Blogparade zur Zukunft der EMail: EMail ist doof, aber nicht tot.

Mein Blogger- und Twitterfreund Stefan Pfeiffer ruft auf, sich in einem Blogbeitrag Gedanken zur Zukunft der EMail zu machen. Für mich ein spannendes Thema, da es wie so vieles mindestens zwei Seiten hat.

Schon lange wird die EMail tot gesagt, aber wir wissen ja, Totgesagt leben länger. Auch ich nutze EMail noch intensiv, oft mehr, als mir lieb ist. Noch ist die EMail für viele das Medium der Wahl für die elektronische geschäftliche Kommunikation. Während bei mir im privaten Bereich Facebook, Twitter, Google+ und Messenger längst die Mail als primäres Medium abgelöst haben, nutze ich im Büro noch weitestgehend EMail für den digitalen Austausch und nur gelegentlich einen Messenger. Ich vergleiche die EMail gerne mit dem Brief und den Chat mit dem Telefonat. EMail ist nachhaltiger, ist schriftlich und kann offline, dafür umfangreicher verfasst werden.

Ich denke, auch in den kommenden Jahren wird die EMail noch ihren Platz haben. Aber sie muss klüger werden.Im Moment ist mein Hauptemailclient auf dem Smartphone Mailbe.at gerade weil sich hier erste Ansätze für einen intelligenteren Umgang mit EMail zeigen.

Während die Filterung von Spam bereits Alltagstechnik ist, warte ich noch auf Systeme, die es mir ermöglichen, meine EMails noch vor dem Lesen semantisch und nach Priorität zu filtern. Mit der immer weiter voranschreitenden Spracherkennungstechnologie dürfte sich hier auch die semantische Analyse weiterentwickeln.

Für die Zukunft erwarte ich, dass ein guter Mail Client mir die EMail vorsortiert, sie semantisch und zeitlich priorisiert und mit Zusatzinformationen aus Adressbuch, Fotoalben, Terminen und Dokumenten anreichert. Mailbe.at zum Beispiel erkennt, wenn ich in einer Mail etwas über ein Ereignis schreibe, zu dem ich Bilder gemacht habe und bietet diese mir passend dazu an.

Mail ist ein Kommunikationsweg, der sich in meinen Augen deutlich von Social Media unterscheidet, da er sehr viel mehr offline agiert, wie der Brief das vor ihm tat und für manche Themen noch heute tut. Der Abgesang einer Technologie geht doch meist damit einher, dass sie zunächst scheinbar verschwindet, nur um dann in den sinnvollen Nischen stärker und anders als zuvor wieder zu kommen. Intelligente EMail Assistenten sind für mich der Schlüssel für ein sinnvolles Fortbestehen. Sie werden für mich Standardmails direkt beantworten, mir eine Auswahl je nach Kontext präsentieren und gegebenenfalls Mails kategorisieren und wenn wichtig archivieren.

Die EMail ist für mich noch lange nicht tot, sie muss sich aber weiterentwickeln, denn die jetzigen EMail Programme und Werkzeuge wirken im Vergleich zu dem, was auf den sozialen Netzwerken möglich ist, doch recht anachronistisch. Ich sehe hier gegenseitige Möglichkeiten der Interaktion, wenn zum Beispiel EMails mit direkten Referenzen auf passende Chats oder Profile in den sozialen Netzwerken angereichert werden. Heutige EMail ist dumm, es wird Zeit, ihr etwas Intelligenz zu geben.

 

 

 

Faltbares Display – Ein Blick in die Zukunft von Apple und Co.

Gastbeitrag von Jan Unger:

Die Weiterentwicklung der Smartphones schreitet heutzutage recht schnell voran, sodass immer wieder neue Modelle auf den Markt kommen. Dabei ändert sich nicht nur die Software, sondern auch die Hardware zeichnet sich durch neue und innovative Entwicklungen aus.

