Die zwei Reputationen des Mitarbeiters. Warum man beide kennen sollte.

Viele denken, das Ansehen, die Kenntnisse ihres Mitarbeiters wären klar. Man hat es ja in den hausinternen Systemen erfasst, erlebt in der täglichen Warnehmung, wo die Stärken und Schwächen liegen und kann den Mitarbeiter, sei er Untergebener oder Kollege gut einschätzen. Das ist aber ein manchmal sehr großer Irrtum.

Wir gehen immer noch davon aus, dass sich der Arbeitnehmer innerhalb seiner bezahlten Tätigkeit engagiert, weiterbildet, seine Fähigkeiten und Kenntnisse voll einsetzt. Dabei übersehen wir einen wichtigen Punkt. Durch immer weiter automatisierte und formalisierte Arbeitswelt, ist es den Mitarbeitern oft weder möglich noch gestattet, ihr volles Potential auszuleben. Gerade Mitarbeiter mit kreativen Fähigkeiten, schöpferische und erfinderische Menschen suchen sich immer häufiger Erfüllung außerhalb des 9-17 Uhr Berufs, der Querdenken und Sprengen von Prozessrahmen häufig gar nicht mehr zulässt, sondern alles in ein formales Korsett zwängt.

Selbst Verbesserungsvorschläge durchlaufen manchmal so komplexe Prozesse, dass der einzelne häufig ob der Hürden und Dauer resigniert.

So kann es durchaus sein, dass Mitarbeiter sich ehrenamtlich engagieren, aber auch, dass sie sich im Privaten Kenntnisse aneignen und Talente entwickeln, die zwar für das Unternehmen interessant sein könnten, aber mangels Kenntnis und/oder Möglichkeiten gar nicht bekannt sind. So mag der eine oder andere Sachbearbeiter ein Vortrags- oder Schulungstalent besitzen. Es kann der scheinbar stille Kollege in seiner Freizeit technische Kenntnisse entwickeln oder sich Programmiersprachen aneignen, die im Moment im Unternehmen nicht gebraucht werden, aber dann in der Zukunft, wenn denn mal der Skill notwendig wäre nicht bekannt sind.

Gerade im Social Media Umfeld, in dem die eigene Expertise unabhängig von irgendwelchen Dokumenten etwas gilt, in dem oft in Blogs sehr versiert und kenntnisreich Artikel verfasst werden und spannende Diskussionen angeregt werden, sollte man sich bewusst sein, dass bei mangelnder Wertschätzung des Mitarbeiters mit seinen verschiedenen Talenten dieser sie nicht nur im Privaten auslebt, sondern das ein um andere Mal daraus auch eine zweite Karriere entsteht. So manches scheinbar stille Wasser ist in der Social Media Szene oder in einem technologischen Themengebiet ein Wortführer, ein Influencer. Möglicherweise sogar in einem Bereich, der für das Unternehmen von großem Wert sein könnte. Zum Beispiel ist ein spannender Aspekt die Personalsuche, die ja in verschiedensten Skillumfeldern operieren muss. Wenn schon nicht der eigene Mitarbeiter mit verborgenen aber gebrauchten Talenten entdeckt wird (die meisten Skillerfassungssysteme interessieren sich nur für das, was offensichtlich im Moment gebraucht wird und blicken nicht, was ich für viel wichtiger halte in die nahe und fernere Zukunft), dann kann es durchaus sein, dass er als Influencer andere auf das Unternehmen aufmerksam  machen kann oder gar als ausgewiesener Experte in einem Feld zum Aushängeschild für das Unternehmen werden.

Wir  müssen uns immer mehr bewusst werden, dass wir nicht mehr Privat und Beruf so streng trennen können. Je formalisierter für die Menschen ihr Alltag und gerade ihr Berufsalltag wird, je weniger sie noch selbstbestimmt arbeiten dürfen, um so mehr drängt es viele, sich in der Freizeit selbstbestimmt zu entfalten. Und mit sinkender Bedeutung der eigenen Tätigkeit ist gerade für talentierte Menschen die Entfaltung ihrer Talente in der Freizeit von immer größerer Bedeutung. Hier zu fördern und auch das Engagement jenseits des Arbeitsplatzes zu wertschätzen bzw. auch verborgene Talente zu erlauben kann ein unschätzbarer Fundus für ein Unternehmen sein. Möglicherweise ist dann der stille Entwickler plötzlich ein versierter Vortragender, der brave Sachbearbeiter ein talentierter Entwickler.

