IFTTT veröffentlicht Android App

In diesen Minuten dürfte die neue App für Android im Play Store verfügbar werden. Nachdem bislang nur IOS Nutzer in den Genuß einer eigenen App kamen, gibt es jetzt auch für Android eine APP um die Dienste von IFTTT mobil zu nutzen.

Mit IFTTT lassen sich verschiedenste Prozesse automatisieren, sei es eine Mail beim erreichen einer bestimmten Außentemperatur oder ein Alarm, wenn ein bestimmter Termin überschritten ist.

Die App dürfte in den nächsten Stunden weltweit verfügbar sein, zur Zeit dieses Artikels wurde sie im Store noch nicht gefunden. Auf ifttt.com/mobile kann man den Link zur App schon finden.

Der untere Link sollte funktionieren, sobald die App auch in Deutschland verfügbar ist.

[appbox googleplay com.ifttt.ifttt]

 

Eine echte Smartwatch: Die AW414Go von Simvalley im Test

Es gibt immer wieder mal ein Highlight, ein Gadget, bei dem ich sage, wow, alles richtig gemacht. Als die Simvalley AW414go von Pearl auf der letztjährigen IFA vorgestellt wurde, dachte ich, hey, wenn diese Präsentation nicht nur ein Fake war, dann könnte das die erste ernst zu nehmende Smartwatch sein und nicht nur eine Smartphone Erweiterung.

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Die Box, in der die Smartwatch geliefert wird, inklusive Kurzanleitung und USB Kabel sowie Ladedock.

Ich habe dann aber doch gezögert, zumal ich mit meiner Pebble eigentlich wirklich zufrieden war. Als ich aber zum einen von Pearl eine Sonderaktion gestartet wurde, da konnte ich dann doch nicht widerstehen. Und ich muss sagen, ich bin nicht nur angenehm, sondern sehr überrascht, was diese Smartwatch so alles leistet. Diverse Berichte anderer Blogger, die die Uhr kurz ansehen und ausprobieren durften, klangen von zumindest angetan, bis hin zu euphorisch. Da war es für mich nochmal extra wichtig, ganz unabhängig testen zu können, damit man mir nicht nachsagen konnte, ich würde da etwas nur wegen des kostenlosen Testgeräts in den Himmel loben. Mache ich sonst auch nicht, aber man weiß ja, wie der gemeine Internet Troll so ist. Also für den Start, die Uhr habe ich mir auf eigene Faust angeschafft und auch dieser Test ist komplett unabhängig und eigenständig gelaufen und läuft noch. Zunächst ein paar Worte zu den Features der Smartwatch. Ich besitze jetzt die AW414go mit folgenden Spezifikationen:

  • IPS-Display
  • Hoch-sensitiver 1,5″-Touchscreen (4 cm, 240 x 240 Pixel)
  • Multitouch und präziser Touchscreen-Stift
  • Dual-Core-Prozessor: Cortex A7-Prozessor mit 1,0-GHz-Taktung, 512 MB RAM
  • Betriebssystem: Android 4.2.2 JellyBean
  • Navigation: GPS, G-Sensor, E-Kompass
  • Quadband GSM 850/900/1800/1900
  • Vertrags- und SIM-Lock-frei: (Format: Micro-SIM)
  • Variabler Speicher: microSD/SDHC bis 32 GB
  • Datenübertragung: HSPA bis 7,2 Mbit/s, WLAN bis 150 Mbit/s, Bluetooth 4.0
  • Lautsprecher und Mikrofon integriert
  •  3-MP-Kamera für Fotos und Videos
  • Mit Vibrationsalarm
  • Mediaplayer-Funktion: MP3, MIDI, Ogg, PCM, WAVE, JPEG, GIF, BMP, PNG, MPEG
  •  Li-Ion (600 mAh), Standby bis zu 75 Stunden, wenn ich sie normal nutze reicht der Akku für einen Tag
  • Maße: 45,3 x 44,3 x 14,1 mm,  90 Gramm inkl. Akku
  • Smartwatch inklusive Stift, Ladeschale, Akku, USB-Kabel, Schraubenzieher, Schnellstart-Anleitung

So weit zur Technik. Das ganze kommt in einer netten Schachtel auf einem Kissen daher, so wie man es von „normalen Uhren“ kennt.

