Technikrituale und Phobien

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Auch eine Möglichkeit, sein digitales Leben zu tarnen.

Was man als Neueinsteiger ins Berufsleben aber auch erstaunlicherweise als „langgedienter“ Mitarbeiter immer wieder feststellen muss, selbst Menschen, die beruflich mit Technik zu tun haben, können das gar nicht haben, wenn andere damit souveräner umgehen als sie selbst.

Da mein Smartphone all meine Termine, sowie (da es sich um das Note 3 handelt) auch alle wichtigen ToDos und Notizen beinhaltet, nehme ich es logischerweise für gewöhnlich in Meetings mit, um mir digitale Notizen zu machen, einerseits, um Papier zu sparen, andererseits, um nicht die Termine und ToDos erst noch mühsam vom Papier in den digitalen Planer übertragen zu müssen.

Was ich dabei früher nicht bedachte. Der eine oder andere sieht das Smartphone immer noch bestenfalls als Spielzeug, schlimmstenfalls als Objekt des Bösen, das man nur in der allergrößten Not verwendet. Solch ein Papierfetischist kritisierte mich vor einiger Zeit, ich würde ja nur auf dem Smartphone rumspielen und nicht zuhören. Nun hätte ich mich hier auf einen langwierigen Disput einlassen können. Aber eines habe ich in meiner Zeit in Digitalien gelernt. die analogen Gestrigen kann man nicht bekehren, man kann sie bestenfalls ignorieren, sollte in der Regel aber einfach auf ihr Niveau heruntergehen. Insofern habe ich mir angewöhnt (wobei ich das schon das eine oder andere Mal vergesse und dann wieder böse Blicke ernte, die mich aber mittlerweile nur noch sehr peripher tangieren und schliesslich hab ich auch eine tolle direkte Vorgesetzte, die offen mit mir spricht und solche Fauxpas als das nimmt, was sie sind: PAL -> Problem Anderer Leute) weitestgehend auf die öffentliche Nutzung meines digitalen Notizblocks in Meetings mit Technikphobikern zu verzichten.

Und das ist auch die Botschaft, die ich anderen mit auf den beruflichen Weg gebe. Denkt euch immer technologisch runter auf die unterste anwesende Nutzungsstufe. Und das heißt leider immer noch. Nehmt Papier. Ihr müsst da ja gar nix schreiben. Aber wer Papier und einen Stift (je edler um so kompetenter) vor sich hat, der arbeitet. Wer sich aktiv Notizen auf digitaler Ebene macht. Der spielt.

Klingt zwar dämlich. Is aber so. Und erzählt mir jetzt nicht, da muss man durch, das muss man ignorieren. Leider sind oft eben die Hierarchieebenen die technophobischten, die auf deine berufliche Karriere direkt oder indirekt Einfluß nehmen können. Insofern, manchmal gilt hier, wie bei vielen Themen: Lächeln und Winken Jungs, lächeln und winken.

Was mich hier aber interessiert, ist es symptomatisch für uns Deutsche? Kennt auch ihr Fälle,wo jemand euch unbedingt belehren musste, weil ihr nicht so agiertet, wie es ihm/ihr passte, obwohl er eigentlich keinen Grund hatte, sich einzumischen?

 

Google Music All-Inclusive ab sofort in Deutschland verfügbar

Screenshot_2013-12-06-06-58-25Das nenne ich eine gelungene Nikolausüberraschung. Ab heute kann auch in Deutschland der Streaming Dienst Google Music All-inclusive genutzt werden. Bis zum 15. Januar für 7,99 Euro, also 2 Euro billiger als Spotify, kann man unbegrenzt Musik des Dienstes streamen.

Die ersten 30 Tage steht Euch der Service kostenlos zur Verfügung. Nutzer, die das All-Inclusive-Abo bis zum 15.Januar 2014  buchen, erhalten das komplette Angebot für günstige 7,99 Euro im Monat. Nach dem 15. Januar kostet der Service  9,99 Euro pro Monat und kostet damit genau so viel, wie andere bekannte Dienste wie Spotify

Das Handgelenk, Technologien und die Frage nach dem Sinn

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Pebble und Galaxy Gear, zwei unterschiedliche Ansätze, nur einer ist wirklich sinnvoll und es gewinnt für manche überraschend die Pebble.

