Hat Apple beim deutschen Gericht mit gefälschten Beweisen gearbeitet?

Folgendes haben Bloggerkollegen der niederländischen Website Webwereld entdeckt

Zitat: (Auszug laut AndroidCentral)

Webwereld has compared the some of the images from the court documents (read them here, in German) to reality and found some disturbing differences. In Apple’s images, the Galaxy Tab 10.1 has been shown with a different aspect ratio (1:36 as opposed to the actual 1:46 — the iPad is 1:30), causing it to more closely resemble the dimensions of the iPad. „

Fazit: Die Grössenverhältnisse des Galaxy Tabs sind nicht originalgetreu, damit es dem IPad ähnlicher sieht. Würden beide Geräte mit den Originalverhältnissen gezeigt, wäre ein DEUTLICHER Unterschied zu erkennen.

Hier auch noch das Bild mit der Analyse der Größenverhältnisse der Fotos im Dokument, wie es dem Gericht vorlag.

 

Ich will ja nicht behaupten, dass hier absichtlich an den „Beweisen“  „manipuliert“ wurde. Aber andererseits, wie anders soll ich das nennen und warum sonst meinte das Gericht, es bräuchte den Beklagten nicht zu hören. Hätten die Richter beide Geräte vorliegen gehabt, wäre das ganze ggf. anders ausgegangen. Denn wer so dumm ist, ein IPad mit einem Galaxy Tab zu verwechseln.. Na ja.

Auf jeden Fall bekommt das ganze für mich immer mehr einen sehr üblen Beigeschmack. Die Produkte von Apple sind definitiv technologisch herausragend,  aber die Firmenpolitik wird immer unterirdischer. Erste Stimmen vermuten gar, dass Apple sich damit ein Ei gelegt haben könnte und Schadenersatzforderungen auf die Cupertianer und ihren Prediger Steve zurollen könnten.

 

Update 16.08.2011: Interessant auch, dass im obigen Bild bei der direkten Gegenüberstellung nicht der „Home“ Screen von IPad UND Galaxy Tab gezeigt werden, die sich dank der Android Widgets überhaupt nicht ähnlich sehen würden, sondern die beim Galaxy Tab in einer zweiten Ebene versteckte App Ansichten. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Realistisch wäre es, die Abbildung des Galaxy Tab wie sie darüber zu sehen ist, direkt daneben zu stellen, dann würden aber die eklatanten Unterschiede ins Auge fallen.
Update: 22.08.2011 Der Journalist, der die Manipulationen aufgedeckt nimmt Stellung zu den Entdeckungen und berichtet über die manchmal eher unfreundlichen Reaktionen und Behauptungen. Fazit: Die Fälschung ist geschehen und Apple hat einiges zu erklären.

Der Aufstieg des Ebooks als Chance für das gedruckte Buch

Es gibt nicht nur die negativen Aspekte, beim Aufstieg des EBooks und seinem Konkurrenzkampf mit dem klassischen Buch.

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Das Paperback der Zukunft? Immer mehr Menschen lesen nicht auf Papier oder EInk sondern direkt auf dem Smartphone.

Blicken wir in die Vergangenheit, so gab es schon häufiger technische Neuerungen, die angeblich das Ende einer anderen „Kulturtechnik“ einläuten sollten.

Für mich ist der Aufstieg des EBooks auch eine Chance. Denn ich sehe das EBook vor allem in Konkurrenz zum billigen Taschenbuch, das nicht genossen, gelesen, erlebt sondern konsumiert wird. Für mich besteht die große Chance für das gedruckte Buch und speziell für das Hardcover, wenn es sich ein wenig aus dem Konsumzirkus zurückzieht und sich wieder zum Kulturgut stilisiert. Hochwertiger Druck, eleganter Einband. Das gedruckte Buch ist nicht tot, es sollte sich nur neu erfinden im Sinne eines Fokussierens auf die Qualität und weniger die Quantität. Will ich ein Buch lesen, weiß aber nicht, ob mir Autor oder Inhalt wirklich zusagen, griff ich bislang zum gedruckten Paperback. Mit der Ankunft des Ebooks landen solche Geschichten bei mir eher auf dem EBook Reader.

Aber es gibt auch Romane und Autoren, die sind mir ein weiteres Lesen wert. Und hier möchte ich (sicher eine spezielle Einstellung, die ich aber in Gesprächen mit anderen Literaturliebhabern so oder ähnlich wiederfinde) das wertige, das papierene Buch. Ich möchte es im Regal sehen, möchte schon durch seine visuelle Präsenz daran erinnert werden. Denn ein rein digitales Buch ist längst nicht so präsent in meinem Alltag.