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Die erste große Überraschung. Mein momentaner Lieblingslauncher Aviate läuft und macht sogar richtig viel Sinn.

Die Uhr ist recht dick, aber wenn ich mir Uhren von Casio oder Swatch anschaue, sind diese zum Teil mindestens genauso dick. Um die Sim Karte einzustecken muss man an der Seite einen kleinen Deckel aufschrauben, die Schrauben sind von der Größe her winzig, aber es liegt ein passender Schraubenzieher sowie Ersatzschrauben bei. Im Prinzip ist es die Schraubengröße, die man auch von anderen Uhren mit verschraubtem Deckel kennt. An der Hand getragen fühlt sie sich nicht übermässig schwer an und nach einer gewissen Zeit merkt man nicht mehr, dass man eine Uhr trägt. Was kann die Uhr nun alles. Da kann man ganz einfach sagen, im Prinzip alles, was jedes Android Smartphone kann. Da ich vollen Zugriff auf den Google Play Store habe, kann ich auch alle Apps installieren, die für die Uhr geeignet sind. Das heißt nun nicht, dass auch alle sauber auf der Uhr laufen.

 

Dies ist aber der Größe der Uhr und ihres Displays geschuldet. Ich war allerdings überrascht, wie viel doch geht. So kann ich jetzt meine Laufrunden mit der Uhr erfassen, was an sich schon fast ein Kaufgrund ist, da sie mit den 199 Euro ja durchaus konkurrenzfähig zu anderen Sportuhren ist, aber bei weitem mehr „Extras“ bietet. Der Lautsprecher ist hinreichend gut, um alles gut zu verstehen, Musik lässt sich via Bluetooth Kopfhörer genießen, auch fürs Telefonieren ist ein Headset sinnvoll, obwohl das auch hinreichend gut mit der Uhr selbst geht. Dank GPS und Bewegungssensor kann auch was die Erfassung von Bewegung angeht die Uhr mit jedem Smartphone mithalten. Das GPS ist dabei erstaunlich genau und ich bekam recht schnell einen Satellitenfix. Intern hat die Uhr 512MB Speicher, den man aber mit einer Speicherkarte um bis zu 32Gbyte erhöhen kann. Es passen also einige Apps auf die Uhr. Und die Performanz ist durchweg gut, ein Antutu Benchmark kategorisiert die Uhr mit etwa der Performanz des Samsung Galaxy S2 ein, was ich für einen extrem guten Wert halte.

Die Laufzeit der Uhr wird im Standby mit 57 Stunden angegeben. Als ich sehr viel mit der Uhr ausprobiert habe, sie also quasi permanent an war, ging ihr nach etwa 5 Stunden die Puste aus. Bei normaler Nutzung, wie man sie auch mit dem Smartphone im Alltag hat, reicht der Akku locker einen Tag. Erstaunlich war für mich vor allem, wie viele Apps darauf laufen und welche Performanz die Uhr an den Tag legt. So konnte ich als Beispiel Riptide GP2 auf der Uhr ohne Probleme starten und es war auch gut spielbar.

Was für mich aber viel wichtiger ist. ALLE von mir bevorzugten Apps, laufen auf der Uhr und sind gut bis sehr gut bedienbar. So kann ich auf der Uhr unter anderem folgende Apps nutzen: Any.do

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Selbst diverse Casual Games laufen, dabei ist die Performanz keine Hürde, wenn, dann der kleine Bildschirm.
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Auch die Shopping App Bring! läuft bestens.

