Und hier isses schön warm und ich kann dir so einfach Stress machen.“

„Na danke schön, war ja klar. Du bist echt so ein Ekel manchmal.“

„Und du ganz schön nachtragend. Dabei lass ich dich doch die meiste Zeit in Ruhe.“

Klar, tut sie, am häufigsten, wenn ich schlafe.

„Hör mal, wenigstens hier kannst du dich mal zurückhalten. War gerade am mich konzentrieren.“

„Du, konzentrieren.“ Meine Depression kichert sich eins. „Hast du mich da um Erlaubnis gefragt?“

„Nu is aber mal gut. Hast du um Erlaubnis gefragt, hier aufzutauchen?“

Jetzt schmollt meine Depression. Ich weiß, sie ist nachtragend und ihr ist klar, dass sie im Büro nix verloren hat.

„Also sieh zu, dass du Land gewinnst. Sonst setz ich mir eine von meinen Masken auf, und du weißt, was dann passiert.“

Ha, jetzt hab ich sie.

„Schon gut, ich verzieh mich ja, aber dafür darf ich heute Abend raus.“

„Deal.“ Wenigstens in Ruhe arbeiten will ich dürfen. „Also los, verpiss dich, und tauch mir hier nicht mehr auf, ist das klar?“

„In Ordnung.“ Meine Depression verwuschelt noch mal alles auf dem Schreibtisch, dann isse weg.

Aber ich weiß eins:

Heute Abend. Ohne Maske. Da wird sie an der Haustür mit der dicken Stimmungskeule warten und dann is für mich erst mal wieder Schicht im Schacht. Bis zum Schlafen. Da isses ihr dann meist zu langweilig und sie ruft ihre Kumpels „schlechter Traum“ und seinen bösen Zwilling „Albtraum“.

Na dann. Gute Nacht.