Und geben wir Bücherwürmer es doch offen zu. Auch der Blick aufs gefüllte Regal mit all den gerne und wiederholt gelesenen Autoren fehlt. Und auch hier prophezeie ich einen Wandel. Weg vom billigen Hardcover zurück zu wertigen Büchern, mit eleganten Umschlägen, Golddruck und Lesebändchen. Das gedruckte Buch wird sicher Marktanteile verlieren. Aber es hat auch, wenn die Verlage das erkennen die Chance, als Kulturgut und als Objekt von Wert an Bedeutung zu gewinnen.

Ähnliches haben wir schon häufiger erlebt. Trotz der Ankunft des Kugelschreibers werden auch heute noch Füller verkauft. Trotz Keyboard und E-Piano findet sich in so manchem Haushalt das hochwertige Klavier. Ganze Kataloge leben vom Angebot wertiger, aber eigentlich „veralteter“ Produkte (Manufactum hat dies quasi zum Kult erhoben).

Für mich werden EBook und „klassisches Buch“ koexistieren. Das eine als Konsumgut, das andere als Kulturgut.

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt Dinge, die ich nicht können will. Warum wir Mitarbeiter anders sehen sollten.

Update: Weil zu Recht angemerkt wurde, es könne für manchen Leser wie Wunschkonzert wirken. Natürlich muss jeder von uns auch Dinge tun, die er oder sie nicht so mag. Natürlich kann ich nicht immer nur das tun, was ich mag. Aber hier wie überall gilt mein ewiges Credo. Nie schwarz oder weiß denken. Ich biete hier EINE Sicht auf die Dinge. Fokusiert auf das, was mir hier wichtig ist, denn: Es geht um die grosse Richtung. Also :

Manche Gespräche entstehen aus einem Zufall heraus, und liefern ungeahnte wichtige Impulse. Da ich mich schon des längeren mit Fragen der Motivation, der Arbeitsorganisation und dem „richtigen“ Umgang mit dem Menschen als Arbeitskraft befasse, war für mich ein Gespräch mit einer Kollegin heute von ungeahnter Inspiration.

Oft fragen wir, wenn wir einen Mitarbeiter für ein Projekt suchen, was sind seine Skills, was kann er. Und oft wird der Mitarbeiter dann der Aufgabe zugeteilt, ohne die absolut wichtigste Frage von allen zu stellen: WAS WILL ER?

Sicher, ich habe Mitarbeiter A  in die Schulungen zum Projektmanagement  oder Zeitmanagement geschickt, und er hat auch an allen ohne Murren teilgenommen. Das heißt aber letztlich nur, er KANN die Techniken des Projekt- oder Zeitmanagements anwenden. Aber WILL er das auch? Steht er hinter dem Gelernten? Findet er es richtig? Das ist die  Frage. Denn ich kann einem Menschen zwar das Wissen über eine bestimmte Vorgehensart vermitteln. Aber ich kann ihn letztlich maximal zur Anwendung überreden, ihn also zum Können befähigen. Das Wollen liegt nicht in meinem Ermessen. Das heißt nun nicht, dass der Mitarbeiter deshalb weniger wert wäre. Im Gegenteil, eine der wichtigsten Führungsaufgaben, und auch das habe ich dankenswerterweise aus einer Schulung meiner  Firma gelernt  (ja und auch lernen wollen 😉 ) ist, was will mein Mitarbeiter. Es ist elementar, zumindest in groben Ansätzen den Mitarbeiter mit seinen Vorlieben zu kennen. Ich kann keinen leidenschaftlichen PHP  Entwickler einfach durch eine Schulung zum leidenschaftlichen Java Entwickler machen. Ebensowenig kann ich einen kreativen Kopf in die Zwänge von Planungssheets, Exceltabellen und Präsentationsmarathons sperren.

Das mag der Mitarbeiter zwar noch handwerklich schaffen, aber er ist nicht mit dem Herz dabei. Er wird nie „Flow“ erleben, wird nie aus einer inneren, einer intrinsischen Motivation arbeiten, sondern stehts nur durch den Hintergedanken „ich muss, weil mein Chef das so will“. Wir alle haben Vorlieben und Aversionen. Und auch das spielt in die Arbeitswelt mit hinein, auch wenn in vielen Führungskräfteköpfen noch da Bild steckt, der Mitarbeiter müsse seine Vorlieben und Abneigungen am Eingang zur Firma ablegen. Wir alle sind Menschen und bleiben das auch im Beruf.