Cal
Bring!
Runtastic Pro
c:geo
Foursquare
Facebook
Twitter
Google+
Skype
Regenalarm
SleepAsAndroid
Zapitano
OSMand+
Aviate
Nova Launcher
Feedly
Miso
Komoot
JuiceDefender
ISSDetector
IPCam
ViewerGo
CleanMaster
AmazonKindle
Swype
Minuum

Und für die Unterhaltung:

Alle Spiele von Kairosoft
BadPiggies
CutTheRope
Riptide GP2

Man muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass wenige Entwickler speziell auf ein Bildschirmformat von 240×240 Pixeln Rücksicht nehmen, aber die Menge an nützlichen Anwendungen, die ich bislang bereits gefunden habe, überzeugt mich, dass auch auf diesem Format sinnvolles Arbeiten möglich ist. Zudem funktionieren auch diverse Programme, die speziell für kleine Bildschirme entwickelt wurden, wie das Minuum Keyboard oder diverse Speedreader nach dem „Spritz“ Speedreader Prinzip. Und wenn es mal wirklich zu schwierig mit der Eingabe wird, ist auch ein kleiner Ministift beigefügt, den man relativ sicher ans Armband clippen kann und selbst ein normaler Stift oder Kugelschreiber funktioniert auf dem Display.

Allerdings muss ich sagen, dass schon die „eingebaute“ Tastatur erstaunlich gute Ergebnsise liefert. Zumal man, wenn man ehrlich ist, auf solch einer Smartwatch auch mit Sicherheit keine größeren Texte schreiben will.

Als einziger Kritikpunkt verbleibt bei mir, dass die Rückseite der Uhr bzw. die dort angebrachte dunkle Beschichtung sich schon nach wenigen Tagen ablöst.Das sieht sehr unschön aus, ist aber zu verschmerzen, da die Rückseite ja sowieso nicht sichtbar ist. Zudem hat Pearl auf Anfrage erklärt, dass es sich dabei um einen Schönheitsfehler handelt, der leider bei einer Charge aufgetreten ist, aber außer dem Abfärben keinerlei negative Auswirkungen hat.

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Nach einigen Tagen verfärbte sich die Rückseite. Kann ich verschmerzen, da diese ja beim Tragen eh nicht sichtbar ist, und laut Aussage ein Schönheitsfehler einer bestimmten Charge.

Insofern kann ich wirklich sagen, die AW414go ist für mich die einzige momentan auf dem Markt befindliche ECHTE Smartwatch, die zumindest zeitweise auch mal anstelle eines Smartphones genutzt werden kann und nicht nur „verlängertes Display“ ist. Was ich an Kritikpunkten im Netz gelesen habe, kann ich nur zum Teil nachvollziehen. So beschwerten sich manche über die Größe der Uhr. Die ist aber, wenn ich sie wie bereits geschrieben mit anderen Sportuhren vergleiche im völlig normalen Rahmen. Die kleinen Schrauben sind auch nicht kleiner, als bei anderen Uhren mit vergleichbarer Verarbeitung. Dass die Oberfläche nur zum Teil angepasst ist, liegt auch daran, dass es wohl kaum Aufgabe eines Herstellers sein kann, dafür zu sorgen, dass auch alle von Dritten entwickelten Anwendungen angepasst sind. Entweder, ich möchte ein echtes Android auf meiner Uhr oder eben etwas spezielles, das dann die anderen Anwendungen wieder aussperrt.

Und zudem lassen sich ohne Probleme andere Launcher installieren. Ich nutze mit Begeisterung den Aviate Launcher, der auf der Smartwatch fast noch mehr Sinn macht, als auf dem Smartphone, da er mir je Ort und Kontext gleich ein passendes Set meiner wichtigsten Anwendungen liefert. Dass das Display klein ist, da kann ich nur sagen, ach was, entweder, ich will eine Smartwatch, oder ich schnalle mir gleich ein kleines Smartphone an den Arm. Hier sollte man halt nach Apps suchen, die eine veränderbare Schriftgröße haben oder verstärkt auf iconische Darstellung achten. Ich halte die AW414go im Moment für den bestmöglichen Kompromiss aus großem Funktionsumfang, flexibler Konfigurierbarkeit und autonomem Device.