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(Bildmaterial: SF Phone (Yasuhisa Yamazaki/Flickr, CC BY 2.0))

Das amerikanische Unternehmen Apple hat sich entsprechend das sogenannte „Flexible Display Devices“ patentieren lassen. Das Patent mit der Bezeichnung US20130010405 wurde im Sommer 2012 eingereicht und im März 2014 freigegeben. Hierbei handelt es sich um das Display von einem mobilen Endgerät (Apple Smartphone oder auch Apple Tablet-PC), das mit Scharnieren ausgestattet ist, sodass der Bildschirm in der Mitte gefaltet werden kann. Neben der Möglichkeit, das Display zusammenklappen zu können, um auf diese Art Platz zu sparen, sollte noch erwähnt werden, dass der Bildschirm aus verschiedenen Winkeln ohne Probleme betrachtet werden kann. Außerdem gibt es noch weitere Entwicklungen von Apple zu einem „Intelligenten Bildschirm“. Hierbei erkennt das Smartphone beispielsweise ob der Nutzer in Bewegung ist und passt die Größe der Tasten an, damit diese auch beim Gehen leichter gedrückt werden können.

Die Vorteile von einem faltbaren Display und seinen Anwendungsmöglichkeiten

Ein funktionierendes faltbares Display in Kombination mit einem Smartphone oder einem Tablet-PC kann viele Vorzüge mit sich bringen. Hierbei sollte unter anderem benannt werden, dass das Display sehr flexibel eingesetzt werden kann. Für diesen Zweck muss der Bildschirm lediglich zusammengeklappt werden, um das jeweilige Gerät in der Hosentasche oder dem Rucksack verstauen zu können. Entsprechend ist es bei Tablet-PC oder auch Laptops nicht mehr nötig, eine spezielle Tragetasche zu kaufen, in der das jeweilige Gerät transportiert werden kann. Weiterhin ist natürlich ein Vorzug, dass das faltbare Display viel größer als ein aktueller Smartphone-Bildschirm ausfallen kann, ohne dabei im zugeklappten Zustand größer als ein normales Handy zu sein. Zwar werden im Moment nur faltbare Displays entwickelt, die einmal gefaltet werden können, jedoch ist es in Zukunft durchaus denkbar, das Display zwei oder sogar dreimal falten zu können, um seine Größe anzupassen. Auf diese Art sind Smartphones mit Displaygrößen von 10 oder mehr Zoll möglich.

Welche Innovationen wird das iPhone 6 bringen?

Das neue iPhone 6 wird im September 2014 vorgestellt. Die Gerüchteküche brodelt und die Apple-Gemeinde malt sich aus, wie das neue Smartphone aussehen wird. Videos von Fans auf Plattformen wie auf Youtube geben dem Hype weiter Feuer. Die Apple-Fans träumen von Hologrammen und Projektierungen. Zu mindestens beim iPhone 6 sind solche Anwendungen nicht zu erwarten. Es wird eher davon ausgegangen, dass das Display größer wird. Am innovativsten und realistischsten ist ein Display ohne Rahmen. Wer auf Wartezeiten nach Markteintritt verzichten möchte, kann sich das iPhone 6 hier bereits mit Vertrag vorbestellen.

Weitere Visionen für die Zukunft

Das faltbare Display für Smartphones und Tablet-PC von Apple ist natürlich nur eine Möglichkeit für die neue Handy- und Computertechnik in der Zukunft. Auch andere Erfinder unter Unternehmen haben sich über Alternativen zu den heutigen Geräten und dem Faltdisplay Gedanken gemacht. Hierzu gehört beispielsweise das durchsichtige Display, wobei alle Bilder auf eine Art Glasdisplay projiziert werden, statt auf einen dunklen Touchscreen.

2 Bildschirme

Noch eine Idee ist, dass Handys mit 2 unterschiedlichen Bildschirmen entwickelt werden. Dieser Umstand macht es beispielsweise leichter möglich, auf dem Smartphone zu arbeiten. Als Beispiel können auf dem einen Bildschirm Informationen über das Internet recherchiert werden, während auf dem anderen Bildschirm die Daten in eine Textdatei eingetragen werden.

Smartphone-Ring

Ebenfalls eine beliebte Vision ist der Smartphone-Ring. Hierbei handelt es sich um ein kleines Handy in Ringform, mit dem es möglich ist, Anrufe und Textnachrichten zu empfangen oder zu verschicken. Der Ring ist dabei aus Plastik gefertigt und weist eine flexible Struktur auf, sodass dieser auch im Alltag oder bei der Arbeit problemlos getragen werden kann. Die Steuerung des Smartphone-Rings, kann dabei alleine mit dem Daumen durchgeführt werden, was die Bedienungen entsprechend vereinfacht.

