Es gibt erste Live Aufnahmen von Larry Page bei einer ersten Präsentation eines frühen Stadiums von Google Glass!
Mein Fundstück der Woche: Eine Zwölfjährige übt profunde Kritik am Banksystem
Tja, manch Kind scheint das irrwitzige Spiel der Geldinstitute besser zu durchschauen als viele Erwachsene: Die zwölfjährige Victoria Grant übt Kritik am (kanadischen aber weltweit gültigen) Bankensystem:
Sehens- und hörenswert:
Es gibt Macher, die sinnvolles tun: Eine tolle Kooperation von DM und manomama

Wer mich kennt, weiß, dass ich von den Produkten von manomama, einer Textilfirma und Initiative von Sina Trinkwalder absolut begeistert bin. Nun haben sich zwei nachhaltige, nicht nur profitorientierte und vor allem am Menschen und nicht nur an der Humanressource interessierte Firmen zusammengetan. Denn bei DM gibt es seit neuestem eine wirklich schöne Einkaufstasche made bei manomama und in germany ; ). Eine absolute Kaufempfehlung. DAS wird TREND! Und auch die anderen Produkte von manomama sind wirklich sehen- und tragenswert. Ich habe einige Stücke, auf die ich sehr stolz bin und die ausgesprochen robust und angenehm zu tragen sind.
Das Microsoft Social Network so.cl ist jetzt für alle da (offen)

Was bislang eine closed beta war, kann jetzt jeder nutzen. so.cl, das Soziale Netzwerk von Microsoft. Man kann sich via Facebook (nette kleine Ironie am Rande) oder Windows Live anmelden.
Bisheriger erster Eindruck: Die Oberfläche sieht aufgeräumt aus. Der Eindruck entsteht, das ganze ist speziell auch für die Tablet Nutzung designt worden.
Es gibt all die schon von anderen sozialen Netzen bekannten Funktionen.
Nun bleibt abzuwarten, ob ein so später Einstieg in die Welt der sozialen Netze überhaupt gelingen kann.
Das muss vor allem der Mehrwert zeigen und wie so.cl mit solch heißen Themen wie Datenschutz und Privatsphäre umgeht.
Die aktuellen Proteste sind auch ein Protest gegen Hierarchien

Eines fällt mir immer deutlicher auf, je länger in Politik und Gesellschaft Proteste zeigen, dass etwas faul ist, aber nicht nur im Staate Dänemark.
Die Occupy Bewegung, die Kritik an der Kirche und ihren starren Strukturen, die Piratenpartei als Gegenmodell gegen die verkrusteten Parteikarrieren und Strukturen.
Was aber elementare Unterschied ist, und was wieder einmal die durch Social Media angestossenen gesamtgesellschaftlichen Veränderungen zeigt, viele sind nicht mehr bereit, jemanden „über ihnen“ zu akzeptieren, nur weil er durch Karriere oder qua Amts eine übergeordnete Stelle einzunehmen meint. Und insbesondere ist die Bevölkerung sehr kritisch gegenüber dogmatischen Aussagen geworden. Der Expert ist nicht mehr länger unhinterfragt, und selbst die Medien sehen sich immer mehr in einem Zwang, zusätzlich den Beweis zu erbringen, dass was sie schreiben auch wirklich wahr ist.
Bevor es die diversen Möglichkeiten zur Vernetzung jenseits von Hierarchien und Titeln gab, war es recht schwer, die Gegebenheiten und Gepflogenheiten außerhalb des eigenen Lebensumfelds zu durchdringen. Man war von der Filterblase klassische Medien abhängig. Heute jedoch kann vieles hinterfragt werden. Und gerade nachdem diverse Fehlleistungen bis hin zu offensichtlichen Verbrechen wie Kindesmissbrauch publik werden und ein Diskurs jenseits der offiziellen Kanäle möglich , ja gar ein Einwirken auf Entscheidungsträger durch die Macht der Masse möglich ist, werden immer mehr die Legitimationen derer da oben hinterfragt.
Das mag für manchen, der sich nur aus seinem Rang und seiner Karriere definiert bitter sein, bietet meiner Ansicht nach aber auch die grosse Chance für wirkliche Veränderungen.
Denn es werden auch die diversen Lobbys ausgehebelt, und es ist viel einfacher geworden, für ein gesellschaftlich relevantes Ziel die Aufmerksamkeit der Masse zu erlangen, als noch vor der Möglichkeit der freien Vernetzung und schnellen Verbreitung von Nachrichten in den sozialen Netzwerken.
Die sozialen Netzwerke lösen keine Revolution aus und hinterfragen auch nicht die Berechtigung eines Managers, Millionen zu verdienen während seine Mitarbeiter Lohnkürzungen hinnehmen müssen. Aber die Menschen die sie nutzen können mit viel lauterer Stimme sprechen.
Und wie man an der beginnenden Verzahnung von „klassischen“ und neuen Medien sieht, sie werden immer stärker gehört. Auch in den Kreisen, die gerne die drei Affen spielen würden.
