Bei aller Begeisterung für neue Technologien, wer soll als Kunde hier noch den Überblick behalten? Und warum soll ich mir ein neues Smartphone anschaffen, wenn bereits beim Kauf das Gerät veraltet ist? Dann kann ich ja gleich bei meinem „alten“ Gerät bleiben, so lange es für mich all das tut, was es soll.
Das Dilemma der zu großen Auswahl und des damit vorhandenen Problems, eigentlich mit keinem Produkt zufrieden zu sein, kennt die Wissenschaft schon länger.
Aber offensichtlich scheinen es die Produktverantwortlichen in den Chefetagen nicht wahrnehmen zu wollen. Stehe ich vor einem Regal mit drei oder vier Varianten eines Produkts, die sich zudem noch deutlich voneinander unterscheiden, dann fällt mir die Auswahl leicht. Bei 30 oder gar 300 Variationen ist es extrem schwer, das Gefühl zu bekommen, die richtige Wahl getroffen zu haben.
Und dann wende ich mich tendenziell Herstellern zu, die mir klarere Auswahlmöglichkeiten bieten.
Deshalb halte ich Samsungs Flut neuer Formfaktoren, neuer Gerätekategorien für falsch. Besser, Konzentration auf ein oder zwei Geräte pro Formfaktor, damit kann der Kunde zwischen wirklich verschiedenen Geräten wählen und bleibt der Marke treu, die er klar für sich als geeignet erkennt. Bei großer Auswahl ist er nie wirklich sicher.
Facebook verliert Nutzer, heißt es wieder mal. Ich denke, das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, aber man sollte sich schon fragen, warum eigentlich.
Und hier greift meiner Ansicht nach die zunehmende Kommerzialisierung des Dienstes. Nicht umsonst gewinnen Dienste wie Snapchat oder Instagram immer mehr das Interesse der jungen Nutzer, Dienste,die nicht mit immer mehr zum Teil schon fast bösartig getarnter Werbung kommen. Was viele im Fernsehen schon seit langem nervt , dass stört offensichtlich zunehmend auch auf Facebook.
Natürlich kann ein kostenloser Dienst auf Dauer ohne Werbeeinnahmen nicht überleben. Aber man sollte sich schon fragen, ob es sinnvoll ist, die Werbung so in den Nachrichtenstrom zu mischen, dass es immer schwerer wird, zwischen echter Information und gekaufter Werbung zu unterscheiden.
Zumal Social Media noch eine andere Qualität hat, die es zu beachten gilt. Social Media lebt von der Kommunikation auf Augenhöhe, und die meiste Werbung bedient diesen Wunsch leider nicht. Während einige wenige mittlerweile den direkten Kundendialog pflegen, wird auch in Social Media noch viel zu oft plump das ach so überlegene Produkt angepriesen. Das will aber keiner mehr hören, glauben auch immer weniger. Ehrliche Informationen, Hilfe bei Problemen mit dem Produkt, inhaltliche relevante Informationen, das ist es, was in den Social Media Kanälen wirklich interessiert. Aber gerade das verliert sich in Facebook immer mehr im Wust von Sponsored News, Werbepostings und überpositiven Produktinformationen.
Insofern muss sich jeder Dienst bewusst sein: Werbung ja, aber so, dass sie sich klar vom eigentlichen Dienst unterscheidet. Hier ist meiner Ansicht nach für Agenturen die größte Herausforderung. Wie biete ich meinem Marketingkunden eine Lösung, die nicht nur ihn, sondern auch den Social Media Nutzer zufriedenstellt. Denn, auch wenn das immer noch in manchen Köpfen nicht angekommen ist. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!
Sonst ist der Nutzer mittlerweile schneller weg, als es dem Dienstleister lieb sein kann. Und je häufiger der Nutzer wechseln muss, um so größer auch die Chance für Dienste wie app.net, die kostenpflichtig aber dafür werbefrei sind. So hat vor kurzem eine kostenlose Invitationkampagne sicherlich viele neue Nutzer zu app.net gebracht. Und ich wage zu behaupten, dass sicherlich einige dabei sind, die den Schritt zum Bezahlangebot wagen werden.
Auch wenn man das häufiger, liest, sobald ein neues Design auftaucht. Google Play sieht irgendwie „aufgeräumter“ aus.