Unternehmenskultur und Unternehmensubkultur

Neben der Kultur, die sich ein Unternehmen auf die Fahnen schreibt, neben den Werten und Regeln existiert stets auch eine Subkultur, die oft sehr separat agiert, in Zeiten von Social Media aber auch schnell Einfluß auf die Gesamtkultur nehmen kann.

Und bevor ich das weiter ausführe gleich eine Warnung zu Beginn: Nein, man kann diese Subkultur weder verbieten noch kontrollieren. Aber man kann ein Teil davon sein.

Die einfachste Form ist bekannt als sogenannter Flurfunk. Gerüchte, die durch die Gänge getragen werden, meist Halbwahrheiten oder Fehlinterpretationen. Aber eben wirksam, und gerade in Zeiten, in denen es insgesamt etwas rauher im Markt zugeht .

Diese Subkultur verstärkt sich in Zeiten von Social Media und allen möglichen Plattformen für den informellen Austausch noch. So bilden sich auf Facebook geheime Gruppen, in denen sich Mitarbeiter jenseits von Teams oder Hierarchien austauschen. Es wird gechattet und all das meist nicht in der Arbeitszeit oder auf Arbeitsgeräten, sondern privat, mit dem eigenen Smartphone oder PC.

Schlecht, wenn das ignoriert wird oder gar im Unternehmen verpönt oder verboten ist. Hier gilt es, eine offene Kommunikation auch tatsächlich zu leben. Insofern ist es ein erster guter Ansatz, solche Plattformen ins Haus zu holen, den Austausch der Mitarbeiter zu fördern und zu erlauben und auf gar keinen Fall irgendeine Form von Reglementierung oder Zensur einzurichten, die die wichtigen Diskussionen sofort wieder vertreiben würde.

Vielmehr ist es hilfreich, kritisch mit sich selbst auch als Unternehmen zu sein. Denn wenn ich mich für jeden Kommentar, jede Diskussion im Internet Social Media System rechtfertigen muss, dann lasse ich das schnell wieder und suche mir andere Wege des Austauschs.

Es wird auch im Unternehmen über das Unternehmen gesprochen. Aber nur wer diese Gespräche als wichtigen Teil der Arbeit sieht (wer kennt nicht die plötzlichen Geistesblitze, wenn man gemeinsam einen Kaffee trinken geht und urplötzlich auf eine Lösung für ein schwieriges Problem kommt.), der wird auch einen großen Gewinn daraus ziehen. Ich habe schon vor einiger Zeit auf das Potential der versteckten Talente im Unternehmen hingewiesen. Eine gut gelebte Social Media und Gesprächskultur kann hier ungeahnte Potentiale heben. Dann darf aber nicht die Zeit der einzige Faktor für die Arbeitsleistung sein oder jemand nur dann arbeiten, wenn er gerade direkt an seiner aktuellen Aufgabe sitzt. Dann sollte das Unternehmen als ganzes gesehen werden und jeder Hinweis als wertvoller Beitrag zur Gesamtleistung.

 

Fazit des 1. Barcamps Heilbronn. Ein herausragender Auftakt

Als ich die Ankündigung gelesen habe, war klar, da muss ich hin. Das erste Barcamp in Heilbronn, so nahe. Als kleines Bloggerexperiment kombinierte ich das ganze dann noch mit einer Anreise per Fahrrad und Bahn und muss im Nachhinein sagen, auch wenn ich nur einen Tag dabei sein konnte. Ein extrem gelungener Start. 2/3 Barcamp Neulinge, die dennoch relativ schnell den Mut fanden, eigene Sessions anzubieten. Viele neue Gesichter einige altbekannte (Gelle @HubertMayer ;)).

Die Organisation hatte sich da aber auch einen guten Berater rangeholt mit Jan Theofel. Von der Lokation im Steinbeiss Haus der Fachhochschule über die top Versorgung mit Essen und Trinken bis hin zu sehr schönen und großzügigen Sessionräumen, da stimmte einfach alles. Und wie sie es dann auch noch geschafft haben, dieses herausragende Wetterchen an Land zu ziehen. Heilbronner Geheimnis vermute ich. Die Anreise mit dem Rad war dank direkter Bahnverbindung und der mittlerweile sehr guten Ausstattung Heilbronns mit radfahrerfreundlichen Wegen ein Klacks.

