Manchmal ist es besser wenn etwas nicht passiert

Noch laufen die Dreharbeiten für die 37° Doku.  Nicht alle Player, die ich gerne dabei gehabt hätte, machen mit.  Angeblich zu meinem besten…. ohne mich zu fragen.  Früher hätte ich mich aufgeregt, aber auch hier war die Depression mir ein Lehrmeister. Außerdem tauchen sie auch im Buch nicht offen auf.
Ich bin nicht für das Wohl anderer verantwortlich.  Und wenn ich ohne Anstrengung die Dreharbeiten überstehe und andere das anders sehen. Pech gehabt.  Zumal da noch andere Baustellen schwelen. Und auch in der zweiten TV Doku und im Buch bin ich clean.
Jetzt kann ich die restlichen Dreharbeiten ganz gelassen angehen.  Und auch eine große französische Stadt wird noch eine Rolle spielen.

Vieles ist auch während der Therapien im letzten Jahr falsch gelaufen. Die vermeintliche Internetsucht war da nur die lächerliche Spitze  des Eisbergs. Auch das wird Thema des Buches und Teil meiner Heilung.
Distanz zu toxischen Menschen.  Ich merke immer mehr, dass das zu einer meiner wichtigsten Regeln werden wird. Und nicht zu lange über  anderer Leute Fehlverhalten aufregen.  Aber einen Gruß an jene schicke ich dann doch.  Danke.  So ist es mir lieber.

Kein Mitleid, kein Mitgefühl und schon gar keine Gnade

Ich habe Depressionen, ich hatte sie schon und werde sie auch zukünftig haben.

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Und meinen Ängsten muss ich mich jeden Tag aufs neue stellen.

Deshalb spart euch bitte euer Mitgefühl. Denn würdet ihr wirklich mitfühlen, ihr könntet mit mir in die Therapie. Die Dunkelheit, die Wertlosigkeit, das Gefühl, auf trockenem Land zu ertrinken. Das kann man nicht mitfühlen. Es zu behaupten ist verletzend, weil es das eigene Empfinden entwertet, es zu etwas macht, das jeder nachvollziehen kann. Wenn es aber mal darauf ankäme, es nachvollziehen zu können, erfährt man als depressiver Mensch sehr schnell, wie wenig wahres Mitgefühl übrig bleibt.  Dann trifft man sehr schnell auf Unverständnis, auf dumme Sprüche wie „stell dich nicht so an“ oder „du hast mir das doch schon früher gesagt, warum war es denn jetzt so schlimm“. Solche Formen von Mitgefühl sorgen eher dafür, dass der Boden für das schwarze Loch, in dem die Depression lauert noch weiter aufgerissen wird, sorgen dafür, dass der Stoß noch etwas stärker ist, der einen in den Spalt stürzt.

Und erst das Mitleid. Ich kann es nicht ausstehen, auf den Tod nicht. Wobei. Tod, aber lassen wir das.wolken

Mitleid entwertet mich, Mitleid macht mich klein und den angeblich Mitleidenden groß. Denn Mitleid ist mit einem depressiven Menschen schlicht nicht möglich, es sei denn, man hat selbst Depressionen und dann leidet man nicht mit, sondern für sich selbst. Weil für sich selbst schon schlimm genug ist.

Und fast alle, die sich einem voller Mitleid zuwenden, erwarten dann Dankbarkeit. Und dass man ob des empfundenen Mitleids voller Demut an seiner Heilung arbeitet. Verdammte Axt, das tun wir auch ohne Mitleid. Aber es ist nicht so einfach, wie die vielen Mitleidenden es sich denken. Wenn alles schwarz in grau ist, wenn die inneren Schmerzen wie ein Sonnwendfeuer lodern und man eigentlich nur noch endlose Ruhe herbeiwünscht. Dann kommt mir nicht mit Mitleid. Den Brand würdet ihr nicht überleben.

