Die aktuellen Proteste sind auch ein Protest gegen Hierarchien

So sieht mein Arbeitsplatz aus....... zuhause

Eines fällt mir immer deutlicher auf, je länger in Politik und Gesellschaft Proteste zeigen, dass etwas faul ist, aber nicht nur im Staate Dänemark.

Die Occupy Bewegung, die Kritik an der Kirche und ihren starren Strukturen, die Piratenpartei als Gegenmodell gegen die verkrusteten Parteikarrieren und Strukturen.

Was aber elementare Unterschied ist, und was wieder einmal die durch Social Media angestossenen gesamtgesellschaftlichen Veränderungen zeigt, viele sind nicht mehr bereit, jemanden „über ihnen“ zu akzeptieren, nur weil er durch Karriere oder qua Amts eine übergeordnete Stelle einzunehmen meint. Und insbesondere ist die Bevölkerung sehr kritisch gegenüber dogmatischen Aussagen geworden. Der Expert ist nicht mehr länger unhinterfragt, und selbst die Medien sehen sich immer mehr in einem Zwang, zusätzlich den Beweis zu erbringen, dass was sie schreiben auch wirklich wahr ist.

Bevor es die diversen Möglichkeiten zur Vernetzung jenseits von Hierarchien und Titeln gab, war es recht schwer, die Gegebenheiten und Gepflogenheiten außerhalb des eigenen Lebensumfelds zu durchdringen. Man war von der Filterblase klassische Medien abhängig. Heute jedoch kann vieles hinterfragt werden. Und gerade nachdem diverse Fehlleistungen bis hin zu offensichtlichen Verbrechen wie Kindesmissbrauch publik werden und ein Diskurs jenseits der offiziellen Kanäle möglich , ja gar ein Einwirken auf Entscheidungsträger durch die Macht der Masse möglich ist, werden immer mehr die Legitimationen derer da oben hinterfragt.
Das mag für manchen, der sich nur aus seinem Rang und seiner Karriere definiert bitter sein, bietet meiner Ansicht nach aber auch die grosse Chance für wirkliche Veränderungen.
Denn es werden auch die diversen Lobbys ausgehebelt, und es ist viel einfacher geworden, für ein gesellschaftlich relevantes Ziel die Aufmerksamkeit der Masse zu erlangen, als noch vor der Möglichkeit der freien Vernetzung und schnellen Verbreitung von Nachrichten in den sozialen Netzwerken.
Die sozialen Netzwerke lösen keine Revolution aus und hinterfragen auch nicht die Berechtigung eines Managers, Millionen zu verdienen während seine Mitarbeiter Lohnkürzungen hinnehmen müssen. Aber die Menschen die sie nutzen können mit viel lauterer Stimme sprechen.
Und wie man an der beginnenden Verzahnung von „klassischen“ und neuen Medien sieht, sie werden immer stärker gehört. Auch in den Kreisen, die gerne die drei Affen spielen würden.

Und selbst bisherige Arbeitszeitmodelle, gar ganz Wirtschaftsmodelle werden hinterfragt. So war erst gestern auf Twitter zu lesen: Modell der Zukunft heißt Gemeinwohl-Ökonomie. Und erste Firmen implementieren selbst in Deutschland das ROWE Modell (Results Only Work Environment). All diesen Initiativen gemein ist aber, dass sie sich von den angeblich zwingend notwendigen Prinzipien in Teilen verabschieden, die für ihre Branche oder Kultur als gesetzt gesehen werden und Dinge neu denken. Auch neue Konzept wie Crowdfunding und Collaborative Consumption weisen in eine Richtung, die viele Aspekte des heutigen Wirtschaftssystems und des Konsumverhaltens hinterfragt und ein realistischeres Denke dem Standesdünkel und dem „Ich muss mindestens so gut sein wie mein Nachbar“ entgegenstellt.