Die verborgenen Talente in Unternehmen liegen im Moment noch brach. Es wird die Zeit und die Demographie zeigen, ob hier die HR Abteilungen aufmerksam werden bzw. es ermöglichen, dem Mitarbeiter mehr Freiräume zu schaffen, um sich auch im Beruf wieder zu entfalten. Das geht zwar in kleinen Unternehmen und Startups oft gut, aber je größer der Konzern, um so formaler wird gearbeitet und um so weniger interessiert die Person jenseits der Humanressource.

Amazon verschmilzt Lovefilm und Prime in Deutschland

2014-02-21 09_13_50-AmazonAuf der Homepage von Amazon läuft ein Countdown. In fünf Tagen soll das Angebot von lovefilm in Amazon Prime aufgehen. Bestehende Prime Nutzer erhalten das erste Jahr kostenlos, danach werden für alle 49 Euro im Jahr fällig. Ich persönlich bin Prime Nutzer und halte das Angebot für mehr als fair.

Das heißt: Unbegrenztes Streaming von mehr als 12.000 Filmen und Serienepisoden. Leider noch nicht via Android App aber immerhin auf XBox, Playstation oder geeignete SmartTV Systeme. Damit kann ich dieses Angebot via XBox nutzen.

 

Alternativen zu Whatsapp

Facebook kauft Whatsapp. Vielleicht für den einen oder anderen der Moment, sich mal nach einem anderen Messenger Client umzusehen. Wer Wert auf Datenschutz legt, dem sei Threema ans Herz gelegt.

Dieser Client verschlüsselt Kommunikation nicht nur, er bietet auch verschiedene Vertraulichkeitsstufen. Von unsicher, weil nur als Kontakt bekannt bis hin zu sehr vertrauenswürdig. Dabei erfolgt die Validierung bei sehr vertrauenswürdig über persönlichen Kontakt und den Austausch eines QR Tokens.
Insgesamt ein deutlich sichereres Konzept als Facebook Chat oder eben Whatsapp.
Daneben gibt es natürlich auch noch Services wie den BlackBerry Messenger und Google Hangouts aber gerade wegen des Aspekts der Verschlüsselung und der verschiedenen Stufen an Vertrauenswürdigkeit eines Kontakts empfehle ich, die paar Euro zu investieren. Alternativ gibt es noch myenigma, wobei ich gefühlt mehr Kontakte in Threema finde. Das ist auch das wichtigste Kriterium, falls ihr euch einen Wechsel überlegt. Einen Messenger nutzen, bei dem ihr keinen eurer Kontakte findet, bringt herzlich wenig.

Allerdings, bevor hier jemand voreilig Whatsapp löscht. Wir sollten das ganze etwas entspannter sehen. Immerhin wurde auch Instagram von Facebook gekauft und dennoch als eigenständiger Dienst bestehen gelassen. Ich erwarte das auch für Whatsapp. Vermutlich werden aber Features von Whatsapp auch in den Facebook Chat integriert werden bzw. möglicherweise gar Facebooks Chat durch die Technologie hinter Whatsapp ersetzt.

Auf jeden Fall rechne ich mit einer engeren Verzahnung bei gleichzeitigem Fortbestand von Whatsapp als eigenem Service.

Und hier noch die Links zum Android Store für Threema und einige andere interessante Clients, unter anderem mit myenigma und telegram zwei weitere Clients mit hoher Verschlüsselung.

[appbox googleplay ch.threema.app]

[appbox googleplay com.google.android.talk]

[appbox googleplay com.sgiggle.production]

[appbox googleplay kik.android]

[appbox googleplay com.qnective.myenigma]

[appbox googleplay org.telegram.messenger] 

[appbox googleplay com.viber.voip]

[appbox googleplay com.skype.raider]

[appbox googleplay com.kakao.talk]

[appbox googleplay com.palringo.android]

[appbox googleplay com.ebuddy.android.xms]

Facebook kauft Whatsapp

Soeben kommt es über verschiedene amerikanische Seiten. Facebook kauft Whatsapp für 19 Milliarden Dollar. Davon 16 Milliarden in Cash und Aktien sowie weitere knapp 3 Milliarden in Vorzugsaktien für die Whatsapp Mitarbeiter.

