
Auch dieses Jahr kann ich es nicht lassen, all meinen Lesern, meinen Unterstützern bei unserer Petition, einfach allen, die meinen Weg positiv gekreuzt haben, ein frohes Fest und einen guten Rutsch zu wünschen.

Wir lesen uns im neuen Jahr!

Auch dieses Jahr kann ich es nicht lassen, all meinen Lesern, meinen Unterstützern bei unserer Petition, einfach allen, die meinen Weg positiv gekreuzt haben, ein frohes Fest und einen guten Rutsch zu wünschen.

Wir lesen uns im neuen Jahr!
Am Dienstag waren auch meine Frau und ich als Betroffene dabei, als die Stiftung Deutsche Depressionshilfe eine neue Studie veröffentlicht hat, die aufzeigt, wie sich die Erkrankung des Partners oder Angehörigen auf das Umfeld auswirkt.
Anbei der Link und der TV Beitrag der Tagesthemen, in denen auch meine Frau und ich zu Wort kommen.
Speziell ein großes Dankeschön an die ARD für diesen wirklich guten Beitrag.
Deutschland Barometer Depression 2018
Auswirkungen der Depression auf Partnerschaft und Familie
So wie ich mit dem Thema psychische Krankheit umzugehen verlange ich von niemandem. Aber an alle, die die Kraft haben, den Willen oder wie ich damals einfach keine andere Wahl mehr kann ich nur appellieren: Bleibt laut, bleibt unbequem. Drängt in die Medien, sorgt dafür, dass eure Geschichte, unsere Geschichte nicht nur von denen vermittelt wird, die sowieso schon prominent sind.
Psychische Krankheiten können uns alle treffen und nur wenn wir der Öffentlichkeit klar machen, wie weit verbreitet psychische Krankheiten sind, wie schnell es JEDEN treffen kann, können wir mit der Zeit das nach wie vor bestehende Stigma beenden. Damit meine ich auch das Stigma Suizid. Wir müssen einen neuen Umgang damit lernen. Darüber den Mantel des Schweigens zu decken hilft denen auf keinen Fall, die mit dem Gedanken spielen.
Und lasst euch von den Trollen nicht beirren, die euch Profilsucht vorwerfen, oder ihr wolltet nur Geld verdienen. Deren Ignoranz und oft auch Dummheit darf kein Hinderungsgrund sein, für Aufklärung, für Toleranz zu kämpfen.
Menschen mit psychischen Krankheiten brauchen Hilfe, ohne ein Stigma zu fürchten, sie brauchen Menschen, die die Krankheit als solche akzeptieren und sich nicht automatisch anmaßen, genau zu wissen, wie es euch geht.
Menschen, die glaubten, sie verstünden meine Krankheit, die aber offensichtlich keine Ahnung hatten, haben mich fast in den Suizid getrieben. Und als sie ihre Fehler erkannten, haben sie sich nicht etwa entschuldigt, sondern mir gedroht.
Auch deshalb gehe ich immer wieder an die Öffentlichkeit. Damit solche gefährlichen Menschen keine Macht mehr haben, damit wir offen damit umgehen und damit vernünftige Hilfe statt vorurteilsbelasteter Plattitüden bekommen.
Ich wünsch mir Talkshows mit Betroffenen, statt dauernd nur mit den angeblichen Experten, ich wünsche mir mehr offenen Umgang mit psychischen Krankheiten als etwas, das so normal ist wie jede körperliche Krankheit auch.
So lange das nicht gegeben ist, werde ich nicht aufhören, unbequem zu bleiben. Und die, die mich mundtot machen wollten, sollten acht geben. Ich sammle die Beweise. Damit das nicht auch anderen geschieht.
Nun gut. Bei mir wohl kein Geheimnis mehr. Ich stehe zu meinen psychischen Schwächen. Auch wenn ich weiß, dass die typischen Reaktionen sind: „Mach dir doch nicht so viele Sorgen.“, „man kann auch vor allem Angst haben.“ (Übrigens:JA!) „Du bist zu ängstlich.“
Angst ist etwas überwältigendes, wenn man es in der Form einer generellen Angststörung hat. Angst frisst Vertrauen. Vertrauen in sich selbst, Vertrauen in andere. Und für manche ist die Angst der anderen ein Weg zur Manipulation. Meine Angststörung entstand aus dem, was ich als Kind und Jugendlicher erlebte. Sie entstand durch Mobbing, Einsamkeit, kein Vertrauen von wichtigen Menschen in mich.
