Kameravergleich Huawei Mate 20 X und iPhone XR

Heute nach langem mal wieder etwas nerdig/technisches.

Weil ich gerade beide Geräte im Zugriff hab, mal ein ganz persönlicher und rein subjektiver Vergleich beider Kameras. Manches überrascht, manches war zu erwarten.

 

Anbei jeweils ein Bild vom Mate 20x und eins vom iPhone XR.

 

 

IPhone XR
Mate 20 X Standardmodus
Mate 20 X Nachtmodus

 

iPhone XR
Mate 20 X
Mate 20 X optisches Weitwinkel
Mate 20 X Standard
Mate 20 X optisch 3 fach
Mate 20 X 10 fach Max.Zoom

 

iPhone XR
iPhone XR max 6 Digitalzoom
Mate 20 X
iPhone XR

 

iPhone XR
Mate 20 X Supermacro

 

iPhone XR

 

 

 

Mate 20 X
iPhone XR
Mate 20 X
iPhone XR
Mate 20 X

 

Trump und Huawei. Das trotzige Kleinkind

Huawei wird von Android ausgesperrt. So die Schlagzeilen Gestern. Heute nun bereits eine kleine Entwarnung: Huawei darf 90 Tage lang weiter Produkte aus den USA beziehen. Weil man wohl gemerkt hat, wo überall bereits Huawei drin steckt.

Vielleicht ist das Ganze endlich ein Signal an den Rest der Welt, dass man sich nicht von einer Nation abhängig machen darf. Und damit meine ich nicht China, sondern die USA.

Denn beide Betriebssysteme für Smartphones kommen von dort. So kann ein wildgewordener Präsident die Welt in Geiselhaft nehmen und unbeteiligte Konsumenten für einen Handelskrieg bestrafen, in dem es weniger um gute Handelsbeziehungen, als um ein Kräftemessen geht.

Meine Prognose: Nach den 90 Tagen wird Huawei wieder ganz normal operieren dürfen, weil bis dahin hoffentlich diejenigen, die im Umfeld von Trump bei klarem Verstand sind, ihm vor Augen geführt haben, welches gefährliche und dumme Spiel er spielt.

Denn letztlich leiden auch die amerikanischen Bürger. Apple muss massiv Preise erhöhen, wenn die Strafzölle greifen und erfährt gerade in China, wie schnell die Stimmung umschwingen kann. Der drittgrößte Markt will  plötzlich kein IPhone mehr. Das dürfte weder die Anleger, noch das Management von Apple freuen.

Und Google verliert 15 % seiner Android Kunden.

Zumal, wenn es wirklich wahr werden sollte, dass Huawei mit einem eigenen OS auf den Markt kommt, bei dessen Marktmacht durchaus ein gewisser Erfolg möglich ist. Zumal auch in Europa die Stimmung eher gegen den wirren Trump und seine unüberlegten, gefährlichen Aktionen wächst.

Wenn Trump endlich nicht mehr der schlechteste Präsident seit Präsidentengedenken ist, werden die Aufräumarbeiten an seinem Scherbenhaufen sicher Jahre dauern. Das Ansehen der USA in der Welt hat er jetzt schon extrem beschädigt.

Liest man die Kommentarspalten zu den Artikeln über die Android Sperre durch Google, so überwiegt extrem die Meinung, eine Nation, die selbst befreundete Nationen heimlich ausspioniert, sollte ganz vorsichtig sein mit bislang keineswegs bewiesenen Spionageanschuldigungen. Zumal das wiederum dem Ansehen von Google und Apple massiv schaden kann. Denn wer kann garantieren, dass Trump nicht hier auch Backdoors verlangt und wir letztlich mehr durch Google und Apple ausspioniert werden, als wir alle ahnen?

Werden wir so wie Trump?

Kommt es nur mir so vor, oder verlernen wir mehr und mehr richtigen Diskurs zu Gunsten von gegenseitigem dialektisch aufeinander einschlagen? Da wird über einen Influencer Preis geschrieben und weil eine Komikerin nicht Komikerin genannt werden will, erzeugt sie gleich einen „ihr seid alle Rassisten und Nazis“ Shitstorm.

Da werden Themen wie der Gender Stern nicht mehr diskutiert, es wird sich gegenseitig niedergemacht, und gleich werden die „alter weißer Mann“, unbelehrbar, ewig gestrig Attitüden herausgekramt.