Ich hatte diverse Sessionideen mit im Gepäck, hab mich dann aber auf eine Einführung in Twitter und Blogs, mein Lieblingsthema „Arbeitswelt der Zukunft“ und eine spannende Session gemeinsam mit Stefan zum Thema Lego Mindstorms beschränkt.

Interessant war aber auch die Session über Google Glass und Hubert Mayers Outdoor (!! Hach wat ein Wetterchen, sagte ich das schon) zur Monetarisierung von Blogs, in der es wirklich spannend zur Sache ging.

Ja, definitiv, die Entscheidung, nach Heilbronn zum ersten Heilbronner Barcamp (#bchn14) anzureisen war wirklich gut. Ein ganz großes Dankeschön allen, die an der Organisation beteiligt waren, die mitgewirkt haben und natürlich auch allen Sponsoren, die wie bei jedem guten Barcamp ein wichtiger Bestandteil sind, ermöglichen sie es doch, sich ein Wochenende mit spannenden Themen und interessanten Menschen auszutauschen und alte Kontakte zu pflegen, aber auch neue zu knüpfen. Mein besonderer Dank auch allen die in meinen Sessions dabei waren und so interessiert und aktiv mitgewirkt haben.

Eins weiß ich schon heute, beim nächsten Heilbronner Barcamp bin ich wieder dabei. Und dann wohl auch beide Tage, denn das werde ich mir rechtzeitig blockieren.

Mein Gesamtfazit. Es hat sich sehr gelohnt, und wer es noch nicht wußte: In Heilbronn und dem Umland gibt es nicht nur Menschen, die den Barcamp Spirit haben sondern auch eine sehr aktive und innovative IT Szene. Klingt vielleicht für die Großstädter komisch. Ist aber so. Aber wir aus dem Heilbronner und Hohenloher Raum haben einen Vorteil. Wir haben auch noch ne tolle Umgebung 😉 Eat this, Ballungszentrum.

Allen,die heute noch auf dem zweiten Tag des Barcamps waren noch spannende Sessions, interessanten Austausch und wir sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr in Heilbronn und davor vielleicht auf dem einen oder anderen Barcamp wieder.

Heilbronn rockt. Big time!

Hier auch noch ein paar eigene Eindrücke vom Barcamp im Bild:

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Und noch jemand hat gerockt und rockt auch heute noch: 

Alle Sponsoren, die es möglich gemacht haben, das Barcamp in zu veranstalten. Ohne euch wäre das ganze nicht möglich gewesen. Dafür ein ganz großes Dankeschön und ein Kompliment für so viel ponsoren, die geholfen haben, die Barcamp Idee nach

Innovationsgeist an:

Platin-Sponsoren

TDS AG

TDS Informationstechnologie AG – www.tds.fujitsu.com

Bechtle direct GmbH
Bechtle Managed Services AG – www.bechtle.com

Kreissparkasse Heilbronn
Kreissparkasse Heilbronn – www.sparkasse-heilbronn.de

Gold-Sponsoren

gravima GmbH Agentur für Gravitationsmarketing
gravima GmbH – Agentur für Gravitationsmarketing – www.gravima.de

Silber-Sponsoren

AFI
AFI – P.M. Belz Agentur für Informatik GmbH – www.afi-solutions.com

econsor GmbH
econsor GmbH – www.econsor.de

PORTOLAN Commerce Solutions GmbH
PORTOLAN Commerce Solutions GmbH – www.portolancs.com

SIC! Software GmbH
SIC! Software GmbH – www.sic-software.com

Förderer

smart businessIT
smart businessIT Initiative – www.smartbusiness-it.de

Hochschule Heilbronn
Hochschule Heilbronn – www.hs-heilbronn.de

Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH & Co KG
Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH & Co KG – www.distelhaeuser.de

Darüber hinaus wird das Barcamp 2014 von den Sponsoren der Hochschule Heilbronn unterstützt:

Seeberger GmbH
Seeberger GmbH – www.seeberger.de

Teusser Mineralbrunnen Karl Rössle GmbH & Co KG
Teusser Mineralbrunnen Karl Rössle GmbH & Co KG – www.teusser.de

WMF AG
WMF AG – www.wmf.de

Der Gutmenschenterror

Immer wieder mal lese ich Artikel wie „Warum ich mir kein Smartphone kaufe“ oder „ich bin dann mal offline“.

