Die immer währende Angst vor dem Kontrollverlust: Google Glass böse, Staat gut.

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Als gäbe es nicht jetzt schon diverse Möglichkeiten, aufzuzeichnen. Google Glass und der Datenschutz.

Google Glass ist noch nicht mal auf dem Markt, schon regt sich Widerstand und es wird nach dem Datenschutz gefragt. Das paradoxe daran, es fragen genau jene, die sonst keine Probleme damit haben, den Bürger zu überwachen, Bewegungsprofile zu erstellen, Kameraüberwachung auch präventiv einzuführen.

Warum aber haben sie mit Technologien wie Google Glass ein Problem?

Nun, ganz klar. Hier verliert der Staat auch ein Stück die Kontrolle. Bzw. die Unternehmen. Denn sobald Technologie verschwindet und genutzt werden kann, um sich zu vernetzen jenseits von Hierarchien und Kontrollmechanismen, verliert der Kontrollierende die Oberhoheit über Information und Wissensaustausch. Das ist meiner Ansicht nach einer der Hauptgründe, warum speziell in Deutschland Social Media gerade in Unternehmen und der Öffentlichkeit noch immer nicht wirklich ernst genommen wird. Diejenigen, die daraus Nutzen ziehen könnten bekommen von den Medien immer wieder vorgegaukelt, dass Social Media doch alles von einem preis gibt (ja, aber nur das, was man auch online stellt) und diejenigen, deren Position vor allem von einer gewissen Wissenshoheit lebt, erkennen insgeheim, dass Social Media zu einer Demokratisierung der Information führt und letztendlich ganze Hierachieebenen überflüssig werden lässt. So zeigt gerade die große und mächtige Open Source Bewegung, dass komplexe Systeme durchaus auch stark durch Vernetzung und ohne viele Hierarchieebenen funktionieren können.

Bei Google Glass Bedenken wegen des Datenschutzes zu haben ist etwa so albern, wie Videokameras und Photoapparate zu verbieten, weil man mit ihnen ja auch etwas aufnehmen kann. Und dass man die aufgenommenen Daten direkt auswerten kann, das ist auch jetzt schon mit jedem Smartphone möglich. Es geht vielmehr darum, dass bestimmte Ebenen jetzt immer mehr die Kontrolle verlieren darüber, was der Bürger weiß und kann.

Aber aufhalten wird man das ganze nicht können. Das ist der große Vorteil der hierarchiefreien Vernetzung.

Zu Google Glass gibt es übrigens auch eine Blogparade, zu der ich diesen Artikel jetzt beitrage.

Facebook Home: Der Rückschritt, den man uns als Fortschritt verkauft

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Mein Homescreen, mit nächsten Terminen, Wetter und einigen Startern. Gerade diese Individualisierung ist es, die ich an Android schätze. (Und ja, hier ist sogar ein anderer Launcher installiert udn die Auflösung hochgefahren.)

Für mich liegt der Denkfehler bei Facebook Home schon im Alleinstellungsanspruch. Was hat Facebook alleine auf meinem Homescreen verloren? Die häufigst genutzten Tools sind für mich eben nicht Facebook und sein Messenger. Ich nutze einen Multimessenger, arbeite mit Foursquare und Google+, blogge auch mal über WordPress, habe zwei Webcams, deren Bild ich auf dem Homescreen anzeige. Tut mir leid Facebook, so viel relevante Information lieferst du mir nicht, schon gar nicht, wenn ich bedenke, dass früher oder später Werbung auf meinem Homescreen auftauchen wird, und die hat jetzt schon in meinem System nichts verloren.

Man merkt wirklich, das Zuckerberg mit allen Mitteln versucht, dem Trend zum mobilen Zugang ins Netz etwas entgegenzuhalten, nachdem er, wie viele andere Unternehmen diesen Trend völlig ignoriert hatte. Aber leider ist das Konzept vor allem auf Android eher kontraproduktiv. Hätte ich ein Smartphone gewollt, dessen Grunddarstellung ich kaum mehr modifizieren kann, hätte ich mir auch ein IPhone kaufen können. Aber gerade die Widgets und die flexiblen Homescreens machen für mich den besonderen Charme von Android aus. Und das soll ich mir jetzt von Facebook kaputt machen lassen? Sorry, i don’t buy that. Und nein, das ist auch keine Revolution in Richtung Socialphone, wie Sascha Lobo behauptet. Das ist ein Rückschritt, weil es die Wahl für die Nutzer noch mehr eingrenzt, weil es schon die Oberfläche des Smartphones zur Filterblase werden lässt. Facebook Home ist für mich kein Fortschritt. Es ist eine Falle für Nutzer, die nicht die Erfahrung haben, Alternativen zu nutzen. Ich bin gespannt, ob das HTC first mit Facebook Home als Startbildschirm ein Erfolg wird. Wenn ich lese, wie im Moment die jüngere Generation von Facebook weg in Richtung anderer Netzwerke verschwindet, glaube ich, es wird eher ein Ladenhüter.

