Jetzt ganz offiziell: Google Play-Geschenkkarten in Deutschland verfügbar

Nun ist es offiziell und auch im Blog von Google bestätigt. Die Geschenkkarten für den Play Store sind jetzt auch in Deutschland verfügbar.

Als ersten Partner nennt Google Penny, in dessen Filialen die Karten in den nächsten Wochen mit Werten von 15, 25 und 50 Euro verfügbar sein werden. Andere Partner werden folgen, Mediamarkt und Saturn haben bereits signalisiert, dass auch sie die Karten in ihr Angebot mit aufnehmen werden.
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Gamification beim Solarstrom, die Changers.com Idee.

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Meine Solarstromtankstelle

Ich bin ein Changer. Was das heißt? Nun, Solarenergie für das Aufladen meiner Devices nutze ich schon länger. Nun hat mich aber der Bausparfuchs auf eine neue Art der Energiegewinnung durch Solar hingewiesen. Dabei ist nicht das technische Prinzip die Neuerung sondern die soziale Komponente. Mit Changers.com ist eine Plattform gestartet, auf der ich meine Solarernte mit andern „teilen“ kann. Quasi Gamification für einen guten Zweck. Und für meine solare Ernte kann ich Badges ähnlich Foursquare aber auch „Preise“ gewinnen, sprich zum Beispiel Einkaufsgutscheine bei ökologische sinnvollen Unternehmen. Dabei erhält man für ein  Gramm eingesparten CO2s  einen Credit, der einen Gegenwert von 10 Cent hat. Und an dem Bonussystem beteiligen sich immer mehr Unternehmen. Zur Zeit z.B. Kinderfee.de, Kochzauber, DHL Go Green,Coffee Circle, Nextbike, Avocadostore.de und andere. 

Um zu starten benötige ich dafür das Starterkit, das aus einem Solarpanel mit Kabel und dem speziellen Akku besteht. Trick dieses Akkus ist, dass man ihn zwar sowohl mit Strom aus der Steckdose als auch mit Solarenergie laden kann. Aber der Akku erkennt, wann Solarstrom genutzt wird  und nur dieser wird zu meinem Energiekonto hinzugezählt.

Die Auswertung ist denkbar einfach. Im Moment für PC und MAC installiert man sich ein kleines Programm, das startet, sobald man den Akku mit dem beigelieferten Kabel anschließt (Micro USB an USB für die Techniker). Dann wird die Energieausbeute des Akkus ausgelesen und zu meinem Konto hochgeladen.

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Die Tankstelle wird neu befüllt mit frischem Solarstrom.

Als Zubehör gibt es noch ein Splitterkabel, damit man ein zweites Panel anschließen kann. Dieses kann ich all jenen anraten, die nicht immer mit direkter Sonne rechnen können. Ein Panel braucht schon direkte Sonne um sinnvoll zu laden, bei zwei Panels reicht auch ein sonniger Tag ohne direkte Sonne.

Alles in allem wie ich finde eine klasse Idee und wert, dass noch mehr Leute davon erfahren und mitmachen.

 

Euer Starterkit könnt ihr euch bei changers.com erwerben, es wird recht schnell geliefert. Ich empfehle gleich noch Splitter und zweites Panel dazuzukaufen.

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Ideal für unterwegs, damit hält das Smartphone deutlich länger durch.

Und dann los, lasst uns die Sonne unsere Devices laden.

 

 

Yahoo macht sich weiter unbeliebt. Astrid macht dicht

astridIch habe Astrid auch gerne genutzt, es war eine der umfangreichsten und dennoch leicht zu bedienenden ToDo Apps im Netz. Als sie dann aber von Yahoo unter Frau Mayer aufgekauft wurden, ahnte ich schon, was kommt. Nun ist es so weit. Yahoo schließt den Dienst. Man kann zwar noch seine Daten exportieren, aber dann ist Astrid Geschichte. Meiner Ansicht nach ein extrem dummer Zug, denn damit zeigt man nur, dass man bessere Werkzeuge nicht neben sich ertragen kann sondern einfach alles, was in Konkurrenz zu den eigenen Produkten oft zweifelhafter Qualität steht einfach platt macht. Das ist nicht Vielfalt, das ist Gier nach Marktmacht und Umsatz.

Schade, so macht sich Yahoo keine Freunde. Ich werde mich mal nach besseren Alternativen zu Flickr umsehen.