Als die Pebble auf Kickstarter begann, Geld einzusammeln um ein marktreifes Produkt zu werden, hätte sich wohl niemand wirklich träumen lassen, welchen Hype das auslösen würde.

Seitdem sind einige Smartwatches angekündigt (laut meiner eigenen Liste mittlerweile 26, von denen zumindest erste Vorproduktionsmodelle existieren) und auch die Big Player, allen voran Samsung aber wohl auch Apple und Google springen auf den Hype auf.

Aber macht das alles wirklich Sinn? Was muss eine Smartwatch haben, um erfolgreich zu sein bzw. wird sie jemals zum Erfolg werden?

Ich denke, es wird bei einer wenn auch attraktiven Nische bleiben.

Denn was erwarte ich eigentlich wirklich von einer Smartwatch?

Zum einen, sie  muss mir alle für mich interessanten Informationen auf ihrem Display bieten. Dadurch fällt zum Beispiel bereits die Galaxy Gear durch, die mir oft nur mitteilt, dass ich eine Information bekommen habe, aber nicht welche.

Soll sie das Smartphone komplett ersetzen? Nachdem ich in einem früheren Artikel für ein vollwertiges Smartphone im Uhrenformat plädiert habe, sehe ich die Sache mittlerweile etwas differenzierter. So lange eine Smartwatch das Smartphone nicht in jedem Belang ersetzen kann, muss ich ja immer noch ein Smartphone mit mir führen.

Schliesslich ist das auch mit ein Grund für den Trend der immer größeren Smartphones, mit größerem Display kann ich nämlich immer mehr Dinge direkt am Smartphone erledigen, für die ich früher Tablet oder Notebook verwendet hätte.

Dann brauche ich aber eigentlich nicht ein zweites Smartphone am Handgelenk, sondern vielmehr eine intelligente Ergänzung. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, mit der Smartwatch am Ohr oder vor dem Gesicht zu telefonieren. Sieht schon bei Freisprecheinrichtungen albern aus und wird damit nicht besser. Was ich mir durchaus für eine Smartwatch wünsche sind Fitnesssensoren, die unabhängig vom Smartphone funktionieren, denn hier ist der Bereich, der die eigentlich interessante Domäne einer Smartwatch werden dürfte. Fitnesstracking, Quantified Self.

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Vielversprechend was das Gesamtkonzept und den Preis angeht, die Kreyos

Und was ebenfalls wichtig sein dürfte ist eine extrem einfache Bedienung sowie ein vernünftiger Preis. (mal wieder abgesehen von Apple, die sich sicher eine Uhr für das 3 bis vierfache des vernünftigen Smartwatch Preises abkaufen lassen) .

Für mich liegt hier die Schmerzgrenze bei 200 Euro, wobei ein realistischer Preis für eine Massenprodukt, gerade mit Blick auf die zusätzlich Anschaffung eines Smartphones knapp über 100 – 150 Euro liegen dürfte.

Und bei der Bedienung müssen wir nur einmal auf die Taschenrechner blicken, die eine Zeit lang als intelligente Uhren verkauft wurden. Für kurze Zeit ein Hype verschwanden sie doch sehr schnell wieder, weil man sie einfach nicht praktikabel nutzen konnte.

Im Moment schätze ich die Kreyos Smartwatch als beste Annäherung an ein sinnvolles Smartwatch Konzept ein, und die Pebble als die Version, die von Preis Leistung und Batterielebensdauer am optimalsten ist. Denn ganz ehrlich, es nervt mich schon, mein Smartphone täglich laden zu müssen. Eine Smartwatch muss da deutlich länger halten. Da muss eine Laufzeit von mindestens mehreren Tagen drin sein, insofern sehe ich den größten Erfolg im Moment immer noch bei Modellen mit eInk, da diese bedingt durch die Technologie mit ordentlichen Laufzeiten UND einer optimalen Lesbarkeit auch im Freien auftrumpfen können.

 

 

Warum die meisten Abosysteme nicht wirklich sinnvoll sind.

Immer häufiger liest man über Dienste und Waren, die man in einem „praktischen Abo“ dauerhaft beziehen kann. Dabei sollte man solche Dienstleistungen mit größter Vorsicht genießen. Sie bringen meist vor allem den Anbietern Gewinn, während man als Kunde selten wirklich damit spart.

Warum das so ist?