Und man darf nicht vergessen. Ein Mensch, der eine Aufgabe mit Leidenschaft macht, weil er sie machen will, der wird nicht nur mehr leisten, der wird dies auch gerne tun. Das heißt, er ist glücklich. Und wie wir ja immer häufiger lesen können. Geld ist nicht alles, viele Bereich haben entdeckt, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter auch auf die Zufriedenheit der Kunden durchschlägt. Glück als Geschäftsfaktor sollte völlig neu bewertet werden. Und Mitarbeiter sollten wollen UND nicht wollen dürfen. Der Satz: „Diese Arbeit will ich nicht tun“ sollte enttabuisiert werden.

P.S. Und einer netten Kollegin einen großen Dank für ein sehr anregendes und wichtiges Gespräch. Oft kommen die wichtigen Impulse des Lebens zu ungeahnter Zeit und an ungeahntem Ort.

Zeitung zensiert Kommentar zum Osloer Attentat, weil islamistischer Hintergrund vermutet wird.

Ganz schlechte Strategie: Die Fuldaer Nachrichten ließen offensichtlich einen Kommentar zum Osloer Attentat online gehen, in dem ein Herr Schermer gleich wieder den üblichen islamistischen Hintergrund hinter den Vorfällen vermutet. Als nun in verschiedenen Plattformen und Blogs dieser Artikel hämisch diskutiert wurde, hat die Redaktion die schlechteste aller Notbremsen gezogen, und den Artikel aus dem Auftritt entfernt: Aber das Netz vergisst nicht und so ist der Inhalt des Artikels längst in diversen Blogs und Konten gesichert. Auch der Google Cache kennt den Artikel noch: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/uberregional/politik/Thema-Keine-Entwarnung;art276,430634

 

 

Tja, man sollte sich vielleicht auch mal informieren. Denn von den 249 Terroranschlägen im Jahr 2010 hatten LEDIGLICH 3 einen islamistischen Hintergrund.

Blogparade: Wovon sollen wir träumen?

Eine schöne Idee für eine Blogparade hatte das „Schmerzwach Blog“
Die Frage lautet, wovon sollen wir träumen?
Hier meine Träume, die es wert sind, geträumt zu werden.

Ich träume von einer Welt, in der Kindergeschrei nicht mehr als Lärm, sondern als Lebensfreude empfunden wird.

Ich träume von einer Welt, in der die Frage nach alt oder jung, Mann oder Frau irrelevant ist, weil wir jeden Menschen als solchen mit seinen Stärken UND Schwächen akzeptieren.

Ich träume von einer Welt, in der wir nicht konsumieren um des konsumierens willen, in der wir auch teilen, reparieren und verzichten können.

Ich träume von einer Welt, in der Familie und Freunde wichtiger sind als Beruf und Karriere.

Ich träume von einer Welt, in der der Schutz der Umwelt und der Menschenleben wichtiger ist als der Profit der Industrie.

Ich träume von einer Welt, in der wir Menschen nicht wegen ihrer Religion, Hautfarbe, Herkunft hassen.

Ich träume von einer Welt, in der Manager nicht das 100 fache verdienen und in der soziale Berufe besser bezahlt werden als reine Geldherumschubserei.

Ich träume von einer Welt, die es so nie geben wird, die zu erreichen ich aber alles in meiner Macht stehende tun werde.

Denn ich träume von einer Welt, die für meine Kinder zumindest näher kommen soll.

Das Internet macht dumm, nicht dumm, dumm, nicht dumm

 

„Internet macht vielleicht doch nicht dumm!“ schreibt die ZEIT. Ach, natürlich nicht! Eine Technik an sich kann weder dumm, noch schlau machen. Wenn überhaupt, dann ihre Anwendung. Und warum um Himmels Willen sollte das Internet dumm machen? Der Mensch hat in der Geschichte schon mal eine Kulturtechnik entwickelt, die Wissen aus seinem Kopf auslagerte. Man nannte und nennt das Buch. Und offensichtlich sind wir wirklich dümmer geworden, haben keine neuen Erfindungen gemacht, sind nicht zum Mond geflogen, haben keine Computer entwickelt.