Da ich bereits die Pebble und die Galaxy Gear getestet habe, würde ich hier folgendes Ranking aufstellen

1) AW414go

2) Pebble

3) Galaxy Gear

und nach allem, was ich bisher gelesen habe, wohl auch die Nachfolgegeneration.

Die Gear ist für den Funktionsumfang, den sie bietet viel zu teuer und auch in der gesamten Softwarestruktur für den Durchschnittnutzer zu proprietär. (komplizierter Installweg mittels eigener Software) Die Pebble punktet vor allem mit einer sehr guten Laufzeit, ist aber ohne Smartphone relativ dumm, und die App Infrastruktur ist bei weitem kleiner als die von Android. Zwar ist die AW414go auch noch nicht das Optimum, kommt dem aber schon sehr nahe. Zumindest ist das als Basis für weitere Modelle eine super Grundlage.

Von mir aus dürfte z.B. die Kamera gerne wegfallen, wichtig sind mir bei einer solchen Uhr eher die programmatischen Werte. Spannend wird, ob noch etwas an der Batterielaufzeit geschraubt werden kann. Ich experimentiere gerade mit Juice Defender, einer Anwendung die die Uhr ja in Ruhephasen komplett vom Datenverkehr trennt und nur kurz aktiviert, um Updates zu holen. Auch das dürfte der Laufzeit nochmal ein Plus geben. Aber für eine Uhr, die mit einem AMOLED Display aufwartet und UMTS sowie WLan an Bord hat ist die Laufzeit schon wirklich bemerkenswert.

Rezension:ISpace, das digitale auf Papier gedruckte Multimediabuch

Viele Verlage klagen über die Konkurrenz durch die zunehmende Digitalisierung. Oder, wenn sie schlau sind, nutzen sie das beste aus beiden Welten.

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Die Fahrzeuge und Objekte des Buches erwachen Dank der zugehörigen kostenlosen App für IOS und Android zum Leben

So handelt auch der Kosmos Verlag, den ich bislang hauptsächlich wegen der ausgesprochen hochwertigen und spannenden Experimentierkästen kenne, die meine Kinder bereits zu verschiedenen Themen gerne nutzen und wegen der sehr guten Sachbücher.

Nun wurde ich angesprochen, ob ich nicht ein neues Buch rezensieren wolle, das mit den Mitteln der Augmented Reality arbeitet und damit beide Welten zusammenführt.

Das Buch heißt ISpace und mit einer dazu gehörenden kostenlosen App kann man auf bestimmten Seiten 3D Modelle über die AR App über dem Buch schweben sehen und sie mit einem virtuellen Cursor sogar manchmal drehen und steuern. Dazu sind auf den entsprechenden Seiten Elemente integriert, die man dann mit der App scannt und damit in der App das für die entsprechende Seite passende 3D Modell aktiviert. Diese sind dann auch interaktiv und über Kontrollbuttons steuern.

Da sich das ganze aber nur schwer erklären lässt, hier zwei kurze Videos, die den erstaunlichen und sehr gut funktionierenden Effekt darstellen.

 

Der Effekt ist wirklich verblüffend und unsere Kinder lasen das Buch mit wachsender Begeisterung. Gerade die Kombination aus klassischem Buch und moderner virtueller Realität macht das ganze spannend und das Thema Astronomie und Visionen der Zukunft tut sein übriges.
Ich finde, eine gelungene Kombination von altem und neuem Medium und eine sehr schöne Art, wissenschaftliche Themen näher zu bringen. Und auch wir Erwachsenen hatten unseren Spaß mit den virtuellen Modellen ebenso wie mit dem realen Buch.
Die endgültige Wertung fällt eindeutig aus und kommt dieses Mal von unseren drei jungen Haupttestern.

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Ich denke, das Ergebnis der Jury ist eindeutig

 

Für alle, die ein Interesse für Wissenschaft haben und Kinder, die bereits mit dem Smartphone groß werden ein schöner Weg, beides zu kombinieren.

re:publica für Neulinge: Die Verteilersteckdose ist dein Freund

re:publica 14 - INTO THE WILDNicht mehr lange, und ich reise wieder nach Berlin. Zur re:publica. Zum verrücktesten, interessantesten, intensivsten und die Bloggerbatterien aufladensten Event, den ich mir vorstellen kann.