Nun, die meisten Abos basieren darauf, dass man einen „Warenmix“ abonniert. Ich bekomme Zugriff auf ein Warensortiment (z.B. eine Lebensmittelkiste) oder ein Dienstleistungssortiment (zum Beispiel Musikabos). Das ist zunächst mal, wenn man davon ausgeht, dass man wirklich all das, was einem Monat für Monat oder Woche für Woche geliefert bekommt, auch nutzt und braucht. Aber schon bei den Musikabos habe ich da bei den meisten Menschen so meine Zweifel. Schließlich kaufe ich mir nicht nur meine Lieblingsmusik, sondern eine riesige Zahl uninteressanter Musik ein. Und Wenn ich mal umrechne, wie oft ich den Dienst nutze versus wie oft ich mir eine Musik kaufe, weil ich sie wirklich mag, dann stellt man schnell fest, so viel günstiger ist das gar nicht. Zumal man auch die versteckten Kosten z.B. für den Datendienst dazurechnen sollte, hört man zum Beispiel unterwegs gestreamte Musik.

Wobei das viel größere Problem entsteht, wenn man physikalische Waren bestellt. Sei es nun das Getränkeabo, das Abo einer Zeitung oder einer Dienstleistung. Bevor ich abschließe sollte ich IMMER zunächst prüfen, wie oft ich die Ware im Moment benutze, welche Waren das Paket beinhaltet und ob ich nicht mit dem Einzelkauf besser dran bin. Zumal ich dann auch flexibel auf Sonderangebote reagieren, oder selbst entscheiden kann, was mir zugestellt wird. Gerade die Nahrungsmittelabos (die Gemüsekisten z.B.) schreiben mir ja im Prinzip vor, was ich zu essen habe, will ich das ganze wirklich rentabel nutzen.

Ich sage hier nicht, dass Abos grundsätzlich schlecht sind. Aber man sollte immer wieder, und nicht nur beim Beginn des Abos hinterfragen: Nutze ich es? Lohnt es sich? Spare ich wirklich? Brauche ich das überhaupt?

 

 

Wondershare MobileGo, die umfassende Verwaltung für Android und IOS

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Nicht alle Synchronisationsprogramme für Smartphones sind dafür bekannt, benutzerfreundlich zu sein. Und wenn man dann auch noch von Hersteller zu Hersteller wechselt, fangen oft die Probleme erst richtig an.

Hier kann ein Tool wie MobileGo von Wondershare für Android und IOS gute Dienste leisten.

Natürlich kann man vieles, was MobileGo leistet, auch mit den Herstellertools machen, aber zum einen eben nicht alles und zum anderen lassen sich bei einem Herstellerwechsel nur bedingt Daten von einem Programm in das andere transferieren. Deshalb rate ich, speziell in Haushalten, wo die Marken der Smartphones unterschiedlich sind bzw. zum Beispiel sowohl IPhone als auch Android genutzt werden zu einem Werkzeug wie MobileGo. Damit lassen sich die Daten auf den PC laden, dort verwalten und strukturieren und eben auch archivieren, wenn man den Hersteller wechselt.mobilego-win-fea04-new

Neben den Kontakten, die man sichern, verwalten und von Dubletten bereinigen kann, bietet MobileGo auch die Möglichkeit, die Apps auf dem Smartphone zu sichern, neue Apps darauf zu laden und die Apps mehrerer Smartphones zentral zu verwalten. Gerade wenn man zum Beispiel den Kindern nicht unbedingt den freien Zugriff auf den Play Store bieten will eine interessante Lösung, bei der man die Kontrolle selbst behält und als Kontrollinstanz den Überblick behalten kann über das, was auf den Smartphones der Kinder läuft. (Zumal ich niemandem empfehlen würde, den Kindern vollen Zugriff auf Play Store oder App Store zu lassen, denn oft nimmt man es dort mit Altersgrenzen nicht so genau, wie es eigentlich sein sollte)

Natürlich fungiert MobileGo auch als Backup System für die wichtigen SMS, Kalendereinträge, Mediendaten und kann sie auf ein neues Smartphone transferieren.