Nicht falsch verstehen. Vieles von diesen Themen und noch viele andere sind diskutierenswürdig. Aber dann bitte mit einem bestimmten Niveau. Wir werden alle mittlerweile immer häufiger zu kleinen Trumps, die bei allem, was nicht in ihre Mentalität passt nicht mehr den Tellerrand verlassen, um offen zu diskutieren, ruhig, gelassen und auch die Meinung des anderen hörend.

Wir schreien gleich „Lügner, Nazi, Rassist“ nur weil jemand, der angesprochen ist, zufälligerweise ggf. einen „Migrationshintergrund“ hat. (Spoiler übrigens, ich auch, mein Vater wurde in Ungarn geboren)

Wenn wir weiterhin zu laut sind, so unnachgiebig, so intolerant, werden wir bald gar nicht mehr miteinander aber viel zu viel übereinander und vor allem gegeneinander sprechen.

Lasst uns wieder das Gespräch pflegen, den Diskurs, nicht das Geschrei und ein Verhalten, wie es uns Donald Trump vorführt. Man lügt nicht gleich oder will jemanden beleidigen, nur weil man eine Meinung äußert. Und selbst wenn die falsch ist, macht es nun wirklich mehr Sinn, miteinander zu sprechen statt Fronten aufzubauen, wo es absolut nicht nötig ist.

Wir tun keiner Randgruppe, keinem komplexen Thema einen Gefallen, wenn wir radikal werden, wenn wir jeden gleich beschimpfen und mit einem Shitstorm überziehen. Damit verhärten wir die Fronten eher und das kann keiner wirklich wollen.

Und noch ein kleiner Spoiler: Die Hautfarbe sagt absolut gar nichts darüber aus, woher jemand kommt, ebenso der Name oder die Religion. Es gibt dunkelhäutige deutsche Muslime und viele andere Kombinationen, die alle auch hier in Deutschland geboren sind. Und männlich, weiß, alt (wo eigentlich fängt „alt“ an?) ist nicht automatisch Chauvinist oder Rassist. Klingt zwar komisch, is aber so….

Buchtipp in eigener Sache „Lieber Papa, bist du jetzt verrückt?“

Das Buch meiner Tochter, Katja Hauck

Als ich mein Buch „Depression abzugeben“ geschrieben habe, war das für mich schon ein unerwartetes Abenteuer und dass ihr, meine Leser*Innen meine Geschichte so positiv aufnehmen würdet (aktuell 4,4 von 5 möglichen Sternen bei Amazon… Wow), hätte ich nie erwartet.

Was aber ziemlich schnell klar wurde, das Buch betrachtet die Krankheit Depression hauptsächlich aus meiner Sicht, der des Betroffenen.

Lange rumorten verschiedene Ideen in mir, wie wir auch das Thema Angehörige angemessen behandeln können, bis schliesslich die Idee geboren wurde, einen Briefwechsel zu beschreiben, den ich mit meiner Tochter Katja (16) und indirekt auch mit der ganzen Familie geführt habe.

Daraus ist jetzt das Buch „Lieber Papa, bist du jetzt verrückt?“ entstanden, das am 29. März erschienen ist und einen Briefwechsel zwischen Katja und mir über meine Krankheit,der das Erleben der Familie wiedergibt und den Einfluß, den so eine Krankheit auf die Angehörigen darstellt.

Das Buch ist überall im Buchhandel erhältlich und wurde von Katja als Hauptautorin verfasst, ich war da nur der Co-Autor, der eben die Antwortbriefe geschrieben hat.

Unten der Link zu Amazon aber wie gesagt, man kann das Buch überall im Buchhandel kaufen oder zumindest bestellen. Ist dann genauso schnell da wie bei Amazon.

Und nein, weder Katja noch ich haben was dagegen, wenn ihr Werbung für das Buch macht. Da bin ich jetzt mal ganz direkt 😉

 

Die Alten sind das Problem

Bevor jemand meint, gleich wieder mit Drohungen und Beschimpfungen kommen zu müssen. Nein, wie immer gilt es nicht für alle Alten. Aber ich komme mir mit meinen mittlerweile 51 Jahren fremder in der Gegenwart meiner Altersgenossinnen und Genossen vor als jemals zuvor. Noch vor ein paar Jahren gab es wenigstens einige Schnittmengen in den Lebensmodellen meiner Alterskohorte, aber die sind immer mehr etwas zum Opfer gefallen, das irgendwo zwischen Ignoranz, Akzeptanz und Opfermentalität zu liegen scheint.

