Apple schreibt uns vor, was wir gut finden sollen, der Patenttroll tobt

Ganz grosses Kino, Apple lässt per einstweiliger Verfügung den Verkauf des Samsung Galaxy Tabs 10.1 in Europa verbieten. Da fällt mir eigentlich nur noch Joschka Fischers berühmtes Zitat ein. Mit Verlaub Herr Jobs, sie sind ein ……… . Hätte ich früher vielleicht noch Apple Produkte in die engere Wahl gezogen, so kann ich jetzt nur noch kopfschüttelnd mich abwenden. Wer eine Produktmonokultur betreibt und seinen Jüngern kleinste Verbesserungen, die andere schon längst anbieten als grosse Errungenschaft anpreist, der muss wohl gegen die besseren Produkte der Konkurrenz klagen. Ganz unterste Schublade lieber Steve.

Diesen Mist haben schon andere vor dir getrieben und sind damit ganz böse abgestürzt. Und vielleicht weißt du es ja nicht, aber es gibt auch noch Menschen, die selbst entscheiden wollen, welches Produkt sie kaufen. Wer das Galaxy Tab mit dem IPad vergleicht muss wirklich technologisch so ziemlich gar keine Ahnung haben, um deinen Vorwurf richtig zu finden. Das ist schon nicht mehr Äpfel mit Birnen verglichen, sondern Äpfel mit Honigmelonen. Um welche Patente es genau geht? Um diese.

Ich bin für Vielfalt statt Einfalt. Also bitte, Steve, hör auf, deine Konkurrenz wegzuklagen, nur weil sie Tablets entwickeln, die dir und deiner Monokultur Konkurrenz machen. Deine Produkte sind nur Produkte. Keine Heiligtümer, keine Reliquien. Und es gibt Menschen, die kotzt deine grossspurige Arroganz und dein Patentgetrolle schlichtweg an.

Vor allem, wenn man sich folgendes Bild ansieht, und sich mal fragt, wer hier wohl von wem geklaut hat.

Na, wer hat hier wohl von wem geklaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update: Auch Sascha Pallenberg findet ein paar treffende Worte zu dem schwachsinnigen Gehabe im Moment. Und er findet ein nettes Bild, das zeigt, dass es doch tatsächlich auch vor Apple schon Tablets mit abgerundeten Ecken gab. Welche Provokation. Bitte Steve, klag sie weg.

 Bert Keely, der im Jahre 2000 auf der Comdex in Vegas folgendes Produkt und damit die Tablet PC Vision von Microsoft zeigte:
Bert Keely , der im Jahre 2000 auf der Comdex in Vegas folgendes Produkt und damit die Tablet PC Vision von Microsoft zeigte:

 
Update: Es wird alles noch viel grössenwahnsinniger, als ich mir das überhaupt ausmalen konnte: Nach neuesten Informationen will Apple offensichtlich den Verkauf aller Samsung Geräte aus der Galaxy Serie verbieten. Was ich von Apples aktueller Patenttrollpolitik halte, verbietet mir meine gute Kinderstube zu schreiben. Ich hoffe aber, dass die Gerichte zum Wohle des Verbrauchers urteilen und Apple ordentlich abwatschen. DAS darf nicht rechtens sein, sonst können uns Unternehmen in Zukunft dank ihrer Patentportfolios vorschreiben, was wir zu nutzen haben!

Blogparade: Zeig uns deinen Kaffeevollautomaten

Wieder eine Aktion aus der Reihe „interessante Blogparaden“. Der Blog „Bankdudler“ ruft auf, den eigenen Kaffeevollautomaten zu zeigen und über die eigenen Erfahrungen zu berichten. Hier also unser Prachtstück, eine Nivona 750, die damals knapp 1000 Euro gekostet hat:

Der Automat macht einen wunderbaren Latte Machiatto, Espresso und Kaffee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Automaten bisher gemacht?

Sehr gute, es gab in dem Jahr, das wir den Automaten nun besitzen noch keinerlei Probleme, die Maschine arbeitet zuverlässig.

Was ist das Besondere an deinem Automaten?