Das schöne dabei, ich kann das ganze sowohl via WLan als auch USB bewerkstelligen. Wobei ich natürlich schon aus Bequemlichkeit die WLan Methode bevorzuge 😉

Ob die Software für jeden zu empfehlen ist. Ich würde sagen, nein. Wer sich damit begnügt, die Herstellereigene Sicherungssoftware zu nutzen und wenig bis keine eigenen Daten AUF dem Smartphone hat, der wird mit MobileGo eine Lösung kaufen, die sicher für seine Bedürfnisse etwas überdimensioniert ist. Aber sobald man mehr als ein Smartphone verwalten will, oder größere Datenmengen (z.B. eigene Fotos, MP3, Filme) von einem Smartphone zum anderen transferieren will, bietet sich MobileGo als die Lösung für eine divergente Smartphone Infrastruktur an.

Als Beispiel unser eigener „Haushalt“ mit insgesamt mittlerweile 3 Tablets und 4 Smartphones. Hier habe ich MobileGo auf meinem Notebook installiert und kann von dort aus die einzelnen Tablets mit Filmen, Audio oder Daten bespielen, sichere regelmässig die Inhalte auf den PC und kann somit sicher sein, dass kein Familienmitglied wertvolle Daten durch einen Hardwareausfall verliert. Klar, das alles lässt sich auch in der Cloud sichern, aber gerade bei unterschiedlichen Systemen und einer Vielzahl von Mediendaten (unsere gesamte Filmbibliothek liegt mittlerweile digitalisiert vor) ist es einfach praktisch und auch schneller, die Daten direkt auf dem PC zu lagern, gesichert auf externer Platte und sie schnell auf die Geräte einspielen zu können.

Für mich ist MobileGo eine gelungene herstellerunabhängige Backup Lösung und Verwaltungssoftware für Smartphones und deren Inhalte. Oh, und wer glaubt, ich hätte das nicht schon nutzen können: Das Tablet meines ältesten Sohnes, ein Nexus 7 gab vor kurzem den Geist auf, da aber die Mediendaten auf dem PC gesichert waren, konnte ich alles, was auf dem Nexus gespeichert war und worauf mein Sohn über die Cloud keinen Zugriff gehabt hätte, direkt via MobileGo wieder auf das neue Tablet, ein Asus Gerät einspielen. Aber auch jemand, der z.B. von IOS zu Android wechselt, kann so seine ITunes Playlist einfach sichern und übertragen.

Insofern, anschauen lohnt, zumal es auch eine Testversion gibt, um das ganze mal auszuprobieren. Die Vollversion schlägt mit satten 39,95 Euro zu Buche, wer aber mehr als nur ein oder zwei Smartphones zu verwalten hat, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick darauf werfen.

Oh, und die ersten drei, die unten einen Kommentar abgeben, gewinnen eine Lizenz für die Android Version!

 

Review: Nexus 5 – viel Smartphone für wenig Geld

Nexus 5 Rückseite
Rückseite meines Nexus 5

Im folgenden ein Gastbeitrag von David Redelberger : Danke David für diesen super Bericht:

Vor zwei Wochen bin ich vom Samsung Galaxy S3 auf das Nexus 5 umgestiegen. Auch wenn ein Bericht natürlich nie abschließend sein kann, kann ich sagen, dass das Nexus 5 momentan eins der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse auf dem Smartphone-Markt hat.

Das S3 ist ein sehr gutes Smartphone und ich hatte keinen zwingenden Grund, es zu wechseln. Allerdings wäre es Zeit gewesen, es mal wieder neu aufzusetzen, um unnötige Apps zu entfernen und die Performance zu steigern. Da ich jetzt aber auch schon über anderthalb Jahre damit unterwegs bin und ein Bekannter zufällig unbedingt das S3 gebraucht kaufen wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt (außerdem bin ich ja Techniknerd 😉 ). Das Anschlusssmartphone meiner Wahl wäre eigentlich das Galaxy Note 3 gewesen, was ich aus einigen Gründen nicht gewählt habe, worauf ich am Ende dieses Artikels nochmals eingehen möchte.

Allgemein Ich habe also das Nexus 5 (weiß, 32 GB) gekauft, nachdem ich schon länger das Nexus 7 (2012) benutze und so die „Nexus-Experience“ bereits erfahren hatte. Zu den technischen Spezifikationen gibt es hier eine hilfreiche Übersicht von Google selbst, wenn man zum Punkt „technische Daten“ navigiert. Die sind als erster Anlaufpunkt ganz hilfreich, aber technische Daten sagen ja oft nur sehr wenig für die Alltagsnutzung aus.  