Was mir daran sympathisch ist? Der Mensch rückt paradoxerweise wieder in den Mittelpunkt, nachdem viele das Gefühl hatten, in der Gesellschaft nur noch als Humanressource und Konsument gesehen zu werden. Das ist eines der Indizien dafür, dass die Untergangsapolegten ein falsches Bild von den Effekten sozialer Vernetzung zeichnen. Nicht die Vereinsamung ist das häufige Resultat eines sozial vernetzten Lebens, sondern vielmehr das Gegenteil. Man verbindet sich häufiger mit Menschen ähnlicher Interessen, engagiert sich schneller aber auch punktueller.

Meiner Ansicht nach bieten die sozialen Netze die Chance, wirkliche Veränderung zu bewirken, die auch auf der Basis einer breiten Mehrheit fußt. Spätestens, wenn die Vernetzung in der Gesamtbevölkerung angekommen ist, wird es Zeit für die Hierarchiegläubigen, unzudenken.

Wir jammern technologisch auf hohem Niveau.

Dieses böse Feuer, das wird völlig überbewertet, dachte sich der Urmensch, der seine Nachbarn beim Rösten von Mammutfleisch über einem Feuer beobachtet, bevor er an einer Salmonellenvergiftung starb..

Interessant immer wieder, was manche Mitmenschen beklagen. Und wo sie angebliche Verluste wittern.

Da trauern manche über das verschwinden der CD zu Gunsten von „angeblich schlechtern“ MP3, vergessen aber dabei ganz, dass sie einmal genau das Erscheinen der CD beklagt haben, weil die CD so steril und perfekt klingt.

Da jammert man darüber, dass die eigene Kamera „nur“ 10 Megapixel hat, vergisst dabei aber ganz, dass man diese Megapixel gar nicht mehr wirklich wahrnimmt (außer bei der Grösse der Dateien), wenn man nicht gerade ein Fotoprofi ist.

Seitdem die Technik von Verbesserung zu Verbesserung in immer kleineren Zyklen voranschreitet, scheint auch der Wunsch nach etwas „noch besserem“ immer schneller zurückzukommen. Oft vergessen wir dabei aber, wofür wir das Produkt überhaupt verwenden.

Ich amüsiere mich zum Beispiel immer wieder über die hochgezüchteten Desktop PCs, die man durchaus für anspruchsvollen Videoschnitt oder High-End Games verwenden könnte, die aber eigentlich nur für Textverarbeitung und fürs Surfen genutzt werden.

Dagegen stehen für mich Menschen wie Raul Krauthausen, die es trotz eigenen Handicaps verstehen, die Chancen der Technologien sinnvoll zu nutzen, um das eigene und das Leben anderer zu verbessern.

Noch schlimmer die wie bereits beschrieben alles ablehnenden Technophobiker, die quasi reflexartig dieses neumodische Zeugs ablehnen, das doch nur Spielerei ist und das die Sitten verroht und die Welt bald untergehen lassen wird (so amüsiere ich mich zur Zeit über Landwirte, die sich über dieses Internet Zeugs beklagen, aber gleichzeitig aktuell das Grundwasser durch immer stärkere Gülleausbringung auf den Feldern ruinieren und mit immer grössern Monokulturen dafür sorgen, dass die Artenvielfalt mittlerweile in Großstädten oft höher ist als auf dem Land. Aber das Internet ist gefährlich und gehört verboten, das mit der Gülle haben die ja schon immer so gemacht und wer da was gegen hat, der gehört…… won’t write more. ) Wir beklagen uns über die Arbeitsbedingungen in China, würden aber gleichzeitig laut aufschreien und protestieren, müssten wir mehr für unsere High Tech Geräte oder die billigen Klamotten vom Discounter zahlen.

Wir schimpfen über die Lebensmittelpreise, vergessen dabei aber leider, dass wir schon seit Jahren nicht mehr den eigentlichen Wert der Lebensmittel bezahlen, würden sie so hergestellt, wie wir uns das wünschen. Wir sind gegen Gentechnik und Designerfood, aber dennoch konsumieren viele Fastfood, Tütensuppen und Fertiggerichte.