Die einfache Bedienung ist eines der Highlights. Ob der Automat neues Wasser braucht, gespült werden muss, entkalkt, alles wird in Klartext angezeigt und jeder Schritt wird angekündigt. Zudem macht der Automat hervorragende Kaffees und ist sehr pflegeleicht. Und dank des besonderen Designs passen auch sehr hohe Gläser unter den Auslaß.

Hatte dein Automat schon mal eine Reparatur ?

Nein, wir hatten noch keinen Reparaturfall, wenn, so können wir aber zu dem Händler, der uns das Gerät verkauft hat. Und dort würde er problemlos versorgt.

Was ist deine Lieblingskaffeesorte und warum?

Wir haben  eine Lieblingskaffeesorte, Kaffee einer kleinen Rösterei aus Heilbronn namens „ Hagen Kaffee

Mit welcher Einstellung am Automaten trinkt du deinen Kaffee am liebsten?

Also wir haben zwei Einstellungen. Beide lieben wir Latte Macciatto den ich in der Einstellung sehr stark, meine Frau in der Einstellung mild trinkt.

Nutzt du gemahlenen Kaffee?

Nein.

Wieviele Tassen Kaffee hat deine Maschine schon gebrüht?

2700 Tassen Kaffee wobei es dabei meist Latte Macciatto war, also kann man, was die reine Kaffeemenge angeht auch sagen, 2700 grosse Tassen oder 5400 kleine Tassen.

Würdest Du Dir den Automaten nochmal kaufen?

Definitiv, denn der Preis ist durch die Qualität und die Leistung der Maschine mehr als gerechtfertigt.

Gibt es DEN Automaten für dich? Dein Traumgerät?

Es gibt kein Traumgerät aber es gibt eine Art von Firma, deren Produkte ich schätze. Nivona haben wir gewählt, weil sie weniger Wert auf Werbung, dafür aber viel Wert auf Qualität und praktisches Design legen.

Der Aufstieg des Ebooks als Chance für das gedruckte Buch

Es gibt nicht nur die negativen Aspekte, beim Aufstieg des EBooks und seinem Konkurrenzkampf mit dem klassischen Buch.

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Das Paperback der Zukunft? Immer mehr Menschen lesen nicht auf Papier oder EInk sondern direkt auf dem Smartphone.

Blicken wir in die Vergangenheit, so gab es schon häufiger technische Neuerungen, die angeblich das Ende einer anderen „Kulturtechnik“ einläuten sollten.

Für mich ist der Aufstieg des EBooks auch eine Chance. Denn ich sehe das EBook vor allem in Konkurrenz zum billigen Taschenbuch, das nicht genossen, gelesen, erlebt sondern konsumiert wird. Für mich besteht die große Chance für das gedruckte Buch und speziell für das Hardcover, wenn es sich ein wenig aus dem Konsumzirkus zurückzieht und sich wieder zum Kulturgut stilisiert. Hochwertiger Druck, eleganter Einband. Das gedruckte Buch ist nicht tot, es sollte sich nur neu erfinden im Sinne eines Fokussierens auf die Qualität und weniger die Quantität. Will ich ein Buch lesen, weiß aber nicht, ob mir Autor oder Inhalt wirklich zusagen, griff ich bislang zum gedruckten Paperback. Mit der Ankunft des Ebooks landen solche Geschichten bei mir eher auf dem EBook Reader.

Aber es gibt auch Romane und Autoren, die sind mir ein weiteres Lesen wert. Und hier möchte ich (sicher eine spezielle Einstellung, die ich aber in Gesprächen mit anderen Literaturliebhabern so oder ähnlich wiederfinde) das wertige, das papierene Buch. Ich möchte es im Regal sehen, möchte schon durch seine visuelle Präsenz daran erinnert werden. Denn ein rein digitales Buch ist längst nicht so präsent in meinem Alltag.

Und geben wir Bücherwürmer es doch offen zu. Auch der Blick aufs gefüllte Regal mit all den gerne und wiederholt gelesenen Autoren fehlt. Und auch hier prophezeie ich einen Wandel. Weg vom billigen Hardcover zurück zu wertigen Büchern, mit eleganten Umschlägen, Golddruck und Lesebändchen. Das gedruckte Buch wird sicher Marktanteile verlieren. Aber es hat auch, wenn die Verlage das erkennen die Chance, als Kulturgut und als Objekt von Wert an Bedeutung zu gewinnen.