Heute stehe ich zu meiner Angst, ich kenne sie und kann einigermaßen damit umgehen. Aber sie beeinflußt immer noch mein Leben. Aber ich schäme mich nicht mehr dafür. Jeder Tag, an dem ich gegen meine Angst angehe, jeder Moment, in dem ich merke, dass die Angst mich eben nicht mehr überwältigt ist ein guter Moment.
Wir alle, die wir gegen massive Ängste kämpfen, sollten aufhören, uns dafür zu schämen. Wir stellen uns unseren Ängsten, auch wenn sie manchmal überwältigend sind. Mein Suizidversuch entstand nicht durch die Depression. Die Depression war ein Teil meiner Angst und was damals geschah, war eine existenzbedrohliche, allumfassende Panikattacke. Und zwar sofort, ohne Ansteigen, von 0 auf Vollpanik.
Das so etwas passieren kann, sollte sich jeder vor Augen führen, der mit den Ängsten anderer spielt. Man wird in die Rolle der Beute gedrängt, die am Abgrund steht und nur noch zwei Möglichkeiten hat. Angriff oder Flucht. Und wir überängstlichen haben viel zu viel Angst, um noch angreifen zu können. Was dann passiert, ist klar. Aber wohl nicht jenen, die uns in solche Ängste treiben. Weil man ja angeblich keine Angst zu haben braucht. Warum nur erfährt man mittlerweile von immer mehr Menschen, die von massiven Ängsten betroffen sind? Warum leiden schon Schüler unter Ängsten? Kommt mir jetzt nicht mit dem Smartphone, das ist vielleicht Symptom. Der Grund ist das Spielen mit der Angst. Leistungsdruck, Konkurrenzdenken, angebliche Bedrohungen um sich Menschen gefügig zu machen, sie zu normieren und durch ihre Angst auch zu manipulieren.
Wer sich fragt, woher der Zulauf für rechtes Gedankengut und Fremdenhass kommt, ein großer Teil ist sicher auch Angst in einer Welt, die Druck ausübt, mit HartzIV eher bestraft als hilft und nur noch Spitzenleister will. Wir sollten wieder runter kommen von dem Angsttrip, aber so lange man über uns damit Macht ausüben kann, werden es Menschen ausnutzen.
Deshalb, ich stehe zu meiner Angst, aber ich durchschaue mittlerweile, wer mit ihr spielen will. Angst an sich ist nicht schlecht, sie schützt. Wenn man aber in einer eigentlich sicheren Zeit durch machthungrige Dummköpfe manipuliert und die Angst vor etwas nicht existentem hochgepeitscht wird, dann… ja, dann kann man schon Angst haben.
Ich stehe zu meiner Angst, und ich versuche zu vermitteln, dass der Kampf gegen sie ein Guter ist. Schwer, aber er lohnt. Meine Chili gegen meine Panik hab ich übrigens immer noch dabei. Nur so als Insider.
Zunächst, egal ob Mann oder Frau. Lest den Text von Journelle. LEST IHN. Und am besten mehrmals. Warum? Weil ich ein Mann bin, aber mich über sehr viele der Punkte ebenso ärgere, wie Journelle das so eloquent tut.
Wir schreiben 2018. Ein unglaublich ignoranter, selbstherrlicher, frauenfeindlicher Chauvinist ohne jede Empathie ist Präsident der Vereinigten Staaten. Und er schafft es, einen Vergewaltiger als obersten Richter zu inthronisieren.
Ich kann mich dafür nicht entschuldigen. Das ist nicht entschuldbar. Und ja, ich weiß, es haben auch Frauen für Donald Trump gestimmt. Es haben sicher auch Frauen gesagt, Kavanaugh sei kein Vergewaltiger, wäre geeignet, wäre nur Opfer einer Verschwörung.
Geschenkt.
Ich hab lange gedacht, nein, es verbessert sich was, Gleichberechtigung wird selbstverständlicher werden. Falsch gedacht. Ich gehöre zur Alterskohorte der 1967 Geborenen. Damals war zwar Gleichberechtigung kein Fremdwort aber der Weg war noch lange.
Ich sehe nur nicht wirklich, dass er kürzer geworden ist.