Stimmen im Netz: Der Diskurs im Web ist groß. So bezeichnet Sascha Lobo Facebook Home in seiner Spiegel-Kolumne als Revolution des Socialphones, während Sascha Pallenberg dagegen hält und es als Degeneration des Smartphones sieht.

Wer sich unsicher ist, der darf es sich gerne installieren, aber wie geschrieben. Für mich ist es ein Rückschritt, da Facebook mittlerweile der kleinere Teil meines sozialen Netzes ist.

Social Media und Hochsensibilität als wichtiges Talent: Boston erlaubt kein Business as usual

Die Ereignisse in Boston sind furchtbar. Man sitzt fassungslos vor den Bildern, fragt sich warum.

Und wer hier auch nur ansatzweise sensibel ist weiß, dass jetzt kein „Business as Usual“ kommen darf. Wer jetzt die gleichen Botschaften nach draußen schickt, sich weiterhin nur um „seine“ Interessen kümmert, der zeigt, dass er ein wichtiges Talent eines guten Social Media Managers nicht besitzt oder zumindest nicht den Freiraum, es auszuleben.

Ich behaupte, der gute Social Media Mitarbeiter hat einen gewissen Hang zur Hochsensibilität, ein ausgeprägtes Gespür für Stimmungen, Wirkungen und vor allem auch (Mit-)gefühl. Denn jetzt gilt es, sehr sensibel zu reagieren. Genau abzuwägen, inwieweit gewisse Inhalte gehen, in wie weit man sich zurückhalten sollte. Wer nun immer noch mit Themen rund ums Laufen wirbt, sollte genau hinsehen, ob er nicht falsche Assoziationen weckt.

Wer weiterhin an seiner weichgespülten „wir sind doch alle so glücklich“ Attitüde in seinen Werbebotschaften auf den sozialen Plattformen anhaftet, der kann schnell erleben, wie die Meinung der Öffentlichkeit sich gegen ihn wendet. Das ist vielleicht eine der wichtigsten Botschaften für Unternehmen, die ja gemeinhin alles für die Rendite tun.

Sucht euch hochsensible Menschen für die Kommunikation in den sozialen Medien. Denn es braucht viel Feingefühl im täglichen Umgang, Sinn für unterschwellige Stimmungen und vor allem auch das Gefühl dafür, wann Ereignisse in der Welt ein „weitermachen wie bisher“ für eine gewisse Zeit verbieten.

Meine Gedanken sind bei den Opfern und deren Familien. Und ich hoffe, dass genug Sensibilität bei den entsprechenden Verantwortlichen herrscht um zu erkennen, dass diese Geschehnisse wieder einmal das beste im Social Media Manager herausfordern. Das Feingefühl.

 

Update: Scheine da ein Thema getroffen zu haben, auch von anderer Seite gibt es Hinweise zum richtigen Umgang mit verstörenden Ereignissen im Rahmen von Social Media: The Brand Marketer’s Checklist When Tragedy Strikes

Test für den Outdoor Einsatz. Das Otterbox case für das Note 2.

 

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In der Verpackung die Hülle selbst, eine Kurzanleitung, sowie eine klare Schutzfolie für das Display und ein Putztuch. Alles was man halt so für den Rundumschutz braucht.
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Der Scanner ist vorbereitet

 

Ich bin Ingress Enlightened. Und das bedeutet auch, viel Arbeit in der Feldforschung.

Portale sichern, Resonatoren aufstellen, der Resistance Widerstand bieten.

Dafür muss mein Note 2, sorry, mein XMP Scanner nicht nur voll geladen und einsatzbereit sein, sondern im harten Außeneinsatz auch gut geschützt. Ich suche immer wieder nach interessantem Galaxy Note 2 Zubehör um Outdoor sicher und gut ausgerüstet unterwegs zu sein, wenn es auf die Jagd nach Portalen der Resistance geht.