Meckern über Schüler, die ihr Schicksal aktiv angehen und während der Schulzeit streiken, damit die Erwachsenen ihnen wenigsten zuhören müssen. Hallo? Wenn ihr alten Säcke für mehr Lohn streikt, tut ihr das dann auch am Samstag Nachmittag, damit euer ach so armer Arbeitgeber ja kein Geld für seine gierigen Shareholder verliert?

VW betrügt bei den Abgasen und was macht ihr? Kauft Dreckschleudern als gäbe es keinen Klimawandel. Ihr protzt in Großstädten mit Sportwagen und SUVs und merkt wohl gar nicht, wie viel das über die Größe eures Verstandes und anderer Körperregionen aussagt.

Liebe Altersgenossen. Nein, rechtes Gedankengut ist keine Lösung, Ausländer keine Bedrohung und der Klimawandel real.

Schwule, Lesben, Trans. Lebt damit, dass das nichts krankhaftes, nicht aberziehungswürdiges ist. Sex ist nichts schmutziges, und wer daran beteiligt ist, hat dabei keinerlei Bedeutung, so lange alle Beteiligten daran ihr Vergnügen haben. (Vielleicht ist es ja nur Neid auf das Vergnügen anderer? Wenn ich so manche Kommentare lese, klingt dieser Schluss naheliegend)

Und übrigens sind es überproportional häufig ältere Menschen in meinem Umfeld, die an dumme Verschwörungstheorien glauben, die „ich habe mal gehört“ für glaubwürdiger halten als „wissenschaftlich belegt“ und die meinen, man könne schwere Erkrankungen mit Zuckerkugeln heilen und es gäbe eine große Weltverschwörung.

Und ach ja, weil es mein Thema ist. Depression IST EINE KRANKHEIT, eine lebensbedrohliche noch dazu und wer depressiv ist, ist nicht schwach sondern war zu lange stark. Es ist nichts ruhmvolles daran, sich für einen Arbeitgeber kaputt zu schuften, dem der Mensch hinter der Humanressource nach wie vor in den meisten Fällen egal ist.

Ich möchte mich hiermit ganz offiziell von meinen AltersgenossInnen distanzieren und mich zutiefst für das geballte Ausmaß der Dummheit entschuldigen, die eine AfD hat groß werden lassen und die immer noch alles für die Wirtschaft zu opfern bereit ist, auch die Zukunft unserer Kinder.

Das ist nicht meine Welt. Das wird sie nie sein. Und auch dagegen werde ich nach wie vor laut werden.

So, das musste raus. Mein Wort zum Freitag.

Von der Schönheit der Schwäche

Ich war einer von diesen typischen „Kerlen“. Obwohl ich es in meiner Kindheit und Jugend gehasst habe, weil ich immer das Opfer, der Gemobbte war. Aber es gab keine anderen Vorbilder. Irgendwann wünschte ich mir, auch nur ein bisschen so wie die zu sein, die ich eigentlich hasste, die aber meinem Empfinden nach es viel leichter hatten im Leben.

Gut, nicht wirklich typisch. Klassische Musik, Kunst, KEINE Autos, KEIN Fussball. Aber das wurde dann zu Gunsten des „typischen“ Bildes verheimlicht. Und was noch viel schlimmer war. Ich gewöhnte mir an, so zu tun, als hätte ich immer alles unter Kontrolle.

Heute weiß ich, das war ein Irrtum, eine Fassade.

Gerade auch als Mann zeugt es von viel mehr Mut, seine Schwächen zu zeigen, als so zu tun, als sei man immer stark, immer kontrolliert, immer perfekt. Eigentlich wissen wir doch alle, dass so etwas einfach nicht möglich ist, dass absolute Perfektion nicht möglich. Mich ärgert aber vor allem, wie sehr wir auch heute noch in Rollenklischees verhaftet sind. Wir mögen mittlerweile Gender Sternchen haben, um sprachlich korrekt zu agieren. Aber ich sehe noch keine Gender Sternchen in den Köpfen der Mehrheit. Und schon gar keine Offenheit für Gefühle, für Schwäche in dem immer noch kruden und überkommenen Männerbild der Mehrheit unserer Gesellschaft. Wir agieren meiner Ansicht nach in einer Filterblase, glauben, man müsse doch einsehen, dass die Unterschiede zwischen Mann und Frau, zwischen schwach und stark minimal bis nicht vorhanden sind.

