Facebook kauft Oculus VR für 2 Milliarden Dollar

Auf der Webseite von Oculus VR teilt man mit, dass Facebook das Unternehmen, das für seine innovative und aus einer Kickstarter Kampagne hervorgegangene VR Brille Oculus Rift bekannt ist, für schlappe 2 Milliarden Dollar gekauft hat.
Bleibt abzuwarten, inwieweit die Entwicklung normal weiter laufen wird, und was facebook mit diesem Kauf bezweckt.

Die Oculus Rift hatte bei Kickstarter über eine Million Dollar erzielt und war als Achtungserfolg aus der Finanzierung gegangen.

Erste Reaktionen aus der Entwickler Community gibt es schon. So hat der Erfinder hinter Minecraft Pläne für eine Oculus Rift Version gestoppt, nachdem er von der Akquisition durch Facebook erfuhr.

Nach Aussage von Facebook soll die Oculus Rift weiterentwickelt werden und der Firmensitz von Oculus VR weiterhin im kalifornischen Irvine verbleiben.

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Die Reaktion es Minecraft Entwicklers auf die Übernahme von Oculus VR durch Facebook

 

Mittlerweile hat Markus Persson, der Kopf hinter Minecraft sich in seinem Blog auch nochmals ausführlich zu den Gründen geäußert:

Kurz gesagt Zitat:“ But I don’t want to work with social, I want to work with games.“

Dem ist glaube ich nichts hinzuzufügen.

Kleiner Lautsprecher ganz groß: Der X-Mini 2

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Mini: Der Name ist Programm. Aber nicht beim Klang.

Der nachfolgende Text entstammt der Feder eines lieben Kollegen, Jörg Zimmermann, der, da er bereits den Vorgänger besitzt, der ideale Tester für diesen Lautsprecher ist, da er einen direkten Vergleich anstellen kann.
Das Wort hat Jörg :

Das Soundwunder „X-Mini“ begleitet mich schon seit geraumer Zeit. Als Musiker benötige ich schnell mal einen Lautsprecher für den iPod der in die Jackentasche passt und ein ausreichend differenziertes Klangbild
abgibt. Das hatte ich mit dem X-Mini gefunden.

Was mich bis jetzt störte war:
Der durch die Deckelklappe beschränkte Abstrahlwinkel (man kann also nur  von „vorne“ gut hören).
Dass die Wiedergabe nur Mono ist.
Der X-Mini II brachte Abhilfe: Keine Deckelklappe und mit dem X-Mini I als
Stereopaar verwendbar.

X-Mini II ist etwas größer (siehe Bild) und besitzt keinen kompletten Schutz mehr für den Membran. Dafür wird ein kleiner Stoffbeutel mitgeliefert. Das heißt aber vorsicht mit spitzen Gegenständen in der Tasche oder andere Aufbewahrung finden.

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Der Resonanzraum für den Bass ist deutlich größer, was einen deutlich voluminöseren Bass zur Folge hat. Sehr  gut. Damit ergänzt er den bassarmen X-Mini I. Die Höhen sind weniger stark ausgeprägt und damit wirkt der X-Mini-II etwas dumpfer. Nach etwas Eingewöhnung kann das Gehör sich darauf einstellen. Durch den kugelförmigen Aufbau ist der Klang von allen Seiten her gleich. Direkt von oben kommen die Höhen noch etwas besser zur Geltung.
Der X-Mini II ist aber nur unwesentlich (im Sinne von kaum hörbar) „lauter“ als sein Vorgänger. Hier helfen nur zwei X-Minis.

Die Gewichtsunterschiede sind meines Erachtens nebensächlich, auch wenn sie nominal sehr groß wirken. Dafür wurde die Akkulaufzeit beim neuen Modell nahezu verdoppelt.

 

X-Mini I

X-Mini II

Gewicht

57,4 g

83 g

Maße

65,2 x 50,1 mm

60 x 60 x 44 mm

Lautsprecher Output

2W

2,5 W

Batteriespannung

220mAh

400mAh

Batterieladezeit

1 Stunde

2,5 Stunden

Musikwiedergabe

4-6 Stunden

8-12 Stunden

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Vielen Dank Jörg für diesen ausführlichen und hilfreichen Test. Zu haben ist der XMini 2 wie viele meiner vorgestellten Gadgets bei mobilefun.de für 22,49 €

Ein Tabletständer für Big Size Tablets und sogar Notebooks

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Gebt zu, so zusammengeklappt kommt man schwerlich drauf, was das ist.
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Hier und in den folgenden Bildern ist sehr schön zu sehen, dass der Tabletständer viele verschiedene Positionierungsmöglichkeiten bietet.