Aber der Reihe nach.

Ich bin schon recht lange mobil und outdoor unterwegs. Zuerst mit PDAs wie dem Apple Newton oder später Windows Mobile Geräten. Und seitdem ich Schutzhüllen für meine Gadgets suchte, war mir Otterbox ein Begriff. Der Name steht für mich für massive, aber deswegen extrem gut schützende Cases und Hüllen.

Zudem bin ich immer auf der Suche nach guten Galaxy Note 2 Hüllen und bin immer wieder neugierig auf neue Konzepte.

Deshalb war ich sehr gespannt auf die Otterbox Defender Hülle für mein Note 2, das ich im Outdoor Einsatz als Ingress Agent natürlich immer im Zugriff aber gleichzeitig gut geschützt wissen wollte.

 

Ich nutze für gewöhnlich gerne Cases, die sowohl die Vorder- als auch die Rückseite schützen. Aber bei einem aktiven Outdooreinsatz stört eine Schutzklappe eher, als das sie nutzt. Hier ist die Lösung von Otterbox genial. Die Hülle ist zweigeteilt, man kann tatsächlich sagen, harte Schale, weicher Kern. Das Smartphone wird zunächst in eine Hülle aus weichem Gummi gepackt, danach wird das ganze nochmal in eine zweite harte Schale eingebettet.

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Die innere Gummihülle ist angelegt, das äußere Case wartet noch auf Installation
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Innere Hülle rechts und äußere Hülle links bilden zusammgenfügt eine stimmige Einheit, die das Smartphone ausgesprochen gut schützt.

Die weiche Schale schützt dabei den Audioport ebenso wie den Microusb Port mit einer Plastiklasche. Das Gehäuse ist NICHT wasserdicht, das ist aber auch gar nicht der Anspruch, aber Schmutz gelangt so nicht ins Gerät. Micro und Lautsprecher sind weiterhin gut erreichbar und auch der Stift lässt sich weiterhin problemlos verwenden.

 

Das ganz macht einen extrem robusten Eindruck, wie auf dem Bild zu sehen ist die Wulst der inneren Gummihülle recht hoch, so dass das Gerät schon direkt mit dem Display auf ein hartes Objekt fallen müsste, um Schaden zu nehmen.

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Der „Gnubbel“ oben am Case ist die Abdeckung des MicroUSB Ports, die natürlich wenn nicht ausgeklappt ganz im Rahmen verschwindet.
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Hier sieht man recht gut, wie das Smartphone von den beiden Hüllen geschützt wird.

Dabei ist das Note 2 sehr schnell mit der Schutzhülle versorgt, durch die Zweiteilung lässt sich die innere Hülle sehr leicht aufziehen, wird später dann durch die Hartschale gesichert.

Natürlich ist diese Hülle nicht ideal für den Büroeinsatz (keine Dockingstation nutzbar, das ganze Gerät wird doch deutlich höher) aber darum geht es bei dieser Hülle auch gar nicht, sie ist ideal optimiert für den rauheren Einsatz draußen bzw. unterwegs. Ich werde das ganze wohl noch um ein Rinoshield ergänzen, das angeblich das Glas des Smartphones extrem gut schützt. Damit kann ich als Ingress Agent auch bei härteren Nachteinsätzen sicher sein, dass mein Smartphone ideal geschützt ist.

Für mich eine klare Empfehlung für jeden, der sein Smartphone auch bei etwas rauheren Einsätzen geschützt wissen will, oder einfach nur öfter mal Outdoor unterwegs ist.

Hier noch ein paar Bilder der Hülle, man sieht sehr gut die breite Wulst und die Laschen, die Micro USB und Audioport schützen. Und für meine Mitagenten, mag zwar mit 44,99 € etwas teurer sein als die Billighüllen, aber meiner Ansicht nach jeden Cent wert, um das wichtigste Device jedes Ingress Agenten zu schützen 😉 Sapere Aude!




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Zuviel des Guten: wenn Auswahl schädlich ist

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Auswahl muss sinnvoll sein, sonst macht sie unglücklich.

Schon Miriam Meckel hat es in ihrem Buch „Das Glück der Unerreichbarkeit: Wege aus der Kommunikationsfalle“ thematisiert und ich finde, es nimmt so langsam überhand. Die Menge an Smartphones, die Hersteller wie Samsung auf den Markt werfen, könnte irgendwann zurückfeuern und ist meiner Ansicht nach auch ein weiterer Grund für den Erfolg des IPhones.