Vermutlich wird Whatsapp wie Instagram zunächst autonom bleiben. Aber das ist schon eine Ansage, zumal damit potentiell ein riesiger neuer Nutzerstamm den Wert von Facebook für die Börsen deutlich steigern wird.

Rezension „Multiplayer, gefährliches Spiel“ von Jannis Becker

multiplayerEin Buch über die Gefahren des Online Rollenspiels. So war mein erster Gedanke, als ich den Titel las. Aber „Multiplayer, gefährliches Spiel“ dreht sich eigentlich sogar recht wenig um das Spiel .Im Laufe der Erzählung,die sich um die Hauptperson Finja dreht wird das Rollenspiel immer mehr zu einer etwas irritierenden Einfügung in eine ansonsten eher von den Beziehungsnöten einer jungen Frau handelnden Geschichte. Erst zum Schluß wird dann daraus auch wirklich das, was ich eigentlich die ganze Zeit erwartet hatte, ein Thriller.

Der gesamte Rest des Buches handelt mehr von den Problemen einer jungen Frau, die sich in ihrem Beruf nicht wirklich wohl fühlt, mit ihrem Aussehen zu kämpfen hat und dann, und das fand ich in der Art der Einführung etwas überraschend, sich in Abenteuer mit Männern stürzt. Das Abtauchen in die virtuelle Welt des Spiels ist, so hatte ich den Eindruck eine eher nicht wirklich handlungsrelevante Ergänzung der Geschichte. Über ihren Rollenspielcharakter erfährt man zwar ein wenig darüber, wie Finja sich in der virtuellen Welt gibt, aber die direkte Verbindung zur Handlung hat mir dann doch in Teilen gefehlt. Wer mit „Multiplayer, gefährliches Spiel“ einen Thriller oder einen Roman über die Gefahren des Online Rollenspiels erwartet, wird enttäuscht sein.

Insgesamt ist das Buch gut geschrieben und zeichnet ein Psychogramm einer jungen Frau, die vom Leben nicht gerade verwöhnt wird, die mit einem unfairen Chef und unsympathischen Kollegen zu kämpfen hat. Dann ist da noch ein Verehrer namens Ben, der ihr hinterherläuft. Der Fokus der Handlung liegt also viel deutlicher in den realen Konflikten und das Videospiel stellt quasi nur ein Ventil dar, eine Flucht in eine kontrollierte und kontrollierbare Welt. Direkte Bezüge aus den Rollenspielereignissen in die reale Welt vermisst man aber weitgehend.

Etwas gestört hat mich zudem, dass der einzige Zusammenhang zwischen der realen Welt der Finja und dem Rollenspiel wieder mal darüber gezogen wird, dass sich eine schüchterne Frau (immerhin mal eine Rollenspielerin, nicht ein Rollenspieler) in der Rollenspielwelt auslebt, weil sie scheinbar in der realen Welt Probleme hat, einsam ist. Das ist aber leider ein ganz übles Klischee, das eigentlich gerade in einer solchen Geschichte nicht so simpel übernommen werden sollte.

Man kann den Roman als gute und leichte Unterhaltungsliteratur einsortieren, das Thema Online Rollenspiele ist aber nicht wirklich in die Handlung integriert, vielmehr geht es um einen Prozess der Selbstfindung, des Auseinandersetzens mit den eigenen Unsicherheiten und dem Platz in der Welt. Das Buch an sich ist nicht schlecht, wenn man sich nicht thematisch einen Thriller in der Welt der Online Rollenspiele erwartet. Wer sich für ein Psychogramm und die Entwicklung einer jungen Frau, die durch äußere Umstände eine Außenseiterrolle innehat interessiert, der dürfte dem Roman einiges abgewinnen können. Es ist leichte Kost, die aber das angeteaserte Titelthema nicht wirklich umsetzt.

Alles in allem 3 von 5 Sternen (2,5, gäbe es Kommasterne 😉 )

MULTIPLAYER – Gefährliches Spiel
Roman
von Jannis Becker Seiten: (ca.) 456
Erscheinungsform: Originalausgabe
Erscheinungsdatum: Feb 2014
ISBN: eBook 978-3-95520-467-9
Format: ePUB

Erhältlich als direkt beim Verlag
Für Kindle Nutzer gibt es das Buch auch bei Amazon

Mein Dank gilt DotBooks und Blogg dein Buch für die zur Verfügungstellung des Rezensionsexemplars.