Design Ich bin kein Mensch, der besonders viel Wert auf Design legt. Das ist immer die Stelle, wo deutlich wird: Smartphones sind in erster Linie immer noch Werkzeuge, vor allem um auf vielfältige Weise online zu gehen. Von daher gefällt mir das Design auf einer nüchternen Ebene, vor allem die Materialwahl. Bei der Debatte Alu vs. Polycarbonat bin ich jemand, der nicht pauschal irgendetwas verteufelt, sondern vom Gefühl in der Hand entscheidet. Das Nexus 5 hat eine relativ rutschfeste Rückseite und sieht wertig aus. Da ich aber fest davon überzeugt bin, dass um ein Smartphone eine Hülle gehört (gerade bei den Preisen), ist das Material kein allzu wichtiger Aspekt. Ich habe gleich ein Gummicase in schwarz gekauft für den ersten Schutz, schaue mich aber weiterhin nach einem guten Flipcase und anderen Farben um. Auf der Vorderseite fällt der Telefonlautsprecher auf, der sich nicht ganz optimal in die schwarze Oberfläche einfügt. Sehr gut gefällt mir hingegen die LED, die im Vergleich zum S3 relativ dezent ist, nicht zu aufdringlich, aber trotzdem auf eine Benachrichtigung hinweist. Auch die Unterbringung auf dem unteren Teil der Vorderseite finde ich sehr gelungen, weil sie dort nicht unter anderen Elementen des Smartphones untergeht.

Nexus 5 Vorderseite
Vorderseite meines Nexus 5

Display Das Display ist ohne Übertreibung mit das beste, das ich je benutzt habe. Es ist unglaublich klar, hat eine gute Helligkeit und eine der Touchscreen ist sehr exakt. Im Vergleich zum AMOLED-Screen sind die Farben tatsächlich wie erwartet etwas weniger satt und intensiv, aber ich habe mich schnell umgewöhnt. Das Display führt auf jeden Fall dazu, dass ich beispielsweise YouTube auch wieder öfters mal auf dem Smartphone statt auf dem Tablet konsumiere, weil einerseits die Screengröße angenehm zum Schauen ist und andererseits das Anschauen auf dem Display echt Spaß macht.

Sound Was leider tatsächlich einer der wenigen echten Minuspunkte ist, ist die Soundqualität des Lautsprechers. Für mein Gefühl klingt der Sound etwas blechern, es fehlen Höhen und es hallt ein wenig. Das gilt zumindest bei niedriger Lautstärke, wenn die Lautstärke auf sehr laut eingestellt ist, fallen die Soundprobleme nach meinem Gefühl weniger stark ins Gewicht. Der Sound beim Telefonieren hingegen ist prima und auch bei angeschlossenem Headset treten keine Probleme beim Telefonieren, Musik hören usw. auf. In anderen Berichten wird hier der Software für die beschriebenen Probleme die Schuld gegeben – ist das der Fall, sollte Google schleunigst nachbessern.

leuchtende LED auf der Unterseite
Leuchtende LED auf der Vorderseite

Akku Der Akku des Nexus 5 ist nicht leider nicht ohne weiteres wechselbar. Er soll zwar zu Reparaturzwecken relativ leicht zu entnehmen sein, aber echt nicht „mal eben so“, was ich bei meinem S3 sehr geschätzt habe, für welches ich mehrere interne Wechselakkus hatte (bei einem Preis von ca. sieben Euro ein ziemlicher Nobrainer). Da ich aber auch Ingress-Spieler der 1. Stunde bin, habe ich mehr Ende letzten Jahres auch einen externen Akku von Anker gekauft und ein mögliches Akkuproblem damit weitgehend abgehakt für alle meine Devices. Gerade für Tech-FreundInnen und Menschen, die tatsächlich dauerhaft auf ihr Smartphone oder Tablet angewiesen sind, kann ich eine Investition in einen solchen nur empfehlen. Externe Akkus sind nicht teuer, aber viel wert. Ansonsten bleibt zu sagen, dass der interne Akku gut bemessen ist und ich mit einer Akkuladung des Nexus 5 besser über den Tag komme als beim S3. Trotzdem ist nach spätestens 9-10 Stunden Ende, je nachdem, wie viel ich im Labor tagsüber zu tun habe, auch schon etwas früher. Keine Erfahrungen gemacht bisher habe ich mit kabellosem Aufladen, da die Preise der Ladegeräte dafür für meinen Geschmack die Funktion nicht rechtfertigen. Wenn jemand von euch das anders sieht oder einen Tipp für einen günstigen Wireless Charger hat, freue ich mich sehr über einen Hinweis.