Und immer häufiger denke ich nur noch „Ja und? Junge/Mädchen, was willst du mir damit beweisen?“

Oft steckt dahinter der erhobene Zeigefinger des Mahners, der dieser bösen Gesellschaft mal vor Augen führen will, wie sie verschwenderisch mit allem möglichen umgeht. Das zumindest meinen diese Mahner und Erinnerer zu erreichen. In Wirklichkeit lösen sie bei mir eher intellektuellen Brechreiz aus. Es ist eine noch viel schlimmere Unkultur heutzutage, dass permanent das Verhalten anderer hinterfragt und an den Pranger gestellt wird. Du isst Fleisch? Verbrecher, du nimmst anderen die Lebensgrundlage weg, zerstört die Umwelt.
Du fährst ein Auto? Umweltsau, du vernichtest die Natur und verbrennst unsere Ressourcen. Und so weiter, und so weiter.
Was aber bei all diesen Aufschreien der riesengroße Denkfehler ist: Die Welt ist nicht schwarz oder weiß. Jeder, der einigermaßen mit Verstand und logischem Denken gesegnet wurde wird wissen, dass es nicht so einfach ist. Nur, weil wir nur noch regionales Obst- und Gemüse essen, retten wir nicht die Natur, nein in manch einem Kontext schädigen wir sie sogar. Und es gibt sowohl Rechnungen, die nachweisen, dass die Produktion von Fleisch mehr Ressourcen frisst, es gibt aber auch gegenteilige Studien. Ganz allerliebst sind diese Spinner, die mir klarmachen wollen, ich würde mit Smartphone und WLan ihre Lebensgrundlage zerstören, sie krank machen. Meist kommen diese dann mit Argumenten, die an Oberflächlichkeit und wissenschaftlicher Unhaltbarkeit nicht mehr zu toppen sind.

Ganz ehrlich Leute. Lebt euer Leben, verzichtet, worauf ihr verzichten wollt, aber bitte: Verzichtet vor allem darauf, euer Gutmenschentum andauernd in die Welt hinauszublasen. Bei mir bewirkt ihr damit genau das Gegenteil. Und aus diversen Gesprächen weiß ich, bei vielen anderen auch. Ich höre euch nicht mehr zu und überlege mir dann zwei mal, ob ein Verzicht wirklich Sinn macht. Gute Argumente höre ich mir gerne an. Aber wer mir mit geradezu missionarischem Eifer einen Konsumverzicht aufdrängen will, wer mich mit der ethisch moralischen Quelle zum Veganer machen will, der hat schon verloren. Der bewirkt bestenfalls das Gegenteil.

Wer mir weiß machen will, ich solle auf möglichst viel Technik verzichten, der dürfte sich wundern wenn er erfährt, dass unser Haushalt durch ein MEHR an Technik die Umwelt schont und Energie spart.

Etwas mehr ruhige Diskussion, etwas weniger missionarischer Eifer wäre in vielen Fällen viel sinnvoller. Aber leider hat offensichtlich die Mehrheit der Menschheit immer noch nicht begriffen, dass es nicht nur schwarz und weiß, gut und böse sondern viele Graustufen gibt. Blicken wir aber in die Vergangenheit, dann dürfte den meisten auffallen, wie oft gerade die angeblichen Gutmenschen mit ihren Ansichten so dermaßen daneben lagen, dass es schon schmerzt. Und da ist die Warnung, dass Zugfahren wegen der Geschwindigkeit die inneren Organe schädigt noch das „niedlichste“.

Die weichen Faktoren der Mitarbeitergewinnung. Warum Geld nicht alles ist.

Wenn es darum geht, warum jemand bei einem Unternehmen beginnt, ist die spontane erste und oft recht kurz gedachte Reaktion: Gute Bezahlung!

Das ist aber sehr kurz gedacht, denn alleine nach dem Geld zu gehen, ist den meisten Menschen nicht genug. Gute Bezahlung gibt es in jeder Branche bei mehr als einem Unternehmen. Und je weniger Arbeitnehmer verfügbar sind -Stichwort Demographischer Wandel- um so wichtiger werden die „weichen Faktoren“. Allen voran die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und das geht weit über verschiedene Arbeitszeitmodelle hinaus. Das hat auch etwas mit einer Unternehmenskultur zu tun, die genau das beachtet.