 

Meine Spielempfehlung: The Room 2

theroom2

Es gibt Spiele, die leben von den gestellten Rätseln. Andere von der Action. The Room 2 ist hier eine Mischung aus fantastischen Grafiken, einer beklemmend spannenden und gelungenen Atmosphäre und sehr kniffligen Rätseln.

Wer auch nur ansatzweise Freude am Lösen komplexer Puzzles hat, wer Rätsel und versteckte Geheimnisse liebt wird an „The Room 2“ dem Nachfolger des legendären Spiels „The Room“ seine helle Freude haben.

Wundervolle Grafiken stellen einen Raum mit verschiedenen mysteriösen Kisten dar, die versteckte Türen, Schlösser und Symbole tragen, und die sich immer weiter in eine magische Tiefe voller Geheimnissen öffnen. Dabei entschlüsselt man Rätsel um Rätsel, macht sich auf die Suche nach fehlenden Teilen, öffnet versteckte Türen und dringt immer tiefer in die verschlüsselte Geschichte des Artefakts ein.

Durch stimmungsvolle Vertonung, unglaublich schöne Grafiken und spannende Rätsel weiß „The Room 2“ wie schon der Vorgänger „The Room“ über Stunden, ja Tage zu fesseln.

Unbedingt ansehen, der Preis von knapp 3 Euro lohnt auf jeden Fall.

Und wer schon „The Room“ nicht kennt, es gibt das Spiel im Moment für knapp ,90 Cent und auch schon die erste Version lohnt sich definitiv.

 

[appbox googleplay com.FireproofStudios.TheRoom ]

 

[appbox googleplay com.FireproofStudios.TheRoom2]

Ein Bluetooth Headset der besonderen Art

20140209_094827
Die zwei Hörer sehen größer aus, als sie sind, die großen runden Außenteile sind für die Bedienelemente und den Tragekomfort, eigentlich verbergen sich dahinter in Ear Hörer

Ich nutze schon seit einiger Zeit Bluetooth Headsets, da ich es angenehmer finde, mich nicht dauernd im Kabel zu verhaspeln oder es mühsam wieder entknoten zu müssen, wenn ich es mal in der Eile „nur so“ in die Tasche gestopft habe.
Allerdings sind die meisten Bluetooth Stereo Headsets doch ordentlich teuer und beginnen meist ab 50 Euro aufwärts. Bei mobilefun.de habe ich aber einen Kopfhörer entdeckt, der sich nicht nur durch einen Preis deutlich unter 50 Euro sondern auch durch ein besonderes Design auszeichnet. Das Avantree Jogger ist für knapp 31 Euro wahrlich nicht teuer für ein Stereoheadset, das zusätzlich auch noch eine Freisprecheinrichtung beinhaltet.

20140209_100032
Wie man sieht, wird der Bügel über den Nacken geführt, und durch eine leichte Eigenspannung hält das Konstrukt sehr gut, ohne sich unangenehm anzufühlen.

Das Pairing des Headsets mit dem Smartphone gestaltet sich denkbar einfach. Auf dem Teil, der die drei Buttons beinhaltet lange auf den mittleren Knopf drücken, bis dieser wechselnd in blau und rot blinkt. Dann erscheint der Höhrer auf dem Smartphone als aufgefundenes Gerät und kann gekoppelt werden.Der Bügel, der die beiden Hörer miteinander verbindet, ist elastisch und wird, im Gegensatz zu dem, was man erwarten könnte hinten über den Nacken geführt. Dadurch erzeugt der flexible Bogen eine leichte Spannung, die die beiden Hörer leicht gegen die Ohren presst.

Aber keine Sorge, das ganze fühlt sich in keiner Weise unangenehm an, eher doppelt sicher, weil ich nie das Gefühl bekomme, die Ohrstöpsel könnten z.B. während des Joggens aus den Ohren rutschen.

Der Klang ist natürlich nicht ganz so brilliant, wie bei den teureren In Ear Kopfhörern, aber für den alltäglichen Gebrauch mehr als akzeptabel. Wer Wert auf absolute Brillianz legt, sollte zu etwas teurerem greifen. Für mich persönlich ist das Preis- Leistungsverhältnis von Tragekomfort, Klangleistung und Preis wirklich sehr gut.

