Wer macht die Regeln? Wir, oder die Wir-tschaft?

Natürlich wünschen wir uns, dass die Regeln von uns, sei es als Individuum oder als Gemeinschaft mit einem gemeinsamen (politischen) Willen gemacht und getragen werden.

Aber wenn wir genauer hinsehen, erkennen wir schnell, es ist die Wirtschaft, die mittlerweile sich selbst als Nabel der Welt versteht und am liebsten möchte, dass alles sich ihr unterordnet.

Das beginnt bei der Rolle des Arbeitnehmers. Denkt man, dass es die reine Arbeitskraft, oder noch genauer in den meisten Fällen die Lebenszeit ist, die wir an den Arbeitgeber verkaufen, so ist es mittlerweile immer mehr das ganze Leben. Wir haben flexibel zu sein, immer, auch außerhalb des Betriebs nur Gutes zu berichten, selbst wenn das wie wir ja jüngst anhand VW gesehen haben eine blanke Lüge ist. Der Arbeitgeber ist unfehlbar, unangreifbar und überwacht was wir tun und sagen um ja jede negative Information zu unterbinden. Selbst und gerade wenn diese wahr ist. Und wer als Whistleblower Ungerechtigkeiten oder gar Straftaten anprangert, wird wahrscheinlich selbst verfolgt, während der eigentliche Straftäter meist ungeschoren davon kommt.

Dann folgt die Werbung, die mit allen Mitteln versucht, uns Bedürfnisse einzureden, Dinge anzudrehen, die kein Mensch braucht, die wir aber immer wieder aufs neue  konsumieren sollen. Functional food, Vitaminpräparate, jedes Jahr ein neues Smartphone, dicke Protzkarrossen, die die Umwelt verpesten. Braucht kein Mensch,. kaufen wir dennoch wie die Lemminge. Und manchmal wird uns ein Nutzen vorgegaukelt, der so gar nicht vorhanden ist. Manchmal? Eigentlich meist. Oder wer glaubt, dass ein „Smoothie“ sehr viel mehr Wirkung zeigt, als einfach Gemüse und Obst mixen und trinken? Oder doch, ein mehr an Wirkung zeigt es. Aus einem ganz billigen Produkt (Obst und Gemüse) wird mittels unnötiger Verarbeitung ein teures Trendprodukt generiert, das unseren Geldbeutel schröpft.

Was noch viel schlimmer ist, die Politik geht mit der Wirtschaft ins Bett, lässt sich von ihr Gesetzestexte in den Füller diktieren, kriecht zu Kreuze wenn auch nur ein Konzernlobbyist mit dem Schwachsinnsatz: „Wenn sie das machen, kostet das Arbeitskräfte“ droht. So what? Das tut es IMMER, denn wir merken uns: Wir sollen alle kostenlos bis zum Tod für den wunderbaren Arbeitgeber arbeiten, dabei aber den ganzen unnötigen Überfluß an Waren konsumieren, den kein Mensch braucht und später auf eigene Kosten den kranken Körper und Geist kurieren, den die Arbeitswelt erst kaputt gemacht hat.

Da werden Krankenhäuser der BWL Doktrin unterworfen, was zu immer mehr Stress beim Personal und immer weniger Leistung für die Patienten führt, Hauptsache die Arschlochexcelstatistiken passen. Da werden wir gezwungen, immer mehr selbst zu machen und es wird uns noch eingeredet, das wäre toll. Online Banking, Online Booking, Online irgendein Scheiss. In Teilen toll, in weiten Teilen aber nur wieder ein weiterer Personalabbau, damit wenig viel mehr und viele gar nichts mehr verdienen.

Es muss wirtschaftlich sein klingt sehr plausibel, ist aber Schwachsinn. A priori muss es erst mal nützlich für die Menschen sein, und zwar für alle, nicht für die paar Business Kasper mit perversen Monstergehältern.

Klingt das überzogen? Vielleicht. Ist es das? Auf keinen Fall. Wenn man sich die Zahl der Lobbyisten in Berlin ansieht, die Zahlen über Elektronikmüll oder den Plastikmüll in den Weltmeeren oder die Statistiken zu psychischen Erkrankungen der letzten Jahre erkennt man schnell: Es ist schon schlimm, aber es wird noch schlimmer werden.

Weil wir zu brav, zu gehorsam, zu unterwürfig sind. Weil wir immer noch glauben, die großen Konzerne hätten das Recht, so mit uns umzugehen.