Und selbst bisherige Arbeitszeitmodelle, gar ganz Wirtschaftsmodelle werden hinterfragt. So war erst gestern auf Twitter zu lesen: Modell der Zukunft heißt Gemeinwohl-Ökonomie. Und erste Firmen implementieren selbst in Deutschland das ROWE Modell (Results Only Work Environment). All diesen Initiativen gemein ist aber, dass sie sich von den angeblich zwingend notwendigen Prinzipien in Teilen verabschieden, die für ihre Branche oder Kultur als gesetzt gesehen werden und Dinge neu denken. Auch neue Konzept wie Crowdfunding und Collaborative Consumption weisen in eine Richtung, die viele Aspekte des heutigen Wirtschaftssystems und des Konsumverhaltens hinterfragt und ein realistischeres Denke dem Standesdünkel und dem „Ich muss mindestens so gut sein wie mein Nachbar“ entgegenstellt.
Was mir daran sympathisch ist? Der Mensch rückt paradoxerweise wieder in den Mittelpunkt, nachdem viele das Gefühl hatten, in der Gesellschaft nur noch als Humanressource und Konsument gesehen zu werden. Das ist eines der Indizien dafür, dass die Untergangsapolegten ein falsches Bild von den Effekten sozialer Vernetzung zeichnen. Nicht die Vereinsamung ist das häufige Resultat eines sozial vernetzten Lebens, sondern vielmehr das Gegenteil. Man verbindet sich häufiger mit Menschen ähnlicher Interessen, engagiert sich schneller aber auch punktueller.
Meiner Ansicht nach bieten die sozialen Netze die Chance, wirkliche Veränderung zu bewirken, die auch auf der Basis einer breiten Mehrheit fußt. Spätestens, wenn die Vernetzung in der Gesamtbevölkerung angekommen ist, wird es Zeit für die Hierarchiegläubigen, unzudenken.
Twittern aus dem All mit ESA, DLR und NASA : Eins meiner persönlichen Highlights der re:publica 2012
Wir jammern technologisch auf hohem Niveau.

Interessant immer wieder, was manche Mitmenschen beklagen. Und wo sie angebliche Verluste wittern.
Da trauern manche über das verschwinden der CD zu Gunsten von „angeblich schlechtern“ MP3, vergessen aber dabei ganz, dass sie einmal genau das Erscheinen der CD beklagt haben, weil die CD so steril und perfekt klingt.
Da jammert man darüber, dass die eigene Kamera „nur“ 10 Megapixel hat, vergisst dabei aber ganz, dass man diese Megapixel gar nicht mehr wirklich wahrnimmt (außer bei der Grösse der Dateien), wenn man nicht gerade ein Fotoprofi ist.
Seitdem die Technik von Verbesserung zu Verbesserung in immer kleineren Zyklen voranschreitet, scheint auch der Wunsch nach etwas „noch besserem“ immer schneller zurückzukommen. Oft vergessen wir dabei aber, wofür wir das Produkt überhaupt verwenden.
Ich amüsiere mich zum Beispiel immer wieder über die hochgezüchteten Desktop PCs, die man durchaus für anspruchsvollen Videoschnitt oder High-End Games verwenden könnte, die aber eigentlich nur für Textverarbeitung und fürs Surfen genutzt werden.
Dagegen stehen für mich Menschen wie Raul Krauthausen, die es trotz eigenen Handicaps verstehen, die Chancen der Technologien sinnvoll zu nutzen, um das eigene und das Leben anderer zu verbessern.
Noch schlimmer die wie bereits beschrieben alles ablehnenden Technophobiker, die quasi reflexartig dieses neumodische Zeugs ablehnen, das doch nur Spielerei ist und das die Sitten verroht und die Welt bald untergehen lassen wird (so amüsiere ich mich zur Zeit über Landwirte, die sich über dieses Internet Zeugs beklagen, aber gleichzeitig aktuell das Grundwasser durch immer stärkere Gülleausbringung auf den Feldern ruinieren und mit immer grössern Monokulturen dafür sorgen, dass die Artenvielfalt mittlerweile in Großstädten oft höher ist als auf dem Land. Aber das Internet ist gefährlich und gehört verboten, das mit der Gülle haben die ja schon immer so gemacht und wer da was gegen hat, der gehört…… won’t write more. ) Wir beklagen uns über die Arbeitsbedingungen in China, würden aber gleichzeitig laut aufschreien und protestieren, müssten wir mehr für unsere High Tech Geräte oder die billigen Klamotten vom Discounter zahlen.
Wir schimpfen über die Lebensmittelpreise, vergessen dabei aber leider, dass wir schon seit Jahren nicht mehr den eigentlichen Wert der Lebensmittel bezahlen, würden sie so hergestellt, wie wir uns das wünschen. Wir sind gegen Gentechnik und Designerfood, aber dennoch konsumieren viele Fastfood, Tütensuppen und Fertiggerichte.