Und vor allem, lasst das mit der Gnade, der Rücksicht, dem Anfassen mit Samthandschuhen. Oh wie gnädig, einen depressiven Menschen besonders zu behandeln. Oh wie gnädig, ihn  zu schonen, ihn als Kranken zu behandeln. Oh wie scheiße. Wir sind krank, ja, aber die Krankheit sind nicht wir. Ich habe eine Depression, ich bin nicht depressiv, ich bin nicht die Krankheit. Ich bin so viel mehr. Ich habe mich durch Jahrzehnte gekämpft und es geschafft, eine Familie zu gründen, einen Beruf zu finden, ja sogar ein Buch zu schreiben. Also keine Gnade.

Was denn dann?

Seid da. Die, die ihr mich wirklich wertschätzt, die ihr mich auch mit meiner Depression mögt. Seid nur da. Helft, wenn ich Hilfe brauche und darum bitte aber lasst das, was viele machen. Die ungefragten Ratschläge, die Hilfen die keiner will.

Ihr müsst nicht bei mir sein, es genügt, wenn ich euch schreiben kann, wenn ich weiß, dass ihr Verbündete im Geiste seid. Ein digitaler Kontakt, der es ehrlich meint und auch physisch da ist, wenn ich Präsenz brauche ist mehr wert als 5 physische Kontakte, die nur den Arschloch Modus kennen.

Wir wollen leben wie alle anderen auch. Wir werden tiefer sinken und manche von uns werden höher steigen, als der „Normale“.sonne

Aber wir werden, wir können leben. Welche Regeln wir dafür brauchen, das bestimmen wir, nicht irgendwelche Pseudoexperten, die von nichts eine Ahnung haben.

Wer wirklich zu uns steht, hat eines begriffen: Den Kampf gegen die Depression können wir alle nur alleine führen. Aber es tut gut, Weggefährten zu haben, die da sind, die ein Stück des Weges mit uns gehen ohne Mitleid, ohne Mitgefühl, ohne Gnade. Aber mit offenem Herzen und offenen Augen.

Denen, die den Weg mit mir gehen, und ich denke ihr wisst, wer gemeint ist: Danke.

Allen anderen ein gepflegtes: Bugger off.

Die Presse und die Wahrheit. Social Media böse. Medien gut.

Tja, wieder mal bewiesen bekommen, dass die Medien nicht an Objektivität interessiert sind.
Außer der Süddeutschen hat es kein Presseorgan geschafft, auch meine auf der re:publica vorgestellte Sicht auf Depression und Social Media auch nur zu ergänzen. Spiegel Online, Fritz.de, alle haben nur die „Depression ist böse“ Sicht präsentiert, ohne meinen Beitrag auch nur zu erwähnen.
Während der Artikel der Süddeutschen gut recherchiert und ausgewogen war, lieferten Spiegel Online und Fritz.de parteiische Peinlichkeiten ab.

Aber eigentlich habe ich es nicht anders erwartet. Social Media böse, Print und Radio gut. Ja ne is klar, sehr peinlich und wieder ein Beweis mehr, warum sich immer mehr von den klassischen Medien abwenden.

Schade, Thema verfehlt, setzen sechs.

rpTEN ein wehmütiger Rückblick

Aus der Provinz anreisen. Das erste Abenteuer. 70 Minuten Verspätung hatte der ICE, als er endlich in Berlin ankam zur pre:publica.
Also schnell ins Mercure eingecheckt, günstig gelegen, weil gegenüber und dann ab zum Vortagsevent der eigentlichen re:publica. Da habe ich zum ersten Mal gespürt, dass irgendwas anders ist, als in den Vorjahren. Kaum auf dem Gelände kamen die ersten auf mich zu und begrüssten mich. Gut, auch in den Vorjahren war das so, aber dieses Mal war die schiere Anzahl an bekannten wie unbekannten Gesichtern, die mich offensichtlich kannten überwältigend. Zumal sich viele für meine Offenheit bezüglich meiner Depression und des Suizidversuchs bedankten. Alleine dieses Feedback zeigte mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Und das setzte sich an Tag eins fort. Eigentlich wollte ich die große Halle nur durchqueren, um zum hinteren Außenbereich zu kommen, brauchte dafür aber geschlagene 1 1/2 Stunden, weil es viele Hände zu schütteln, viele Gespräche zu führen gab.
DANKE, wirklich, das mein ich so, und zwar tausendmal für euer Feedback. Ich glaube, ihr könnt nicht mal erahnen, wie viel mir das bedeutet.