Das ist für mich ein Teil der deutschen Unkultur. Anstelle für das Handeln und für so manche technologische Fehlentwicklung die Verantwortung dort zu suchen, wo sie ist, nämlich beim Menschen, fordern wird Sperren, Verbote und Abschaffen. Dabei zeigen uns Menschen wie Krauthausen, dass es eigentlich nur eines klugen Kopfes bedarf, um Technologien sinnvoll anzuwenden und damit tatsächlich das Leben und den Alltag der Menschen zu verbessern. Anstelle sich über Missstände aufzuregen sollte jeder von uns die Energie lieber dafür aufwenden, in seinem Umfeld wo möglich etwas besser zu machen, oder jene zu fördern, die es besser machen wollen. Klagen ist oft nur Faulheit, sich zu verändern oder sich mit neuen Technologien wirklich zu befassen.

 

Blogparade:Was zeichnet die Führungskraft der Zukunft aus?

Und wieder ruft Bianca Gade (@chiliconcharme) zur Blogparade auf zu einem Thema, das mich persönlich sehr umtreibt.

Die Führungskraft der Zukunft? Eine interessante Frage, sehe ich doch durch die zunehmende Verschmelzung von Beruf und Privat, oder wie ich es nenne die Work Life Integration die klassischen Hierarchien verflachen. Für mich ist die Führungskraft der Zukunft zuallererst Coach, Berater, der sein Team unterstützt in der meist selbständigen Erledigung ihrer Ziele. Denn für mich zeichnet sich für die Zukunft ein Bild ab, das viel mehr von Projektarbeit geprägt sein wird. In dem es die typischen Teams immer seltener geben wird.

Bereits heute motiviere ich mich am besten selbst, in dem ich mich mit Aufgaben befasse, die mich begeistern, in dem ich in jeder neuen Herausforderung die Chancen sehe, etwas auf die Beine zu stellen und mich durch meine Leistung zu beweisen. Der Präsenzgedanke des Mitarbeiters, der für seine Führungskraft stets sichtbar und verfügbar ist, wird in der Zukunft immer mehr einer Situation weichen, in der wir verschiedenen „Herren“ dienen und ggf. auch teilselbständig arbeiten.

Insofern ist die Rolle der Führung in der Zukunft mehr eine integrative, weniger eine überwachend kontrollierende. Die Führungskraft der Zukunft sorgt für ein kommunikatives Umfeld, versucht, als Mediator und Coach zu agieren. Und ja, in bestimmten Arbeitsumfeldern wird der Bedarf an Führungskräften auch massiv sinken, wo sich Teams immer wieder neu anhand der Aufgabe zusammensetzen und der einzelne nicht mehr Teil eines Teams, sondern Teil einer Gruppe von Experten mit einer bestimmten Skillpalette ist.

Motivation ist für mich schon immer nur dann wirklich positiv, wenn sie intrinsisch, also aus der Person heraus kommt. Sei es, weil sie die Möglichkeit bietet, die eigenen Fähigkeiten zu präsentieren, sei es, weil sie zu Erfolgserlebnissen führt. Geld und Sachwerte können maximal die sozial absichernde Basis bieten.

Alles, was darüber hinaus geht, bedeutet für mich nicht zwangsweise ein mehr an Motivation. Dazu existiert auch ein wunderbares Video bei TED mit dem bezeichnenden Titel „What really motivates us“.

Ich empfehle es jedem, der glaubt, nur alleine durch finanzielle Anreize könne man kreative, innovative Ergebnisse erzielen. Gerade mit der zunehmenden Zahl an Freiberuflern bzw. Menschen, die nahe an einer freiberuflichen Arbeit agieren wird die intrinsische Motivation aus sich selbst heraus immer wichtiger.

