Buzzrank hat eine schöne Infografik zusammengestellt, auf der zu sehen ist, wie sich die re:publica in Twitter wiedergespiegelt hat:


Künstliche Intelligenz, Wissenschaft, Mental health und was mir sonst noch in den Sinn kommt

Das Buch „Der entfesselte Skandal“ von Bernhard Pürksen und Hanne Detel verspricht im Untertitel: „Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“.
Nun ist für mich gerade auch als Blogger durchaus interessant, welche Rolle das Netz und die Digitalisierung bei den aktuellen Skandalen spielt.
Aber leider versagt meiner Ansicht nach das Buch hier in weiten Teilen. Es fühlt sich vielmehr an wie eine dokumentarische Aneinanderung von Skandalen der jüngsten Vergangenheit, die dazu herhalten müssen, die These zu stützen, dass im digitalen Zeitalter die Kontrolle über das Geschehen und die Medien verloren wurde. Dabei fehlt mir aber in weiten Teilen die Substanz und gelegentlich gar das Verständnis für die Mechanismen der sozialen Netze.
In einer zum Teil sehr wissenschaftlich verbrämten Sprache werden Beispiele für Skandale aneinandergereiht nachdem zunächst in einer für mich zu kurzen Form auf den Blogger als Auslöser eines Skandals und die digitalen Medien als Transportmedium eingegangen wird. Dabei ist es oft nicht der Blogger, der die Enthüllung betreibt, er gibt maximal den Anstoß, wenn er überhaupt so wichtig genommen wird. Immer noch sind es die klassischen Medien, die die dialektischen Schlammschlachten gegen Prominente führen. Es existieren sicher neue, schnellere Verbreitungswege, aber es ist die gleiche schon seit Jahrzehnten vorhandene Lust am Skandal und die kommerzialisierte Verbreitung der Skanalmitteilung, die den entfesselten Skandal erst auslöst.
Im Stil der Beschreibung schwingt stets der Unterton mit, der den Vorwurf gegen Blogger erhebt,effektheischend und um der Reichweite willen, Enthüllung zu betreiben. Hier wird völlig verkannt, dass es sehr viele Blogs gibt, denen es überhaupt nicht um Enthüllung geht. Es ist vielmehr so, dass wir es bei den enthüllenden Bloggern oft mit jenem Personenkreis, der ohne Internet auch mit Telefon oder Brief enthüllen könnte.
Die Skandalentfesselung wird zu stark auf die digitale Welt fokussiert, anstelle wirklich zu hinterfragen, woher die Skandalisierung und die Lust der Bevölkerung am Skandal rührt.
Insgesamt ein Buch, dass ein sicher spannendes Thema aufgreift, aber recht einseitig betrachtet und in weiten Bereichen eine wirklich objektive Betrachtung vermissen lässt. Zwar werden ab Seite 23. die Charakteristika des entfesselten Skandals aufgeführt, aber außer dem ersten Punkt, dass Initiatioren des entfesselten Skandals nicht mehr nur Journalisten sind, findet sich kein Argument, das einen wirklich neuen Aspekt hinzufügt. Und ich wage zu behaupten, dass auch heute noch nur ein sehr nah am Journalismus stehender Blogger mit der nötigen Relevanz einen wirklichen Skandal entfesseln kann, und auch er dazu der „klassischen Medien“ (noch) bedarf. Der Skandal an sich ist stets ein Ereignis, das durch die Multiplikation und die für die Öffentlichkeit nötig Relevanz getragen wird. Das Netz kann maximal aufdecken, ob der Skandal sich entfesselt, wird immer noch durch die Gesamtheit der Rezipienten bedingt.
Insgesamt ein eher enttäuschendes Buch, dass zwar einige interessante Skandale der Vergangenheit darstellt, aber eine wirklich fundierte Erklärung des Unterschieds der Skandale der (Offline-)Vergangenheit und der Gegenwart schuldig bleibt. Die Beispiele sind gut recherchiert,und die Analyse durchaus gelungen. ABER: Die eigentliche Entfesselung des Skandals hat wenig mit den Mechanismen des Internet zu tun, die hier lediglich eine gewisse Beschleunigung bewirken können. Vielmehr wäre zu hinterfragen gewesen, woher dieses große Interesse an Skandalen herrührt, und warum die Medien offensichtlich immer unreflektierter dieser Gier nach dem Skandal nachgeben.