Speicher Das Nexus 5 gibt es mit 16 GB oder 32 GB internem Speicher, einen Kartenslot für eine Micro SD gibt es nicht. Das finde ich sehr schade, denn es ist kein Problem, einen solchen einzubauen und gibt dem/der UserIn die einfache, aber sehr wertvolle Freiheit über die Speicherkapazität selbst zu entscheiden. Die Argumentation, dass ein fehlender Kartenslot userfreundlicher ist, da der

Beispielbild Nacht
Beispielbild bei Nacht

Speicherort von z.B. Bildern eindeutig festgelegt ist, habe ich nie nachvollziehen können. Wie auch immer, es gibt ihn leider bei Nexus Geräten nicht und wird ihn wohl auch in Zukunft nicht geben. Davon abgesehen finde ich es gut, dass die 8 GB Variante des Nexus 4 gegen eine 32 GB Version des Nexus 5 ausgetauscht wurde. Wer viele Bilder mit dem Smartphone macht, wird das zu schätzen wissen, und 8 GB sind vorm Hintergrund von aufwändigen Apps heutzutage ein schlechter Scherz. Von den 32 GB des Nexus 5 bleiben noch 26.8 GB zur Benutzung, der Rest ist bereits durch das Betriebssystem belegt.

Kamera Zur Kamera gab es im Vorfeld viel zu lesen. Ich finde sie nicht so schlecht, wie viele andere schreiben, würde sie aber trotzdem genauso eher im Mittelfeld einordnen. Das liegt vor allem am etwas zu langsamen Autofokus und der nicht ganz so tollen Bildqualität bei Nacht. Die Farben scheinen bei fehlendem Licht unreal dargestellt zu werden und das Bildrauschen erhöht sich. Generell wird wohl die Helligkeitseinstellung softwareseitig nicht ganz so gut justiert worden sein. Der Bildstabilisator dagegen macht seinen Job ganz gut und auch die Kamerasoftware ist vor einiger Zeit funktional auch deutlich aufgebessert worden bei Stock Android. Da ich gern und viel bei Instagram poste, freue ich mich auch über die Möglichkeit, Full HD Bilder zu machen. Die Kamera gibt insgesamt also ein gemischtes Bild ab, aber auch hier könnte ein Update viele Kritik neutralisieren, da die Probleme bei der Software liegen. Abschließend habe ich hier einige Beispielbilder beigefügt.

OS/Leistung In Punkto Schnelligkeit hat mich das Nexus 5 einfach nur verblüfft. Alles geht flüssig und schnell. Das S3 hatte mich durch Project Butter beim Jelly Bean-Update schon überrascht mit der Verbesserung der Geschwindigkeit (beim Switchen zwischen den Screens beispielsweise). Beim Nexus 5 merkt man selbst dazu nochmal einen deutlichen Unterschied. Ob das an Android KitKat oder am Nexus 5 oder

Beispielbild Spielplatz
Beispielbild

vielleicht sogar an beidem liegt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber es ist ein riesiger Pluspunkt. Überhaupt ist KitKat eine Wonne. Ein sehr cleaner Look und ein nochmal weiter aufgebohrtes Google Now machen es sehr angenehm.

Fazit Was spricht nun abschließend für das Nexus 5, wenn ich doch eigentlich das Note 3 besser finde? Nun, neben den nicht wenigen Punkten, die ich als positiv vermerkt habe, vor allem der finanzielle Aspekt: Wir reden hier von einem Oberklasse-Smartphone mit (Neu-)Preis eines Mittelklasse-Smartphones. Natürlich ist es bei manchen Eigenschaften nicht ganz optimal, aber bei dem Preis lässt sich da gut und gerne darüber hinwegsehen. Wäre das Note 3 günstiger in der Anschaffung, dann wäre ich nochmal zum Überlegen gezwungen gewesen, aber der studentische Geldbeutel hat leider nicht viel Spielraum. Natürlich sind auch die direkten Updates von Google bei der Nexus-Reihe ein Argument. Die Entscheidung wurde weiterhin noch vereinfacht durch den im Abschnitt Speicher angesprochenen Punkt, dass Google glücklicherweise auf größeren internen Speicherplatz gesetzt hat als beim Nexus 4.