Tschüss Yahoo, Gott sei Dank bin ich auf deine Dienste schon lange nicht mehr angewiesen.

 

Unruhige und immer digitalere „Alte“

Wieder mal eine interessante Infografik, an der mir besonders zwei Punkte interessant erscheinen:

Zum einen werden die „Senioren“ immer fitter und zum anderen finde ich die Zahlen über das Surfverhalten sehr interessant. Vor ein paar Tagen noch habe ich einen Vortrag gehalten und auch ein Ranking der sozialen Netzwerke nach Nutzern gezeigt, dort war wer-kennt-wen auf Platz 2! Jetzt wird mir auch klar, warum. Das scheint spezielle eine Plattform für die ältere Generation zu sein, oder wie seht ihr das?

Ist auch interessant, über diese Auswertung mit Blick auf meinen Artikel über den Generationenbegriff  nachzudenken. Was davon ist wieder Pauschalplatz, was wirklich relevante Info?

 



Die erste Woche mit dem Dell Latitude 10 Tablet

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Kein Subnotebook sondern mein Tablet mit der Bluetooth Tastatur/Cover. Wenns mal mehr Text werden soll, ist immer noch eine Tastatur am angenehmsten. Ansonsten aber fungiert auch das Tablet sehr gut als Arbeitsgerät.

Ich bin angenehm überrascht. Sehr angenehm. Zumindest macht für mich jetzt die Kacheloberfläche von Windows 8 Pro, das auf dem Dell Tablet installiert ist so richtig Sinn.

Und die Live Kacheln, die mir die neuesten Infos direkt anzeigen, habe ich richtig schätzen gelernt. In die ersten Spalten habe ich mir meine Mail Accounts, Kalender und die wichtigsten Social Media Kanäle einsortiert und kann so mit einem Blick sehen, was gerade aktuell ist.

Im täglichen Gebrauch hält das Tablet einen Arbeitstag gut durch, und die Ladezeit ist gefühlt sehr schnell. Zwar hab ich das noch nicht richtig meßbar hinterlegt, aber gefühlt ist der Akku nach ca 2 1/2 bis 3 Stunden wieder ganz aufgeladen.

Zu dem Tablet habe ich mir als Hülle noch ein Cover mit Bluetooth Tastatur besorgt. Kopplung funktionierte problemlos und es werden auch alle Sondertasten brav erkannt. Die Reaktionszeit ist so schnell, dass selbst ich 10 Finger Tipper keine Probleme damit habe.

Überhaupt, die Reaktionszeit. Das Tablet ist trotz Dualcore Atom Prozess hinreichend schnell um alle Anwendungen gut nutzen zu können. Sicher, bei großen Programmen mag es schon mal Verzögerungen beim Laden geben. Aber läuft die Anwendung, dann kann ich mich nicht beschweren. Alles klappt flüssig und funktioniert gut. So kann ich problemlos mit Libre Office arbeiten oder im Browser mein WordPress Blog mit neuen Artikeln bestücken.

Man sollte halt immer im Hinterkopf behalten, wir reden von einem Tablet, das neben der Performanz auch immer auf den Strombedarf achten muss, nicht von einem Notebook.

Mit der Bluetooth Tastatur fühl sich das Tablet aber schon sehr wie ein Subnotebook an, zumindest kann man auch dank USB Port noch eine Maus anschließen und hat dann alle Möglichkeiten, die Maus und Tastatur bieten.

Habe ich auf dem Notebook meist mit dem „alten“ Desktop gearbeitet, so erwische ich mich jetzt beim Tablet dabei, dass ich immer häufiger im Store nach einer Metro Anwendung suche. Denn der schlichte Stil von Metro weiß schon zu gefallen.

Ach ja und für alle, die beim ersten Start denken, das sind aber wenige Apps! Am besten gleich in den Einstellungen des Stores unter Einstellungen (ja, das ist doppelt) den Sprachfilter abschalten, dann werden wirklich ALLE Anwendungen angezeigt und üblicherweise gibt es halt leider immer noch weit mehr englische als originär deutsche Software.

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Hier sollte Apps in bevorzugten Sprachen schneller finden auf Nein stehen, damit auch wirklich ALLE Anwendungen, auch nicht deutschsprachige angezeigt werden.

Ubisoft wurde gehackt. Passwortänderung ist angeraten.

