Wir leben in einer „Mimimi“ Kultur

Mimimi, das ist das Meme für jemanden, der sich missverstanden fühlt, sich beklagt oder einfach meckern möchte über etwas, das eigentlich gar nicht erwähnenswert wäre.

Und genau das umschreibt für mich uns Deutsche. Wir beklagen uns viel lieber über etwas, als positives zu sehen. Wir denken unglaublich gerne in schwarz und weiß. Wenn ich Öko bin, dann muss ich Technik böse finden. Wenn ich Vegetarier bin, dann muss ich messiatisch gegen alle pösen Fleischfresser vorgehen.

Jedes Verhalten wird gleich zur Glaubenslehre erhoben und ohne Regelung, Festlegungen und heftigstes Mimimi, wenn sich einer nicht dran hält geht es nicht. Deutschland hat das Netz als digitalen Schrebergarten entdeckt, in dem man dem anderen wunderbar vorhalten kann, dass er nicht nach den Regeln der „Peer-Group“ lebt. Da „der andere“ aber nicht vor einem steht, kann man das gleich auch noch auf die unflätigste, verletzendste und meist unfairste Art tun.

Und immer noch ist es deutsche Unkultur, bei allem, was schief geht nicht nach einer Lösung zu suchen, sondern erst mal die Schuldigen zu finden. Bringt zwar überhaupt nicht weiter, lässt aber einen selbst erhaben wirken. Ich war es ja nicht, er war schuld. So what? Das interessiert mich nicht, ich will ein Ergebnis, und wenn das wegen Fehlern nicht erreicht wurde, dann will ich nicht wissen, wer den Fehler gemacht hat, sondern wie man ihn behebt.

Auch immer wieder gerne genommen, diese bösen Smartphones, die angeblich die Sprachkompetenz zerstören, unaufmerksam und assozial machen. Wir sind halt eine „Früher war alles besser“ Gesellschaft, auch wenn diese Aussage eigentlich in den meisten Fällen nicht stimmt. Aber statt neue Technologien anzunehmen kommt erst mal das reflexartige Mimimi zum Vorschein, weil ja das alles so kompliziert, schlimm, böse, unsere Kinder verrohend ist. Seltsam nur, dass jede Jugend das über irgendwas gesagt bekommen hat und jede Jugend dann doch noch ganz vernünftig groß geworden ist. Leider liebe Leute hat von Einzelfällen auf alle schließen noch nie funktioniert und wird es auch nie.

Ganz klar, wer Egoshooter spielt, ist potentieller Amokläufer. Aber gilt das dann nicht auch für jeden, der zu Fuß geht? Der etwas isst? Der in die Schule geht oder gegangen ist? Wir vergessen viel zu oft den Unterschied zwischen Kausalität und Koinzidenz. Ersteres wäre vernünftig, letzteres wird in den Medien kolportiert.

Ich bin ganz entschieden für weniger #Mimimi und mehr #Flausch

Die Fremdbildlüge

Lange Zeit hat mich der Begriff des Fremdbilds gestört. Ich wusste nur nicht genau warum. Waren es die versteckten Konnotationen, die da mitschwangen? War es die Subjektivität, die mich störte.
Letztlich bin ich zum Schluss gekommen, dass es die dahinter liegenden Annahmen sind. Wer das Fremdbild als Mittel zur Selbsteinschätzung nimmt, muss sich immer damit auseinandersetzen, wer dieses Fremdbild liefert. Und da liegt das große Problem. Es passiert äußerst selten, dass die Person, die mir ein Bild meiner eigenen Persönlichkeit liefert selbst komplett objektiv, uneigennützig un ehrlich ist.

In Wirklichkeit sollte ich in den meisten Fällen das Fremdbild sehr vorsichtig interpretieren, oder besser erst gar nicht zu ernst nehmen. Warum denke ich so?

Nun, dafür gibt es einige Gründe.
Zum einen leben wir in einer Umwelt, in der uns dauernd Fremdbilder präsentiert werden, meist indirekt und versteckt, in dem uns vor Augen geführt wird, wie wir sein sollen. Die Werbung ist der direkteste Fremdbildlügner. Wir sollen konsumieren, uns für die neuesten Techniken interessieren, jeden Kosmetikblödsinn kaufen um jugendlich auszusehen, Convenience Food kaufen, weil wir ja angeblich so wichtig und ausgelastet sind, dass Kochen reine Zeitverschwendung wäre.
Dabei macht vieles, was Menschen sich ins Gesicht schmieren oder zu uns nehmen uns nicht gesünder, schöner, fitter, sondern eigentlich nur krank. Und auch im Alltag hören wir viel zu oft auf die Fremdbilder von Kollegen, Nachbarn, Vorgesetzten, Medien. Es wird uns gesagt wir sollten Karriere machen, wir müssten uns auf eine bestimmte Art verhalten, etwas bestimmtes denken um erfolgreich, klug oder auch nur brav zu sein.

