Es gibt Dinge, die ich nicht können will. Warum wir Mitarbeiter anders sehen sollten.

Update: Weil zu Recht angemerkt wurde, es könne für manchen Leser wie Wunschkonzert wirken. Natürlich muss jeder von uns auch Dinge tun, die er oder sie nicht so mag. Natürlich kann ich nicht immer nur das tun, was ich mag. Aber hier wie überall gilt mein ewiges Credo. Nie schwarz oder weiß denken. Ich biete hier EINE Sicht auf die Dinge. Fokusiert auf das, was mir hier wichtig ist, denn: Es geht um die grosse Richtung. Also :

Manche Gespräche entstehen aus einem Zufall heraus, und liefern ungeahnte wichtige Impulse. Da ich mich schon des längeren mit Fragen der Motivation, der Arbeitsorganisation und dem „richtigen“ Umgang mit dem Menschen als Arbeitskraft befasse, war für mich ein Gespräch mit einer Kollegin heute von ungeahnter Inspiration.

Oft fragen wir, wenn wir einen Mitarbeiter für ein Projekt suchen, was sind seine Skills, was kann er. Und oft wird der Mitarbeiter dann der Aufgabe zugeteilt, ohne die absolut wichtigste Frage von allen zu stellen: WAS WILL ER?

Sicher, ich habe Mitarbeiter A  in die Schulungen zum Projektmanagement  oder Zeitmanagement geschickt, und er hat auch an allen ohne Murren teilgenommen. Das heißt aber letztlich nur, er KANN die Techniken des Projekt- oder Zeitmanagements anwenden. Aber WILL er das auch? Steht er hinter dem Gelernten? Findet er es richtig? Das ist die  Frage. Denn ich kann einem Menschen zwar das Wissen über eine bestimmte Vorgehensart vermitteln. Aber ich kann ihn letztlich maximal zur Anwendung überreden, ihn also zum Können befähigen. Das Wollen liegt nicht in meinem Ermessen. Das heißt nun nicht, dass der Mitarbeiter deshalb weniger wert wäre. Im Gegenteil, eine der wichtigsten Führungsaufgaben, und auch das habe ich dankenswerterweise aus einer Schulung meiner  Firma gelernt  (ja und auch lernen wollen 😉 ) ist, was will mein Mitarbeiter. Es ist elementar, zumindest in groben Ansätzen den Mitarbeiter mit seinen Vorlieben zu kennen. Ich kann keinen leidenschaftlichen PHP  Entwickler einfach durch eine Schulung zum leidenschaftlichen Java Entwickler machen. Ebensowenig kann ich einen kreativen Kopf in die Zwänge von Planungssheets, Exceltabellen und Präsentationsmarathons sperren.

Das mag der Mitarbeiter zwar noch handwerklich schaffen, aber er ist nicht mit dem Herz dabei. Er wird nie „Flow“ erleben, wird nie aus einer inneren, einer intrinsischen Motivation arbeiten, sondern stehts nur durch den Hintergedanken „ich muss, weil mein Chef das so will“. Wir alle haben Vorlieben und Aversionen. Und auch das spielt in die Arbeitswelt mit hinein, auch wenn in vielen Führungskräfteköpfen noch da Bild steckt, der Mitarbeiter müsse seine Vorlieben und Abneigungen am Eingang zur Firma ablegen. Wir alle sind Menschen und bleiben das auch im Beruf.

Und man darf nicht vergessen. Ein Mensch, der eine Aufgabe mit Leidenschaft macht, weil er sie machen will, der wird nicht nur mehr leisten, der wird dies auch gerne tun. Das heißt, er ist glücklich. Und wie wir ja immer häufiger lesen können. Geld ist nicht alles, viele Bereich haben entdeckt, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter auch auf die Zufriedenheit der Kunden durchschlägt. Glück als Geschäftsfaktor sollte völlig neu bewertet werden. Und Mitarbeiter sollten wollen UND nicht wollen dürfen. Der Satz: „Diese Arbeit will ich nicht tun“ sollte enttabuisiert werden.

P.S. Und einer netten Kollegin einen großen Dank für ein sehr anregendes und wichtiges Gespräch. Oft kommen die wichtigen Impulse des Lebens zu ungeahnter Zeit und an ungeahntem Ort.

Autorenwettbewerb bei Eleboo

Eleboo startet mit dem 2. Autorenwettbewerb.

Dieses Mal geht es um Kurzgeschichten. Autoren haben die Wahl zwischen den Themen

„Mein Nachbar – ein Killer“

oder

„Achmed! Mein deutscher Nachbar“.

Die Kurzgeschichten müssen bis zum 30.September 2011 eingereicht werden, um dann von einer Jury bewertet zu werden. Zudem fließen die Leserbewertungen mit in den Juryentscheid ein.

Dem Gewinner wird eines seiner Werke professionell lektoriert und den zahlreichen Partnerverlagen der OstseeMedia zur Publikation angeboten. Hierbei handelt es sich nicht um Druckkostenzuschussverlage.

Genauere Infos zum Ablauf des Wettbewerbs unter http://www.eleboo.de/ebook-blog/42-eleboo-news.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die digitale Kleinbildkamera wird verschwinden

Löst die digitale Kamera eines Smartphones bald die digitale Kleinbildkamera ab?

Ganz ehrlich. Seitdem mein Smartphone eine Kamera eingebaut hat, mit der ich qualitativ hochwertige Schnappschüsse machen kann, lasse ich die eigentliche Digitalkamera immer öfter zu hause. Meist will ich die Fotos, die ich schiesse ja im Netz teilen, gleichzeitig nicht unnötig viele Gerätschaften herumschleppen und mir auch keine Gedanken machen müssen, wie ich die Bilder hochlade.