Und ich packe meinen Koffer. Mit Tipps für all die, die zum ersten Mal auf eine re:publica reisen.

Zunächst, erwartet das Unerwartete. Macht nicht zu viele Pläne. Seien es Sessionpläne oder Termine. Die besten Gespräche, die spannendsten Sessions sind oft die, die ihr nicht eingeplant habt. Nachdem ich in den ersten Jahren meiner re:publica Erfahrung immer vor der Anreise schon meine Wunschsessions ausgewählt habe, sparte ich mir das dann immer mehr. Mittlerweile entsteht meine Planung vor Ort. Denn sie ist von so vielen Rahmenfaktoren abhängig. Wen treffe ich dort? Welche Sessions werden von den Anwesenden schon im Vorfeld diskutiert?

Ein Tipp ist vor allem, wenn ihr zwei konkurrierende Sessions habt, von denen eine aufgenommen wird, dann geht in die andere. Und nehmt für euch das Recht der Füße in Anspruch. Sitzt ihr in einer Session, die so überhaupt nicht euer Ding ist, dann raus. Auf den Treffpunkten wie dem Affenhügel (werdet ihr schon noch merken, was damit gemeint ist) sitzen immer interessante Menschen für ein Gespräch.

Was ihr auf jeden Fall mitnehmend solltet ist genug Strom in jedweder Art. Akkupacks, Ladekabel, ja und auch die berühmte Mehrfachsteckdose. Warum denn die, werdet ihr fragen? Nein, nicht, damit ihr all eure Gadgets parallel laden könnt. Aber oft sind die Steckdosen, die fürs Laden vorgesehen sind, schon belegt. Wohl dem, der dann in seiner Mehrfachsteckdose dem saftlosen Gadget eines anderen Besuchers noch etwas Elektronennahrung und ein Plätzchen anbieten kann. So entspinnen sich oft spannende Gespräche.

Generell. Verplant nicht den ganzen Tag mit Sessions. Es lohnt sich immer, auch während den Sessions mal draußen zu sein und sich mit anderen zu einem Gespräch zu treffen. Daraus können sich Freundschaften, Aufträge, Kooperationen und wilde Ideen entwickeln.

Und wenn ihr könnt, reist rechtzeitig an. Berlin ist immer eine Reise wert, und dieses Jahr kann man sich auch schon in aller Ruhe am Vorabend in der „Station“ einfinden und anmelden. Und auch dann gibt es bereits die Möglichkeit für Smalltalk.

Und keine Angst vor den „alten Hasen“. Die re:publica ist für JEDEN jedes Jahr neu. Neue Leute, neue Themen, neue eigene Interessen. Tauscht euch aus, vernetzt euch, das ist die größte Macht der re:publica. Sie bringt die vielen Digitalier real zusammen, verstärkt alte Bande und lässt neue knüpfen.

Oh, und wenn ihr so nen langen Typen mit schwarzem T-Shirt und der Aufschrift @bicyclist seht. Sprecht ihn an. Ich bin immer an neuen Leuten und spannenden Gesprächen interessiert.

Übrigens macht es auch in der digitalen Welt durchaus noch Sinn, klassische Visitenkarten aus Papier dabei zu haben. Schon alleine, weil nicht jeder die Zeit hat, sich erst mal die Adresse des Gegenübers in seinen elektronischen Kalender einzutragen. Da ist dann eine Visitenkarte schneller getauscht. Ich hab mal das Angebot von moo.com angenommen, die wenn ihr bis zum 26. April bei Ihnen bestellt, die Karten auf der re:publica für euch bereit halten!

Und wer kamerascheu ist, und Probleme damit hat, dass sein Gesicht irgendwo auftaucht, ich denke, der sollte sich bei der re:publica damit irgendwie zu arrangieren versuchen. Denn das ganz zu vermeiden ist wohl mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Ding der Unmöglichkeit.