Bislang hab ich ja immer Gadgets vorgestellt, die möglichst kompakt sind. Ist auch irgendwie klar, da ich bekennender digitaler Nomade bin und gerne mein Büro im Rucksack oder Messenger Bag mit mir trage. Allerdings fiel mir beim neuesten Trend zu Big Size Tablets jenseits der 10 Zoll doch auf, dass die meisten Tabletständer dafür eher ungeeignet, weil zu schwach oder instabil sind.
Dafür gibts jetzt aber von mobilefun.de Abhilfe: Den Big Size Tablet Ständer, den man auch für Notebooks verwenden kann.

Das ganze ist natürlich nicht mehr ganz so kompakt, lässt sich aber dennoch auf ein sehr transportables Format zusammenklappen. Als ich ein Foto des zusammengeklappten Ständers gepostet habe, war es sehr amüsant mitzuerleben, auf welche Vermutungen die Follower kamen, worum es sich dabei handeln könnte.

Wie bei den meisten Tabletständern ist das Objekt der Begierde eher unspektakulär, aber die Funktionalität überzeugt. Der Ständer lässt sich sinnvoll ab 7 Zoll Tablets nutzen, aber erst für Tablets aber einer Größe von 10 Zoll macht er wirklich richtig viel Sinn. Die Konstruktion ist stabil und lässt sich in verschiedenen Winkeln aufstellen. Das ganze besteht aus gut verarbeitetem Plastik, und die Gelenke und Standfüße lassen sich mühelos ausziehen bzw. aufklappen.

Wer für unterwegs allerdings eine leichtgewichtige Lösung sucht, der sollte sich besser nach etwas anderem umsehen, die Konstruktion, vermutlich auch der benötigten Stabilität geschuldet, wiegt immerhin ordentliche 269g. Wenn aber eines der neuen 12 Zoll Tablets oder gar ein Ultrabook oder Chromebook damit gestützt werden soll, ist dieser Ständer sicher eine gute Wahl, da auch größere Formfaktoren sicher in der Halterung stehen und Tablets sowohl im Hoch- als auch im Querformat stabil stehen (siehe auch Bilder unten). Bei Mobilefun kostet dieser Ständer 17,99€ , was ich für einen angemessenen Preis halte.

An dieser Stelle übrigens auch mal ein Dank an Mobilefun.de, die mir immer wieder interessante Geräte zur Verfügung stellen, um sie zu testen und zu besprechen. Und bisher hatte ich bei der Auswahl weitestgehend Glück, es war noch kein Totalausfall dabei.

 

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Die Fitbit Aria Waage: Vernetzte Gewichte

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Hier hält das Innenleben, was die Verpackung verspricht. Mehr steckt da nicht drin, braucht es aber auch nicht. Die Einrichtung der Aria läuft schnell und problemlos.
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nicht nur funktional, sondern auch im Aussehen weiß die Aria zu gefallen. Sonst sind nützliche Gadgets ja oft von eher fragwürdigem Design.

Es gibt ja selbst für mich Grenzen, bei denen ich mich frage: Muss das? Ist das nicht etwas übertrieben? Aber da ich der Meinung bin, man solle alles erst objektiv betrachten, bevor man etwas ablehnt, war ich gerne bereit, die mir von mobilefun.de zur Verfügung gestellte Körperfettwaage Fitbit Aria zu testen. Zumal ich ja mit dem Fitbit Flex schon erstaunlich gute Erfahrungen gemacht hatte.