Wenn ich meine Geschlechtsgenossen, insbesondere meine Alters- und Geschlechtsgenossen reden höre, dann stehen wir noch ziemlich am Anfang. Und leider blicke ich in den Managementetagen, in der Politik viel zu oft in männliche Gesichter, gerade in meiner Altersklasse. Ja, wir haben einen öffentlichen Diskurs über Emanzipation, aber, und das mag jetzt ein sehr subjektives Gefühl von mir sein, eigentlich laufen hier immer noch in der überwiegenden Mehrheit Männer rum, die nichts, aber auch gar nichts begriffen haben. Die Frauen immer noch als eine Mischung aus Sexobjekt, Mensch zweiter Klasse und nicht so stark, so leistungsfähig, so zielstrebig wie Männer sehen.
Bullshit, aber leider Bullshit, der meiner Ansicht nach hinter verschlossenen Tür[appbox wordpress ]en, unter „uns Männern“ immer noch eher der Alltag in den Köpfen ist. Und ich glaube nicht wirklich, dass da was besseres nach wächst. Wer immer noch mit Männlichkeitssymbolen protzen muss, wer immer noch, so Frauen nicht anwesend sind, über deren Aussehen, deren F***kbarkeit diskutiert, während er nach außen hin scheinbar der emanzipierte Mann zu sein vorgibt, sorry, von dem erwarte ich nicht, dass er auf der Frauen Stimme hört.
Was mich aber noch mehr frustiert. Warum scheint es immer noch nötig zu sein, sich als Frau in Männerdomänen mit den männlichen Methodiken zu behaupten.
Ich meine damit, dass wir meiner Ansicht nach in weiten Bereichen insbesondere der Wirtschaft noch immer eine männlich geprägte Herangehensweise haben, wo es weniger um Kompetenz, um Wissen, als um Männerfreundschaft, Machogehabe und Machtgerangel geht. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass viele unserer aktuellen wirtschaftlichen wie politischen Probleme männergemacht sind und auch bleiben werden.
Als ich mit Kristina Wilms Anfang des Jahres gegen das bayerische Psychiatriegesetz gekämpft habe und eine Petition mit auf den Weg brachte, die schliesslich maßgeblich dazu beigetragen hat, die größten Kritikpunkte zu verhindern, da wurde ich im Kampf vor allem und am Intensivsten von, na, kommt ihr drauf? Richtig, von Frauen unterstützt. Claudia Stamm von der MUT Partei, Katharina Schulze von den Grünen, selbst Kathrin Sonnenholzner von der SPD haben innerhalb weniger Tage unterstützt und den Rücken gestärkt. Der werte Herr Söder hat sich dagegen nicht mal aufraffen können, persönlich auf wiederholte Anfragen meinerseits zu reagieren.
Und nicht zu vergessen, Kristina, die die ganze Sache erst ins Rollen brachte.
Ich weiß nicht, ob es eine stärkere soziale Ader von euch Frauen ist, oder was dahinter steckt. Aber wenn es um die wirklich wichtigen gesellschaftlichen Themen und da vor allem um für alle sinnvolle Lösungsansätze geht, dann habe ich den, wie gesagt sehr subjektiven Eindruck, dass wir Männer da eher Mist bauen.
Ja ich weiß, es gibt auch negative Beispiele im weiblichen Lager. So what? So lang wir immer noch über eine weibliche oder eine männliche Herangehensweise an unsere aktuellen Problem reden, so lange haben wir noch nicht mal im Ansatz Emanzipation erreicht. Dann haben wir nur drei Lager, die der harten Emanzipationsbefürworter (eine Minderheit), die der harten Gegner (noch eine Minderheit) und mittendrin eine Masse von Menschen, die das Ganze eigentlich nur am Rande interessiert, weil sie in einem immer noch sehr ungleichen Alltag um jeden neuen Tag kämpfen müssen.
So lange Teilzeit etwas ist, dass für Frauen für normal angenommen wird und für Männer immer noch zu oft ein Karriereknick ist, so lange Frauen nicht nur die Kinder bekommen, sondern danach auch oft quasi gezwungen sind, auf Karriere zu verzichten, weil es ja immer die Frau sein sollte, die verzichtet. So lange ist nichts passiert, was die Situation verbessert.