Gestern erreichte mich eine EMail von UBISoft, in der sie darauf hinwiesen, dass Server von ihnen gehackt worden sind. Es sind nach Aussagen von UBISoft keine Kreditkartendaten gestohlen worden, dennoch empfehle ich dringend, das eigene Account Passwort zu ändern.

 

Hier die Mail imWortlaut:

 

Die ist eine wichtige Information zur Sicherheit Ihres Ubisoft Kontos
– Bitte erstellen Sie ein neues Passwort

        
Liebes Mitglied, 

Erst kürzlich fanden wir heraus dass einige unserer Webseiten ausgenutzt wurden um unerlaubten Zugriff auf unsere internen Onlinesysteme zu erlangen. Es wurden sofort alle erforderlichen Schritte eingeleitet um weitere illegale Zugriffe zu unterbinden und die Sicherheit aller betroffenen Systeme wiederherzustellen. 

Wir wissen dass Daten unserer Kontodatenbank wie Benutzernamen, Emailadressen sowie Passwörter betroffen sind. Bitte beachten sie dass keinerlei Zahlungsinformationen im Ubisoft System gespeichert werden. Dies bedeutet dass mögliche Kreditkarteninformationen nicht betroffen sind. 

Aufgrund dieser Erkenntnisse empfehlen wie ihnen dass sie das Passwort ihres Benutzerkontos uwehauck unverzüglich ändern. 

Bitte klicken sie auf folgenden Link um ihr Passwort zu ändern: (Link gelöscht)

Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme, empfehlen wir ihnen die Passwörter anderer Webseiten und Angebote mit ähnlichen oder gar identischen Passwörtern zu ändern. 

Hier finden sie weitere hilfreiche Informationen: https://support.ubi.com/de-DE/FAQ.aspx?platformid=60&brandid=2030&productid=3888&faqid=kA030000000eYZCCA2

Für weitere Fragen bitten wie sie unseren Kundenservice über folgende Webseite zu kontaktieren: https://support.ubi.com 

Wir entschuldigen uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten. An dieser Stelle möchten wir betonen dass ihre Sicherheit bei uns höchste Priorität genießt. 

Nicht ständig erreichbar, sondern erreichbar wenn ich will

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Meine Kommunikationswerkzeuge sind zum Teil immer erreichbar. Ich nicht, denn dafür habe ich diese Werkzeuge ja.

Einer der großen Irrtümer der modernen Arbeitswelt ist, dass wir in Zukunft ständig erreichbar sein werden.
Das ist aus der technischen Sicht sicher richtig. Aber das ignoriert, dass sich mit den neuen Möglichkeiten auch ein Kulturwandel ergeben muss.

Ich bin zwar scheinbar ständig erreichbar, schreibe den ganzen Tag Twitternachrichten und bin auf Facebook oder Google+ präsent.
In Wahrheit ist nur mein Smartphone always on. Wer mich erreicht, wann und weswegen lässt sich sehr einfach eindämmen.

So erhalte ich echte Hinweise auf eingehende Nachrichten nur von einem sehr kleinen, mir PERSÖNLICH wichtigen Teil. Da ich zudem nur ein privates/Bloggersmartphone besitze, aber im Büro nur erreichbar bin, wenn ich auch am Schreibtisch sitze, ergibt sich für mich hier per se kein Problem. Aber auch wenn man im Büro via Smartphone erreichbar ist, ist es wichtig, hier klare Regelungen und Grenzen der Erreichbarkeit zu vereinbaren.

Auch Twitter nutze ich nicht den ganzen Tag, sondern reagiere auch hier nur auf Tweets eines begrenzten Kreises von Personen und Posts, die von mir tagsüber erscheinen entstehen meist am Vorabend oder am Morgen, wenn ich via Google Reader (UPDATE: Seit 1. Juli via Feedly. sieht eh schöner aus;) ) meine interaktiven Nachrichten lese. Die besten davon schiebe ich dann nämlich mit dem genialen Tool Buffer auf einen Stapel, der im Laufe des Tages von diesem Tool abgearbeitet wird.

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Auf der Smartwatch landen nur noch ganz streng ausgewählte Nachrichten eines sehr engen Zirkels. Alles andere wird gespeichert und beantwortet, wenn die Zeit dafür passt.

Und die Blogartikel entstehen meist abends und werden entsprechend für den nächsten Tag, die nächsten Tage vorbereitet und eingeplant.