Mein Arbeitgeber zum Beispiel schreibt bei seinen Werbeflyern für neue Mitarbeiter und Auszubildende: „Der zweitwichtigste Ort der Welt“. Das hat natürlich auch etwas mit der Kampagne zum „wichtigsten Ort der Welt“, den eigenen vier Wänden zu tun. Aber das geht noch darüber hinaus.

Die Akzeptanz im Unternehmen, dass Menschen neben dem Beruf noch ein Privatleben haben, dass es andere Werte gibt, die möglicherweise gerade auch Menschen mit Familie wichtig sind soll damit ausgedrückt werden. Und weil ein Werbeflyer alleine nicht genügt, wird sie auch gelebt, und zwar in vielfältiger Form: Es gibt eine Kinderbetreuung, die gerade einen Neubau bekommen hat, damit noch mehr Kinder von Mitarbeitern in Fußnähe ihrer Eltern betreut werden können, während diese wieder in ihren Beruf einsteigen. Es gibt die Möglichkeit für Pflegezeiten zur Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen.

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Auch eine sichere Fahrradabstellmöglichkeit zeigt, dass ein Arbeitgeber mehr macht, als nötig.

Es gibt ein riesiges Portfolio an verschiedenen Teilzeitmodellen. Wer mit dem Rad zur Arbeit will, findet nicht nur Abstellmöglichkeiten sondern auch Umkleiden und Duschen. Das Betriebsrestaurant genießt zu Recht einen sehr guten Ruf und heißt bewusst nicht Kantine. Die Gesundheit der Mitarbeiter wird aktiv gefördert durch entsprechende Kursangebote, mehrere Betriebssportgruppen und seit neuestem auch noch durch ein „Bewegungszentrum“. Und, und, und. Sicher, alles auch Maßnahmen, die den Arbeitnehmer am Arbeitsplatz halten sollen. Aber das ist ja durchaus eine berechtigte Motivation. Aber nicht die einzige denn immer mehr Unternehmen erkennen den Wert eines zufriedenen Arbeitnehmers. Von Stressresilienz bis geringem Bedürfnis zum Jobwechsel gibt es viele Faktoren, die für eine Nachdenken über Maßnahmen jenseits des reinen Gehalts sprechen.

Wir alle verbringen einen großen Teil unseres Lebens bei unserem Arbeitgeber. Wer da nur darüber nachdenkt, ob die Bezahlung stimmt, der denkt zu kurzsichtig. Die Botschaft eines guten Arbeitgebers ist, dass er sich jenseits der eigentlichen Arbeitsaufgabe zum Ziel gesetzt hat, zufriedene, gesunde und glückliche Arbeitnehmer zu haben. Dass das nicht immer klappt, dass es auch immer mal Problemfälle oder schwierige Situationen gibt; geschenkt. Das ist überall so. Aber die Grundlage muss stimmen, der grundsätzliche Fokus auf ein Wohlergehen des Mitarbeiters. Denn nur so kann man Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen binden. Und auch wenn in der öffentlichen Diskussion immer wieder von gebrochenen Lebensläufen, von häufigen Wechseln die Rede ist. Gerade bei Berufen, die ein hohes Maß an Fachwissen benötigen, die lange Einarbeitungszeiten bedingen oder bei Arbeitgebern, die nicht ganz optimal in den großen Ballungszentren ihre Lage haben gilt es, dem Mitarbeiter Gründe jenseits des monetären zu bieten, gerade diesen Arbeitgeber auszuwählen.

Das Gehalt ist die Basis, aber die weichen Faktoren sind es, die die Bindung zum Unternehmen stark machen. Und die so manchen Mitarbeiter viel eher zum Fürsprecher machen, als Bezahlung alleine.

Und für Bewerber gilt. Wer nur nach dem Gehalt schaut, der vergisst, dass er sich den großen Teil des Tages am Arbeitsplatz aufhalten wird. Hier gilt es immer auch die Rahmenbedingungen zu prüfen. So albern das klingen mag, eine gute Versorgung mit Essen und Trinken kann auch etwas wichtiges sein. Spätestens dann, wenn man als Alternative nur das Essen in einem Schnellimbiss oder aufgewärmtes hat. Und auch wenn ich Single bin, sollte man zumindest über Optionen nachdenken, die man evtl. als Elternteil mal zu schätzen weiß. Und was auch nicht zu vernachlässigen ist, ist die Verkehrsanbindung, die Unterstützung bei den Kosten (Stichwort Jobticket) und ggf. die Möglichkeit, mit dem Rad zur Arbeit zu kommen und auch Einrichtungen wie sichere Abstellplätze oder Duschen vorzufinden. Alles nicht abwegig, denn alles z.B. bei meinem Arbeitgeber möglich.