Das ist für mich ein Teil der deutschen Unkultur. Anstelle für das Handeln und für so manche technologische Fehlentwicklung die Verantwortung dort zu suchen, wo sie ist, nämlich beim Menschen, fordern wird Sperren, Verbote und Abschaffen. Dabei zeigen uns Menschen wie Krauthausen, dass es eigentlich nur eines klugen Kopfes bedarf, um Technologien sinnvoll anzuwenden und damit tatsächlich das Leben und den Alltag der Menschen zu verbessern. Anstelle sich über Missstände aufzuregen sollte jeder von uns die Energie lieber dafür aufwenden, in seinem Umfeld wo möglich etwas besser zu machen, oder jene zu fördern, die es besser machen wollen. Klagen ist oft nur Faulheit, sich zu verändern oder sich mit neuen Technologien wirklich zu befassen.
Blogparade:Was zeichnet die Führungskraft der Zukunft aus?
Und wieder ruft Bianca Gade (@chiliconcharme) zur Blogparade auf zu einem Thema, das mich persönlich sehr umtreibt.
Die Führungskraft der Zukunft? Eine interessante Frage, sehe ich doch durch die zunehmende Verschmelzung von Beruf und Privat, oder wie ich es nenne die Work Life Integration die klassischen Hierarchien verflachen. Für mich ist die Führungskraft der Zukunft zuallererst Coach, Berater, der sein Team unterstützt in der meist selbständigen Erledigung ihrer Ziele. Denn für mich zeichnet sich für die Zukunft ein Bild ab, das viel mehr von Projektarbeit geprägt sein wird. In dem es die typischen Teams immer seltener geben wird.
Bereits heute motiviere ich mich am besten selbst, in dem ich mich mit Aufgaben befasse, die mich begeistern, in dem ich in jeder neuen Herausforderung die Chancen sehe, etwas auf die Beine zu stellen und mich durch meine Leistung zu beweisen. Der Präsenzgedanke des Mitarbeiters, der für seine Führungskraft stets sichtbar und verfügbar ist, wird in der Zukunft immer mehr einer Situation weichen, in der wir verschiedenen „Herren“ dienen und ggf. auch teilselbständig arbeiten.
Insofern ist die Rolle der Führung in der Zukunft mehr eine integrative, weniger eine überwachend kontrollierende. Die Führungskraft der Zukunft sorgt für ein kommunikatives Umfeld, versucht, als Mediator und Coach zu agieren. Und ja, in bestimmten Arbeitsumfeldern wird der Bedarf an Führungskräften auch massiv sinken, wo sich Teams immer wieder neu anhand der Aufgabe zusammensetzen und der einzelne nicht mehr Teil eines Teams, sondern Teil einer Gruppe von Experten mit einer bestimmten Skillpalette ist.
Motivation ist für mich schon immer nur dann wirklich positiv, wenn sie intrinsisch, also aus der Person heraus kommt. Sei es, weil sie die Möglichkeit bietet, die eigenen Fähigkeiten zu präsentieren, sei es, weil sie zu Erfolgserlebnissen führt. Geld und Sachwerte können maximal die sozial absichernde Basis bieten.
Alles, was darüber hinaus geht, bedeutet für mich nicht zwangsweise ein mehr an Motivation. Dazu existiert auch ein wunderbares Video bei TED mit dem bezeichnenden Titel „What really motivates us“.
Ich empfehle es jedem, der glaubt, nur alleine durch finanzielle Anreize könne man kreative, innovative Ergebnisse erzielen. Gerade mit der zunehmenden Zahl an Freiberuflern bzw. Menschen, die nahe an einer freiberuflichen Arbeit agieren wird die intrinsische Motivation aus sich selbst heraus immer wichtiger.
Und auch bei der Frage, was Führungskräfte von sozialen Medien lernen können, ist eines ganz klar. Die Führungskraft der Zukunft muss zum einen mit einem massiven Kontrollverlust leben (können), da sich ihre „Untergebenen“ immer stärker untereinander und über Hierarchien und Teams hinweg vernetzen werden. Aber wenn sie die Chancen nutzt und diese Vernetzungsmöglichkeiten selbst aktiv nutzt, kann sie Projekten wichtige Impulse geben, und durch Vernetzung schnellere Lösungen und Optimierungen in der Zusammenarbeit initiieren.
Nochmal, die Führungskraft der Zukunft wird es noch geben, aber sie wird deutlich weniger führen und deutlich intensiver Coachen. Ggf. gar zum Wohle des Mitarbeiters auch mal darauf achten, dass nicht zu viel gearbeitet wird. Denn meiner Ansicht nach besteht bei Modellen wie der Vertrauensarbeitszeit das grössere Problem nicht in der Ausbeutung der Mitarbeiter durch die Vorgesetzten (diese haben oft schon heute durchaus das Bewußtsein entwickelt, dass ein ausgebrannter Mitarbeiter auch dem Unternehmen schadet) sondern vielmehr in der Ausbeutung der Mitarbeiter durch sich selbst. Denn wer in seiner Arbeit aufgeht, wer hochmotiviert an neuen Lösungen arbeitet, tendiert viel zu leicht dazu, die Zeit zu vergessen und letztlich damit auch die eigene Gesundheit.
Update: Mittlerweile ist auch das EBook erschienen, mit vielen weiteren sehr spannenden Beiträgen.