Und zudem, letztlich ist jedes der Skandalbeispiele von einer gewissen globalen Relevanz. Was ist aber mit jenen Skandalen und Skandälchen, die eher lokal begrenzt entstehen, die sich nicht in der gesamten Öffentlichkeit abbilden?
Wegen der zum Teil zu wissenschaftlichen Sprache und einem gewissen Mangel an Objektivität in der Analyse des Einflußes des Digitalen auf den Skandal ein Buch, dem ich nur 3 von 5 möglichen Sternen geben kann. Sollte es als Einstieg in die Skandalisierungswelt der digitalen Welt sein, wäre es ratsam gewesen, dies in einer etwas weniger wissenschaftlichen Sprache darzustellen, für den an tieferer Analyse interessierten Leser finde ich die Auswahl an Skandalen eher unglücklich gewählt .
Meine Wertung: [xrr rating=3/5]
Dank an www.bloggdeinbuch.de und den Herbert von Halen Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ein kleiner Rundgang rund um die Firmenstände und die beiden „Affenfelsen“ auf dem grossen Innenbereich der Station.
Und ein paar Impressionen vom #tassebier Event:
re:publica 2012, ein Album auf Flickr.
Eine erste Zusammenstellung von Bildern, die auf der re:publica 2012 entstanden sind.
Über Flickr:
@bicyclist at re:publica #rp12

Im ICE auf dem Weg zurück in die digitale Diaspora ergibt sich hinreichend Zeit und Muse, einen Rückblick auf drei Tage re:publica zu bloggen.
Das grundlegende Fazit. Es war awesome. Die neue Location „Station“ bot viel mehr Raum und dank der genialen Monobloc Stühle bildeten sich recht schnell Sitzgruppen. Gut gemacht auch die Steckdosenplätze auf den beiden „Affenfelsen“. So war der Bedarf an Mehrfachsteckdosen dieses Mal deutlich geringer als auf der letztjährigen re:publica.
Die Sessions waren für mich in diesem Jahr nicht der primäre Fokus, vielmehr wollte ich diverse Twitterer meiner Timeline endlich (wieder) live treffen und es ergaben sich wunderbare teils sehr philosophische Diskussionen zu meinen Forschungs- und Beratungsthemen „Social Media Implementierung in Unternehmen“ und „Arbeitsplatz der Zukunft“. Danke hier unter anderem @karstenslife, @babsannette, @faltmann, @jkorten, @chiliconcharme, @lao_tse @snoopsmaus und viele weitere für viele neue Ideen, Impulse und die Anregung zu einem Rant über die Monetarisierung von Blogs, aus der möglicherweise im nächsten Jahr eine eigene Session entsteht.
Dank auch an @fwhamm für einen wundervoll philosophischen Diskurs, der sich in einem weiten Raum von Gedankenwelten bewegte und der mich wieder zu meinen für mich relevanten Themen zurückgeführt hat.
Spannend war in diesem Jahr auch, für einen Tag das Orgateam als Actioner zu unterstützen und bei der Akkreditierung und später als „SD Kartenbote“ für die Kameraleute der Stages 2 und 5 zu helfen. Damit bekommt man einen intensiven Blick hinter die Kulissen und kann erst wirklich einschätzen, welcher große Aufwand hinter dieser Veranstaltung steckt und den die Gäste nur anhand dessen sehen, dass alles reibungslos läuft (über das WLan schweigen wir besser 😉 )
Sessions, die für mich neben unglaublich vielen neuen Kontakten und möglicherweise auch dem einen oder anderen Berater oder Coaching Auftrag neue Impulse gebracht haben: Die immer wieder empfehlenswerte Session zu rechtlichen Fragen beim Bloggen von Udo Vetter, die Twittersession und @regsprecher im Interview, einfach schon deshalb weil sie unterhaltend UND informativ waren. die Final Royal Revue, die unter anderem @manumarron und mich zu einem Nachfolgeevent mit dem geheimnisvollen Hashtag #ttt inspiriert hat (Markus and Johnny, expect something awesome).
Etwas enttäuschend die Session zur Monetarisierung von Blogs, weil wieder mal nur sehr kurzsichtig über Affiliate und Bannerwerbung gesprochen wurde und Reichweite wieder mal vor Relevanz gestellt wurde. Daher auch mein Rant, weil ich da einige Entwicklungen deutlich anders sehe und auch dahingehend berate.
