Netatmo. Die Wetterstation des Online Zeitalters

20140712_133034Schon seit längerem finde ich das Thema Wetter aus Sicht des Wissenschaftlers und des Geeks interessant. Bis vor etwa 3 Monaten tat eine klassische Wetterstation, allerdings mit Datenerfassung via Schnittstelle und Anbindung ans Internet ihren Dienst. Allerdings störten mich der komplizierte Setup und die Unzuverlässigkeit der Prognosen und Messwerte.

Dann entdeckte ich Netatmo, eine digitale Wetterstation, die ihre Daten ins Netz stellt und mir aktuelle Wetterwerte über eine App anzeigt.

Das erste, was auffällt, es gibt keine Displays. Die Basisstation hat zwar einen Streifen vorne, der bei speziellen Nachrichten rötlich leuchtet, aber alle anderen Wetterdaten werden zentral auf den Netatmo Servern gespeichert und können von dort per Webanwendung oder App für IOS, Windows und Android abgerufen werden. Selbst eine abgespeckte App für meine AW414go Smartwatch gibt es.

Zusätzlich lässt sich Netatmo auch mit IFTTT koppeln, sodass man sich zum Beispiel eine SMS oder eine Mail schicken lassen kann, wenn die Temperatur um den Gefrierpunkt steht oder am nächsten Tag mit Regen zu rechnen ist.

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Der zweite Innensensor steht im Büro. Da ist öfter mal dicke Luft. Aber eher, weil da auch gezockt wird.
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Basisstation, Hauptsensor und auch mit Messung des Geräuschpegels im Raum ausgestattet. Das längliche Fenster in der Mitte leuchtet bei kritschen Messwerten.

Die Installation gestaltet sich sehr einfach, auch die Erweiterungen wie zum Beispiel eine weitere Messstation oder der neu erhältliche Regenmesser lassen sich problemlos einbinden.

Die Station erfasst dabei neben der Luftfeuchtigkeit und dem Luftdruck auch den Geräuschpegel und den Sauerstoffgehalt der Luft und gibt bei zu schlechter Luft aktiv über die App einen Warnhinweis, dass es mal wieder angebracht wäre zu lüften.

Daten und Auswertungen kann man wie erwähnt wahlweise in der App oder auf der Seite von Netatmo sehen, wo auch eine Karte aller anderen freigegebenen Stationen zu finden ist, so dass man zum einen die eigenen Messwerte mit denen der Stationen in der Umgebung vergleichen, zum anderen auch echte Messwerte von Orten erhalten kann, zu denen man zu reisen gedenkt. Preislich ist die Station nicht ganz billig, die Basisstation mit einem Zusatzsensor schlägt mit 169 Euro zu Buche, für den Regensensor werden oder eine weitere Messeinheit werden nochmals 69 Euro fällig.

Dafür funktioniert das gesamte System seit Installation extrem zuverlässig, lässt sich auch aus dem Internet ablesen und misst zumindest nach dem Vergleich mit Vorhersagen sehr genau. Zusätzlich ist in die Wetterstation auch noch der Wettervorhersagedienst Meteoalarm eingebunden, der dann auch via App vor extremen Wetterbedingungen warnt und das im Rückblick auf den bisherigen Testzeitraum sehr genau.

Alles in allem, für den zwar etwa hohen Preis bekommt man ein sehr einfach aufzustellendes und zu bedienendes Rundum-Sorglos Paket, das durch die Einbindung von Drittanbietern und Diensten wie IFTTT noch weitere nützliche Möglichkeiten bietet.

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Oben der Außensensor, der allerdings nicht direkt der Witterung ausgesetzt werden sollte, unten ein Sensor der alten Station.
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Der Regenmesser der, was zu erwarten war, natürlich der Witterung ausgesetzt werden darf. Misst nach ersten Erfahrungen sehr genau.

 

 

 

 

 

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