Der Akku des Kopfhörers hält ca. 8 Stunden, insofern auch dies eine akzeptabel Zeit. Leider ist der Ladeanschluß proprietär, so dass man auf das mitgelieferte USB Kabel zurückgreifen muss, das man aber wiederum an jedes Standard USB Ladenetzteil anschliessen kann.

image
Die in Ear Stöpsel passen recht gut, schließen das Ohr aber nicht ganz ab. Hier muss man ein wenig probieren bis sie passen

Auch mit den Kritikpunkten Klangbrillianz und Ladefunktion ist das Headset aber für mich dennoch eine Empfehlung, da man für diesen guten Preis kaum vergleichbares am Markt finden dürfte.

Aus eigener Erfahrung finde ich es auf jeden Fall wichtig, dass die Verbindung zwischen den beiden Kopfhörermuscheln so kurz wie möglich ist, da man sich sonst auch ohne Kabelverbindung mit dem Smartphone oder MP3 Player gerne im Kabelgewirr verheddert. Und man sollte auch stets prüfen, wie gut die Kopfhörer sitzen. Auch wenn es albern aussehen mag, solltet ihr welche im Laden testen, hüpft mal eine Weile damit, gerade wenn ihr sie fürs Joggen verwenden wollt. Denn nur wenn die dann nicht verrutschen oder gar herausfallen, lassen sie sich auch beim Joggen angenehm tragen. Und für die Avantree Jogger Hörer ist das auf jeden Fall gewährleistet.

 

Der 3D Druck ist noch lange nicht so weit. Oder was ich mir davon erwarte.

wpid-IMAG0383.jpgEs ist der große Hype. 3D Druck, jeder wird zum Produzenten.

Ich denke aber, das ist ein Hype, der wieder verebben wird und erst in ein paar Jahren, ähnlich wie die Tablets neu aufersteht.

Warum sehe ich das so? Nun, wie viele Hypes beruht die Aufregung im Moment auf der Vision des möglichen. Und darauf, dass eine große Gruppe von Geeks alle möglichen Experimente mit 3D Druck macht und damit herumspielt. Aber es gibt verschiedene Faktoren, die zeigen, dass es noch ein weiter Weg ist.

Zum einen sind wirklich gute 3D Drucker immer noch zu teuer.

Und dabei verlange ich von einem guten, sinnvollen 3D Drucker folgende Aspekte:

Preis irgendwo um die 300-400 Euro (der normale Kunde hört Drucker und erwartet solche Preiskategorien wie bei normalen Druckern).

Möglichkeiten: Es sollten größere Objekte realisierbar sein. Also zum Beispiel auch größere Einzelteile für den Ersatz von kaputt gegangenem. Man sollte ganze Spielzeuge drucken können. Und hier gleich der nächste Punkt. Es müssen unterschiedliche Materialien sein und der Rohstoff darf nicht übermäßig teuer sein.

Bedienbarkeit: Wir erinnern uns, wer den Tablet Hype neu angestoßen hat? Bill Gates hat schon Anfang der 2000er Jahre Tablets gezeigt, auch welche ganz ohne Tastatur, nur mit Touchscreen. Aber erst durch Apples IPad began der Siegeszug. Ein 3D Drucker muss sehr einfach sein, leicht zu bedienen, im Prinzip ähnlich leicht, wie ich einen Text ausdrucken kann. Und es müssen unterschiedliche Materialien möglich sein. Ja, das halte ich für sehr wichtig, denn nicht alles, was aus Plastik druckbar ist, macht auch Sinn. Manchmal sollte es ein Metallobjekt sein, insofern sind verschiedene Materialien die verschiedenen Tintenfarben des 3D Drucks. Und gerade der Durchschnittsnutzer will sich keine Gedanken über Materialwechsel oder ähnliches machen müssen. Er will das gewünschte Objekt an den Drucker schicken und das fertige Ergebnis entnehmen (Wer den Replikator aus Star Trek kennt weiß, was ich meine…)

Und die Drucker sollten auch „gut aussehen“. Sie sollten natürlich keine Design Preise gewinnen müssen, aber ich will mir nicht ein Gestell aus Stäben, Kabeln und Platinen in mein Homeoffice stellen ( na ja, ich als Person schon, aber da haben wir halt wieder mal das Erzähler ich, denn „Ich“ der Kunde hat da ganz andere ästhetische Ansprüche als ICH der Geek)

Nicht falsch verstehen, ja, 3D Druck ist die Zukunft. Aber diese Zukunft liegt meines Erachtens noch mindestens 7-10 Jahre vor uns.