Ähnliches haben wir schon häufiger erlebt. Trotz der Ankunft des Kugelschreibers werden auch heute noch Füller verkauft. Trotz Keyboard und E-Piano findet sich in so manchem Haushalt das hochwertige Klavier. Ganze Kataloge leben vom Angebot wertiger, aber eigentlich „veralteter“ Produkte (Manufactum hat dies quasi zum Kult erhoben).

Für mich werden EBook und „klassisches Buch“ koexistieren. Das eine als Konsumgut, das andere als Kulturgut.

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt Dinge, die ich nicht können will. Warum wir Mitarbeiter anders sehen sollten.

Update: Weil zu Recht angemerkt wurde, es könne für manchen Leser wie Wunschkonzert wirken. Natürlich muss jeder von uns auch Dinge tun, die er oder sie nicht so mag. Natürlich kann ich nicht immer nur das tun, was ich mag. Aber hier wie überall gilt mein ewiges Credo. Nie schwarz oder weiß denken. Ich biete hier EINE Sicht auf die Dinge. Fokusiert auf das, was mir hier wichtig ist, denn: Es geht um die grosse Richtung. Also :

Manche Gespräche entstehen aus einem Zufall heraus, und liefern ungeahnte wichtige Impulse. Da ich mich schon des längeren mit Fragen der Motivation, der Arbeitsorganisation und dem „richtigen“ Umgang mit dem Menschen als Arbeitskraft befasse, war für mich ein Gespräch mit einer Kollegin heute von ungeahnter Inspiration.

Oft fragen wir, wenn wir einen Mitarbeiter für ein Projekt suchen, was sind seine Skills, was kann er. Und oft wird der Mitarbeiter dann der Aufgabe zugeteilt, ohne die absolut wichtigste Frage von allen zu stellen: WAS WILL ER?

Sicher, ich habe Mitarbeiter A  in die Schulungen zum Projektmanagement  oder Zeitmanagement geschickt, und er hat auch an allen ohne Murren teilgenommen. Das heißt aber letztlich nur, er KANN die Techniken des Projekt- oder Zeitmanagements anwenden. Aber WILL er das auch? Steht er hinter dem Gelernten? Findet er es richtig? Das ist die  Frage. Denn ich kann einem Menschen zwar das Wissen über eine bestimmte Vorgehensart vermitteln. Aber ich kann ihn letztlich maximal zur Anwendung überreden, ihn also zum Können befähigen. Das Wollen liegt nicht in meinem Ermessen. Das heißt nun nicht, dass der Mitarbeiter deshalb weniger wert wäre. Im Gegenteil, eine der wichtigsten Führungsaufgaben, und auch das habe ich dankenswerterweise aus einer Schulung meiner  Firma gelernt  (ja und auch lernen wollen 😉 ) ist, was will mein Mitarbeiter. Es ist elementar, zumindest in groben Ansätzen den Mitarbeiter mit seinen Vorlieben zu kennen. Ich kann keinen leidenschaftlichen PHP  Entwickler einfach durch eine Schulung zum leidenschaftlichen Java Entwickler machen. Ebensowenig kann ich einen kreativen Kopf in die Zwänge von Planungssheets, Exceltabellen und Präsentationsmarathons sperren.

Das mag der Mitarbeiter zwar noch handwerklich schaffen, aber er ist nicht mit dem Herz dabei. Er wird nie „Flow“ erleben, wird nie aus einer inneren, einer intrinsischen Motivation arbeiten, sondern stehts nur durch den Hintergedanken „ich muss, weil mein Chef das so will“. Wir alle haben Vorlieben und Aversionen. Und auch das spielt in die Arbeitswelt mit hinein, auch wenn in vielen Führungskräfteköpfen noch da Bild steckt, der Mitarbeiter müsse seine Vorlieben und Abneigungen am Eingang zur Firma ablegen. Wir alle sind Menschen und bleiben das auch im Beruf.