Was ist eigentlich sozial an Social Media?

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Auch Wanderfalken können etwas mit Social Media zu tun haben.

Eine Frage, die mir gelegentlich gestellt wird: Wieso soll Social Media eigentlich sozial sein? Da starren doch alle auf ihr Smartphone und keiner spricht mehr miteinander.
Ich spare mir dann meist die Tiraden, dass ich über Social Media viele interessante und für mich wichtige Menschen auch in Person kennengelernt habe, die ich so nie getroffen hätte, dass ich über Social Media anderen Menschen helfe und sie mir, bei Themen, für die ich früher nie Hilfe gefunden hätte.

Aber eins werde ich ab jetzt in mein Portfolio mit aufnehmen. O2.
Warum?
Zwei Gründe: Den ersten habe ich schon mal thematisiert. Es war auf einem Barcamp, als mir wie meist bei solchen wichtigen Events meine Flatrate fürs mobile Surfen zu Ende ging.

Ich erinnerte mich, O2 hat ja einen Account auf Twitter also flux gefragt, was sich da machen lässt und man glaubt es kaum, binnen 5 Minuten war mein Konto mit 500Mb nachgerüstet.
DAS ist gelebte Social Media. Ein Problem eines Kunden, der kann sich sehr informell melden und bekommt ebenso schnell und informell Hilfe.

Aber es gibt noch einen zweiten Grund, der mit O2 zusammenhängt.
Dabei geht es um das Blog von O2. Darin ein Artikel über ein Falkenpärchen, dass auf einem von O2s Funkmasten in einem extra installierten Nistkasten brütet. Nichts besonderes werdet ihr jetzt sagen, ja richtig. Aber das ist so eine von den Geschichten, die mir ein Unternehmen sympathisch machen. Wenn ich lesen kann, dass man auch was jenseits vom Kerngeschäft tut. Wenn man auch bereit ist, typische Webspielereien mitzugehen (wer kennt nicht die vielen Webcams von brütenden Störchen, Adlern etc.) DAS ist Storytelling jenseits vom dumpfen Werbeblabla. Ja klar, auch das ist Werbung. Aber eben jene von der unaufdringlichen Art. Die einem ein Unternehmen und ja, zum Teil auch seine Mitarbeiter etwas näher bringt. Und genau das ist Social Media, wie ich es mir von Unternehmen wünsche. Nicht einfach nur hinausposaunen, wie toll ich bin, sondern auch helfen und sich als Unternehmen mit echten Menschen zeigen.

Und bevor hier gleich wieder die Trolle über schlechten Service von O2, miese Netzqualität oder ähnliches wettern. Ja, mag sein. Hab ich aber auch bei anderen Anbietern erlebt. Aber ich kann für mich ganz persönlich sagen, bislang bin ich hochzufrieden mit O2. Wäre ich sicher auch mit anderen. Aber auch dank solcher Stories wie der von dem Falkenpärchen sind mir nicht nur die Marke und die Produkte, sondern auch die O2 Mitarbeiter sympathisch. Und das bindet den Kunden viel besser, als nur immer der billigste oder der mit dem neuesten Gadget zu sein.

Sozial ist eben auch, sich als Unternehmen von anderen Seiten zu zeigen, als nur der Profitseite. Und wenn das dann auch noch ein wenig authentisch und ehrlich gelingt, ist das extrem viel mehr wert, als jeder teure Werbespot, der ja eigentlich IMMER nur vermittelt: KAUF MICH!

Blogparade: Rad-Schlag oder auch ich zeig dir mein Rad, zeig du mir dein Rad

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Alle, die mir auch auf Twitter folgen, kennen mich unter dem Twitternick @bicyclist. Nun ist dieser Nick kein Zufallsprodukt, sondern Programm. Das englische Wort für Radfahrer soll signalisieren, dass ich gerne und viel Rad fahre. Und das Fahrrad als alternatives und ernst zu nehmendes Verkehrsmittel propagiere.