Und auch bei der Frage, was Führungskräfte von sozialen Medien lernen können, ist eines ganz klar. Die Führungskraft der Zukunft muss zum einen mit einem massiven Kontrollverlust leben (können), da sich ihre „Untergebenen“ immer stärker untereinander und über Hierarchien und Teams hinweg vernetzen werden. Aber wenn sie die Chancen nutzt und diese Vernetzungsmöglichkeiten selbst aktiv nutzt, kann sie Projekten wichtige Impulse geben, und durch Vernetzung schnellere Lösungen und Optimierungen in der Zusammenarbeit initiieren.

Nochmal, die Führungskraft der Zukunft wird es noch geben, aber sie wird deutlich weniger führen und deutlich intensiver Coachen. Ggf. gar zum Wohle des Mitarbeiters auch mal darauf achten, dass nicht zu viel gearbeitet wird. Denn meiner Ansicht nach besteht bei Modellen wie der Vertrauensarbeitszeit das grössere Problem nicht in der Ausbeutung der Mitarbeiter durch die Vorgesetzten (diese haben oft schon heute durchaus das Bewußtsein entwickelt, dass ein ausgebrannter Mitarbeiter auch dem Unternehmen schadet) sondern vielmehr in der Ausbeutung der Mitarbeiter durch sich selbst. Denn wer in seiner Arbeit aufgeht, wer hochmotiviert an neuen Lösungen arbeitet, tendiert viel zu leicht dazu, die Zeit zu vergessen und letztlich damit auch die eigene Gesundheit.

 

Update: Mittlerweile ist auch das EBook erschienen, mit vielen weiteren sehr spannenden Beiträgen.

„Dieses Facebook sollte man abschaffen“

Facebook böööööse, reale Welt guuuuuuut. Not really, sorry.

Gestern, belauscht. Zwei erwachsene Menschen, geschätzte 40 unterhalten sich über dieses unnötige Facebook, das eh kein Mensch braucht, und wo man sowieso nur liest, was jemand zu Mittag gegessen hat oder Fotos von Betrunkenen auf Parties sieht.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich solche Bilder in meiner Timeline wirklich nicht einmal nach langer Suche finden würde, zeigt mir das, was auch auf der re:publica schon zur Sprache kam. Wir müssen viel mehr die „Offliner“  informieren. Ich verlange ja gar nicht, dass die alle auf Facebook gehen (von manchen hoffe ich gar, dass sie es nie tun werden) aber zumindest sollte etwas mehr Verständnis für das Medium da sein.

Und wir sollten uns klar machen, dass es nicht einmal nur um Social Media geht. Die Diskrepanz zwischen der Medienkompetenz der breiten Bevölkerung und dem, was für eine vernünftige Erziehung der Jugend zu Medienkompetenz notwendig wäre, hat sich offensichtlich nicht verkleinert. Wir obliegen dem Irrtum, dass nur durch das Heranwachsen einer neuen Generation, Medienkompetenz quasi auf dem Silbertablett serviert würde.

Aber diese Annahme ist falsch. Wie andere Kulturtechniken auch, muß Medienkompetenz erlernt werden. Und was ich aus solchen Gesprächen wie dem obigen herauslese, es gibt viele Menschen, die gar nicht bereit sind, sich ernsthaft damit zu befassen.

In wie vielen Familien finde ich schon bei 10 oder 12 jährigen einen Spielecomputer oder gar einen Fernseher im Zimmer? Beides Dinge, die bei uns nicht in Frage kämen. Und wie oft wird wirklich kontrolliert, was die Kinder so spielen, womit sie sich ihre Zeit vertreiben?

Immer wieder höre ich auch Kinder im Gespräch, die sich vom letzten Krimi berichten, den sie gemeinsam mit den Eltern gesehen haben. Aber wer glaubt ernsthaft, ein Krimi wäre für einen 10 oder 12 jährigen das richtige?

Wir sollten endlich auch die eigene Verantwortung erkennen und nicht alleine auf die bösen Medien schimpfen, die ja angeblich diesen Müll anbieten. Da unterliegen wir nämlich einem Irrtum. Die sozialen Medien bieten nur die Plattform, der Müll kommt durch die User.