Warum hören wir nicht mehr auf uns selbst? Schließlich behauptet die Presse doch permanent, wir würden immer mehr zu einer Gesellschaft der Egoisten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn gerade durch diese Behauptung zwingt man insgeheim dazu, über das eigene Selbstbild nachzudenken, eigene Werte und Vorstellungen permanent zu hinterfragen und sich immer mehr an dem zu orientieren, was Fremde zu uns sagen ergo am Fremdbild.

Ich halte es für eine der großen Lügen unserer Zeit, dass wir vermittelt bekommen, unser eigenes Bild von uns selbst wäre gestört, unehrlich und ungenau. Wer wenn nicht wir selbst kennen unsere Stärken und Schwächen, unsere dunklen Geheimnisse und großen Leidenschaften? Man redet uns ein, wir wären psychisch nicht dazu in der Lage, uns selbst einzuschätzen und beweißt es an an all den Fehleinschätzungen, die Menschen in Experimenten machen. Was man dabei vergisst. Genau die gleichen Fehleinschätzungen führen zu den Fremdbildern die andere von uns haben. Ich behaupte, wer sich auf Fremdbilder mehr verlässt, als auf das eigene Wissen über einen selbst, der wird mit der Zeit nur noch zu einer Marionette seines Umfeldes. Denn wer glaubt denn, dass andere mich uneigennützig beurteilen oder auch nur objektiv. Da spielen eigene Erfahrungen, eigene Ideale und Wertvorstellungen mit hinein. Wenn nun diese aber aus der persönlichen Erfahrung meines Gegenübers resultieren, ist ja gerade das Fremdbild NOCH ungenauer, da es zum einen nicht meine ganze (Lebens)Geschichte mit einbeziehen kann, zum anderen durch die Erfahrungen meines Gegenübers gefärbt ist.
Oder was zum Beispiel für die Werbung gilt, aber auch für viele Menschen, die mich zu einer bestimmten Handlung bringen wollen, es interessiert überhaupt nicht wer ich bin oder was meine Ziele sind, es interessieren die Ziele und Wünsche des Auftraggebers oder desjenigen, der mich beeinflussen will. Eine extrem pervertierte Art, wie man das Selbstbild einer Person hinterfragen und durch ein völlig falsche Fremdbild ersetzen kann zeigt sich in all den Sekten wie Scientology, die gerade darauf hinarbeiten, dass ich mich selbst nicht mehr einschätzen zu können glaube.

Insofern, vertraut wieder mehr auf euch selbst, auf eure Talente und Fehler. Denn wer sich selbst gut kennt, ist viel zufriedener und kennt auch seine Grenzen. Ich wage zu behaupten, dass dies eine hervorragende Burn Out Prävention ist, wenn man mal die ganzen Fremdbilder einfach ignoriert und sich selbst wirklich mal am nächsten ist.

C.G. Jung, sagt hierzu in „Bewusstes und Unbewusstes“:
Wer in den Spiegel des Wassers blickt, sieht allerdings zunächst sein eigenes Bild. Wer zu sich selber geht, riskiert die Begegnung mit sich selbst. Der Spiegel schmeichelt nicht, er zeigt getreu, was in ihn hineinschaut, nämlich jenes Gesicht, das wir der Welt nie zeigen, weil wir es durch die Persona, die Maske des Schauspielers, verhüllen. Der Spiegel aber liegt hinter der Maske und zeigt das wahre Gesicht. Dies ist die erste Mutprobe auf dem inneren Wege, eine Probe, die genügt, um die meisten abzuschrecken, denn die Begegnung mit sich selber gehört zu den unangenehmeren Dingen, denen man entgeht, solange man alles Negative auf die Umgebung projizieren kann.