 

Deshalb möchte ich hier mal zu einer Blogparade unter radfahrenden Geeks und Nongeeks aufrufen. Präsentiert mir euer Fahrrad, zeigt, was ihr so nutzt, wie ihr ausgestattet seid, was ihr empfehlen könnt. Ich beginne also mal mit meinem Rad.  Hinterlasst dann einen Link hier im Blog und verlinkt im Artikel zu meinem Beitrag.

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Dahinter verbergen sich ausfaltbare Seitentaschen.

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Wenn der Einkauf mal größer wird, muss ich nur die seitlichen Fächer öffen.

Hier also mein Alltagsrad, das ich für die Fahrt zur Arbeit, gelegentliche Einkäufe und auch Freizeittouren verwende (daneben existiert noch ein einfacheres Winterrad, das etwas unempfindlicher gegen die Widrigkeiten eines echten Winters ist). Und dazu gleich ein paar technische Daten. Es ist ein 29 Zoll Cube LTD Race mit Scheibenbremsen und Rock Shocks Federgabel. Ergänzt habe ich es um SKS Shock Board Spritzschutz und einen Topeak Gepäckträger mit passender Gepäckträgertasche , die fest auf einer Schiene mit dem Träger verschmilzt.

Die Tasche selbst ist recht klein, in den beiden Seitenfächern befinden sich aber versteckte große seitliche Taschen, die dann auch mal einen größeren Einkauf aufnehmen können. Die Beleuchtung stammt von Trelock und das schöne dran ist vor allem, das Frontlicht, das tendenziell am schnellsten unter leeren Batterien zu leiden hat, ist wiederaufladbar über USB. Am Lenker ist zusätzlich eine Smartphone Tasche für Note 2/3, dadurch spare ich mir einen Fahrradtacho und kann meine Touren direkt auf dem Smartphone erfassen. Durch einen 10.000 mAh Akku mit Spezialgehäuse hält das Note 3 auch Tagestouren gut durch.

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Kann man zur Not auch als Waffe nutzen.

Damit mir das ganze nicht gestohlen wird, ist das Rad mit einem ABUS Faltschloss der höchsten Sicherheitsstufe bestückt, das auch bei Stiftung Warentest als einziges Faltschloß nicht durchgefallen ist.

In der Topeak Satteltasche hab ich dann noch das nötigste zum Flicken dabei, ein Miniflickset und das Topeak Miniwerkzeug Alien 2 und am Getränkehalter noch die Lezyne Luftpumpe.

Das ist mein Setup, jetzt würde mich mal interessieren, wie ihr so als Geek oder Nongeek mit dem Rad unterwegs seid.

Womit ich mich im Moment befasse, aber noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden habe, ist ein stiller Alarm inklusive GPS Tracking fürs Rad, falls es doch mal gestohlen werden sollte. Aber es ist registriert und polizeilich gemeldet, also insofern gut abgesichert.

 

Was von den Gadgets übrig blieb. Ein Rückblick auf getestetes

Ich hab ja nun schon so einige Gadgets im Blog getestet und meist für gut befunden. Zumindest in dem kurzen Zeitraum des Tests.

Nun wird es mal Zeit, ein wenig zurück zu blicken und zu schauen, was von den Gadgets auch auf lange Sicht überlebt hat.

Schauen wir also mal, was ich auch heute noch nutze und was die Zeit des Tests nicht überlebt hat.

Was ich immer noch bei mir trage ist die Pebble, die mir in Kombination mit meinem Note 3 sehr gute Dienste leistet. Auch der Zerolemon 10.000 Akku verrichtet weiterhin brav seinen Dienst als Case und Energieversorger meines Note 3.

Das Note 2 hat mein Sohn „geerbt“ und er verwendet bis heute das von mir getestete Otterbox Defender Case und hat damit sein Note 2 schon vor einigem Schaden bewahrt.

Wir machen immer noch gerne ein Spiel daraus, uns mit dem kleinen Video Messenger Nachrichten am Kühlschrank zu hinterlassen. Ja, Geek Familie halt.