Natürlich nahm ich die Eröffnungssession mit, hörte mir den sehr guten Vortrag von Kate Crawford „Know your terrorist credit score“ an

und den aufschlussreichen Vortrag „Kinderbücher. inklusiv. queer. interkulturell. Aber wie?“ von Raúl Aguayo-Krauthausen, Suse Bauer, Carina Kühne an


und die Vorträge von Gunter Dueck

und Sascha Lobo:

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Der Saal war so voll, das manche hinten stehen mussten. Und ich war überglücklich über das große Interesse an diesem wichtigen Thema

Aber mehr noch als in den Vorjahren waren es die Gespräche, die mir wichtig waren. Zumal erstaunlich viele Besucher mich auch auf mein Thema ansprachen und neugierige, intelligente, tiefsinnige Fragen stellten. Danke dafür.
Am dritten Tag dann mein Highlight. Zum ersten Mal als Speaker auf der re:publica bestritt ich gemeinsam mit Kati Krause eine Session zu Depression und Social Media. Während Kati die radikal aussteigen Position vertrat, war ich eher der sinnvoll nutzen Kombatant. Aber eigentlich waren Kati und ich der gleichen Meinung. Jeder muss individuell entscheiden, es gibt keinen Königsweg. Nur wenn man merkt, es tut nicht

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Bildquelle: DW-Wissenschaft

gut, dann sollte man auch schnell aufhören. Ich bin immer noch geflasht, wie viele

Menschen dieses Thema tatsächlich interessiert hat. Danke für euer Interesse. Vielen Dank.

An diesem Tag war auch das TV Team da, das mit mir eine TV Doku über Depressionen dreht. Hier all jenen Dank, die bereit waren, einen kleinen Part zu spielen. Insbesondere danke jungemitideen für deine Geduld.

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Bildquelle: @riedelwerk

Und schliesslich veröffentlichte sueddeutsche.de den bislang einzigen wirklich objektiven Bericht über unsere Session.
Der krönende Abschluß, Bohemian Rhapsody gesungen von allen Teilnehmern wie Organisatoren war dann die Krönung und gleichzeitig sentimentaler Abschied. Es waren tolle drei Tage, die viel zu schnell vorbei gegangen sind. Danke für all die großen wie kleinen Erlebniss und bis nächstes Jahr im Mai zur #rp17 !

 

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Bildquelle: Wibke Kaempfer

Das dritte Barcamp Heilbronn. Tolle Leute, tolle Themen, tolle Orga

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Schon die Location hatte was!

Ich bin nun ja kein Neuling mehr, was Barcamps angeht. Aber Heilbronn ist für mich immer irgendwie etwas besonderes. Quasi ein Heimspiel. Und das dritte Barcamp in den Räumen von Fujitsu TDS war wieder eine Zusammenkunft spannender Menschen mit spannenden Themen. Organisiert von connect-it war sowohl für super Räumlichkeiten als auch für hervorragende Verpflegung gesorgt.

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Tag 1 und alles wartet auf die Sessionplanung

So vielfältig wie man das von Barcamps kennt spannte sich der Bogen von Drogen über Improvisationstheater zu Agiler Softwareentwicklung.

Selbst Capoeira Training wurde angeboten. Wir lernten Storytelling, wie man es richtig macht (mein Roman liegt da gar nicht mal so schlecht) und ich bot meine mittlerweile bekannte Session über Depressionen, Suizid und Social Media an und ließ wenn es interessierte meine Galaxy Gear ausprobieren. Und ja, das Interesse war sehr groß und auch die Kommentare ließen erkennen, VR is here to stay.

Viele bekannte und noch mehr neue Gesichter, nette Gespräche, Tipps und Tricks und immer wieder das informelle Zusammensetzen oder Stehen, um jemand neues Kennenzulernen und das zu tun, was auf Barcamps beinahe am besten funktioniert: Netzwerken.

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Das Interesse an der Samsung Gear VR war groß

Ich bin mir sicher, auch 2017 werde ich dabei sein und freue mich schon auf neue Menschen, neue Themen, neue Kontakte.

