Neues Jahr, neue Kolumne. Ich schreibe für Mobilegeeks

Der Sascha hat es ja angekündigt. Mobilegeeks wandelt sich, und ich darf stolz verkünden, auch ich darf einen kleinen Beitrag dazu leisten. Ich werde ab 2015 in einer hoffentlich wöchentlichen Kolumne meine Sicht der Technikdinge darnieder schreiben. Insbesondere werde ich dabei den Fokus auf Smartwear und Smart Home legen, zwei Themen, die mich schon länger umtreiben.

Wir lesen uns also ab 2015 nicht nur hier sondern auch bei Mobilegeeks. Und versprochen, es wird keine Überschneidungen geben, wohl aber thematisch verwandte Artikel.

Das Fernsehen ist tot, lange lebe der Fernseher

Vielfach wurde schon postuliert, dass früher oder später der Multimedia-PC den Fernseher im Wohnzimmer ersetzen werde. Aber ich behaupte, auch in 10 Jahren werden wir noch Fernseher haben. Vermutlich werden diese so flach sein, dass man sie an die Wand tapezieren kann. Und sie werden auch weiterhin Filme, Nachrichten, Dokumentationen liefern. Denn nicht jeder will die ganze Zeit an einer Tastatur sitzen. Es gibt auch so etwas wie ein Recht auf „Berieselung“.

Was ich aber sicher glaube ist, dass wir uns vom linearen Fernsehen, so wie wir es heute kennen verabschieden werden. Die heutigen Sender werden entweder verschwinden, oder sich zu Produktionsfirmen wandeln, die über Abo bzw. Streaming Portale ihren Content bereitstellen.

Schon heute schauen wir immer häufiger nonlinear via Videostreaming oder digitaler Aufzeichnung. Und in Zukunft bescheinige ich dem Fernsehen den gleichen Effekt, wie wir ihn heute beim Radio erleben und beim Kauf von Musik. Beide werden zunehmend von Streaming Diensten abgelöst.

Sicher wird sich der Fernseher der Zukunft intelligenter zeigen als heute, aber ich behaupte, er wird nicht den PC oder Notebook ersetzen sondern maximal Spielekonsole und Tablet. Auch in Zukunft gibt es einen großen Bedarf an einfach zu konsumierenden Inhalten. Und auch in Zukunft wird der Fernseher der zentrale Medienwiedergabeort in Wohnung oder Haus sein. Aber er wird ergänzt um Gaming Angebote, 3D Filme und wer weiß, vielleicht doch tatsächlich irgendwann durch holografische Projektionen. Der „Fernseher“ wird bleiben.

Das Fernsehen als Instanz, die linear und zeitgebunden konsumiert wird nicht.

Smartwear ist Quatsch, noch nutzen wir Dumbwear

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Hilfreich sind unsere Devices. Smart aber noch lange nicht.

Etwas hat mich schon immer an dem Begriff Smartwear und weiter gefasst Smart-Anything gestört. Und zwar, dass wir noch sehr weit von wirklich smarten Devices entfernt sind. Bislang nutzen wir zwar komplexe, vernetzte Hard- und Software, aber wirklich smart ist da noch gar nichts.

Zwar bietet uns die Software ortsbasierte Empfehlungen, kann uns an Aufgaben auch im Kalender erinnern und versteht gesprochene Sprache. Aber wirklich smart ist all das nicht.

Ich verstehe unter einem smarten Device ein Gerät, dass mir Dinge abnimmt, ohne dass ich noch aktiv eingreifen muss. Launcher wie Aviate weisen zwar den Weg, sind aber auch noch sehr weit von wirklicher Smartheit entfernt.

Erst wenn es Devices gibt, die in meinem Namen intelligent und vor allem richtig handeln, die zum Beispiel anhand meines Ortes für mich komplett neue Informationszusammenstellungen generieren, unabhängig von irgendwelchen durch mich zu tätigenden Voreinstellungen, dann wird die Sache langsam smart. Und sie sollten von meinem Handeln lernen, irgendwann wissen, was ich nutzen oder wissen will, wenn ich im Büro, zuhause, auf Reisen bin. Und das alles selbstlernend, nicht, in dem ich immer noch zeigen muss, was ich will, damit genau das und nichts anderes dann dargestellt wird.