 

Als Waage bietet die Aria keine Überraschungen…. Fast. Sie wiegt zuverlässig das Gewicht und wenn man barfuß auf der Waage steht auch noch den Körperfettanteil. So weit so gut. Hat man die Waage über die Windows/MacOS Software oder das Webinterface eingestellt, kann man bis zu 8 weitere Personen erfassen, also auch für die größere Familie geeignet. Spannend wird es, wenn sich jemand auf die Waage stellt, der nicht gespeichert ist. Das interessante ist nämlich, dass die Waage erkennt, wer sich auf ihr befindet. So konnten wir das gleich zu Beginn live miterleben, als sich mein Jüngster, vom Schicken Design und dem neuen Gadget herausgefordert natürlich sofort drauf stellte. Wird nachdem ich  mich gemessen habe zum Abschluß mein Kürzel UH dargestellt, so erschien bei meinem Sohn „Gast“. Warum ist das so wichtig? Nun, ich will ja nicht, dass meine eigenen Ergebnisse, zumal wenn ich die Waage für die Fitness und das Tracking meiner Werte nutzen will, diese verfälscht werden. Dem beugt die Waage sehr elegant vor, auch meine Frau, die sich zu einem Test zur Verfügung stellte wurde als Gast erkannt.

Die Waage geht für die Speicherung der Messwerte ins WLan und lädt die Werte als private Daten auf das Fitbit Konto. Über die Webseite oder eine Smartphone App kann ich so neben meinen Flex Daten jetzt auch noch die Daten der Waage ablesen und analysieren. Wer sich nur gelegentlich wiegt, für den dürfte das etwas oversized sein. Andererseits, gerade da ich mich etwas mehr bewegen und insgesamt fitter werden will ist die Waage eine interessante Ergänzung.

Die Waage arbeitet sehr schnell, stellt man sich auf sie, sind die Werte binnen weniger Sekunden erfasst und werden dann bei bestehender WLan Verbindung auf die Webseite gesichert. Im Vergleich mit anderen Waagen ist die Fitbit recht genau, die Abweichungen bewegen sich im Gramm Bereich.

Die Einrichtung, die via direkter Verbindung und einer Windows Anwendung funktioniert, ist sehr einfach und gut erklärt.

Alles in allem, ja, es ist ein Stück Luxus, sich eine WLan fähige Waage anzuschaffen, aber durch die automatische und einfache Erfassung und die gute Aufbereitung kann ich jedem, der sich ein wenig mehr für Fitness interessiert und erst recht jedem, der ans Abspecken denkt, die Waage nur empfehlen. Einfacher kann man kein Buch über seine Werte führen und gerade wer trainiert und/oder Gewicht verlieren will, der findet mit der Aria eine sehr elegante und einfache Lösung fürs Gewichtstracking.

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Dank dazu gehörender App, kann man alle Fitbit Produkte und deren Werte in einer Anwendung verwalten.

Insgesamt wirkt die Aria durchdacht, mit ein paar interessanten Zusatzfunktionen (die Gast-Funktion hat mich ehrlich überrascht). Mit 112,49 Euro gehört sie ins obere Preissegment bietet für diesen Preis aber auch eine einfache Bedienung, eine genaue Messung und über die Anbindung ans Internet eine gute Möglichkeit zur Auswertung der gemessenen Daten. Wer nur hin und wieder sein Gewicht messen will, für den ist die Waage auf jeden Fall oversized, dem dürfte eine günstige Standardwaage genügen. Aber im Fitness Segment ist die Aria sicher eine Anschaffung wert, gerade wenn evtl. noch mehrere Personen die Waage nutzen. Zusammen mit dem Fitbit Flex oder einem anderen Aktivitätentracker lässt sich so das eigene Fitnessprogramm hervorragend überwachen.

Für alle technisch interessierten Leser hier noch die Produktdetails:

Produkt Details:

  • Kabellose Synchronisation über WiFi
  • Display mit Hintergrundbeleuchtung
  • Bis zu 8 Nutzerkonten gleichzeitig
  • Touchscreen Steuerung
  • Verschiedene Maßeinheiten: lb. kg. st.
  • Betriebszustand: 0–56° C
  • Relative Luftfeuchtigkeit: 0–95%
  • Spritzwassergeschützt und Kondensations beständig

Technische Details:

  • Unterstützt iPhone, iPod Touch, iPad (running iOS 4 & 5)
  • Android
  • Windows Mobile 7+

Batterieanforderungen:

  • 4x Standard 1.5V Größe AA Batterien (inklusive)

Maße:

  • Maße ca.: 31.2cm x 3.34cm x 31.2cm
  • Gewicht ca. : 1.93kg

Wir leben in einer „Mimimi“ Kultur

Mimimi, das ist das Meme für jemanden, der sich missverstanden fühlt, sich beklagt oder einfach meckern möchte über etwas, das eigentlich gar nicht erwähnenswert wäre.