Bei aller Begeisterung für neue Technologien, wer soll als Kunde hier noch den Überblick behalten? Und warum soll ich mir ein neues Smartphone anschaffen, wenn bereits beim Kauf das Gerät veraltet ist? Dann kann ich ja gleich bei meinem „alten“ Gerät bleiben, so lange es für mich all das tut, was es soll.

Das Dilemma der zu großen Auswahl und des damit vorhandenen Problems, eigentlich mit keinem Produkt zufrieden zu sein, kennt die Wissenschaft schon länger.

Aber offensichtlich scheinen es die Produktverantwortlichen in den Chefetagen nicht wahrnehmen zu wollen. Stehe ich vor einem Regal mit drei oder vier Varianten eines Produkts, die sich zudem noch deutlich voneinander unterscheiden, dann fällt mir die Auswahl leicht. Bei 30 oder gar 300 Variationen ist es extrem schwer, das Gefühl zu bekommen, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Und dann wende ich mich tendenziell Herstellern zu, die mir klarere Auswahlmöglichkeiten bieten.

Deshalb halte ich Samsungs Flut neuer Formfaktoren, neuer Gerätekategorien für falsch. Besser, Konzentration auf ein oder zwei Geräte pro Formfaktor, damit kann der Kunde zwischen wirklich verschiedenen Geräten wählen und bleibt der Marke treu, die er klar für sich als geeignet erkennt. Bei großer Auswahl ist er nie wirklich sicher.

Das Problem mit dem Kommerz. Warum Nutzer wirklich gehen.

Facebook verliert Nutzer, heißt es wieder mal. Ich denke, das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, aber man sollte sich schon fragen, warum eigentlich.

Und hier greift meiner Ansicht nach die zunehmende Kommerzialisierung des Dienstes. Nicht umsonst gewinnen Dienste wie Snapchat oder Instagram immer mehr das Interesse der jungen Nutzer, Dienste,die nicht mit immer mehr zum Teil schon fast bösartig getarnter Werbung kommen. Was viele im Fernsehen schon seit langem nervt , dass stört offensichtlich zunehmend auch auf Facebook.

Natürlich kann ein kostenloser Dienst auf Dauer ohne Werbeeinnahmen nicht überleben. Aber man sollte sich schon fragen, ob es sinnvoll ist, die Werbung so in den Nachrichtenstrom zu mischen, dass es immer schwerer wird, zwischen echter Information und gekaufter Werbung zu unterscheiden.

Zumal Social Media noch eine andere Qualität hat, die es zu beachten gilt. Social Media lebt von der Kommunikation auf Augenhöhe, und die meiste Werbung bedient diesen Wunsch leider nicht. Während einige wenige mittlerweile den direkten Kundendialog pflegen, wird auch in Social Media noch viel zu oft plump das ach so überlegene Produkt angepriesen. Das will aber keiner mehr hören, glauben auch immer weniger. Ehrliche Informationen, Hilfe bei Problemen mit dem Produkt, inhaltliche relevante Informationen, das ist es, was in den Social Media Kanälen wirklich interessiert. Aber gerade das verliert sich in Facebook immer mehr im Wust von Sponsored News, Werbepostings und überpositiven Produktinformationen.

Insofern muss sich jeder Dienst bewusst sein: Werbung ja, aber so, dass sie sich klar vom eigentlichen Dienst unterscheidet. Hier ist meiner Ansicht nach für Agenturen die größte Herausforderung. Wie biete ich meinem Marketingkunden eine Lösung, die nicht nur ihn, sondern auch den Social Media Nutzer zufriedenstellt. Denn, auch wenn das immer noch in manchen Köpfen nicht angekommen ist. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!

Sonst ist der Nutzer mittlerweile schneller weg, als es dem Dienstleister lieb sein kann. Und je häufiger der Nutzer wechseln muss, um so größer auch die Chance für Dienste wie app.net, die kostenpflichtig aber dafür werbefrei sind. So hat vor kurzem eine kostenlose Invitationkampagne sicherlich viele neue Nutzer zu app.net gebracht. Und ich wage zu behaupten, dass sicherlich einige dabei sind, die den Schritt zum Bezahlangebot wagen werden.

Das neue Google Play Design wird ausgerollt

Play Home - Phone
Auch wenn man das häufiger, liest, sobald ein neues Design auftaucht. Google Play sieht irgendwie „aufgeräumter“ aus.