Eigentlich wäre es Zeit für eine Revolution:

Remember, remember, the fifth of November, the gunpowder treason and plot; I know of no reason why the gunpowder treason should ever be forgot.

 

Aber mit dem Michel dem braven wird das wohl weiterhin nichts, bis wirklich alles zusammenbricht.

 

Oliver Kalkhofe kommentiert die rechte Gewalt. Der beste Kommentar bislang

Es lohnt absolut, sich diesen Kommentar von Oliver Kalkhofe anzusehen. Treffender kann man es nicht ausdrücken. „Gewalt war schon immer die Sprache der Dummen.“ Wie wahr, wie wahr.

Und für alle, die gerade in einem bildungs- und spassfremden Büroumfeld sein müssen, hier das ganze als Text:

Hallo. Ich bin Oliver Kalkofe.
Einer dieser längst vergessenen, mediengeilen Z-Promis, die für ein bisschen Aufmerksamkeit absolut alles tun –
weshalb ich heute ganz groß die Fresse aufreiße und auf den medialen Mainstream-Zug der naiven Gutmenschen aufspringe.
Armes Deutschland!
So – das kurz vorab für alle, die sowieso nicht wirklich zuhören wollen… oder nicht können… und einen Grund zum Abschalten oder eine Texthilfe für ihren orthographisch tollkühnen Pöbelkommentar unter dem Video brauchen. Gern geschehen.
Ich sage jetzt allerdings trotzdem meine Meinung.
In der Hoffnung, andere damit zu motivieren, auch nicht länger den Mund zu halten und nicht mehr schweigend zuzuschauen, wie sich in unserem Land furchtbare Dinge ereignen, die ich aus dem Geschichts-Unterricht, aus Filmen und Büchern kenne,
von denen ich mir aber niemals habe träumen lassen, sie einmal selbst miterleben zu müssen.
Und bevor die sich selbst ernannten ‚Besorgten Bürger’ gleich wieder aufschreien:
Es geht hier nicht darum, welche Meinung man zum Thema Flüchtlinge oder Ausländer vertritt, ob die Politik alles richtig gemacht hat – was man derzeit wohl fraglos bezweifeln darf – und wer wo wie am meisten Recht hat.
Es geht darum, dass derzeit Menschen, auf der Flucht und um ihr Leben kämpfend, in einem für sie fremden Land, auf der Suche nach Hilfe, von Parolen-grölenden Vollidioten gewalttätig bedroht werden.
Dass Heime, in denen die ärmsten Schweine, die hier momentan rum laufen, nur für kurze Zeit in Sicherheit durchatmen sollen, angezündet und niedergebrannt werden –
Und zwar ganz offensichtlich von den dümmsten Schweinen, die bei uns gerade rumlaufen.
Dass Ausländerkinder von hirnfrei lebenden Rechtsextremisten in der U-Bahn beschimpft und vollgepinkelt werden.
Sorry –
Das alles hat nichts mit Kritik oder Meinungsäußerung zu tun.
Das ist einfach abartig, widerwärtig, kriminell und beschämend.
Wenn das bedeuten sollte, ein aufrechter Deutscher zu sein, gebe ich gern meinen Ausweis ab.
Aber das heißt es zum Glück nicht – denn solche Taten bedeuten nur ein ausgemachtes Arschloch zu sein.
Emotionslose Kreaturen und mutwillige Intelligenz-Flüchtlinge, die derartige Dinge tun, sollte man wirklich nicht als ‚Pack’ bezeichnen – denn dieser Ausdruck ist viel zu harmlos und beschönigend für solch ekelerregend degenerierte Menschen-Darsteller und feige Verbrecher im faulig schimmelnden Schutzmantel des vorgetäuschten Patriotismus.
Die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten war übrigens auch keine Literaturkritik,
die Scheiterhaufen der Hexenverbrennung kein friedlicher Diskussions-Beitrag zur Okkultismus-Debatte
und der Ku-Klux-Klan auch keine freundliche Gesprächsgruppe besorgter weißer Bürger mit Zipfelmützen.
Gewalt war schon immer die Sprache der Dummen.
Wer seine Meinung auf Grund verstandesmäßiger Begrenzungen nicht verbal ausdrücken oder einigermaßen fehlerfrei aufschreiben kann,
der muss halt schreien, schlagen oder irgendwas anzünden.
Dies gilt übrigens für beide Seiten.
Links oder Rechts, Schwarz oder Weiß, Reich oder Arm.
Dumme und böse Menschen gibt es überall – keine Frage.
Zur Zeit allerdings in erschreckend hohem Maße unter vermeintlich anständigen Menschen, die uns ihre hoch kriminellen Handlungen als Akt der Meinungsfreiheit verkaufen wollen.
Nee, Leute, so nicht.
Wer Gewalt und Ungerechtigkeit im Kampf gegen Gewalt und Ungerechtigkeit einsetzt, mit der Begründung: die anderen machen es ja auch – oder werden es bestimmt noch tun, wenn ich nicht vorher zuschlage – der hat leider nicht verstanden, was es heißt ‚Mensch’ zu sein und in einer Gemeinschaft zu leben.
Man kann Ungerechtigkeiten nicht gegeneinander aufwiegen wie an der Fleischtheke der Fehlverhalten.
Wer auf Dinge, die seiner Ansicht nach falsch laufen, damit reagiert, es einfach noch falscher zu machen, dreht selbst die Spirale des Irrsinns ins Absurde und zerstört damit – rein rechnerisch – jede Chance auf das Richtige.
Und wenn Gutmensch in einer Gesellschaft zum hämischen Schimpfwort mutiert, um damit das eigene Schlechtmenschentum zu beschönigen, ist definitiv etwas nicht in Ordnung.
Allerdings muss ich sagen: dann doch lieber Gutmensch als Arschloch!
Brandstiftung, Körperverletzung und Demütigung sind keine Ausdrucksmittel der freien Meinungsäußerung, sondern schlicht und einfach Verbrechen.
Wir können uns nicht alle immer weiter nur gegenseitig auf der Straße oder im Internet Wut und Hass entgegenschleudern und alle fremden Menschen als Bedrohung ansehen.
Nicht die Politiker oder die anderen – wir selbst entscheiden wie unsere Welt aussieht.
Wenn jetzt nicht langsam jeder einzelne anfängt, für sich persönlich einen eigenen moralischen Kompass zu entwickeln, um nach ihm nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln, dann sieht es düster für uns alle aus.
Und dieser Kompass ist eigentlich ganz simpel:
Einfach einem anderen Menschen nichts antun, was man nicht selbst erleben möchte.
Und andere Menschen so behandeln, wie man selbst gern behandelt werden würde.
Vielleicht naiv, aber rein logisch gesehen unsere einzige Chance auf Besserung.
Stoppen wir die Blödheit, den Hass und den Wahnsinn.
Und schweigen wir nicht, auch wenn das Böse und das Dumme meist lauter ist als die leise Stimme der Vernunft.
Benehmen wir uns einfach endlich einmal wieder wie Menschen.
Und für alle, die trotzdem immer noch sagen:
‚Na und, mir wurde auch nie was geschenkt!’ –
Doch. Verstand, Vernunft und Mitgefühl gab es für jeden von uns – zumindest theoretisch – für jeden von uns absolut kostenfrei!
Dann kann man die doch ruhig auch mal benutzen, oder?