Es geht nie darum, ob eine Technologie verdummt, es geht darum, ob der Mensch Wissen intelligent anwendet, ob er schlussfolgern und intelligente Schlüsse ziehen kann. Ich erinnere mich an mein Studium und die Hilflosigkeit der Studenten, die mit ihren super Zeugnissen plötzlich vor einer Wand standen. Sie konnten nicht mehr einfach auswendiglernen, bekamen den Stoff nicht zum Auswendiglernen vorgelegt, sondern sollten sich Wissen erarbeiten. Damit hatte ich überhaupt keine Probleme, weil das für mich schon immer das Spannendste war. Aber so mancher Einser Kandidat wollte schier daran verzweifeln.

Meiner Ansicht nach ist dieses Gerede vom Verdummen des Internets eine Schutzbehauptung all jener, die schon immer Schwierigkeiten mit neuem hatten, die sich nicht wirklich gerne verändern, die ihr Weltbild möglichst lange aufrechterhalten wollen. Sonst müsste ja eigentlich auch jeder Brockhaus zur Verdummung der Menschheit geführt haben.

Ich verdumme nur dann, wenn ich mich entscheide, mich nicht mehr weiterentwickeln zu wollen. Für mich ist aber gerade das Netz und die IT die grösste neue Möglichkeit, mich weiterzubilden. Ich habe Zugriff auf riesige Datenmengen, die für mich extern gespeichert sind, die ich nicht mehr memorieren muss, aus denen ich aber Schlüsse ziehen, Erkenntnis gewinnen kann.

All ihr Kulturpessimisten, wettert nur weiter gegen das Internet. Wir nutzen es derweil, um uns weiterzuentwickeln und intelligenter zu handeln.

Wobei es natürlich für verschiedene Institutionen ausgesprochen ärgerlich ist, wenn der Mensch sich plötzlich unabhängig von Kontrollinstanzen informieren kann. Das haben wir schon früher erlebt, denn der Buchdruck war ein echtes Ärgernis für die Kirche, da sie jetzt nicht mehr mit verlogenen Drohszenarien die Menschen kontrollieren konnte. Schliesslich konnten jetzt ja, oh schlimm, die Menschen das Herrschaftswissen hinterfragen und die Lügen entlarven. Ähnliches passiert auch heute, ich sage nur: Gutenplag.

Oder wie ein altes chinesisches Sprichwort sagt:

Es gibt Menschen, die Fische fangen, und solche, die nur das Wasser trüben.

Lasst uns Fische fangen, während die ganzen Kritiker immer noch mit Wasser trüben beschäftigt sind.

Update: Lustig auch: Spiegel Online behauptet zur selben Studie, das Internet mache vergesslich, so viel zum Thema Qualitätsjournalismus. Leider muss ich sagen, der Artikel zeigt offensichtlich, dass hier nicht wirklich genau gelesen wurde. Schade, so schürt man Vorurteile. Aber wir reden ja von professionellem Journalismus, da kann ich als Blogger ja nur vor Ehrfurcht die Klappe halt: NOOOOOT!

 

Hab ichs nicht gesagt? Die Senioren IT kommt….

Gerade bei ZEIT Online gelesen: „Sensoren für Senioren

Vom Teppich, der Stürze meldet, bis zum Spiegel, der das Kämmen anmahnt: Vernetzte Heimtechnik soll selbstbestimmtes Leben ermöglichen und Pfleger unterstützen.

Tja, das ist für mich der Markt der Zukunft. Senior IT. EDV, die Menschen das Leben erleichtert, die zu hause bleiben wollen. Von bionischen Erweiterungen (Gehhilfe XXL) bis hin zu Überwachung der korrekten Einnahme von Tabletten. Da wird ein ganz grosser Markt entstehen.

Aber dafür gilt es eines zu berücksichtigen. Bedienbarkeit. Nicht nur grosse Schrift und grosse Knöpfe. Viele Senioren brauchen das gar nicht. Aber sie haben auch keine Lust, sich tiefgehend mit Technik zu befassen. Was auch der richtige Ansatz ist, denn letztlich soll die Technik uns helfen, und uns nicht noch mehr beschäftigen. Da sehe ich ein Konzept gewinnen, das wohl am besten Apple demonstriert. Einfache, funktionale Geräte, die einfach nur gehen, die ggf. auch Funktionen weglassen, schlicht um gut bedienbar zu sein. Bei all dem „creeping featurism“ vergessen wir ITler nämlich oft, dass viele der Features einen sehr grossen Teil der Nutzer gar nicht interessieren. Also, einfache, gut bedienbare Devices, die das Leben im Alter erleichtern. DAS ist ein grosser Zukunftsmarkt.