Und genau das umschreibt für mich uns Deutsche. Wir beklagen uns viel lieber über etwas, als positives zu sehen. Wir denken unglaublich gerne in schwarz und weiß. Wenn ich Öko bin, dann muss ich Technik böse finden. Wenn ich Vegetarier bin, dann muss ich messiatisch gegen alle pösen Fleischfresser vorgehen.

Jedes Verhalten wird gleich zur Glaubenslehre erhoben und ohne Regelung, Festlegungen und heftigstes Mimimi, wenn sich einer nicht dran hält geht es nicht. Deutschland hat das Netz als digitalen Schrebergarten entdeckt, in dem man dem anderen wunderbar vorhalten kann, dass er nicht nach den Regeln der „Peer-Group“ lebt. Da „der andere“ aber nicht vor einem steht, kann man das gleich auch noch auf die unflätigste, verletzendste und meist unfairste Art tun.

Und immer noch ist es deutsche Unkultur, bei allem, was schief geht nicht nach einer Lösung zu suchen, sondern erst mal die Schuldigen zu finden. Bringt zwar überhaupt nicht weiter, lässt aber einen selbst erhaben wirken. Ich war es ja nicht, er war schuld. So what? Das interessiert mich nicht, ich will ein Ergebnis, und wenn das wegen Fehlern nicht erreicht wurde, dann will ich nicht wissen, wer den Fehler gemacht hat, sondern wie man ihn behebt.

Auch immer wieder gerne genommen, diese bösen Smartphones, die angeblich die Sprachkompetenz zerstören, unaufmerksam und assozial machen. Wir sind halt eine „Früher war alles besser“ Gesellschaft, auch wenn diese Aussage eigentlich in den meisten Fällen nicht stimmt. Aber statt neue Technologien anzunehmen kommt erst mal das reflexartige Mimimi zum Vorschein, weil ja das alles so kompliziert, schlimm, böse, unsere Kinder verrohend ist. Seltsam nur, dass jede Jugend das über irgendwas gesagt bekommen hat und jede Jugend dann doch noch ganz vernünftig groß geworden ist. Leider liebe Leute hat von Einzelfällen auf alle schließen noch nie funktioniert und wird es auch nie.

Ganz klar, wer Egoshooter spielt, ist potentieller Amokläufer. Aber gilt das dann nicht auch für jeden, der zu Fuß geht? Der etwas isst? Der in die Schule geht oder gegangen ist? Wir vergessen viel zu oft den Unterschied zwischen Kausalität und Koinzidenz. Ersteres wäre vernünftig, letzteres wird in den Medien kolportiert.

Ich bin ganz entschieden für weniger #Mimimi und mehr #Flausch

Die Fremdbildlüge

Lange Zeit hat mich der Begriff des Fremdbilds gestört. Ich wusste nur nicht genau warum. Waren es die versteckten Konnotationen, die da mitschwangen? War es die Subjektivität, die mich störte.
Letztlich bin ich zum Schluss gekommen, dass es die dahinter liegenden Annahmen sind. Wer das Fremdbild als Mittel zur Selbsteinschätzung nimmt, muss sich immer damit auseinandersetzen, wer dieses Fremdbild liefert. Und da liegt das große Problem. Es passiert äußerst selten, dass die Person, die mir ein Bild meiner eigenen Persönlichkeit liefert selbst komplett objektiv, uneigennützig un ehrlich ist.

In Wirklichkeit sollte ich in den meisten Fällen das Fremdbild sehr vorsichtig interpretieren, oder besser erst gar nicht zu ernst nehmen. Warum denke ich so?