Es ist so weit. Heute beginnt Google, das neue Play Store Design auszurollen. Und von dem, was man jetzt schon sehen kann ausgehend, gewinnt der Store deutlich an Übersichtlichkeit. Unter anderem werden größere Bilder verwendet und inhaltlich zusammenhängende Downloads werden gruppiert.

Wann wir in Europa/Deutschland das neue Play Store Design, ist noch nicht ganz klar, Google spricht davon, den Store in den nächsten Wochen weltweit auszurollen.

Wer mehr Informationen will, findet diese in Googles eigenem Blog.

Und wer ganz ungeduldig ist, kann die apk über die Seiten von Droidlife bereits herunterladen: http://www.droid-life.com/2013/04/09/download-new-google-play-store-4-0-25/ oder alternativ unter https://www.wetransfer.com/downloads/26db8e407180f87721f2fe0e781e3a2020130409163933/f4810c#

Was das Internet mit Andy Warhol zu tun hat

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Mein eigenes T-Shirt zu meinem Blog, auch so eine Sache, die erst mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung für jeden erschwinglich wurde

Es gibt von Andy Warhol die berühmte These, dass heutzutage jeder für 15 Minuten ein Star sein könne. Das hat er aber noch zu Zeiten geäußert, als Internet/Social Media und die Digitalisierung kein Thema waren.

Was mich heutzutage fasziniert sind die Möglichkeiten, die wir alle mittlerweile haben, uns künstlerisch auszudrücken. Und dabei denke ich noch nicht einmal an die vielfältigen Onlinegalerien von Bildern teilweise erstaunlicher Qualität aber geschossen von „Amateuren“ oder selbstgemachtem,  sondern schlicht auch daran, das eigene Kunstwerk auf Leinwand zu bringen. Es gab eine Zeit, in der ich intensiv Ölmalerei betrieben habe. Dabei haben mich immer die möglichst realistischen Bilder anderer Künstler fasziniert. Und das eine oder andere Mal habe ich mir gewünscht, da ich auch gerne fotografierte, eine Möglichkeit zu haben, eines meiner Bilder auf Leinwand zu bannen.

Das alles ist heutzutage kein Thema mehr: In Zeiten von Internet und Digitalisierung gibt es diverse Dienste, die Fotos auf  Tassen, Tellern, T-Shirts oder eben auch auf Leinwand anbieten. Schöne Erinnerungen auf Leinwand zu bannen ist mittlerweile für jeden möglich, wenn man sich auf entsprechenden Online Portalen  anmeldet, die einem eine Leinwand mit dem eigenen Foto darauf binnen kurzer Zeit liefern können, oder eine Tasse oder……….

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Natürlich werden jetzt wieder einige meckern, das habe ja nix mit Kunst zu tun. Richtig, aber mal ehrlich, wie oft haben wir alle schon diese unsäglichen Baumarktfotorahmen gesehen, auf denen zum hundertausendsten Mal Marylin Monroe, das Empire State Building oder irgendeine Naturszenerie zu sehen war. An sich schöne Bilder, aber in der Verviefältigung langweilig. Da finde ich es viel spannender, eigene gelungene Fotos auf Leinwand zu ziehen und aufzuhängen. Oder als Kalender zu verschenken. So kann man sich tatsächlich auf Leinwand verewigen, etwas, das vor kurzem noch nur unter großem Aufwand möglich war. Oder man entwirft sich das eigene, ganz individuelle T-Shirt. Damit kann jeder quasi sein eigener Künstler und Galerist werden. (Wobei mich hier mal interessieren würde, ob mir jemand sagen kann, wie die rechtliche Situation ist, wenn ich ein eigenes Foto auf Leinwand ziehen lasse. Darf ich es dann als mein Kunstwerk verkaufen? Mein Bauchgefühl sagt ja).

Oder nehmen wir nur die Möglichkeiten, heute relativ einfach ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Dank eBook Readern und Publishern wie epidu.de oder epubli.de kann jeder zum Autor werden, jeder ein Buch entweder in der klassischen gedruckten Form oder als EBook veröffentlichen. Auch hier ist der Prozess der Erstellung durch die Digitalisierung extrem vereinfacht worden, und es gilt nur noch, ob das Publikum das Buch auch mag.

Jeder Mensch ein Künstler. In gewissem Sinne macht die Digitalisierung das erst richtig möglich. Und wie gelungen die Kunst ist, nun, das liegt wie schon seit Anbeginn der Kunst im Auge des Betrachters.