Ich unterstütze die Aktion: „Wir sind die Bürgerinnen und Bürger“

Immer wieder wollen die Medien einen Glauben machen, die Piraten, die Digital Natives wollten das Urheberrecht völlig abschaffen. Nichts könnte falscher sein.

Deshalb hat sich jetzt eine Initiative „Wir sind die Bürgerinnen und Bürger“ gebildet, die für eine sinnvolle Änderung des Urheberrechts plädiert, die sowohl die Rechte der Künstler ALS AUCH der Bürger einbezieht.

Also,

mitunterzeichnen, damit nicht einige wenige über die Rechte vieler bestimmen dürfen:

 

ZITAT: “

Mit großer Sorge verfolgen wir Bürgerinnen und Bürger die Diskussion um das Urheberrecht und seine Durchsetzung im Internet. Wir wollen das Urheberrecht nicht abschaffen! Im Gegenteil: Wir möchten, dass das Urheberrecht zukunftsfähig bleibt, aber das bedeutet, dass es sich an gesellschaftliche Realitäten annähern muss.

Wir treten dafür ein, dass Menschen, die von ihrer Kunst und ihrem kreativen Schaffen leben möchten, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen vorfinden. Dazu gehören

  • Verwertungsgesellschaften,
  • Schutzfristen und
  • Bezahlmodelle im Internet.

Jeder Urheber und jede Urheberin soll selbst entscheiden können, was mit dem eigenen Werk passieren soll – und was nicht.

Das Internet verändert dramatisch die Rahmenbedingungen für kulturelles Schaffen. Plötzlich stellen sich urheberrechtliche Fragen für alle von uns – auch für Laien:

  • Wie viel Text darf man zitieren, ohne das Urheberrecht zu verletzen?
  • Darf man zu seinem Lieblingslied singen oder tanzen und das Video dazu im Internet veröffentlichen?
  • Darf man eine berühmte Filmszene nachsprechen oder im eigenen Sinn interpretieren (z.B parodieren)?
  • Ist eine bestimmte Art der Nutzung mit dem Kauf von CD, Buch oder Datei bereits abgegolten?

Wir Bürgerinnen und Bürgern sind mit den Regeln überfordert, wenn wir im Internet kreativ werden. Gleichzeitig sind kulturschaffende Profis zu Recht darüber empört, dass ihre Werke ohne Bezahlung verwendet werden.

Wir müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen so ausgestalten, dass die Interessen der Urheber gewahrt bleiben – und dass gleichzeitig möglichst viele Menschen diese Regeln als gerecht empfinden und sich daran halten. Nur so kann die Akzeptanz für den Wert urheberrechtlich geschützter Inhalte gesteigert werden!

Wir möchten nicht, dass zur Durchsetzung des Urheberrechts zu unverhältnismäßigen Mitteln gegriffen wird. Dazu zählen:

  • die totale Verbannung aus dem Internet, wenn man mehrmals illegal Musik heruntergeladen hat („Three-Strikes-Modell”)
  • die anlasslose Überwachung und Speicherung des Internetverkehrs, um Urheberrechtsverstöße überhaupt erst aufzuspüren
  • überhöhte Streitwerte bei Abmahnungen, um Exempel zu statuieren (viele Tausend oder Zehntausende Euro)

Wir möchten ein Urheberrecht und reichen deshalb allen Kreativen und ihren Geschäftspartnern die Hand. Lassen Sie uns gemeinsam nach Lösungen suchen, die das Recht der Urheber, über das eigene Werk zu verfügen genauso respektieren wie das Recht aller Menschen, frei von Repression und Überwachung zu leben.“

 

Wenn ihr all dem zustimmt, dann macht mit und unterzeichnet!

Das Ende des hierarchischen Unternehmens.