Nun, dafür gibt es einige Gründe.
Zum einen leben wir in einer Umwelt, in der uns dauernd Fremdbilder präsentiert werden, meist indirekt und versteckt, in dem uns vor Augen geführt wird, wie wir sein sollen. Die Werbung ist der direkteste Fremdbildlügner. Wir sollen konsumieren, uns für die neuesten Techniken interessieren, jeden Kosmetikblödsinn kaufen um jugendlich auszusehen, Convenience Food kaufen, weil wir ja angeblich so wichtig und ausgelastet sind, dass Kochen reine Zeitverschwendung wäre.
Dabei macht vieles, was Menschen sich ins Gesicht schmieren oder zu uns nehmen uns nicht gesünder, schöner, fitter, sondern eigentlich nur krank. Und auch im Alltag hören wir viel zu oft auf die Fremdbilder von Kollegen, Nachbarn, Vorgesetzten, Medien. Es wird uns gesagt wir sollten Karriere machen, wir müssten uns auf eine bestimmte Art verhalten, etwas bestimmtes denken um erfolgreich, klug oder auch nur brav zu sein.

Warum hören wir nicht mehr auf uns selbst? Schließlich behauptet die Presse doch permanent, wir würden immer mehr zu einer Gesellschaft der Egoisten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn gerade durch diese Behauptung zwingt man insgeheim dazu, über das eigene Selbstbild nachzudenken, eigene Werte und Vorstellungen permanent zu hinterfragen und sich immer mehr an dem zu orientieren, was Fremde zu uns sagen ergo am Fremdbild.

Ich halte es für eine der großen Lügen unserer Zeit, dass wir vermittelt bekommen, unser eigenes Bild von uns selbst wäre gestört, unehrlich und ungenau. Wer wenn nicht wir selbst kennen unsere Stärken und Schwächen, unsere dunklen Geheimnisse und großen Leidenschaften? Man redet uns ein, wir wären psychisch nicht dazu in der Lage, uns selbst einzuschätzen und beweißt es an an all den Fehleinschätzungen, die Menschen in Experimenten machen. Was man dabei vergisst. Genau die gleichen Fehleinschätzungen führen zu den Fremdbildern die andere von uns haben. Ich behaupte, wer sich auf Fremdbilder mehr verlässt, als auf das eigene Wissen über einen selbst, der wird mit der Zeit nur noch zu einer Marionette seines Umfeldes. Denn wer glaubt denn, dass andere mich uneigennützig beurteilen oder auch nur objektiv. Da spielen eigene Erfahrungen, eigene Ideale und Wertvorstellungen mit hinein. Wenn nun diese aber aus der persönlichen Erfahrung meines Gegenübers resultieren, ist ja gerade das Fremdbild NOCH ungenauer, da es zum einen nicht meine ganze (Lebens)Geschichte mit einbeziehen kann, zum anderen durch die Erfahrungen meines Gegenübers gefärbt ist.
Oder was zum Beispiel für die Werbung gilt, aber auch für viele Menschen, die mich zu einer bestimmten Handlung bringen wollen, es interessiert überhaupt nicht wer ich bin oder was meine Ziele sind, es interessieren die Ziele und Wünsche des Auftraggebers oder desjenigen, der mich beeinflussen will. Eine extrem pervertierte Art, wie man das Selbstbild einer Person hinterfragen und durch ein völlig falsche Fremdbild ersetzen kann zeigt sich in all den Sekten wie Scientology, die gerade darauf hinarbeiten, dass ich mich selbst nicht mehr einschätzen zu können glaube.

Insofern, vertraut wieder mehr auf euch selbst, auf eure Talente und Fehler. Denn wer sich selbst gut kennt, ist viel zufriedener und kennt auch seine Grenzen. Ich wage zu behaupten, dass dies eine hervorragende Burn Out Prävention ist, wenn man mal die ganzen Fremdbilder einfach ignoriert und sich selbst wirklich mal am nächsten ist.

C.G. Jung, sagt hierzu in „Bewusstes und Unbewusstes“:
Wer in den Spiegel des Wassers blickt, sieht allerdings zunächst sein eigenes Bild. Wer zu sich selber geht, riskiert die Begegnung mit sich selbst. Der Spiegel schmeichelt nicht, er zeigt getreu, was in ihn hineinschaut, nämlich jenes Gesicht, das wir der Welt nie zeigen, weil wir es durch die Persona, die Maske des Schauspielers, verhüllen. Der Spiegel aber liegt hinter der Maske und zeigt das wahre Gesicht. Dies ist die erste Mutprobe auf dem inneren Wege, eine Probe, die genügt, um die meisten abzuschrecken, denn die Begegnung mit sich selber gehört zu den unangenehmeren Dingen, denen man entgeht, solange man alles Negative auf die Umgebung projizieren kann.