Wir müssen uns von dem Gedanken lösen, jeder Technologie zuzuschreiben, sie würde uns ein bestimmtes Verhalten aufzwingen. Leider oder Gott sei Dank sind wir immer noch selbst für uns verantwortlich und wenn ich die öffentliche Diskussion dieser Tage so beobachte, stelle ich durchaus fest, dass die Menschen wieder verstärkt beginnen, Grenzen zu setzen, für sich zu definieren, wo das Ende der Erreichbarkeit ist.

Ich sehe es vielmehr so. Die neuen Technologien, wenn richtig angewendet, ermöglichen mir einen asynchronen Kontakt mit meiner Umwelt, Reaktionen und Feedback, wann es für mich am geeignetsten ist und einen direkten Filter für die Nachrichten, die mich unbedingt sofort erreichen müssen. Dass hier nur sehr wenige Kontakte in einer solchen „Notfallgruppe“ sein dürfen, ist klar. In meinem Fall beschränkt sich das z.B. auf die Familie.

Die große Weltentaucher Schatzsuche Tag 4

Gasse_nUnd auch heute wieder könnt ihr, wenn ihr gut aufpasst einen Buchstaben für das Weltentaucher Gewinnspiel finden. Es gelten die Teilnahmebedingungen.

Interview mit Jolanda

Es ist ein Montag und die Sonne scheint, als ich mich in ein Café setze, um Jolanda zu treffen. Jolanda – für viele von Ihnen wird dieser Name nun ein Begriff sein, für wiederum andere nicht. Jolanda spielt im zweiten Teil der Weltentaucher-Legende eine der Hauptrollen und zählt zu den Lieblingsfiguren der Autoren. Normalerweise lehnt Jolanda jede Form von Befragungen oder Interviews ab. Umso mehr freue ich mich, dass sie sich anlässlich der großen Weltentaucher-Schatzsuche bereiterklärt hat, mir ein kurzes Interview zu geben.

Mittlerweile sind es dreißig Grad, Jolanda hat sich bisher um eine Viertelstunde verspätet. Ich hoffe, sie kommt noch. Da der zweite Weltentaucher-Teil kurz vor der Veröffentlichung steht und viele ihr Bild bereits auf dem Cover gesehen haben, hat sie Angst, sie wird auf der Straße erkannt. Zu mir sagte sie in dem kurzen Telefonat nur »Sie erkennen mich schon« und hat aufgelegt. Ich bin gespannt.

Gerade, als ich mir meinen zweiten Kaffee bestellen will, kommt Jolanda in das Café. Sie hat ihr Haar mit einem dünnen Tuch umhüllt, das ihr Gesicht zudem ein bisschen verschleiert. Sie will nicht erkannt werden. Zielstrebig setzt sie sich zu mir.

 

 

»Guten Tag, Jolanda«, begrüße ich sie. »Ich hoffe, du hast gut hierher gefunden?«

Jolanda reagiert nicht, sondern winkt der Kellnerin zu.

»Was darf ich ihnen bringen?«, erkundigt diese sich höflich.

»Einen schwarzen Kaffee und eine Apfelsaftschorle.« Jolanda rückt ihr Tuch auf dem Kopf zurecht und lehnt sich entspannt nach hinten.

»So, jetzt können wir anfangen.« Sie schenkt mir ein Lächeln. Ich zücke mein Notizbuch und das Aufnahmegerät, drücke die Play-Taste, doch als ich es auf den Tisch legen will, schüttelt sie den Kopf.

»Keine Aufnahmen. Nur schriftlich«, ermahnt sie mich und ich verstaue das Gerät zurück in meiner Tasche, ein wenig angefressen.

»Gut, dann nur schriftlich.« Ich schiebe meine Kaffeetasse zur Seite, um mehr Platz für meinen Notizblock zu haben, tippe mit dem Stift auf dem Papier.

»Ich schlage vor, ich stelle einfach die Fragen und du antwortest mir. Ich schreibe es auf und verarbeite es dann zu einem schönen Interview.«

Sie nickt. Ich fahre fort.

»Seitdem du in dem zweiten Teil der Weltentaucher-Legenden eine Hauptrolle spielst, hat sich dein Leben verändert. Das hast du mir jedenfalls am Telefon gesagt. Kannst du uns vielleicht erzählen, inwiefern sich diese Rolle auf deinen Alltag auswirkt?«

Jolanda wendet keine Sekunde ihren Blick von mir ab. Sie überlegt, ich erkenne es an den Grübchen in ihren Mundwinkeln.