Es ist so weit. Heute beginnt Google, das neue Play Store Design auszurollen. Und von dem, was man jetzt schon sehen kann ausgehend, gewinnt der Store deutlich an Übersichtlichkeit. Unter anderem werden größere Bilder verwendet und inhaltlich zusammenhängende Downloads werden gruppiert.
Wann wir in Europa/Deutschland das neue Play Store Design, ist noch nicht ganz klar, Google spricht davon, den Store in den nächsten Wochen weltweit auszurollen.
Mein eigenes T-Shirt zu meinem Blog, auch so eine Sache, die erst mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung für jeden erschwinglich wurde
Es gibt von Andy Warhol die berühmte These, dass heutzutage jeder für 15 Minuten ein Star sein könne. Das hat er aber noch zu Zeiten geäußert, als Internet/Social Media und die Digitalisierung kein Thema waren.
Was mich heutzutage fasziniert sind die Möglichkeiten, die wir alle mittlerweile haben, uns künstlerisch auszudrücken. Und dabei denke ich noch nicht einmal an die vielfältigen Onlinegalerien von Bildern teilweise erstaunlicher Qualität aber geschossen von „Amateuren“ oder selbstgemachtem, sondern schlicht auch daran, das eigene Kunstwerk auf Leinwand zu bringen. Es gab eine Zeit, in der ich intensiv Ölmalerei betrieben habe. Dabei haben mich immer die möglichst realistischen Bilder anderer Künstler fasziniert. Und das eine oder andere Mal habe ich mir gewünscht, da ich auch gerne fotografierte, eine Möglichkeit zu haben, eines meiner Bilder auf Leinwand zu bannen.
Das alles ist heutzutage kein Thema mehr: In Zeiten von Internet und Digitalisierung gibt es diverse Dienste, die Fotos auf Tassen, Tellern, T-Shirts oder eben auch auf Leinwand anbieten. Schöne Erinnerungen auf Leinwand zu bannen ist mittlerweile für jeden möglich, wenn man sich auf entsprechenden Online Portalen anmeldet, die einem eine Leinwand mit dem eigenen Foto darauf binnen kurzer Zeit liefern können, oder eine Tasse oder……….
Natürlich werden jetzt wieder einige meckern, das habe ja nix mit Kunst zu tun. Richtig, aber mal ehrlich, wie oft haben wir alle schon diese unsäglichen Baumarktfotorahmen gesehen, auf denen zum hundertausendsten Mal Marylin Monroe, das Empire State Building oder irgendeine Naturszenerie zu sehen war. An sich schöne Bilder, aber in der Verviefältigung langweilig. Da finde ich es viel spannender, eigene gelungene Fotos auf Leinwand zu ziehen und aufzuhängen. Oder als Kalender zu verschenken. So kann man sich tatsächlich auf Leinwand verewigen, etwas, das vor kurzem noch nur unter großem Aufwand möglich war. Oder man entwirft sich das eigene, ganz individuelle T-Shirt. Damit kann jeder quasi sein eigener Künstler und Galerist werden. (Wobei mich hier mal interessieren würde, ob mir jemand sagen kann, wie die rechtliche Situation ist, wenn ich ein eigenes Foto auf Leinwand ziehen lasse. Darf ich es dann als mein Kunstwerk verkaufen? Mein Bauchgefühl sagt ja).
Oder nehmen wir nur die Möglichkeiten, heute relativ einfach ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Dank eBook Readern und Publishern wie epidu.de oder epubli.de kann jeder zum Autor werden, jeder ein Buch entweder in der klassischen gedruckten Form oder als EBook veröffentlichen. Auch hier ist der Prozess der Erstellung durch die Digitalisierung extrem vereinfacht worden, und es gilt nur noch, ob das Publikum das Buch auch mag.
Jeder Mensch ein Künstler. In gewissem Sinne macht die Digitalisierung das erst richtig möglich. Und wie gelungen die Kunst ist, nun, das liegt wie schon seit Anbeginn der Kunst im Auge des Betrachters.
Anonyma: Ganz oben. Aus dem Leben einer weiblichen Führungskraft. C.H. Beck, München 2013, 160 Seiten, 14,95 Euro.
Ob die Geschichte wirklich wahr ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Unter dem Pseudonym Anonyma beschreibt die Autorin in Ihrem Buch „Ganz Oben“ auf jeden Fall Szenarien aus Führungsetagen, die sich so oder ähnlich auch heute noch durchaus vorstellen lassen.