Blogger für Flüchtlinge. Denn wir alle können ein Zeichen setzen

Wer die Ereignisse in Freital und jüngst Heidenau verfolgt hat, der weiß, wie viel dummes, rechtes Gedankengut sich unreflektiert und falsch informiert gegen die Flüchtlinge stellt, die in den allermeisten Fällen aus der puren Not heraus zu uns kommen.

Länder wie Syrien sind für ihre Bewohner mittlerweile eine Lebensgefahr. Und wir sind mitschuld an diesem Dilemma, verdient doch unsere deutsche Waffenindustrie sehr gut an all diesen Kriegen.

Deshalb finde ich die Initiative Blogger für Flüchtlinge von Nico Lumma, Stevan PaulKarla Paul und Paul Fritze so wichtig und richtig, die nichts anderes macht, als Spenden zu sammeln und diese dem Verein Moabit hilft zukommen lässt.

Also, erzählt von der Aktion, bloggt, vlogt, podcastet was das Zeug hält. Wäre doch gelacht, wenn wir Blogger nicht unsere Leser, unsere Hörer, unsere Follower aktivieren könnten, damit die zu uns kommenden Flüchtlinge wenigstens mit dem allernötigsten versorgt werden.

Und all ihr Trolle und Heimatschützer, „Ich bin ja kein Nazi, aber..“ Lügner und sonstigen Verwirrten. Spart euch, hier rumzutrollen, jeder fremdenfeindliche Kommentar wird sofort gelöscht. Auch wenn ihr es nicht glaubt, es gibt so etwas wie ein Hausrecht, sogar in Blogs.