Und man darf nicht vergessen. Ein Mensch, der eine Aufgabe mit Leidenschaft macht, weil er sie machen will, der wird nicht nur mehr leisten, der wird dies auch gerne tun. Das heißt, er ist glücklich. Und wie wir ja immer häufiger lesen können. Geld ist nicht alles, viele Bereich haben entdeckt, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter auch auf die Zufriedenheit der Kunden durchschlägt. Glück als Geschäftsfaktor sollte völlig neu bewertet werden. Und Mitarbeiter sollten wollen UND nicht wollen dürfen. Der Satz: „Diese Arbeit will ich nicht tun“ sollte enttabuisiert werden.

P.S. Und einer netten Kollegin einen großen Dank für ein sehr anregendes und wichtiges Gespräch. Oft kommen die wichtigen Impulse des Lebens zu ungeahnter Zeit und an ungeahntem Ort.

Autorenwettbewerb bei Eleboo

Eleboo startet mit dem 2. Autorenwettbewerb.

Dieses Mal geht es um Kurzgeschichten. Autoren haben die Wahl zwischen den Themen

„Mein Nachbar – ein Killer“

oder

„Achmed! Mein deutscher Nachbar“.

Die Kurzgeschichten müssen bis zum 30.September 2011 eingereicht werden, um dann von einer Jury bewertet zu werden. Zudem fließen die Leserbewertungen mit in den Juryentscheid ein.

Dem Gewinner wird eines seiner Werke professionell lektoriert und den zahlreichen Partnerverlagen der OstseeMedia zur Publikation angeboten. Hierbei handelt es sich nicht um Druckkostenzuschussverlage.

Genauere Infos zum Ablauf des Wettbewerbs unter http://www.eleboo.de/ebook-blog/42-eleboo-news.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die digitale Kleinbildkamera wird verschwinden

Löst die digitale Kamera eines Smartphones bald die digitale Kleinbildkamera ab?

Ganz ehrlich. Seitdem mein Smartphone eine Kamera eingebaut hat, mit der ich qualitativ hochwertige Schnappschüsse machen kann, lasse ich die eigentliche Digitalkamera immer öfter zu hause. Meist will ich die Fotos, die ich schiesse ja im Netz teilen, gleichzeitig nicht unnötig viele Gerätschaften herumschleppen und mir auch keine Gedanken machen müssen, wie ich die Bilder hochlade.

 

Und da genau bietet mir mein Smartphone immense Vorteile. Bilder, die ich mit meinem Android Smartphone mache, werden mittlerweile vollautomatisch in meinen privaten Bereich auf Google plus hochgeladen, und ich kann sie noch online via Smartphone auf Google+ nach Belieben mit Circles oder Personen teilen oder privat für mich speichern. Eigentlich warte ich nur noch drauf, dass in einem gewissen Maß auch ein analoger Zoom in Smartphones auftaucht. Dann sehe ich für den Schnappschussfotografen keinen Grund mehr, sich noch eine zusätzliche Kleinbildkamera anzuschaffen. Zumal dann auch Geotagging der Bilder möglich ist und sie extrem einfach mit Freunden geteilt werden können.

Ich wage die Prognose: In ca. 5 Jahren werden mehr Smartphones mit eingebauter Kamera und dann vorhandenem analogen Zoom genutzt als digitale Kleinbildkameras.

 

 

 

Die Qualität dieses Smartphone Fotos dürfte für die meisten Gelegenheitsfotografen mehr als ausreichend sein.

 

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk für einen ganz besonderen Menschen

Daß ich ein Fan des Roterfaden Taschenbegleiters bin, ist ja nun hinlänglich bekannt. Aber auch meine Frau werde ich heute mit einer „Sonderedition“ überraschen. Und zwar mit einer ganz besonderen Einlage in ihren ganz persönlichen A6 Taschenbegleiter:

Die Geburtstagssonderedition (die Einlage ist natürlich selfmade), Außenmaterial schwarzer Tanzboden, Innenmaterial Filz Petrol, klassisches Design, da vorrätig binnen zwei Tagen angekommen also perfekt zeitlich abgestimmt. Danke roterfaden.de für die zuverlässige Lieferung und die schöne Arbeit!