Wir haben viele nützliche Software, die schon sehr sinnvoll unseren Alltag unterstützt. Aber smart ist davon noch nichts.

Guten Rutsch und ein möglichst erfolgreiches Jahr 2015

All meinen Lesern, Followern, Freunden wünsche ich einen möglichst angenehmen Rutsch ins Jahr 2015 und das möglichst viele Wünsche in Erfüllung gehen mögen.

Für mich haben sich bereits einige spannende neue Projekte ergeben, von denen ich im neuen Jahr noch ausführlicher berichten werde, unter anderem eine neue und sehr, sehr spannende Aufgabe als Kolumnist.

Davon aber mehr in 2015. Jetzt erst mal fröhliches Feiern und „The same procedure as every year!“

 

Für den Star Wars Fan mit Stil: Metallmodelle zum selbst bauen

starwars2Wer Fan von Star Wars ist, hat sicher auch das eine oder andere Modell eines Star Wars Fahrzeugs oder Raumschiffs zu hause.

 

Diese sind aber meist aus Plastik und sehen nicht wirklich hochwertig aus. Wer aber etwas Geduld, Fingespitzengefühl und Zeit mitbringt, für den bietet getdigital.de jetzt genau das richtige.

Kleine, filigrane und sehr schön gearbeitete Metallmodelle verschiedener Star Wars Fahrzeuge. Von AT-AT bis hin zum Millenium Falcon, von R2 D2 bis Vaders starwars1Tiefighter gibt es diverse Modelle, die man als Metallbogen erhält und die man selbst zusammenbauen kann.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die fertigen Modelle sehen sehr wertig und edel aus. Insbesondere der R2 D2 hats mir natürlich angetan.

stw2stw1stw3 Man sollte aber Geduld und Fingerspitzengefühl mitbringen. Die Modelle sind wirklich filigran und man muss auch mal Metallteile in Form biegen, so zum Beispiel den Kopfteil von R2 D2. Dafür wird man nacher mit einem wirklich sehr schön gearbeiteten Modell belohnt und ich denke, jeder echte Star Wars Fan dürfte daran seine Freude haben.

Ganz wichtiger Tipp, man sollte sich wirklich kleines Werkzeug besorgen, am besten Uhrmachergröße, denn die kleinen Laschen und Metallteile zu biegen, braucht sehr feines Werkzeug.

 

Zu haben sind die Modelle bei Getdigital für 11,95 Euro je Modell oder für 69,95 Euro für alle Modelle im Paket. Einige Modelle sind zur Zeit allerdings nicht lieferbar, werden aber ab Mitte Januar wieder verfügbar sein.

 

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Cobi, das vernetzte Fahrrad wird Realität

Eine der spannenderen Kampagnen der letzten Zeit auf Kickstarter ist sicher Cobi, eine Lösung, die verschiedene Gadgets an den Lenkern der modernen Biker in einem System vereinen will. Dabei wird das Smartphone zur Zentrale für alle möglichen Funktionen und dank offener Schnittstellen sind diverse Systeme anbindbar, sofern die Hersteller den Ball aufnehmen.

Den notwendigen Betrag hat das Projekt bereits erreicht, das aktuelle Stretch Goal wird als Add On eine universelle Halterung für weitere Smartphones liefern, da bislang die Lösung auf IPhone und wenige Android Modelle beschränkt ist.

Was Cobi alles kann, zeigt am besten das  nachfolgende Video.

Merkel und die Netzneutralität. Warum unsere Regierung den Mittelstand gefährdet

Was musste ich bei Toptarif zu Merkels Position bezüglich dem Thema Netzneutralität lesen? „kippt die Netzneutralität? Merkel spricht sich erstmals für eine Lockerung aus“.