Danke an die Sponsoren und das ganze Orgateam, ohne die das Ganze nie funktioniert.

Ihr habt das gerockt und es war ein toller Event!

Bis nächstes Jahr!

 

Hier noch mal die Sponsoren, die ein wichtiger Teil des Barcamps waren und ohne die es erst gar nicht zustande gekommen wäre. Ein großes Dankeschön fürs möglich machen des Barcamps Heilbronn

Platin-Sponsoren

FUJITSU TDS GMBH – www.tds.fujitsu.com
TDS AG

LIDL Stiftung & Co. KG – www.lidl.de
LIDL Stiftung & Co. KG

Bechtle AG – www.bechtle.com
Bechtle AG

Die Plätze für 3 x Platin-Sponsoren sind bereits vergeben!

Gold-Sponsoren

Hochschule Heilbronn – www.hs-heilbronn.de
Hochschule Heilbronn

Indeca GmbH – www.indeca.de
Indeca GmbH

Kaufland Informationssysteme GmbH & Co. KG – www.kaufland.de
Kaufland Warenhandel GmbH & Co. KG

LINGNER CONSULTING NEW MEDIA GMBH – www.lingner.com
LINGNER CONSULTING NEW MEDIA GMBH

Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG
Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG

Die Plätze für Gold-Sponsoren sind bereits vergeben!

Silber-Sponsoren

PORTOLAN Commerce Solutions GmbH – www.portolancs.com
PORTOLAN Commerce Solutions GmbH

solid IT GmbH – www.solid-it.de
solid IT GmbH

TMNS – www.tmns.de
TMNS

Avodo GbR – www.avodo.de
Avodo GbR

Jetzt Silber-Sponsor werden!

Förderer

Ad!Think – www.adthink.de
Ad!Think

Steinbeis-Transferzentrum IT-Projektmanagement – www.stz-itpm.de
Steinbeis-Transferzentrum IT-Projektmanagement

Warum Virtual Reality bleibt und wo es sich verstecken wird

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Eine der ersten VR Brillen, die auch für den „normalsterblichen“ User erschwinglich ist… So er ein Samsung Smartphone einer bestimmten Generation besitzt

In meinem Umfeld, zugegebenermaßen ländlich geprägt und damit weit weg von allem „neumodischen Zeugs“ steht VR eher für eine bestimmte Gruppe von Banken denn für Virtual Reality. Dennoch sehe ich selbst auf dem Land große Potentiale für Virtual Reality. Natürlich wie immer zuallererst für Gaming und Porno (wo gibt es da eigentlich keine Technologie, die dafür genutzt wird)

Viel spannender finde ich die etwas „abwegigeren“ Möglichkeiten. Player, die ich in der nahen Zukunft als Anwender für VR sehe sind Banken, Baufinanzierer, Baumärkte, Möbelhäuser, schlicht all jene, die direkt oder indirekt mit dem Verkaufen, Vermitteln, Verschönern von Räumen zu tun haben.

Die Bank oder der Baufinanzierer kann z.B. in Kooperation mit Fertighausherstellern oder Architekten seinen Kunden nicht nur das Traumhaus finanzieren sondern direkt virtuell ein Modell des geplanten Hauses erstellen, Veränderungen vornehmen, die dann sofort in die Finanzierungsrechnung eingearbeitet werden können. Baumärkte und Möbelhäuser sind die darauf folgenden Instanzen, die bei der Einrichtung der ersten eigenen Wohnung virtuell helfen können oder bei Umbaumaßnahmen virtuell darstellen, wie sich diese oder jene Holzsorte als Bodenbelag darstellt.

Der nächste große Sektor ist Tourismus.

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Mein Sohn bei ersten Tests, die die Brille mit Bravour bestanden hat.

Erste Hotels bieten schon virtuelle Begehungen ihrer Hotelzimmer an, damit man sich als Gast vorab ein Bild machen kann, das nie zuvor so authentisch war. Zusätzlich können örtliche Attraktionen vorab besichtigt werden.