Auch der Spigen Glas Bildschirmschutz ist immer noch auf meinem Note 3 und noch so „unsichtbar“ wie am ersten Tag. Im Gegensatz zum Jawbone Up, das mich zwar kurzfristig begeisterte, aber leider nicht den Dauertest überstand trage ich das Fitbit Flex Tag und Nacht und kann keinerlei Problem erkennen.

Das Dell Latitude 10 ist mittlerweile zu meinem mobilen Begleiter avanciert, wenn ich Artikel blogge, weil es einfach am angenehmsten für längere Textverarbeitung ist und auch sonst sehr robust. Der Langzeittest läuft insofern immer noch und bisher bin ich sehr zufrieden.

Aber auch das Asus Transformer TF300t läuft immer noch brav und gerootet und mit Cyanogenmod bestückt auch ordentlich schnell.

Aus der Reihe Spielzeug für kleine und große Geeks sind die Battroborgs zu nennen, die immer noch spannende Boxkämpfe im Auftrag meiner Kinder austragen dürfen 😉

Auch einer der nach meinem Geschmack „coolsten“ Tabletständer, den ich damals von mobilefun.de zum Test bekommen hatte, tut immer noch seine guten Dienste, momentan fürs Tablet auf dem Nachtisch.

Als braver und ausdauernder Medienserver und Experimentierplattform läuft der Raspberry PI auch weiterhin still und energiesparend.

Auf dem Schreibtisch ist der Thumbs Up Touchspeaker sowohl Ablage als auch Verstärker fürs Smartphone.

Die Nexus 7 Dockingstation hat ihren Platz im Zimmer meiner Tochter gefunden und dient dort ihrem Nexus 7 als Ladestation. Im „Kreise“ meiner Roboter tut der Staubsaugerroboter immer noch brav seine Dienste und sorgt vor allem für ein einigermaßen sauberes Bloggerbüro. Und sein Kumpel Spykee wird immer mal wieder als Auflockerung für Vorträge oder Präsentationen zum Thema „Trends und Zukunftsprognosen“ genutzt.

Auf Vortragsreisen ist der Presenter Ring von Genius immer dabei, damit lassen sich Präsentationen sehr gut und dezent steuern.

Falls ich im Büro  mal etwas Musik brauche, nutze ich den kleinen Android Radio/Lautsprecher/Roboter als Verstärker und Alleinunterhalter.

Und als Abschluß dieses sicher nicht vollständigen Rückblicks das Samsung Galaxy Nexus, das weiterhin und immer noch sehr stabil und performant seine Dienste für meine Frau tut. Insbesondere Angry Birds wird dort ausgiebig genutzt 😉

Es gibt noch einige andere Gadgets, die ich auch weiterhin nutze. Für mich im Rückblick muss ich sagen, haben mich nur sehr wenige Gadgets im Dauertest enttäuscht, das meiste war wirklich und ist auch heute noch seinen Preis wert.

Und jetzt mal schauen, welche Gadgets in der nächsten Zeit ins Testlabor kommen und dann hier besprochen werden.

Fundstück der Woche: Wie man mit Homophobie und dem resultierenden Shitstorm richtig umgeht

Ein tolles Beispiel zum einen, wie man mit einer Werbung auch eine Botschaft gegen Homophobie transportieren kann, und auf den leider danach auftretenden Shitstorm sehr souverän und gekonnt reagiert. Honey Maid hat die Klaviatur der Social Media Möglichkeiten virtuos bespielt:

Für mich ein weiteres extrem gutes Beispiel für meine Präsentationen zum Thema Social Media, Shitstorm, und wie man darauf richtig reagiert. Anschauen lohnt hier wirklich!

Zum einen präsentiert sich Honey Maid mit dem ersten Spot als tolerant und weltoffen, was zwar in Folge einige aufgeregte Proteste hagelt, die aber Honey Maid extrem intelligent aushebelt, in dem es den Homophobikern nicht nur mit „Liebe“ antwortet, sondern ihnen auf gekonnte Art noch vor Augen führt, dass sie nur eine gestrige Minderheit sind.

Bravo dafür.