Da kann ich nur sagen: Hoffentlich nicht, denn das hätte fatale Auswirkungen gerade für ländliche Regionen und den Mittelstand. Denn auch wenn der Text suggeriert, es ginge der Kanzlerin hautpsächlich um „Spezialdienste“ so wage ich zu bezweifeln, dass das Ansinnen der Anbieter dahingehend fokusiert ist. Vielmehr will man hier zum einen die Gewinne steigern, in dem man für „Premium-Services mit Highspeed“ einen extra Aufschlag verlangt, zum anderen spart man sich damit Investitionen in den eigentlich wichtigen Netzausbau, wenn man gerade da, wo die Bandbreiten zu schwach sind drosselt und nur gegen entsprechendes Entgelt eine höhere Durchsatzrate ermöglicht.

Ich vergleiche das gerne mit der an sich schon falschen PKW Maut. Man stelle sich vor, wir dürften auf der Autobahn alle nur noch maximal 80 km/h fahren und nur gegen entsprechende „Geschwindigkeitsmaut“ wäre es erlaubt 100 km/h oder gegen  noch mehr Geld gar 120km/h zu fahren.

Der Fokus der Regierung sollte vielmehr darauf liegen, die Unternehmen dazu zu bewegen, auch in ländlichen Regionen, wo sich jetzt schon ungern Unternehmen ansiedeln wegen der manchmal katastrophalen Bandbreiten und vor allem für ALLE die gleichen Bandbreiten bereitzustellen.

Dass der Markt das regeln wird halte ich für eine Illusion, denn der Markt will möglichst hohe Gewinne bei möglichst geringen Investitionen. „Bei Spezialdiensten müsse gewährleistet sein, dass diese auch störungsfrei das Netz passieren können“ so fordert die Kanzlerin laut Teltarif und Heise. Ja, richtig, aber das darf nicht heißen, dass auf deren Kosten andere Dienste gedrosselt werden. Es muss heißen, dass die nötige Infrastruktur bereitgestellt wird, um ALLEN Nutzern die gleichen Durchsatzraten zu bieten. Alles andere wäre pure Anbiederei an die Konzerne und würde sowohl den Mittelstand als auch den Bürger eher schädigen, als im Vorteile bringen.

Bist du als Kunde wichtig? Achte auf die Kleinigkeiten!

Produkte verkaufen viele. Aber ob neben den Produkten auch ich als Person wichtig bin, das erkennt man oft an den Details.

Oft sind es Kleinigkeiten wie zum Beispiel kostenloser Sprudel an heißen Tagen, der irgendwo im Laden steht.
Oder wie gepflegt der Wartebereich aussieht, ob man sich für die billigsten Möbel für den Kunden entschieden hat und ob das ganze nur funktional oder auch ästhetisch eingerichtet ist. Und das kann man vom Arzt über die Bank bis hin zum Einzelhändler beobachten.

Und auch der Umgang ist entscheidend. Mein liebstes Beispiel dazu ist die Verkäuferin im Supermarkt, die, wenn der Kunde wirklich im Mittelpunkt steht und er gerade ein Produkt nicht findet, weil nicht auf Lager auch mal sagt: „Im Moment ist das bei uns ausverkauft, aber das Geschäft drei Straßen weiter (ja, Konkurrenz) könnte es noch haben.“

DAS ist Kundenfokus, und ganz ehrlich, solch ein Geschäft würde ich sicher häufiger aufsuchen und auch weiterempfehlen, weil ich dort als Kunde auch wertgeschätzt werde, wenn man mit mir nicht gleich Geld machen kann.

Ein anderes schönes und aktuelles Beispiel sind die Zimmer in Hotels. Ich achte immer darauf, wie viele Steckdosen es gibt, wie teuer das W-Lan ist (es darf eigentlich heutzutage gar nichts mehr kosten in Zeiten von UMTS und LTE) und vor allem auch, wie schnell und wie verfügbar.

Ebenso ist es spannend zu sehen, ob der Frühstücksbereich liebevoll ausgestattet ist, oder eher funktional. Macht man sich Gedanken über verschiedene Essgewohnheiten (Englisches Frühstück, Kontinental, Vegetarisch)?

Ist das Bad eine weiße Kachelwüste oder gibt es schöne Akzente?

Es sind einfach die kleinen Dinge, auf die ich mittlerweile achte, und die für mich den Unterschied machen zwischen zufriedener Kunde und glücklicher Kunde, der auch wieder kommt.