Aber auch Regionen können ihre Attraktionen virtualisieren. Ich lebe in einer wunderschönen Fachwerkstadt. Was liegt da näher als davon einen 3d Film zu drehen, der dem potentiellen Besucher einen virtuellen ersten Eindruck bietet. Vergnügungsparks, es gibt bereits einige Videos von Achterbahnfahrten. Wenn ich das erst mal virtuell erlebt habe und Fan von Achterbahnen bin, ist das Interesse weitaus größer, das ganze auch real zu erleben.

Auch in der Medizin erkenne ich Potential für VR. Zum einen bei der Behandlung von  Phobien. Samsung bietet mit der Gear VR eine Software an, die unter anderem die Fahrt in einem Glasaufzug sehr realistisch darstellt, ebenso eine Fahrt an einem Abhang und einen Helikopterflug. Ich habe Höhenangst und tatsächlich wirkte die Gear VR Darstellung so real, dass ich dort auch Höhenangst bekam.

Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass zum Beispiel längere Zeit kranke Kinder mittels VR Brille am Unterricht in der eigenen Schule teilnehmen können. Kombinieren wir das mit einem Telepräsenzroboter und es kann auch während der Erkrankung der soziale Kontakt gehalten und Schule geboten werden.

Natürlich sind die aktuellen Brillen noch sehr klobig. Allerdings beobachte ich das Thema seit ca. 1994 und die damaligen VR Brillen waren Monster und die Darstellung gruselig.

Warten wir noch 2-3 Jahre und wir werden sehr handliche Brillen erleben, die neben VR auch AR also Augmented Reality ermöglichen.

Ich bin sicher: VR bleibt, schon, weil es bereits jetzt Anwendungsgebiete dafür gibt.

MyTherapy. Das kleine Helferlein für Patienten

Mit meiner Depression einher geht, dass ich regelmässig Medikamente schlucken muss. Außerdem habe ich es mir angewöhnt, so etwas wie ein Stimmungstagebuch zu führen. War ein Tipp meiner Therapeuten, um frühzeitig erkennen zu können, wenn die Depression einen wieder zu überrollen droht.

Da ich aber auch und insbesondere in der Depression vergesslicher bin als sonst, lag es nahe, mein Smartphone als Erinnerungsstütze zu nutzen. Zu Anfang bestand diese Stütze nur aus Einträgen in einem speziellen Therapiekalender innerhalb Google Kalender.

Dann wurde ich auf MyTherapy aufmerksam gemacht. Laut der Beschreibung sollte die App all das abdecken, was ich quasi noch von Hand machen musste.

Was kann denn nun MyTherapy?

Im Prinzip ist die Kernidee, einen an die regelmäßige Einnahme von Medikamenten zu erinnern. Zusätzlich lassen sich aber auch noch andere Parameter wie Puls, Gewicht etc. abfragen.

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Bildquelle: http://www.smartpatient.eu/de/

Man kann sich an Aktivitäten wie Radfahren oder Spazierengehen erinnern lassen und kann regelmäßig seine allgemeine Stimmung ebenso abfragen wie Symptome von Angstzuständen bis zu Depressionen.

Also genau das Richtige für mich.

Im Laufe der Zeit kann man damit einen Stimmungsverlauf erstellen, der vor allem für mich sehr nützlich ist, um meine Depression unter Kontrolle zu behalten.

Was neu hinzugekommen ist, ist das Team. Damit kann man Freunde oder Familie quasi als zusätzliche Motivatoren eintragen für die Erinnerung an die Medikamenteneinnahme.

Dass die App etwas bewirkt, wurde an der Charité Berlin nachgewiesen (Steigerung der Medikamententreue durch Nutzung von MyTherapy) in DIE WELT

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Hier sieht man sehr schön die Auswertungsmöglichkeit sämtlicher eingegebenen Werte.

Jetzt fragt ihr euch sicher, ob ich das überhaupt nutze und ob es mir was bringt? Ja und ja. Ich habe meine Medikamente eingetragen, zusätzlich Gewichtskontrolle und Pulskontrolle. Und immerhin hab ich in den letzten Wochen keine einzige Einnahme mehr vergessen. Also anschauen lohnt, ich kann die App aus persönlicher Erfahrung empfehlen.

Das beste daran:  MyTherapy ist im iTunes App Store und bei Google Play kostenlos erhältlich.