Und natürlich der Abschlußabend with real virtual #Tassebier, vielen guten Gesprächen, der Idee für das Transgender Twitter Theater und ein neues barcamp zum Thema Arbeitsplatz der Zukunft.
Nächste Schritte werden die Erarbeitung eines Thesenpapiers zur Arbeitswelt der Zukunft sowie mehrere remixes für die Initiative humanrightslogo.net sein, die ein wirklich gutes Logo zu Menschenrechten entworfen hat, das dank creative commons ausdrücklich remixed werden darf und soll. Zudem werde ich diese Idee ebenso wie die Wikimedia Initiative in unsere regionalen Schulen zu tragen suchen.
Und lasst but not least:
Die re:publica 2013 ist bereits eingeplant, I’ll be back.
Session 1 am 3. Tag der re:publica „Mit dem Blog Geld verdienen“. Was mir sofort auffällt in der Diskussion. Es wird von den Rednern eigentlich nur die Schaltung von Werbung betrachtet. Und die Relevanz eines Blogs ist offensichtlich für die Menge und die Bezahlung von Werbung nicht wichtig. Da ist man offensichtlich immer noch im Offline Denken verhaftet, dass der dumme Verbraucher nur hinreichend viel Werbedruck brauche und dann kaufen die mein Zeug schon.
Sehr kurz gedacht finde ich. Aber als ich das Thema Relevanz ins Gremium zu tragen versuche, schwenkt das ganze unglaublich schnell wieder dahin, wie ich mein Blog so bespiele, dass ich viele Klicks bekomme.
Da graut es mir doch intensivst. Primär schreibe ich nicht für die Werbeagenturen und mein erstes Ziel ist auf KEINEN Fall, die Masse zu bekommen, die dann meine Partner mit generischer Werbung bespielen können. Und ich glaube, auch das ist genau der Grund, warum im Plenum kaum jemand anwesend ist, der mit seinem Blog mehr als ein oder zwei Bierchen pro Monat bezahlen kann. Nicht, weil es nicht machbar wäre, aber ich glaube, es sind einfach keine Massenblogger anwesend. Es sind gerade die Blogger mit Relevanz, die aber offensichtlich auch mehr RELEVANZ erwartet haben.
Ja, mein Blog bringt mir mehr als nur ein oder zwei Bierchen ein. Aber nicht unbedingt direkt durch Werbung. Mein Blog ist für mich die Plattform um zu vermitteln, wie ich denke, welches Wissen ich anbieten kann, welche Ansichten ich vertrete. Und quel surprise. Gerade dadurch, dass ich meine Ansichten, mein Wissen über mein Blog transportiere, habe ich im letzten Jahr mehrere Aufträge als Redner bekommen, kooperiere mit Plattformen wie silicon.de und bekomme das eine oder andere Produkt oder Buch zur EHRLICHEN Rezension.
Mein Aufruf an alle Blogger, die sich Gedanken darüber machen, wie sie ihr Blog monetarisieren können. Denkt über die Grenzen der Werbung hinweg. Viele sehen das eh nicht oder ignorieren die Banner ebenso, wie sie im TV ignoriert werden. (Und Adblock Plus wird auch immer beliebter 😉 )
Bleibt relevant und authentisch. Schreibt, was ihr denkt, was ihr für richtig und wichtig haltet. Denn dann kann es passieren, dass ihr mit eurem Denken, euren Inhalten wertgeschätzt werdet. Mitterweile bin ich in geringem Umfang nebenberuflich als Redner, Coach und Berater aktiv. Das wäre nicht passiert, hätte ich Living the Future als Geldverdienblog gestartet. Living the Future ist und wird meine Plattform bleiben, Gedanken zu entwickeln, Ideen zu präsentieren und Produkte oder Dienste vorzustellen, die ich für RELEVANT halte. Von denen ich persönlich überzeugt bin oder die ich zumindest für aussichtsreich halte. Und deshalb gibt es auch nur selektive Werbung. Aber diese Werbung lohnt sich auch für diejenigen die (oft ohne vermittelnde Agentur) auf mich zugekommen sind. Weil ich selbst an die Produkte glaube oder sie zumindest positiv sehe.