Dieses Buch hat meine Frau gelesen, man könnte auch sagen verschlungen. Dabei schwankte sie zwischen Fassungslosigkeit, Wut und Amusement über die immer noch bestehenden patriarchischen Strukturen in deutschen Unternehmen. Anonyma beschreibt, wie sie ihren Aufstieg in die Führungsebenen erlebt und wie sie trotz ihres Status, weil sie Frau ist immer wieder anders behandelt wird, wie ihr Informationen oder Privilegien vorenthalten werden und sie letztendlich immer wieder dafür kämpfen muss, die gleichen Rechte wie ihre männlichen Kollegen zu bekommen.
Dabei schwankt der Erzählstil zwischen Tatsachenbericht und ironischer Überzeichnung. Geschichten über die Ellenbogenmentalität und die doch recht ruppigen Umgangsformen zeigen ein Bild, das weit davon entfernt ist, was man sich als kleiner Angestellter wünscht oder vorstellt.
Es geht weniger um Kompetenz denn um Machterhalt, um den Kampf gegen die Konkurrenz und kooperatives Verhalten führt eher zur Ausgrenzung.
Mag man bezweifeln, dass die Erzählung in allen Details richtig ist, so kann man dennoch durch die Berichte in den Medien in begrenztem Maße validieren, dass zumindest so oder ähnlich in den meisten Chefetagen die Atmosphäre ist und Anonyma, die sich eigentlich nicht verbiegen möchte erkennt schnell, dass es schwierig ist, als Frau in dieser männlich geprägten Welt zu bestehen. Doch gerade als Frau hat Anonyma andere Möglichkeiten zu verhandeln, die von Vorteil sein können, wie auch ihr Chef letztlich eingestehen muss.
Auch wenn in Politik und Öffentlichkeit über Gleichberechtigung, Quotenregelungen und gleichen Lohn für Mann wie Frau diskutiert wird. Sofern das Buch „Ganz Oben“ auch nur in Teilen der Wahrheit entspricht, sind wir davon noch meilenweit entfernt.
4 von 5 Punkten für ein Buch, das aufrüttelt, aber dennoch offen lässt, ob die Geschichte wirklich wahr ist. Darunter leidet aber verständlicherweise jedes Sachbuch, das aus ersichtlichen Gründen von einem anonymen Autor stammt.
So soll ein Homescreen aussehen, dann klappts auch mit Android.
Warum nur? Was soll das denn für einen Nutzen bringen? Da stellt Zuckerberg voll stolz einen weiteren Android Launcher vor, der alles auf die Dienste von Facebook zentralisiert.
Nichts läge weiter entfernt von dem, was ich brauche. Ich nutze diverse Apps, und will auch nicht immer nur teilen und chatten. Ich bin extrem froh über die Widgets auf meinen Homescreens, die mir meine Termine zeigen, meine ToDo Liste und andere Infos. Das alles entfernen zugunsten Facebook. Never ever.
Da scheint jemand tatsächlich Facebook mit dem Internet zu verwechseln.
Insofern, nein, ich werde mir Home nicht installieren. Weil es einfach keinen Mehrwert bietet. Facebook ist bei mir längst ein Dienst unter vielen und nicht unbedingt der Dienst, über den bei mir die wichtige Kommunikation läuft.
Home kommt zu spät. Viel zu spät. Oder gab es überhaupt je eine Zeit für so etwas? Ich denke nicht.
Was mit der Familie unternehmen,für mich sehr wichtig. (Ja, wir klopfen hier Steine, aber Schiefersteine, um Fossilien zu finden. Auch so ein Punkt, selbst auch zur Bildung der Kinder beitragen)
Aus gegebenem Anlass will ich jetzt mal eine Blogparade starten, die sich darum drehen soll, wie „wir Männer und Väter“ im Alltag mit der Rolle umgehen.
Die Idee ist mir gekommen, weil ich feststellen muss, dass aus bestimmten Zwängen heraus wir uns für eine sehr traditionelle Form der Familie mit dem Vater als alleinigem „Ernährer“ entschieden haben, ich aber gleichzeitig die Familie sehr wichtig finde und eigentlich mit traditionellen Rollenmodellen so meine Schwierigkeiten habe. Ernäher oder Ernäherin, beide im Beruf oder nur einer, schwule Partner mit Kindern, alles für mich nicht diskutierbar sondern selbstverständlich möglich. Aber ist das auch in der Allgemeinheit so?