Okay, eigentlich müssen wir Männer endlich mal reden. Endlich mal vom hohen Chauvi Ross runterkommen und begreifen, dass es keinen Unterschied machen darf, welches Geschlecht jemand hat, wenn es um Karriere geht, wenn es um Familie geht, wenn es ums Leben geht.
Und so lange in manchen Männerköpfen die Vergewaltigung einer Frau immer noch nicht das ist, was sie ist, nämlich eine mit nichts zu verzeihende Straftat und ein Beweis für einen extrem schwachen, unethischen und unmoralischen Charakter, so lange braucht es noch den Protest. Nein heißt nein, heißt nein. Vergewaltigung ist die ekelhafteste Visualisierung männlichen Machtgrößenwahns und wird meiner Ansicht nach in den meisten Fällen nicht mal ansatzweise ausreichend bestraft.
Wir stehen nicht mitten drin in der Gleichberechtigung. Wir haben ein Feigenblatt von Zugeständnissen, das von Idioten wie einem Donald Trump und seinen Gefolgsleuten wie Männern ähnliche charakterschwacher Gesinnung wo auch immer es geht abgeschwächt, verdreht oder den Frauen wie Männern abgesprochen wird.
Denn leider haben viele Männer offensichtlich noch nicht begriffen, dass Emanzipation eben nicht die Rechte der Frauen ÜBER die der Männer stellen will. Das sind Ansichten von extremer Art. Der Mainstream will schlicht das, was jeder vernünftige Mensch eigentlich schon längst fordern sollte. Gleiches Recht für beide Geschlechter. Gleichen Lohn, gleiche Chancen, gleiche Wertigkeit der Kindererziehung egal ob von Mann oder Frau.
Wir kriegen in den Medien immer wieder tolle Beispiele serviert. Aber schaut mal offenen Auges und ganz ehrlich in euer Umfeld. Ist das da für die Mehrheit schon Realität? Seriously. Ich denke nein.
Wir waren schon weiter. Ganz ehrlich. Aber leider scheinen viele meiner Geschlechtsgenossen der Meinung zu sein, es würde ihrer Männlichkeit, ihrer Rolle, ihren Chancen schaden. Gut, das mit den Chancen wäre vielleicht gut, wenn nicht gelebte Emanzipation endlich mal zum männlichen Karrierenachteil verhelfen würde. Ich glaube, dann würde sich da ganz schnell was ändern. Aber so lange das Management immer noch so altherrenmännlich ist, so lange Seilschaften immer noch Männer präferieren, so lange wird sich da nicht viel tun. Dann gibt es schöne Beispiele von einzelnen weiblichen Vorstandsmitgliedern. Aber heimlich lachend werden die männlichen meist Schlipsträger in genau den gleichen chauvinistischen Denkmustern bestätigen, wie schon seit Jahrhunderten.
Es bräuchte mal einen #aufschrei, aber einen richtig lauten, der von Männern geführt wird, die die Schnauze voll davon haben, dass solch überkommene Denkmodelle auch heute noch bestand haben.
So, das musste raus. Trollt mich gerne, ist meine Meinung und ich weiß zumindest von einigen Geschlechtsgenossen, dass sie insgeheim genau so denken.
Bei all dem Fokus auf Depressionen werden oft die Angehörigen vergessen und was sie durchmachen. Sie sind oft alleine mit der Situation und könnten dringend Hilfe brauchen. Darauf hat die AOK mit einem neuen Angebot reagiert, das sich auch an nicht AOK Mitglieder wendet.
Der Familiencoach Depression soll auch die Angehörigen in einer psychischen Krise unterstützen, ihnen im Alltag helfen und bei aller Sorge um den Betroffenen auch einen Blick auf die Bedürfnisse der Angehörigen lenken.
Eine gute Sache, wie ich finde, mehr findet ihr unter:
und hier noch die Pressemitteilung der AOK dazu:
(19.09.18) Um Angehörige im Umgang mit depressiv erkrankten Familienmitgliedern oder Freunden zu unterstützen, startet die AOK jetzt ein neues Online-Programm: Der „Familiencoach Depression“ hilft den Angehörigen der Betroffenen, mit häufigen Symptomen wie Freudlosigkeit oder Antriebslosigkeit gut umzugehen. Das Programm basiert auf den Inhalten von Psychoedukationskursen, die die Belastung der Angehörigen nachweislich senken können. „In vier Trainingsbereichen erfährt man, wie man seinen erkrankten Angehörigen, Freund oder Bekannten unterstützen und sich selbst vor Überlastung schützen kann“, sagt Prof. Elisabeth Schramm vom Universitätsklinikum Freiburg, die das Programm in Zusammenarbeit mit der AOK entwickelt hat. Das interaktive Online-Programm ist für jeden Interessierten unter der Adresse www.familiencoach-depression.de kostenfrei verfügbar.