 

 

Smartphone Halterungen fürs Fahrrad, Testbericht Teil 2

bike1Wir erinnern uns: Gestern habe ich eine Fahrradhalterung vorgestellt, die im Prinzip der ähnelt, die wir alle aus dem Auto kennen. Die funktionierte schon sehr gut, hatte aber für mich persönlich einen Nachteil. Nicht regenfest. (Ok, und nicht in der passenden Größe für mein Note 3, aber das ist eine ganz andere Geschichte, ich sage nur Zerolemon 10.000 mAh Akku Case).

Heute also eine wetterfeste Variante, die ihr im obigen Bild in der Mitte seht. Hergestellt wird das gute Stück von Arkon  und das Testobjekt stammt wiederum von mobilefun.de. Während die Halterung keine großen Überraschungen bietet, bis auf ein kleines aber feines Detail, auf das ich noch später zu sprechen komme, ist die Hülle selbst wetter- und spritzwasserfest. Und trotz einer Folie, die das Display vor Wasser schützt, kann man auch in der Hülle das Smartphone noch bedienen.

 

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Im Bild zu sehen, die kleine goldfarbene Schraube, die die Halterung zusätzlich fixiert.

 

Zwar nicht mehr ganz so genau, wie ganz ohne Hülle, aber es funktioniert sogar noch mit Handschuhen mit Touchscreenbeschichtung und auf jeden Fall mit dem bloßen Finger. (Hab das Thema Handschuhe in den letzten Tagen wieder aktiv ausprobieren dürfen, bei morgendlichen 0 Grad). Die Tasche ist nicht an eine bestimmte Größe gebunden, alles was bis zu 5 Zoll Displaygröße hat, sollte reinpassen, im Bild seht ihr das Galaxy Nexus meiner Frau in der Tasche.

 

Wie auch schon die gestrige Halterung lässt sich diese Version mittels Schrauben an den Lenker klammern, wobei hier oben erwähntes Detail positiv auffällt. Direkt hinter der Position, in der die Halterung fixiert wird ist eine Schraube angebracht, die man dort festschraubt und somit 100% das Herausrutschen der Halterung während der Fahrt verhindert. Zwar gilt auch für diese Halterung, dass sie bei normalem Gebrauch bombenfest hält, aber da sie ja auch den Anspruch einer längeren Outdoor Tauglichkeit für sich postuliert ist es gut zu wissen, dass sie auch bei einer etwas raueren Mountainbike Tour nicht durch die Vibrationen irgendwann doch locker wird.

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In der Mitte sehr schön zu sehen, die Öffnung für das Audiokabel

Was mir im Gegensatz zu meinem Referenzmodell, das ich im Alltag für mein Note 3 nutze positiv aufgefallen ist. Die Tasche hat auch noch einen Ausgang für ein Audiokabel. Ich nutze selbst zwar Bluetooth aber wer lieber kabelgebundene Headsets nutzt, der wird dieses Detail zu schätzen wissen. Und vor allem, wer ein Ladegerät am Fahrrad besitzt, um via Nabendynamo seine Gadgets aufzuladen, kann hier sein Smartphone direkt damit verbinden, auch wenn es in der Hülle ist.

Der Verschluss erfolgt mittels zweier Reißverschlüsse, die so verarbeitet sind, dass nicht so schnell an den Verschlüssen selbst Wasser eindringen kann. Natürlich erhebt die Tasche nicht den Anspruch 100% wasserdicht zu sein, aber Regenschauer und Spritzer übersteht sie sehr gut. Auch das habe ich bereits in der Praxis erproben können und mein Smartphone war immer noch trocken.