 

Unterstützt netzpolitik.org im Kampf um die Freiheit der Presse

range
im Vordergrund Generalbundesanwalt Harald Range, im Hintergrund Hans-Georg Maaßen, Chef des Verfassungsschutzes

netzpolitik.org wird des Landesverrats beschuldigt, weil sie Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben, die als vertraulich gekennzeichnet wurden. Das passt den Menschen nicht, die selbst unser Land verraten, in dem sie die NSA schalten und walten lassen ohne gegen sie vorzugehen. Und an oberster Spitze im Moment unser werter Generalbundesanwalt Range, der die NSA gewähren lässt und kritische Blogger mundtot machen will. Helfen wir netzpolitik.org durch kritische Berichterstattung ebenso wie durch Demonstrationen oder, für die, denen beides nicht möglich ist, durch eine Geldspende.

Und wer sich für die Beschuldigungen interessiert findet hier den Anklagebrief im Volltext sowie die Dokumente, deretwegen die Anklage erfolgte hier und hier. Sicherungen davon habe ich bereits gezogen.

pressefreiheit

Wenn Merkel streichelt, dann wird abgeschoben.

Ein Video kursiert, das mir den kalten Schauer über den Rücken jagt. Kann man eigentlich noch unsensibler und gefühlskälter sein? Ein Mädchen mit „streicheln“ trösten, dem eine Abschiebung droht, obwohl es sich offensichtlich integrieren möchte, so gut es geht? Nein Frau Merkel. Meine Kanzlerin sind sie wahrlich nicht.

Aber auch das Netz regt sich auf, wie man untere anderem auf Twitter unter dem Hashtag #merkelstreichelt nachlesen kann. Hier das Video. Ich konnte es mir nur einmal ansehen. Nochmal und ich werde emotional…….

Früher sprach Merkel das Vertrauen aus, wenn sie jemand los werden wollte, heute streichelt sie #merkelstreichelt

Das Ende der Erwerbsarbeit und ein notwendiger Diskurs

Zuletzt war es Larry Page, einer der Gründer von Google, der das Thema in die Medien brachte. Mit zunehmender Digitalisierung und immer bessere Künstlicher Intelligenz und Robotertechnologie müssen/sollen/dürfen wir uns in Zukunft auf einen Rückgang der Erwerbsarbeit gefasst machen.

Das klingt jetzt schlimmer, als es ist, wenn man bestimmte Prämissen betrachtet und endlich in den eigentlich wichtigen Diskurs einsteigt. Denn bislang haben wir immer eines erlebt. Es wurde eine neue Technologie entwickelt, um dem Menschen die Arbeit abzunehmen. Dann aber hat man nicht am Paradigma der Sinnhaftigkeit menschlicher Existenz durch Erwerbsarbeit gerüttelt, sondern „unnütze Humanressourcen freigesetzt“ oder um es nicht im Managementsprech, sondern ehrlich zu formulieren, Menschen gefeuert, die man nicht mehr (aus-)nutzen konnte und nützliche Mitarbeiter auf andere Tätigkeiten verteilt. Der Wert des Menschen war und ist in der heutigen Wirtschaft noch ein direkter Faktor aus dem, was sie oder er für Geld leistet. Ehrenamtliches, nicht bezahlte Tätigkeiten, alles minderwertig. Und nur wer Geld verdient, darf voll an der Gesellschaft teilhaben.

Das muss sich aber schon deshalb ändern, weil wir in Zukunft schlicht so viel automatisierte Tätigkeiten selbst in Bereichen haben werden, dass ein Festhalten am Dogma der Vollbeschäftigung schlicht eine Verleugnung der Realität bedeutet.

Wir brauchen dringend einen Diskurs, wie wir als Gesellschaft damit umgehen wollen, dass wir unseren persönlichen und gesellschaftlichen Wert  nicht mehr aus unserer Erwerbstätigkeit ziehen können/sollen, weil wir sonst in Zukunft ganze Gesellschaftsschichten komplette von der Teilhabe abkoppeln werden.

Page hat die Vision der Halbtagsarbeit, es wird sicher auch andere Konzepte geben, aber wir sollten die gesellschaftliche Teilhabe und auch die Möglichkeit, an der Wirtschaft teilzuhaben nicht mehr vom „Besitz“ einer Vollzeitarbeitsstelle abhängig machen. Und dafür muss sich auch das Bild von den „normalen Arbeitnehmern“ ändern, die angeblich zum Arbeiten getragen werden müssen und nur unter ständiger Kontrolle und rund um die Uhr etwas für die Wirtschaft leistet.