Folgende Fragen stelle ich mir und euch:
a) Ganz ehrlich,was hat oberste Priorität: Beruf oder Familie
Bei mir ganz klar die Familie, da ich immer für meine Kinder da sein will, wenn sie mich brauchen
b) Wie kriegt ihr das im Alltag geregelt?
Bei mir sehr gut, da ich bei meinem Arbeitgeber ein gutes Gleitzeitmodell habe
c) Glaubt ihr, ein sichtbares hohes Engagement für die Familie kann die Karrierechancen reduzieren?
Glaube ich für mich zwar nicht, wäre aber auch für mich kein Grund, den Fokus anders zu setzen. Bin da ebenfalls Gott sei Dank bei einem familienfreundlichen Arbeitgeber unterwegs, sollte sich da aber was ändern, würde ich dennoch die Familie an erste Stelle setzen.
d) Glaubt ihr, dass die junge Generation umdenkt? Was müsste sich gesellschaftlich verändern, damit hier niemand mehr „Sorge um die Karriere“ haben muss?
Es müsste meiner Ansicht nach viel Druck aus der aktuellen Wirtschaft rausgenommen werden. Mehr Freiräume, weniger Leistungsdruck.
e) Seht ihr einen Zusammenhang zwischen Branche, Karriere und Familienvater sein können? Oder hängt es an der Größe des Unternehmens?
Ich persönlich denke, es liegt vor allem daran, wie schierig die Arbeitskraft zu finden ist. Wer Probleme hat, neue Mitarbeiter zu gewinnen, denkt mehr darüber nach, was neben der Arbeitsstelle noch wichtig sein könnte.
f) Wo lebt ihr? Auf dem Land oder in der Stadt? Und macht das eurer Meinung nach einen Unterschied?
Ich denke, gerade auf dem Land werden immer noch sehr viele alte Klischees bedient.
g) Wie läuft es für eure Partnerin? Hat sie die gleichen Probleme oder ist das doch eher ein „Männerding“?
Die Frage stellt sich bei uns leider nicht, da meine Frau in ihrem erlernten Beruf niemals genug Geld verdient hätte, um eine Familie mit 3 Kindern zu ernähren. Insofern entschieden wir uns gemeinsam für die klassische „Der Vater ist der Ernährer“ Rolle. Wobei sie schon darüber nachdenkt, wieder in das Berufsleben einzusteigen, wenn es die Situation erlaubt und es sich für die Familie auch rechnet.
Ich würde mich sehr über eure Ansichten zu dem Thema freuen. Und darüber, dass ihr diesen Aufruf weiter streut.
Und nein, ich will hier nicht die erwerbstätigen Frauen diskriminieren. Ggf. wird es hier auch eine zweite Blogparade geben. Es geht mir erst mal darum zu sehen, ob die Männer immer noch in Klischees gefangen sind oder sich immer noch überkommene Rollenbilder vorgaukeln.
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Disney schließt Lucasarts.
Aber ist das denn wirklich so verwunderlich? Schliesslich hat da eine primär Filmfirma ein Unternehmen geschluckt, dass da auch noch so andere Sachen wie Spiele macht.
Meiner Ansicht nach hätte es nur die Alternative gegeben, Lucasarts in Zukunft die Entwicklung der eigenen Spiele zu übertragen, aber schon alleine wegen der Inhalte, die in Lucasarts Spielen vorkommen wäre das undenkbar gewesen. Battlefield im gleichen Portfolio und von der gleichen Firma wie Disney „bunte Comicfiguren hüpfen zusammenhanglos auf dem Bildschirm herum“. Geht nicht.
Insofern war klar, dass Lucasarts geopfert wird. Nur frage ich mich jetzt, wie werden wohl in Zukunft die Spiele zu sagen wir, den neuen Star Wars Filmen aussehen? Genauso weichgespülft für ab 6 wie der Rest? Vermutlich wird sich auch in der „Darstellung“ der nächsten Star Wars Folgen einiges ändern. Und ich fürchte, nicht zum besseren.
Bislang ist noch jedes Mal, wenn der ursprüngliche Besitzer und Erschaffer eines speziellen Unternehmens ausgebootet wurde auch die Idee dahinter und der Spirit zerstört.
Insofern, vielleicht die bessere Wahl, Lucasarts nicht unter dem Weichspülerdach von Disney weiterzuführen. Aber ich hoffe, die Entwickler finden andere Häuser, die ihr Potential zu schätzen wissen.
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