Man könnte auch sagen: Es fällt uns viel leichter, uns von den Meinungen und Fremdbildern anderer abhängig zu machen, als ehrlich und offen mit uns selbst und unserem Wesen umzugehen. Aber durch diese Unehrlichkeit werden wir immer unehrlich auch zu unserer Umwelt. Und da wir in einer Gesellschaft leben, die sehr viel Wert auf die Einbeziehung des Fremdbildes legt, werden wir qua definitionem auch immer unehrlicher in der Entwicklung unseres Fremdbildes von anderen.

Die klarsten Manifestationen dieses Misstandes sind die Einschätzungen, die wir immer wieder hören können über „die Ausländer“, „die Arbeitslosen“, „die Behinderten“. Alles Fremdbilder über eine ganze Bevölkerungsgruppe, alle scheren über einen Kamm und alle sind in den meisten Fällen schlicht falsch.

 

Aber bequem.

 

 

 

Android Wear ist da und Motorola zeigt, wie eine elegante Smartwatch aussehen muss

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Das folgende Video zeigt die Gestern angekündigte  Android Version für wearable devices, die in ersten Konzepten auch von Motorola und LG im zweiten Quartal auf den Markt kommen soll. Die Smartwatch wird sowohl über Spracheingabe (Stichwort Ok Google) als auch über Gesten gesteuert und lehnt sich sowohl in Features als auch in Design stark an Google Now an und bestätigt meine Vermutung, dass Google Now immer mehr zur Universaloberfläche für Android devices wird. Die ersten Entwürfe auf jeden Fall sind vielversprechend.

Und noch etwas zum Design einer zukünftigen Android Smartwatch von unter anderem Motorola, LG, Fossil (!!) und anderen.

Ein rollender Roboter: TrekBot

Ich sammle ja Roboter aller Art. Zu der erschwinglichen, wenn auch nicht billigen Kategorie gehören die Roboter von DeskPets.

Seit längerem habe ich bereits den Tankbot in meiner Sammlung. DeskPets Roboter sind von der Größe ideal, um auch auf dem Schreibtisch fahren u können (Nomen est Omen). Auch der Trekbot gehört zu dieser Kategorie. Was in aber insbesondere auszeichnet ist die besondere Variante des Antriebs. Er läuft auf zwei großen Rädern und sein Chassis ist darin quasi aufgehängt, so dass es sich frei drehen kann.

Durch den Winkel, in dem die Räder stehen, besitzt der kleine Roboter ein paar ganz besondere Fahreigenschaften, die man im beigefügten Video recht gut sehen kann

(hab hier mal ein Produktvideo eingefügt, da ich selbst, um alle möglichen Tricks zu zeigen noch ein bisschen üben muss 😉  ). Gesteuert wird der Roboter entweder über ein Modul, das auf den Audioausgang des Smartphones gesteckt wird, oder über eine Fernsteuerung, die gleichzeitig auch als „Ladekabel“ zum USB Port eines Notebook oder einem entsprechenden Ladegerät führt.

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Hiermit kann man den Roboter auch fernsteuern und aufladen.
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Auf den Audioausgang gesteckt, wird der Roboter mit diesem Adapter via Smartphone gesteuert.
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Klein aber oho, der Winkel der Räder führt dazu, dass er bei normalen Bewegungen stabil fährt, bei abrupten Stops aber auch Loopings dreht.

Um den Roboter via Smartphone zu steuern bietet DeskPets sowohl für Android als auch für IOS eine kostenlose App an, die auch die Kopplung von Roboter und Smartphone Schritt für Schritt erklärt.

Ach und ja, wer den „Sinn“ eines solchen Roboters hinterfragt, der sollte unbedingt mal seine Spaßeinheit untersuchen lassen. Denn genau dafür ist der kleine wendige Roboter da. Um Spaß zu haben. Und diese Aufgabe erfüllt er mit Bravour.

Und wenn man mehrere dieser Roboter hat, kann man auch kleine „Roboterkämpfe“ austragen. Die einzelnen Roboter operieren auf unterschiedlichen Funkfrequenzen, so dass sie sich nicht gegenseitig stören.
Zu haben ist der kleine Roboter unter anderem bei mobilefun.de für knapp 36 Euro. Nicht ganz billig aber mit hohem Spaßpotential.

 

Techniktrends 2014, etwas neues und viel bekanntes

Nachdem jetzt auch die CeBIT ins Land gegangen ist, wage ich mal wieder eine Prognose dessen, was wir für 2014 und den Jahreswechsel von den großen Playern erwarten dürfen.