»Es ist als würde ich auf einmal ein ganz anderes Leben führen. Vorher habe ich einfach mit meiner Familie gelebt, meine Aufgaben erledigt und das war‘s. Ich bin durch Rom gefahren, habe Besorgungen gemacht. Und nun? Seitdem das Cover raus ist, glaube ich ständig, dass mich jemand verfolgt. Es ist schrecklich. Aber irgendwie auch rührend.«

»Du spielst im zweiten Teil die Begleiterin von Acadius. Acadius selbst durften wir bereits im ersten Teil als jungen, strebsamen Alchemisten kennenlernen, der so manchem Leser unsympathisch war. Hier auf dieser Welt würde man sagen, er kann ein richtiges Arschloch sein. Wie hast du Acadius kennengelernt?«

Noch nie zuvor hatte Jolanda jemand die Frage nach Acadius gestellt. Ich sehe, wie ihre Augen zucken und sie nervös die Beine übereinander schlägt.

»Nun«, beginnt sie, doch sie wird von der Kellnerin unterbrochen, die ihr ihre Getränke bringt. Sie wartet, schiebt die Tassen penibel nebeneinander.

»Ich mag Acadius. Sehr sogar. Er ist mir auf den 180 Seiten ein guter Freund geworden. Damals, als ich ihn am Strand aufgefunden habe, da war er so klein. So zerbrechlich. Und auch wie er sich in dieser Welt bewegt hat … Wahrscheinlich hatte ich einfach nur keine Vorurteile. Die Studenten an seiner Universität allerdings schon. Sie wussten ja, dass er etwas Besonderes sein musste, wenn er als Sechzehnjähriger noch aufgenommen wird.«

Ich schreibe so schnell ich kann mit.

»Du hast es schon angesprochen: In dieser Welt kennt Acadius sich nicht aus. Wie gut hat er sich schon eingelebt?«

Jolanda rührt mit dem Löffel in einem Kaffee herum, in dem es nichts zum Rühren gibt.

»Ganz gut. Er macht sich. Ich helfe ihm, wo ich kann.«

Knappe Antwort. Ich merke, dass sie nicht über Acadius reden will. Mit Sicherheit hat sie von der Autorin Anweisungen bekommen, was sie sagen darf und was nicht. Nur verständlich, immerhin soll die Spannung nicht vor Veröffentlichung des Buches genommen werden.

»Ihr seid auf der Suche, habt ihr denn schon gefunden, was ihr braucht?«

Eine völlig aus dem Zusammenhang gerissene Frage.

»Nein.« Kühl. Ich merke, wie die Distanz zwischen uns wächst.

»Jetzt wo die Schreibarbeit an dem zweiten Teil beendet ist, wird dein Leben da leichter? Kannst du in deinen alten Trott zurückkehren?«

Sie lässt den Löffel fallen.

»Das wird man nie wieder können. Die Autorin hat unser Leben umgeschrieben. Es sind Freunde von mir verunglückt, es sind neue Menschen hinzugekommen, wie soll ich da noch das gleiche Leben führen können wie vorher?«

Ich erkenne eine Träne in ihren Augenwinkeln.

»Eine Frage noch, dann gehe ich wieder.«

Sie trinkt ihren Kaffee in schnellen Zügen. Die Apfelschorle folgt. Es wird ihr zu viel, offensichtlich.

»Wirst du in einem weiteren Weltentaucher-Teil auftauchen?«

Sie zögert keine Sekunde.

»Ja, aber nicht in Teil 3 und 4. Die Autorin lässt uns eine kurze Verschnaufpause. Teil 5 und 6 gehören dann wieder uns.«

Sie steht auf und geht. Lässt mich alleine mit noch mehr Fragen im Kopf als vorher.

Weiter gehts bei

1. Juli 2013 »Diese verdammte Pflanze« -Acadius‘ Tagebucheintrag bei Jessica Wagner auf ihrer Bücherkiste http://www.jessisbuecher.blogspot.de 

2. Juli 2013 Exklusive Leseprobe der zweiten Weltentaucher-Legende auf dem Weltentaucher-Blog http://www.weltentaucher.net