Mir wären 16 GB definitiv zu wenig gewesen. So bin ich glücklich mit meinem jetzigen Device, weil ich, wie im Titel angedeutet, sehr viel Smartphone für vergleichsweise wenig Geld bekommen habe. Auch die genannten Kritikpunkte sind Leiden auf hohem Niveau, denn die Kamera reicht für meine Zwecke mehr als aus und die Soundprobleme fallen bei der Nutzung nur wenig ins Gewicht. Wenn Google, wie versprochen, das Update nachliefern, gibt es fast nichts mehr, wo man bei dem Preis noch nachbessern könnte. Schon so muss sich das Nexus 5 keinesfalls vor anderen Devices im Highend-Bereich verstecken. Vielleicht steige ich dann beim nächsten Mal wieder auf ein Device der Samsung Galaxy Reihe um, wenn es das Geld zulässt. Der Launch des Moto G hat ja gezeigt, dass auch mit nochmal deutlich weniger Geld ein gutes Smartphone erworben werden kann. Ich werde das Release vom Galaxy S 5 und Note 4 auf jeden Fall gespannt verfolgen, ebenso wie all die andere spannende Technik, die wir im Jahr 2014 zu sehen bekommen.

Beispielbild Wolken
Beispielbild

Meine Frage an euch: was haltet ihr vom Nexus 5 und wie hättet ihr euch an meiner Stelle entschieden? Wenn ihr selbst ein Nexus 5 besitzt, was sind eure Tipps bezüglich kabellosem Ladegerät und Flipcase?

Über den Autor: David Redelberger ist leidenschaftlicher Nerd und bekommt bei Social Media und Technik leuchtende Augen. Online als davidfromkassel immer auf der Suche nach spannenden Artikeln und Trends, studiert er richtigen Leben Nanostrukturwissenschaften an der Universität Kassel und verbringt momentan viel Zeit am Schreibtisch und im Labor für seine Bachelorarbeit. Wenn er sich mal nicht mit Chemie beschäftigt oder in den sozialen Medien unterwegs ist, verbringt er seine Zeit gern mit Politik, netten Leuten oder einem guten Buch. Er ist auf Google+, Instagram, Facebook und Twitter zu finden.

Das Buch zum Film war gestern. Heute gibt es das Buch zum Blog. Zu meinem Blog: Digilog

Manche Dinge überrollen einen einfach. Als damals Stefan Pfeiffer sein Buch zu seinem Blog herausbrachte, fand ich das genial, konnte mir aber nicht so recht vorstellen, dass so etwas auch mal von mir erscheinen würde. Zeitsprung ins Heute. Gestern ist es passiert. Mein erstes eigenes Buch, ein Sachbuch, genauer ein Auszug der Beiträge aus meinem Blog, die sich um das Thema Arbeitswelt der Zukunft und zunehmende Digitalisierung ranken, ist veröffentlicht. Und nein, nicht nur als EBook, als „echtes“ Totholz Buch, was ich insofern spannend finde, da ich damit eben jene Fraktion erreichen kann, die bislang digital lesen für „Teufelswerk“ hält, damit aber quasi einer der Inhalte meines Buches ist.

Natürlich ist mir klar, dass ich hier weder einen Bestseller geschaffen habe, noch eine große Leserschaft erreichen werde. Ich betrachte es mehr als Experiment, wie die beiden Welten des klassischen Print und der digitalisierten Literatur doch weiterhin koexistieren können. Denn von dem Buch wird es auch eine EBook Version geben, die zum Zwecke der Rezension bei Bloggingbooks, dem Verlag, der das Buch gemeinsam mit mir auf den Markt gebracht hat bereitgestellt wird. Natürlich freue ich mich über jeden Leser, jeden Kommentar und jede Bewertung. Und natürlich wird man die EBook Version, sobald fertig ebenfalls bei Amazon beziehen können 😉 .

Zu finden ist das Buch zumindest bei Amazon bereits und in weiteren Buchkatalogen wird es wohl dieser Tage aufgenommen:

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Meinen ganz besondern Dank richte ich an Frau Valentina Rudenco, die mich im Autorenprozess unterstützt und begleitet hat und natürlich meiner Familie, die mich als Autor aushalten musste.