Es gibt einige Einflüsse der zunehmenden Vernetzung und der Stärkung von Social Media im Alltag der Menschen, die bedingen werden, dass sich traditionelle, starr strukturierte Unternehmen in naher Zukunft neu erfinden müssen, wollen sie nicht früher oder später vom Markt verschwinden.
Die Zeiten der Supertanker, die möglichst groß werden müssen, um durch schiere Größe die Konkurrenz zu überflügeln wird in der Zukunft solchen Unternehmen weichen, die trotz Grösse möglichst schnell und unbürokratisch reagieren können.
Erste Beispiele sieht man bei der Entwicklung von Nokia oder bei den Veränderungen im Konsumverhalten der Menschen, das ganze Industrien wie z.B. die Autoindustrie zum Umdenken zwingt. Plötzlich es nicht mehr relevant, welches bzw. ob ich überhaupt ein Auto besitze und ich prophezeie, dass wir bald eine neue Trendkultur erleben werden, die sich über das Teilen, das intelligente Konsumieren und über geringeren Besitz und mehr Einflußnahme in die öffentlichen Prozesse definiert.
Erste Ansätze sieht man bei Diensten wie MyTaxi, bei Crowdfunding Plattformen wie Kickstarter, die Produkte produzieren, die vom Kunden aktiv gewünscht wurden anstelle von Dingen, von denen ein oft von der Realität weit entferntes Management befindet.

Meine These: Grosse Unternehmen sollten darüber nachdenken, die einzelnen Bereiche wie eigene kleine Unternehmen zu führen. Aber nicht, indem noch eine Führungsschicht eingezogen wird, sondern im Sinne von Startups weitestgehend ohne Führung. Die sich selbst organisierenden Teams können, sofern sie auch mit hinreichender Entscheidungsfreiheit ausgestattet werden viel flexibler UND kostengünstiger reagieren als die klassische „Abteilung“ die neben einem oft viel zu langen und trägen Entscheidungsprozess auch noch mit den firmenpolitischen Grabenkämpfen von Managementvertretern zu kämpfen hat, die letztlich mehr Wert auf ihre eigene Wichtigkeit und Karriere legen, als auf die Ziele des Unternehmens.
Ich wage zu behaupten, dass oft der einfache Mitarbeiter der bessere Mitunternehmer ist, da er nicht der Karriere wegen, sondern schlicht für seinen Lebensunterhalt arbeitet und eine viel grössere Motivation dafür hat, dass sein Unternehmen besteht. Je höher man in manchen Unternehmen aufsteigt, um so abstrakter sind die Prozesse so daß es „am Ende des Tages“ (einer jener Buzzword Sprüche, der bei jedem aufmerksamen Beobachter die Alarmglocken schrillen lassen sollte) nur noch einen abstrakten Bereich betreut, der sowohl innerhalb eines Autokonzerns als auch bei einem Internet Unternehmen sein könnte.

Viele grosse Unternehmen sind von Staaten nicht mehr wirklich unterscheidbar, nur dass die Entscheidungsprozesse in so manchem Staat weitaus demokratischer ablaufen, als in Unternehmen. Aber das wird die Forderung der nächsten Generationen sein. Partizipation, Mitentscheiden ohne sich durch die vielen Managementschichten nach oben zu streamlinen.
In Zukunft ist derjenige der Gewinner, der schnell ist, der den Kunden als Partner sieht, und der nicht seinen gesamten Fokus nur auf den Abverkauf von Produkten legt, dem der ROI weniger bedeutet als der Einfluß und die Relevanz seiner Produkte.
Wir stehen erst am Anfang einer umfassenden Veränderung im Denken der Menschen. Und wer als Unternehmen nicht schnell folgt, dem ist ein ähnliches Schicksal beschieden wie z.B. Nokia.
Schöner Effekt, der bei einer Diskussionsrunde zu Innovation und Veränderungsbereitschaft zu sehen war: Auf die Frage, wer einmal ein Nokia Telefon besessen habe, meldeten sich fast alle im Raum. Auf die Frage, wer heute eines besitzt, meldete sich NIEMAND! (Und auch ich war dort unter denjenigen, die einmal eines besaßen, heute nicht mehr)

Kundenservice, wie er sein sollte am Beispiel Ultrasport lest und lernt ihr Renditemanager

trampolin
Unser Trampolin

Vor knapp einem Jahr hatten wir uns für die Kinder und ja, auch für uns Eltern ein großes Trampolin bei Amazon bestellt. Schon in diversen Urlauben und Ausflügen zuvor hatten wir bemerkt, wie begeistert alle drei auf jedes Trampolin geklettert waren, das sie irgendwo fanden.