„Der Umgang mit einem depressiv erkrankten nahestehenden Menschen kann mit großen Sorgen verbunden sein und die Angehörigen mitunter an ihre Belastungsgrenzen bringen“, so Schramm. Das wissenschaftlich fundierte Online-Programm zeigt unter anderem in 14 Videos, wie es gelingt, die Beziehung zum erkrankten Angehörigen wieder zu stärken, mit Krisensituationen umzugehen, den Erkrankten zu unterstützen und sich selbst in dieser schwierigen Situation nicht zu überfordern. Zudem vermittelt das Programm Wissen über die Erkrankung. „Experten geben in kurzen Interviews wichtige Hinweise – zum Beispiel zu der Frage, wie man sich verhalten sollte, wenn man bei einem Familienmitglied oder Freund Suizid-Gedanken vermutet“, erläutert Schramm. Der Familiencoach Depression ist mit Fokusgruppen von Angehörigen und betroffenen Patienten entwickelt worden.
Hätte es ihn nicht gegeben, diesen einen Tag,
wo das Tunnelendlicht sich als Zug erwieß,
wo das Leben den Endpunkt zu erreichen schien,
ich würde es nie erfahren haben,
mein zweites Leben, seinen ersten Tag,
und viele weitere, die seitdem folgen,
denn ich lebe wieder, lebe neu, lebe jetzt, lebe erst,
die Jahre davor waren wie eine Kopie, eine Variante
des Lebens, so gar nicht meins, aber dennoch voll
Geschehen, das mich weitermachen ließ,
Liebe, Freundschaft, Familie, schöne Momente
es gab sie durchaus,
aber irgendwas fehlte, war falsch, war gestohlen,
es fühlte sich hohl an, ich folgte falschen Idealen,
„Sei folgsam, sei erfolgreich, mach Karriere“
alles falsche Kreuzungen meines Lebenswegs,,
erst als der letzte Abzweig vor der Klippe endete,
erst als schon Steine ins Meer stürzten, da war genug verloren
um die eine Brücke zu betreten, die mir immer zu gefährlich schien,
am anderen Ende war nicht purer Sonnenschein, aber ein
Meer spannender Pfade, kaum begangen, neu und aufregend,
da war das Leben, das echte, das eigene, das ich fast für eine
billige Kopie meiner Selbst geopfert hätte.
Die Menschen mit den Dolchen, den Urteilen, der Ignoranz,
sie scheuten die Brücke, sie wollten mich zurückziehen auf den Pfad
der Tugend, der Folgsamkeit, der Langeweile,
aber seitdem ich den Luftzug des Abgrunds an jener Klippe gespürt habe,
seitdem ich auf dem neuen Weg jene traf, die mir alles bedeuten
und sie mich auch auf den neuen Pfaden begleiten kann ich sagen,
ich lebe. Ich bin alt, was die Jahre angeht, aber nochmal wiedergeboren
und jung, willens, vieles aufzuholen, auf dem Weg, falsche Ideale abzulegen
und meine Wünsche. MEINE Wünsche. Das Leben wie andere es für mich
vorgesehen haben, es ist nicht mehr meins.
Und es ist mir egal, was sie sagen, es ist mir egal, was sie denken, denn sie
denken klein, sie leben klein und ihre Bedeutung ist klein, immer kleiner weil
nichts echt ist an ihnen, nichts wertvoll, nichts wert, darüber nachzudenken.
Hätte es ihn nicht gegeben, diesen einen Tag,
ich wäre heute tot, vielleicht nicht zur Gänze, aber meine Seele wäre vertrocknet,
die jetzt blüht.
ich wäre nicht Autor, nicht Künstler, nicht Mensch.
Ich wollte nie sterben, aber das Leben zurückgeben, das man mir aufgedrängt hatte.
Hätte es ihn nicht gegeben, diesen einen Tag.