1) Wearable is here to stay

Wir erleben gerade einen regelrechten Hype um alle möglichen Variationen von Wearable Devices.
Noch halte ich die bisherigen Konzepte mit ganz wenigen Ausnahmen nicht für geeignet, den Massenmarkt zu erobern.
Aber die Pebble war schon richtungsweisend, in dem sie zeigte, dass Wearable als Ergänzung eines Smartphones durchaus Sinn macht.

Dabei sollten die Hersteller den Fokus ganz klar auf die Batterielaufzeit setzen und darauf, dass ein möglichst umfassendes Portfolio von Funktionen integriert ist. Denn ich möchte maximal 1 Wearable Device tragen. Ein Fitnessarmband, eine Smartwatch, evtl. noch zu definierende weitere Devices werden vom Kunden nicht angenommen. Insofern ist es ratsam, Erweiterbarkeit und ein App Konzept in die Smart Devices zu integrieren.

2) Quantified self wird nur dann ein Erfolg, wenn der Datenschutz gesichert ist.

Fitnesstracker, dynamische Tagesprotokolle wie Move oder Saga sind eine interessante Art, ein Protokoll über seinen Tag zu führen. Aber die ganze Idee um Quantified Self steht im Moment durch die Ereignisse rund um die #NSA vor der entscheidenden Herausforderung, das, was ich möchte teilen zu können, aber bei allen andern Daten die Sicherheit und den Datenschutz zu gewährleisten. Hier steckt die große Herausforderung in dem zu gewinnenden Vertrauen. Nur wenn ich mir sicher kann, dass meine Daten nicht missbraucht werden, werde ich sie auch liefern.

Und es muss sich aus den erfassten Daten auch ein persönlicher Mehrwert generieren lassen. Das ist im Bereich Fitness unabstreitbar, wenn ich ein automatisches Trainingsprotokoll erstelle, ohne selbst eingreifen zu müssen. Denn das ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Die Erfassung der Daten muss weitestgehend automatisch verlaufen. Ich möchte nicht bei jeder Aktivität Start und Ende signalisieren müssen, das sollte das Device selbst erkennen.

3) Smart Home reloaded

Ein neuer Versuch, das Smart Home zu propagieren startet in 2014. Hierbei muss, um doch noch ein Erfolg zu werden, der Fokus ebenfalls auf Datenschutz gesetzt werden, denn ich möchte nicht, dass ein Hacker meine Heizung plötzlich auf 40 Grad schrauben kann, oder evtl. Überwachungskameras auslesen und Elektrogeräte steuern.

Zudem aber muss ein Smart Home einfach und OHNE Arbeiten am Putz integrierbar sein, sprich, es muss auch möglich sein, Steckdosen durch Aufsätze zu erweitern, das ganze System sollte ohne einen Handwerker installierbar sein. Nur so wird bei der breiten Masse die Akzeptanz da sein. Und natürlich müssen wir hier auch über den Preis reden. Wer Lampen, Steckdosen, ggf. auch Heizungssteuerung aufrüstet, ist bereit, etwas zu investieren. Aber die Grenze für einen breiten Erfolg sehe ich bei unter 1000 Euro für eine KOMPLETTE Installation. Alles darüber hinaus wird für den erzielbaren Effekt definitiv zu teuer.

4) Vernetzte In Car IT

Dies ist ein Trend, den ich für 2014 nur als am Horizont erscheinend halte, der aber sicher weiter an Fahrt gewinnen wird. So schnell werden die Autos nicht verschwinden und insofern wird der Bedarf nach intelligenten In Car Info und Entertainment Systemen weiter steigen. Dabei gilt es, das World Wide Web intelligent und ohne abzulenken zu integrieren. Hier gehe ich davon aus, dass weiterhin vor allem der Beifahrer mit Entertainment bedient wird, während beim Fahrer, so Internet Daten genutzt werden diese in sein Sichtfeld rutschen müssen, ohne zu stören. Projektionen auf die Windschutzscheibe halte ich hier für einen der interessanteren Ansätze.