Und ja, ich habe natürlich im Nachhinein noch den einen oder anderen Schreib- oder Grammatikfehler gefunden. Man möge es mir nachsehen für meinen Erstling als bloggender Autor.
Und natürlich einen besondern Dank für Stefan Pfeiffer, der das quasi alles losgetreten hat 😉 Es warten noch zwei Biere auf dich!

IDCAYD ist BYOD weiter gedacht.

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Ja, man kann private Endgeräte auch am Eingang abnehmen. Wenn man eine richtig schlechte Atmosphäre im Unternehmen haben möchte.

Jetzt ist es da, das neue IPhone. Und auf Grund der prekären Situation von Blackberry wird es wohl in vielen Unternehmen die Blackberries als Business Device ersetzen. Nicht Android, denn immer noch umgibt das IPhone das Flaire des besonderen, des wichtigen. Auch wenn es technologisch mittlerweile der Konkurrenz weit hinterherhinkt und auch die Marktanteile deutlich sinken.
Wir dürfen gespannt sein, wie die Hipster drauf reagieren, wenn eines ihrer liebsten Statussymbole plötzlich von der langweiligen Businessfuzzischlipsträgerfraktion genutzt werden.

Die schlechte Nachricht, we, the user do not care any more. Es ist dem Mitarbeiter mittlerweile schlichtweg egal, was die Geschäfts-IT da so anbietet. Im Zweifelsfall wird das Geschäfts- und das Privatsmartphone verwendet. Denn auch wenn dieses oder jenes Gerät  möglicherweise den Entscheidern als das beste Smartphone erscheint, so will der Nutzer gerade hier oft selbst entscheiden, wie er arbeitet. Und wer täglich ein Smartphone nutzt, der weiß, wie ärgerlich es ist, wenn man Business und Privattermine getrennt halten muss, weil die Security den Export von Daten auf automatischem Wege für ein Sicherheitsrisiko hält.

Dabei möchte ich wetten, dass mind. 50% aller Mitarbeiter, die sowohl ein Privat- als auch ein Geschäftssmartphone haben, die Kalendereinträge auch auf ihrem privaten Smartphone erfassen. Einfach weil es SINNVOLL ist. Weil wir in einer Zeit von Work-Life Integration leben.

Und da habe ich keine Lust, mein Zeitmanagement, meine Termine, ja meine Adressen zwei mal zu führen.

Und da Geschäftssmartphones eben nur für das Geschäft gedacht sind, das private Smartphone aber immer dabei werden dort früher oder später eben auch Daten gepflegt, die mit dem Beruf zu tun haben, aber ins Private abstrahlen.

So gesehen sind wir schon jenseits von Bring Your Own Device hin zu. I Don’t Care About Your Device.

Wer in seinem Unternehmen gleichzeitig Sicherheitsaspekte berücksichtigen, aber den Mitarbeitern ein vernünftiges Arbeiten und eine Integration von Privat und Beruf ermöglichen will, der sollte aufhören, die Mitarbeiter auf bestimmte Hardware festzulegen sondern Services anbieten. Dienste, die ich sowohl privat als auch beruflich nutzen kann. Was spricht gegen einen Passwortgeschützten Kalenderexport. Notfalls eben nur als Terminblock ohne Inhalt? Was spricht dagegen, Standardadressdaten (Name und Telefonnummer im Büro) auch für private Smartphones zur Verfügung zu stellen. Denn eins muss jedem klar sein.Schon vor den Zeiten der Smartphones wanderten diese Daten außer Haus. Aber auf Papier. Und mal ehrlich, wer hat schon mal versucht ein privates Adressbuch aus der Ferne zu löschen, wenn es gestohlen wurde?

Eben. So gesehen bietet ein Dienst, den ich privat auch nutzen kann sogar eine höhere Sicherheit, da ich den Dienst auch jederzeit sperren kann, sollte ein Datenleck auftreten. Ich glaube nicht, dass es gut für das Betriebsklima wäre, würde man am Ausgang alle Terminkalender, Aktentaschen und Filofaxe abnehmen und auf Bürodaten prüfen. Zumal da die Quote wahrscheinlich nahe an 100% liegen dürfte.

Also, Sicherheit, Datenschutz ja, aber mit Augenmaß und Verstand, sonst behindert die Angst vor Datendiebstahl und schadet mehr, als der Diebstahl selbst. Und letztlich. Wer stehlen will, wird es tun. Aber diejenigen, die arbeiten wollen, werden an ein zu viel an Sicherheit behindert.