Stark kann man auch sein, oder ist es eigentlich noch viel mehr, wenn man in der Lage ist, auch negative Gefühle zu zeigen, auch Trauer, Schwäche, Angst zuzulassen und nicht so zu tun, als kenne man das nicht und alle, die so empfinden seien „Loser“.

Wir brauchen eine Kultur, in der das Versagen, die Angst, die Trauer Platz haben, in denen man nicht immer die Fassade des „Mir geht es gut“ vor sich her tragen muss.

Ich bin an diesen Fassaden fast zerbrochen und ich weiß aus vielen Gesprächen mit Mitpatient*innen in den Kliniken, wie sehr genau das einen verletzen, krank machen kann.

Wir brauchen keine Leistungskultur, wir brauchen eine Lebenskultur.

Ein besonderes Jahr, ein lehrreiches Jahr, ein Jahr des Wandels

Es begann bereits mit diversen Lesungen und Interviews zu  meinem Buch „Depression abzugeben„. Ende 2017 hatte ich noch in meinem Umfeld prognostiziert, dass spätestens 2018 das Interesse an meinem Buch, meiner Geschichte abflauen würde. Aber das Gegenteil war und ist der Fall. Das Interesse bleibt konstant hoch.

Dann das Vertrauen, das Bastei Lübbe in meine Fähigkeiten als Autor hatte und das in einem neuen Buchprojekt mündete, das nun am 29. März erscheinen wird.

Die Petition gegen das bayerische Psychiatriegesetz, die nicht nur mit geholfen hat, das Gesetz zu stoppen sondern auch viel mediale Aufmerksamkeit auf das Thema psychische Erkrankung lenkte und insgesamt knapp 1500000 Unterschriften erreichte.

Viele neue Interviews, ein Patientenkongress in der Schweiz mit mir als einem Keynote Speaker und Ende des Jahres die Teilnahme an der Pressekonferenz der Stiftung deutsche Depressionshilfe und Deutsche Bahn Stiftung als Betroffene, begleitet  erneut von viel medialer Aufmerksamkeit. Und als Abschluss dann noch ein Auftritt im ARD Morgenmagazin wegen meines Artikels gegen das von Jens Spahn geplante TSVG bei Focus Online und den fatalen  Abschnitt über eine vorgeschaltete Instanz, die die schwere der psychischen Erkrankung bewerten sollte.

Ich kann definitiv sagen, 2018 war ein sehr erfolgreiches Jahr, mit vielen Überraschungen, sehr positiven Begegnungen und vielen neuen Chancen. Und es wird 2019 weitergehen. Unter anderem mit einer Lesung in der Zentralbibliothek in Frankfurt, einem Mutmacher Event in Düsseldorf und einem Workshop auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund. Und natürlich mit dem Erscheinen des neuen Buchs „Lieber Papa, bist du jetzt verrückt?“ meiner Tochter mit mir als Co-Autor.

Danke allen, die mich auf diesem Weg begleitet haben und noch begleiten, danke meinen Freundinnen und Freunden, namentlich Dana Diezemann, Kristina Wilms und Andreas Kernchen, danke insbesondere meiner Familie für Geduld und viel Unterstützung.

Und 2019 werde ich weiter gegen die Stigmatisierung psychischer Krankheiten und für mehr Aufklärung kämpfen. Denn wir sind schon weiter als noch vor ein paar Jahren, aber lange noch nicht weit genug.

Bis dahin euch allen ein gesegnetes und möglichst glückliches Jahr 2019 und einen guten Rutsch!

The Road Not Taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that, the passing there
Had worn them really about the same.

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I-
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

Robert Frost (1874-1963)

Ein frohes Fest und einen guten Rutsch.

Auch dieses Jahr kann ich es nicht lassen, all meinen Lesern, meinen Unterstützern bei unserer Petition, einfach allen, die meinen Weg positiv gekreuzt haben, ein frohes Fest und einen guten Rutsch zu wünschen.

Wir lesen uns im neuen Jahr!