5) Eine neue Konsolidierungsrunde der Internet Unternehmen

Die letzten Käufe von Yahoo, Facebook, Google und Apple zeigen es. Der Startup Hype der zweiten Blase des Internet nähert sich seinem Ende. Nur wird diesmal wohl nicht zum großen Crash kommen, da viele vielversprechende Lösungen, denen es bislang am Markt mangelte unter die Fittiche der großen Player schlüpfen. Facebooks Acquisition von WhatsApp, Yahoos Kauf von Aviate. Nur zwei Beispiele dessen, was wir in 2014 noch intensiver erleben werden. Die Großen rüsten sich für neue Märkte, in dem sie innovative Köpfe in ihre Unternehmen integrieren.

6) Auch die 3D Druck Branche steht vor einer Konsolidierungsrunde

3D Druck wird sich durchsetzen. Aber nicht in diesem Jahr und höchstwahrscheinlich auch nicht 2015, denn dazu sind die guten Geräte zu teuer und die billigen zu schlecht. Es muss sich hier nicht nur beim Druck, sondern zuforderst auch noch bei der Bedienbarkeit einiges tun. Bis dahin wird einigen der Player auf dem 3D Druck Markt für den Privatanwender die Luft ausgehen. Wer sich als Sieger präsentieren wird, ist unklar. Ich vermute, dass auch diese Firmen in größeren Konzernen einen sicheren Hafen suchen. Erste wirkliche Massenprodukte erwarte ich nicht vor 2017.

Das Leben ist kein Ponyhof?

Den Spruch hört man ja zur Genüge. Aber warum eigentlich? Wer schreibt uns das vor? Bzw. was meint man damit eigentlich?

Wäre das Leben ein Ponyhof, so wären die meisten Menschen wohl enttäuscht, dass es auch dann aus Arbeit bestünde. Das Bild, das den meisten irrigerweise im Kopf herumspuckt ist, dass Ponyhof gleichbedeutend mit nur Spaß und keine Arbeit wäre.

Aber halt. Was ist denn daran eigentlich so falsch? Wer zum Teufel hat uns allen eingeredet, unser Leben müsse, so es etwas wert ist voll Mühsal und Plagerei sein, und Spaß dürften wir nur in wenigen Momenten haben, wenn wir unverantwortlicherweise uns unterhaltsamen Tätigkeiten hingeben?

Mir macht mein Beruf Spaß, ich halte es sogar für sehr wichtig, zumindest so gut es geht Freude an der Tätigkeit zu haben, die man den überwiegenden Teil des Tages ausübt. Und was ist so verwerflich, auch für das Leben an sich ein gerüttelt Maß an Spaß zu fordern?

Es gibt den guten Rat: Wähle, mit wem du dich umgibst und sortiere jene aus, die dich durch Meckerei und Griesgrämerei nur herunterziehen.

Natürlich gibt es Probleme in der Welt. Natürlich ist nicht alles gold, was glänzt (Metaphernalarm). Aber ich bin mir sicher, Veränderungen zum besseren kommen nicht von jenen, die sich dauernd nur beklagen und immer nur das Schlechte sehen. Verbesserung kommt von jenen, die an das Gute glauben und das es sich auf die eine oder andere Art realisieren lässt. Ich behaupte, Spaß am Leben ist elementar wichtig für das Wohlbefinden, die Gesundheit und auch die Gesundheit einer Gesellschaft. Griesgrämerei lässt den Blick nicht nach vorne auf die Chancen wandern, sondern zurück, auf all das Schlimme, das aber bereits VORBEI ist!

Mehr Spaß im Leben oder um im Bild zu bleiben. Ich fordere: Ponyhof für alle, und zwar im positivsten Sinn. Und wem es nicht so gut geht, wer gerade in einer Krise steckt oder meint, nicht weiter zu kommen. Hilfe suchen, jeder hat ein Recht auf Glück im Leben. Manchmal erreicht man es alleine, manchmal Bedarf es Hilfe. Nur sich in Trauer und Zurückgezogenheit leid zu tun und auf die „Kein Ponyhof“ Apolegeten zu hören hilft nicht weiter.

Beste Reste: Eine App gegen die Lebensmittelverschwendung

25ac9b04edbdffa8Tag für Tag werfen wir Deutschen Unmengen von Lebensmitteln in den Müll, obwohl diese noch durchaus essbar wären. Nun will eine neue App Abhilfe schaffen.