Meine These. 5000 relevante Leser sind für einen ehrlichen Blogger, dem die Inhalte seines Blogs etwas bedeuten viel wertvoller, als 100000 Besucher, die sich eigentlich nur bespaßen lassen wollen. Und für Unternehmen, die thematisch zum Blog passen, sind diese 5000 relevanten Leser die deutlich besseren Multiplikatoren als 100000 anonyme Visitor, die weder die Marke noch die Botschaft weitergeben werden.
Und sorry @bstackelberg , weils im nächsten Jahr auch re:publica typisch eine Session dazu geben soll hier noch mein gedankenauslösender Tweet: „ @bicyclist: Thema für nächstes Jahr. Geld verdienen mit bloggen, jenseits von Banner und Affiliate. Blog als Relevanzreferenz #rp12„
Tablets sind eine tolle Erfindung. Aber wie erst kürzlich in einer Studie veröffentlicht wurde, sind sie NICHT mobil, (siehe Grafik)
Und eines sagt mir die Entwicklung in Richtung Ultrabooks. Das Tablets werden ein ähnliches Schicksal erleiden, wie es schon den Netbooks beschieden ist.
Sie werden nicht vom Markt verschwinden, aber der Hype, den IPad und Co. zur Zeit auslösen, wird bald abflauen. Ich vermute den Zeitpunkt Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres.
Denn eins erkenne ich in meinem Umfeld immer deutlicher. Früher oder später fallen den meisten Nutzern zwei Dinge auf:
a) The keyboard is missing… seriously. So lange ich das Tablet nur als Konsumgerät nutze, vermisse ich die Tastatur nicht. Aber spätestens beim Verfassen einer Mail oder eines Textes ist für viele die Schmerzgrenze erreicht, wo sie sich früher oder später wieder eine Tastatur wünschen.
b) Es ist nicht portabel (siehe Grafik). Klar, ein 7 Zoll Gerät geht gerade, aber das ist eigentlich nicht wirklich ein sinnvolles Tablet, und ein 10 Zoll Gerät ist schon wieder so „portabel“ wie ein Notebook, aber will ich denn beides mitnehmen? Und wenn ich länger mobil unterwegs bin, reicht mir dann nicht eigentlich mein Smartphone für die schnelle Info PLUS mein Notebook für richtiges Arbeiten?
Und noch extremer gedacht, eigentlich reicht für die meisten Unterwegs Nutzungen sogar eines der neueren Smartphones mit großem Display (woher sonst kommt der Zuspruch für das Samsung Galaxy Note?)
Letztlich ist das Tablet ein weiteres Device, wie ich ja schon mehrfach im Blog angesprochen habe. Und mit der langsamen Migration der Notebooks hin zu Ultrabooks sind auch die Notebooks leicht und schnell einsetzbar. Insofern sehe ich die Tablets in ca. 3-4 Jahren als Nischenprodukt ähnlich den Netbooks von heute. Sicher mit einer Berechtigung aber weit jenseits des Hypes, den sie im Moment noch erfahren.
Also nicht falsch verstehen, aber die Euphorie im Moment wird sich meiner Ansicht nach noch maximal ein halbes Jahr bis ein Jahr halten, danach werden die Ultrabooks zum neuen Hype und wer weiß, was danach kommt?


Heute mein Helfertag, zunächst Akkreditierung mit einem klasse Team, dann „SD Karten“ Transporter. Stages 2 und 5 werden gefilmt und bedürfen stetigen Nachschubs an SD Karten sowie zurücksendens in Stage 1, wo das alles dann verarbeitet wird. Der Vorteil, zwischendurch immer wieder die Chance auf das eine oder andere Gespräch am „Affenfelsen“. Spannende Sessions unter anderem der wohl bald berühmt werdende #zdfstuhlkreis boten interessante Diskussionen. Dazwischen die Feststellung, Mensch, die Twitterer, die schon in meiner Timeline so total sympathisch rüberkommen, sind das ja auch in Real Life.
Das einzige Defizit immer noch das W-Lan, aber immerhin waren die UMTS Netze stabil und auch heute konnte man viele Onliner sehen, die auf ihre Displays starren (Übrigens der zweite Teil von „Männer, die auf Schafe starren).
Doch das ultimative, absolute, gigantische, unvergleichliche und finale Event. GTT, das Ende. Und die Ankündigung DER neuen Plattform.. FACEPUNCH. The Revolution is now.

So, jetzt muss ich aber aufhören, GTT Bingo beginnt gleich, und da muss ich mich drauf…oh, ein Eichhörnchen.