Zusätzlich bietet diese Lösung bei Stürzen noch einen Schutz gegen Kratzer, wer noch mehr Schutz will: Nun, ihr wisst ja, es gibt genug Outdoor Cases. Und hier noch ein schöner Pluspunkt für die Tasche. Auch in einem ziemlich dicken Case passt das Smartphone noch hinein. Dafür wurden verschieden dicke Schaumstoffunterlagen beigefügt, die das Smartphone nach unten polstern und gewährleisten, dass es stabil und sicher in der Hülle verankert ist. Wer noch einen Powerakku dabei hat, auch der wird diese Tasche mögen, denn auch ein Akku passt, wenn man nur den dünnen Schaumstoff nimmt, mit einem Smartphone noch in die Tasche und kann so dafür sorgen, dass auch ein längerer Trip noch vollständig getrackt werden kann.

Während ich die gestrige Halterung eher im Anwendungsbereich der Stadtradler verorte ist diese hier definitiv etwas für diejenigen, die auch mal etwas holpriger und schlammiger unterwegs sind. Gerade wer dann noch ein Navi/Smartphone dabei haben will, der sollte sich diese Tasche, die es zum Preis von 23,99 Euro bei mobilefun.de gibt, mal anschauen.

 

 

 

Eine Lenkerhalterung für Smartphones. Bikergadgets galore.

Als Alltagsradler bin ich natürlich immer an mehr oder minder nützlichen Gadgets fürs Fahrrad interessiert. Und als Nutzer eines Smartphones war und ist für mich interessant, wie ich es möglichst sicher direkt am Rad transportiere, da ich keinen Tacho mehr verwende sondern lieber auf das genauere GPS meines Smartphones zurückgreife.

Nun gibt es ja diverse Möglichkeiten, ein Smartphone im Auto zu befestigen. Heute will ich also mal schauen, wie sich die Lösung fürs Auto am Fahrrad so macht.

Dafür hat mir mobilefun.de (ihr wisst schon, mein Lieblingsversender für Smartphone Gadgets) eine Auswahl an Halterungen für einen Test bereit gestellt.

Hier also zu Beginn schon mal das Setup für diesen und den nächsten Artikel. Denn solche Sachen müssen natürlich in real life getestet werden.

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von rechts nach links. Das heutige Testobjekt, das Gerät für den morgigen Test und daneben noch ein Referenzgerät, das speziell für das Note 3 entworfen wurde.

Heute also die Halterung ganz rechts, die Herbert Richter iGrip T5-1814 Fahrrad Halterung. Dass der Hersteller hauptsächlich im Autozubehörsegment unterwegs ist, sieht man der Halterung an, soll aber nicht als Kritik gewertet werden. Die Grundidee ist, eine Halterung anzubieten, die das Smartphone „as is“ hält, also keinerlei eigenen Schutz jenseits des sicheren Halts bietet.

Damit hier auch gleich der erste Rat. Die Halterung an sich ist sehr gut und hält das Smartphone wirklich fest. Für den Fall eines Sturzes ist aber zu empfehlen, kein „blankes“ Smartphone dort zu befestigen, also keines ganz ohne Case oder Hülle. Sonst kann es durchaus passieren, dass das gute Stück ein paar Schramnen abbekommt. Das ist aber rein dem Konzept dieser Halterung geschuldet. Dafür ist die Befestigung der Halterung an sich am Fahrrad sehr sicher gelöst, zwei Schrauben halten den Teil für den Fahrradlenker bombenfest, da wackelt nichts.

Sowohl die Befestigung am Lenker ist stabil und sicher, als auch der zweifache Sicherungsmechanismus, einmal durch die bike3Klemmvorrichtung, die das Smartphone an sich schon sehr gut fixiert, zum zweiten durch einen Gummi, den man um Halterung und Smartphone spannt. Ein Fahrtest hat keinerlei Beanstandungen ergeben, sowohl nur mit Grip als auch mit zusätzlichem Spanngummi. Die Halterung an sich erinnert dabei sehr stark an die Halterungen für Autos, was aber kein Nachteil sein muss.fahrrad6

Insgesamt ist die Halterung für all jene empfehlenswert, die sich um den generellen Schutz ihres Smartphones selbst kümmern. Vorteil der Halterung ist die klarere Darstellung, da keine zusätzliche Folie das Display bedeckt und die bessere Bedienbarkeit des Touchscreens gerade auch im Winter (Handschuhe etc.). Allerdings ist der Preis mit 29,49€ nicht gerade billig.