Die App „Zu gut für die Tonne!“ verfügbar für IOS und Android sammelt Rezepte für Reste. Dabei greift man auch auf das Wissen so prominenter Köche wie Tim Mälzer, Johann Lichter und Alfons Schuhwerk zurück, die eigene Resterezepte beitragen. Die App ist kostenlos herunterladbar und sehr ansprechend aufgemacht Zur Verfügung gestellt wird die App kostenlos vom  Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und wer nicht über die App die Informationen beziehen will, kann sich auch auf der zur Kampagne gehörenden Webseite https://www.zugutfuerdietonne.de/ . Ich finde, eine gute Idee und ich werde mit Sicherheit mal das eine oder andere Rezept ausprobieren.

Zudem muss ich gestehen. Für eine von einer Bundesbehörde initiierte App ist „Zu gut für die Tonne!“ wirklich gut gelungen. Also jeder der wie ich gerne kocht und versucht, ich betone versucht, möglichst nachhaltig zu leben, der sollte sich diese App mal genauer ansehen.

[appbox googleplay com.bmelv.zgt]

 

 

 

Der Sphero 2.0. Das ultimative Geek Spielzeug

wpid-20140306_114125.jpgWer den Sphero nicht kennt, hat eines der sinnfreisten und gerade deshalb so unglaublich unterhaltsamen Roboter Gadgets der letzten Zeit versäumt.
An Gadgets wie Sphero scheiden sich die Geister. Für manche mag der via Smartphone lenkbare  Ball, der in verschiedenen Farben und Rhythmen leuchten kann und sehr robust daherkommt nicht viel mehr als ein überflüssiges Technikspielzeug sein.

Ich sehe darin viele sehr kreative Möglichkeiten. Denn mal ganz ehrlich. Wir haben uns schon immer mit einfachen Kugeln wundervoll und sehr kreativ beschäftigen können. Haben neue Spiele entwickelt und damit Gemeinsamkeit erlebt. Und genau da knüpft Sphero an. Sphero ist zunächst mal nichts weiter als eine weiße Kugel, in deren Innerem sich ein komplexer Antrieb versteckt, der sich via Bluetooth und Smartphone ansprechen lässt.
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Damit alleine wäre Sphero aber nichts weiter, als ein fernsteuerbarer Plastikball. Deshalb lässt sich Sphero auf dem Smartphone mit verschiedensten Apps zu etwas ganz anderem machen. Da in der Kugel auch noch ein Lagesensor verborgen ist, lässt sich der kleine Ball auch als Steuerung für Spiele auf dem Smartphone einsetzen.
Und last but not least, es macht einfach einen riesigen Spaß, die Kugel zu steuern, Hindernisse zu umfahren, und sich selbst gestellte Aufgaben zu erfüllen.
Hier agiert Sphero wie jedes andere fernsteuerbare Fahrzeug, bietet aber durch die Kugelform zum Teil ganz andere Herausforderungen für den Steuernden.
Die Zahl der Apps wächst stetig, im Moment gibt es in etwa 30 verschiedene Anwendungen, die den Sphero zum Nachtlicht, zum Wecker, zum AR Zombie Jäger machen.
Man kann mit ihm via AR golfen, Bilder malen und vieles mehr. Dabei ist der Ball auch noch wasserfest, kann also auch mit ins Wasser genommen werden und bietet zusätzlich eine spezielle Outdoorumhüllung.

Sehr gut gelungen finde ich die zentrale Basissteuerung, die schon ein Füllhorn an Spielen und Anwendungen bietet und zusätzlich den Sphero in eine amüsante wenn auch etwas abgedrehte Geschichte einbindet.

Insgesamt macht der Sphero unglaublich und unerwartet viel Spaß, und wenn man alle Anwendungsmöglichkeiten zusammennimmt, ist der Sphero zwar kein billiges Vergnügen, aber wer Freude an einem vielseitig verwendbaren Gadget hat, sollte versuchen, ob er die Kugel nicht einmal in einem Laden oder bei einem Freund ausprobieren kann. Aber Vorsicht, Suchtpotential.

Natürlich durften auch meine Kinder den Sphero ausprobieren und sie waren allesamt sehr begeistert und begannen sofort, erste Spiele für ihn zu erfinden. Dazu spornt auch noch das beigelegte Zubehör aus Rampe und Halterung an. Aufgeladen wird die kleine Kugel übrigens induktiv in einer Ladestation.
Und als kleines Schmankerl am Rande. Sphero lässt sich auch über eine Art Basisdialekt oder eine Macrosprache programmieren. Vermutlich werde ich das meinem Jüngsten  zeigen , der ja gerade unbedingt programmieren lernen will.