400 Meter Angst

Expositionstherapie. Der Fachbegriff für das, was ich in unserem Kurzurlaub anlässlich unserer Silberhochzeit gewagt habe. Eine Hängebrücke, genauer die Highline179 Hängebrücke mit 400 Metern Länge und 100 Metern Höhe. Dazu sollte man wissen, schon eine kleine Klappleiter kann mir weiche Knie verursachen und alles über etwa vier Metern löst bei mir gepflegte Angstzustände aus. Höhenangst, ich hab sie seit meiner Kindheit.

Da aber Angst an sich mein Problem und meine tägliche Herausforderung ist, war es an der Zeit, der Angst mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.… den ganzen Text lesen

Tage der Stille

Nicht wundern, wenn es möglicherweise eine Weile dauert, bis ich hier wieder mit Beiträgen aktiv werde. Was aktuell bei Corona und in der Ukraine geschieht, besorgt mich sehr. So sehr, dass ich aus Selbstfürsorge meine Filter hochfahre, um nicht von den schlechten Nachrichten überrollt zu werden.

Ich predige keinen Nachrichtenverzicht, denn man sollte schon auch in Krisenzeiten in der Realität bleiben. Aber wohldosiert. Das heißt bei mir, einmal am Tag Nachrichten reicht.… den ganzen Text lesen

An meine Leser (Spoiler: DANKE)

Danke. Damit falle ich schon mal durch die berühmte Tür ins Haus. Danke für euren Zuspruch, euer überwältigendes Interesse an meiner Geschichte.
2015 dachte ich, das wars mit meinem Leben. Mein Umfeld hatte mir übel mitgespielt, man hatte versucht, mich zum Schweigen zu bringen über meine Krankheit, meine Geschichte. Und dann entstand aus einer Verkettung von Zufällen dieses Buch. Weil ihr auf Twitter Interesse an meinen Gedanken #ausderklapse zeigtet.
Dadurch wurde ein Literaturagent auf mich aufmerksam, der zum ersten Mal den Gedanken ins Spiel brachte, meine Geschichte, mein Erleben wäre relevant genug, interessant genug, zwischen die Deckel eines Buchs gepresst zu werden.… den ganzen Text lesen

Ihr fehlt mir

Es war letzte Woche Donnerstag. Sie war plötzlich wieder da, die Angst, die Panik. Aber anders als sonst, weil unbestimmt. Beruflich lief es gerade sehr gut, Home Office war und ist für mich eine Offenbarung. Ich persönlich, und das bitte ich auf keinen Fall zu verallgemeinern, ich also genieße es geradezu, ungestörter, konzentrierter, effektiver wie effizienter arbeiten zu können. Zudem nicht jeden Tag eine Stunde nur mit Fahrt zur Arbeit und zurück zu vergeuden für eine Tätigkeit, für die es nur eines Telefons bedarf.… den ganzen Text lesen

Corona, Depressionen, Digitalisierung und ich

Immer wieder hat es Umfragen und Beiträge in meine Timeline gespült, die neugierig fragten: Wie gehst du als von Depressionen Betroffener mit dem Social Distancing um.

Viele waren dann überrascht wenn ich sagte, dass ich keinerlei Probleme habe, es manchmal sogar genieße.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen habe ich noch nie übersteigertes Interesse am Kontakt mit bestimmten Arten von Mitmenschen gehabt und Corona war eine willkommene Gelegenheit, diesen Kontakt weiter zu reduzieren.… den ganzen Text lesen

Kunst war immer meine Therapie

Ich habe es wiederentdeckt, als ich in der Klinik war. Die Bedeutung von Kunst für mich. Kunst war für mich immer ein Ventil, eine Möglichkeit, die dunklen Gefühle, die Ängste, die Einsamkeit zu verarbeiten. Dabei war und ist es egal, ob ich nur Rezipient bin, wenn ich mir Bilder in einem Museum betrachte oder selbst Bilder male, Texte schreibe, Geschichten erzähle.

Es ist eine  seltsame Verbundenheit zwischen Kunst und mir.  Ich kann mich noch sehr gut an meine Phase als Kunstmaler erinnern, als ich fast eine eigene Ausstellung gestartet und eine Kunstmappe eingereicht hätte, wenn nur der nötige Mut da gewesen wäre.den ganzen Text lesen

Vom Bitten um Verzeihung und einem neuen Aufbruch

Nein, ich meine nicht das Verzeihen gegenüber meinen Eltern. Mittlerweile weiß ich, ja auch das muss irgendwann passieren.
Aber jetzt muss ich es erst mal schaffen, mir selbst zu verzeihen. Dafür, dass ich Chancen nicht genutzt habe. Dafür, dass ich sicher oft ungerecht war und kein guter Vater.
Dafür, dass ich den falschen Idealen gefolgt bin, dass ich nicht auf meine Seele gehört habe und wertvolle Talente lange Jahre habe verkümmern lassen.… den ganzen Text lesen

Heilung, Erkenntnis und ein langer Weg

Ja, ich kann wieder arbeiten. Meine Depression ist nicht mehr da, oder sagen wir besser, ihre Symptome. Und wenn sie wiederkommen, weiß ich damit umzugehen. Die Angststörung hatte mich bis vor kurzem Fest im Griff, aber auch sie schaffe ich nach und nach unter Kontrolle zu bekommen. Nicht von heute auf Morgen aber sie ist nicht mehr so mächtig, dass sie mich zum äußersten treiben könnte. Sie verdirbt mir manchmal noch ganz gehörig den Spass an Unternehmungen, aber das nehme ich ihr dann auch ordentlich übel und rede nicht mehr mit ihr.… den ganzen Text lesen

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