Man könnte auch sagen: Es fällt uns viel leichter, uns von den Meinungen und Fremdbildern anderer abhängig zu machen, als ehrlich und offen mit uns selbst und unserem Wesen umzugehen. Aber durch diese Unehrlichkeit werden wir immer unehrlich auch zu unserer Umwelt. Und da wir in einer Gesellschaft leben, die sehr viel Wert auf die Einbeziehung des Fremdbildes legt, werden wir qua definitionem auch immer unehrlicher in der Entwicklung unseres Fremdbildes von anderen.

Die klarsten Manifestationen dieses Misstandes sind die Einschätzungen, die wir immer wieder hören können über „die Ausländer“, „die Arbeitslosen“, „die Behinderten“. Alles Fremdbilder über eine ganze Bevölkerungsgruppe, alle scheren über einen Kamm und alle sind in den meisten Fällen schlicht falsch.

 

Aber bequem.

 

 

 

Android Wear ist da und Motorola zeigt, wie eine elegante Smartwatch aussehen muss

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Das folgende Video zeigt die Gestern angekündigte  Android Version für wearable devices, die in ersten Konzepten auch von Motorola und LG im zweiten Quartal auf den Markt kommen soll. Die Smartwatch wird sowohl über Spracheingabe (Stichwort Ok Google) als auch über Gesten gesteuert und lehnt sich sowohl in Features als auch in Design stark an Google Now an und bestätigt meine Vermutung, dass Google Now immer mehr zur Universaloberfläche für Android devices wird. Die ersten Entwürfe auf jeden Fall sind vielversprechend.

Und noch etwas zum Design einer zukünftigen Android Smartwatch von unter anderem Motorola, LG, Fossil (!!) und anderen.

Ein rollender Roboter: TrekBot

Ich sammle ja Roboter aller Art. Zu der erschwinglichen, wenn auch nicht billigen Kategorie gehören die Roboter von DeskPets.

Seit längerem habe ich bereits den Tankbot in meiner Sammlung. DeskPets Roboter sind von der Größe ideal, um auch auf dem Schreibtisch fahren u können (Nomen est Omen). Auch der Trekbot gehört zu dieser Kategorie. Was in aber insbesondere auszeichnet ist die besondere Variante des Antriebs. Er läuft auf zwei großen Rädern und sein Chassis ist darin quasi aufgehängt, so dass es sich frei drehen kann.

Durch den Winkel, in dem die Räder stehen, besitzt der kleine Roboter ein paar ganz besondere Fahreigenschaften, die man im beigefügten Video recht gut sehen kann

(hab hier mal ein Produktvideo eingefügt, da ich selbst, um alle möglichen Tricks zu zeigen noch ein bisschen üben muss 😉  ). Gesteuert wird der Roboter entweder über ein Modul, das auf den Audioausgang des Smartphones gesteckt wird, oder über eine Fernsteuerung, die gleichzeitig auch als „Ladekabel“ zum USB Port eines Notebook oder einem entsprechenden Ladegerät führt.

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Hiermit kann man den Roboter auch fernsteuern und aufladen.
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Auf den Audioausgang gesteckt, wird der Roboter mit diesem Adapter via Smartphone gesteuert.
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Klein aber oho, der Winkel der Räder führt dazu, dass er bei normalen Bewegungen stabil fährt, bei abrupten Stops aber auch Loopings dreht.

Um den Roboter via Smartphone zu steuern bietet DeskPets sowohl für Android als auch für IOS eine kostenlose App an, die auch die Kopplung von Roboter und Smartphone Schritt für Schritt erklärt.

Ach und ja, wer den „Sinn“ eines solchen Roboters hinterfragt, der sollte unbedingt mal seine Spaßeinheit untersuchen lassen. Denn genau dafür ist der kleine wendige Roboter da. Um Spaß zu haben. Und diese Aufgabe erfüllt er mit Bravour.

Und wenn man mehrere dieser Roboter hat, kann man auch kleine „Roboterkämpfe“ austragen. Die einzelnen Roboter operieren auf unterschiedlichen Funkfrequenzen, so dass sie sich nicht gegenseitig stören.
Zu haben ist der kleine Roboter unter anderem bei mobilefun.de für knapp 36 Euro. Nicht ganz billig aber mit hohem Spaßpotential.