Nach intensiver Recherche viel die Wahl auf das Ultrafit von Ultrasports, auch wegen der geknickten Stützen, die das ganze noch etwas stabiler machen und dem Schutznetz, das im Gegensatz zu vielen anderen die Sprungfläche nicht einengt, sondern stabil am Rand befestigt ist. Ein Jahr wurde das Trampolin von den Kindern intensivst genutzt, aber im April diesen Jahres brach plötzlich eine der Stützen an der waagerechten Verlängerung.

Das kann nun immer mal passieren, allerdings konnten wir unsere Rechnung dafür nicht mehr finden.

Wir gingen, wie ja bei den meisten Unternehmen üblich, von diversen Problemen mit der Reklamation aus, doch dann die Überraschung.

Nachdem meine Frau beim Hersteller anrief, stellte sich heraus, dass nur ein Bild des Schadens sowie die genauen Maße und der Typ benötigt würden. Auf die Bemerkung, es läge uns keine Rechnung mehr vor meinte der nette Mitarbeiter von der Hotline, das mache gar nichts, wichtig wären nur Foto und Maße. Als meine Frau dann Bild und  Daten an die vom Hotline Mitarbeiter angegebene EMail Adresse gesendet hatte (dies abends) war zu unserer Verblüffung bereits am nächsten Morgen um 7:30 die Bestätigung da, dass jetzt alle Infos vorlägen und demnächst das Ersatzteil geliefert würde.

Und tatsächlich, zwei Tage später kamen die benötigten Ersatzteile inklusive Lieferschein und tatsächlich wurde uns der Schaden ohne großen bürokratischen Aufwand ersetzt.

Selten war ich zufriedener mit der Wahl einer etwas „teureren“ Firma für ein Sportgerät als bei diesem Trampolin. Hervorragender Service durch sehr freundliche Mitarbeiter, dazu mit einer Geschwindigkeit, die ich so noch nicht erlebt habe.

Denn was mich wirklich begeistert hat, ist die Geschwindigkeit und die unbürokratische Reaktion von Seiten des Herstellers. Das ist für mich wirkliches Kümmern um den Kunden, auch wenn er bereits gekauft hat. Oder man könnte es auch so formulieren. Durch ihr Vorgehen hat mir die Firma Ultrasport vermittelt, dass ich nicht nur als Verbraucher für sie interessant bin, sondern auch wenn ich als deren Kunde bereits gekauft habe und „nur“ ein Ersatzteil wünsche.

Da kann sich so manch anderes Unternehmen eine große Scheibe davon abschneiden. Denn bei den meisten Firmen habe ich eher den Eindruck, das einzige, was sie an mir als Kunden interessiert ist, wenn ich etwas kaufe, danach beschränkt sich der Service oft darauf, gleich einen Neukauf zu empfehlen.

Insofern kann ich aus voller Überzeugung für jeden, der sich die Anschaffung eines Trampolins überlegt die Marke Ultrasport ohne wenn und aber empfehlen. Selten passiert es, dass ich so begeistert bin, aber hier gibt es Grund genug.

Denn es kann immer mal passieren, dass auch ein Qualitätsprodukt kaputt gehen kann. Aber dann ist der Kontakt mit dem Kundenservice der Lakmustest, ob hier der Kunde nur als Melkkuh gesehen, oder als Kunde ernst genommen wird. Und das hat Ultrasport in meinen Augen geschafft.

Eine Auswahl der Geräte könnt ihr übrigens bei Ultrasport direkt sehen. Unseres ist das mit 305cm Durchmesser.