Das ist mein Hauptgrund, warum ich dafür eintrete, endlich vom Bild der Bezahlung anhand Zeit hin zu gehen zu einer Bezahlung anhand Ergebnis. Und warum auch ich für eine Form von bedingungslosem Grundeinkommen bin. Wie genau, das ist einer der wichtigen Diskurse der nächsten Zeit aber wir müssen uns als Gesellschaft auf eine immer digitalere, immer stärker automatisierte Welt einstellen, in der es einfach nicht mehr zielführend ist, jeden Menschen in eine bezahlte Erwerbstätigkeit drängen zu wollen.

Und das kann auch eine viel menschenfreundlichere Welt sein, weil so mehr Zeit für wichtige aber nicht bezahlte Tätigkeiten wie Pflege kranker Menschen, Ehrenamt, Tätigkeiten in Gemeinde und Region frei wird und zudem gerade auch kreative Menschen mehr Freiräume bekommen für neue Ideen.

Natürlich kann auch alles so weitergehen wie bisher, immer weniger wirklich wohlhabende, immer mehr Menschen an der Armutsgrenze. Aber mal ehrlich. Selbst dem verbohrtesten Politiker oder Manager muss mit der Zeit aufgehen, dass hier immer mehr sozialer Sprengstoff gebildet wird und letztlich irgendwann das ganze in irgendeiner Form zu Protesten führen wird. Wir dürfen nicht den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf Grund des Profitdenkens einiger weniger aufgeben.

Und wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass die nächsten Jahre Automatisierung und Digitalisierung in nie gekanntem Ausmaß bringen werden. Denn sie werden auf jeden Fall den Sharholdern nützen, da diese dann jene ach so teuren Humanressourcen abbauen können.

 

 

Wikileaks macht sich zum Narren. Vom Aufklärer zum Troll

Es ist kein Scherz. GetDigital hat offensichtlich von einer für Wikileaks tätigen Agentur verboten bekommen, weiterhin T-Shirts mit Motiven der Organisation zu verkaufen.
War schon in der Vergangenheit nicht mehr ganz klar, wie ernst die Plattform zu nehmen ist, so dürfte jetzt wohl klar sein, dass man Wikileaks getrost abschreiben und in den Annalen der Geschichte verklappen kann.
Ich bin fassungslos wie unverfroren hier mit einer einstmals guten Idee Profit gemacht werden soll und die einstigen Ideale offensichtlich dem Kommerz geopfert werden sollen. Ich hoffe, die Medien reagieren angemessen auf diesen Skandal.

Danke Wikileaks für die Vergangenheit. Aber verpisst euch in der Gegenwart. Noch eine Kommerzplattform, die aus dem Engagement von Menschen Profit schlägt, brauchen wir nun wirklich nicht. Nur schade, dass sich Menschen wie Edward Snowden jetzt wohl wieder auf die Suche nach vertrauenswürdigen Partnern machen müssen, denn so einem Kommerztheater sollte man sich besser nicht anvertrauen. Wer weiß, wie schnell hier noch andere (Geld-)Interessen über das Wohl und Wehe von Informanten entscheiden.

Mein Vortrag „Zukunftstrends: Here and there and everywhere“

Der neu gegründete Verein Connect-it  hatte mich eingeladen, im Rahmen eines „Meet&Chill“, also eines gemütlichen Beisammenseins einen Vortrag in meiner Rolle als Blogger, Autor und Trendforscher zu halten.

Für alle die dort waren oder die zumindest einen Überblick darüber bekommen wollen, wie ich die Entwicklungen unserer Gesellschaft in den nächsten Jahren sehe gibt es den Foliensatz jetzt zum Ansehen und herunterladen bei Slideshare:

Der Vortrag war, wie ich es gerne mache auch mit brandaktuellen Topics gefüllt. Die Quintessenz des ganzen ist, dass wir uns hin zu einer Sharing Economy entwicklen werden und Unternehmen sich daher eher Gedanken machen müssen, welchen Service sie anbieten, Produkte werden nicht mehr zwangsläufig gekauft, sondern geliehen, und zum Beispiel die Autoindustrie erkennt das gerade und kauft sich in den Sharing Markt ein. Aber das wird sich auf viele auch sehr traditionelle Produzenten ausdehnen.