 

Und da genau bietet mir mein Smartphone immense Vorteile. Bilder, die ich mit meinem Android Smartphone mache, werden mittlerweile vollautomatisch in meinen privaten Bereich auf Google plus hochgeladen, und ich kann sie noch online via Smartphone auf Google+ nach Belieben mit Circles oder Personen teilen oder privat für mich speichern. Eigentlich warte ich nur noch drauf, dass in einem gewissen Maß auch ein analoger Zoom in Smartphones auftaucht. Dann sehe ich für den Schnappschussfotografen keinen Grund mehr, sich noch eine zusätzliche Kleinbildkamera anzuschaffen. Zumal dann auch Geotagging der Bilder möglich ist und sie extrem einfach mit Freunden geteilt werden können.

Ich wage die Prognose: In ca. 5 Jahren werden mehr Smartphones mit eingebauter Kamera und dann vorhandenem analogen Zoom genutzt als digitale Kleinbildkameras.

 

 

 

Die Qualität dieses Smartphone Fotos dürfte für die meisten Gelegenheitsfotografen mehr als ausreichend sein.

 

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk für einen ganz besonderen Menschen

Daß ich ein Fan des Roterfaden Taschenbegleiters bin, ist ja nun hinlänglich bekannt. Aber auch meine Frau werde ich heute mit einer „Sonderedition“ überraschen. Und zwar mit einer ganz besonderen Einlage in ihren ganz persönlichen A6 Taschenbegleiter:

Die Geburtstagssonderedition (die Einlage ist natürlich selfmade), Außenmaterial schwarzer Tanzboden, Innenmaterial Filz Petrol, klassisches Design, da vorrätig binnen zwei Tagen angekommen also perfekt zeitlich abgestimmt. Danke roterfaden.de für die zuverlässige Lieferung und die schöne Arbeit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeitung zensiert Kommentar zum Osloer Attentat, weil islamistischer Hintergrund vermutet wird.

Ganz schlechte Strategie: Die Fuldaer Nachrichten ließen offensichtlich einen Kommentar zum Osloer Attentat online gehen, in dem ein Herr Schermer gleich wieder den üblichen islamistischen Hintergrund hinter den Vorfällen vermutet. Als nun in verschiedenen Plattformen und Blogs dieser Artikel hämisch diskutiert wurde, hat die Redaktion die schlechteste aller Notbremsen gezogen, und den Artikel aus dem Auftritt entfernt: Aber das Netz vergisst nicht und so ist der Inhalt des Artikels längst in diversen Blogs und Konten gesichert. Auch der Google Cache kennt den Artikel noch: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/uberregional/politik/Thema-Keine-Entwarnung;art276,430634

 

 

Tja, man sollte sich vielleicht auch mal informieren. Denn von den 249 Terroranschlägen im Jahr 2010 hatten LEDIGLICH 3 einen islamistischen Hintergrund.

Buchrezension von Peter Märkerts Ruhrgebietskrimi „Jeder Einzelne“

Peter Märkert, Jeder Einzelne - Ein Ruhrgebietskrimi. Erschienen im Brockmeyer Verlag

Ein Ruhrgebietskrimi, Aus einem mir unbekannten Verlag und von einem mir unbekannten Autor.

Quasi in gewissem Sinne ein doppeltes Wagnis, da ich für gewöhnlich kein typischer Krimileser bin und auch mit Büchern nichts anfangen kann, die zu sehr dem Lokalkolorit verhaftet sind. Insofern las ich die ersten Seiten von „Jeder Einzelne“ mit einer recht kritischen Grundhaltung.

 

Auch der Stil war für mich am Anfang ungewohnt. Der Erzähler nutzt die Gegenwartsform, berichtet jeweils aus der Sicht des handelnden Hauptprotagonisten der Szene. Doch nach einigen Seiten fällt dies nicht mehr auf, fügt sich sogar recht gut in die gesamte Erzählung. Man bekommt den Eindruck, Auszüge aus den Tagebüchern der Beteiligten zu lesen. Quasi wirklich live beim Geschehen dabei zu sein.

Die zu Grunde liegende Geschichte ist wohl am besten mit dem beschreibenden Text des Verlages abgedeckt:

Zitat: „Nichts geschieht ohne Grund, sagt Lucas in der Untersuchungshaft. Es ist immer nur ein Kreis, der sich schließt. Wer trägt die Verantwortung an Christinas Tod? Wer hat ihr die K.-o.-Tropfen gegeben? Sie nackt in die Ruhr geworfen? Die Justiz verdächtigt ihren Freund Marco Kröner. Er brachte Christina in der fraglichen Zeit von Köln nach Bochum. Bei ihm wurde das Fläschchen mit Liquid Ecstasy gefunden, das ihren Tod verursachte. Der Richter verhängt Untersuchungshaft, der Pflichtverteidiger verspricht eine milde Strafe, wenn Marco gesteht. Nur seine Schwester und Lena glauben an seine Unschuld, verdächtigen Rainer Dahlke, der sich in der Nacht mit Christina treffen wollte, und Olaf Klein, Marcos seltsamen Nachbarn. Lena erhofft sich Hinweise von Alessa Hauser, der besten Freundin der Toten. Besucht sie in einer Drogenklinik und spürt, dass Alessa mehr weiß, als sie sagt. Bei einem späteren Anruf in der Klinik erfährt sie, dass Alessa nach dem Besuch aus der Klinik entwich. Um den Mörder zu treffen?…“

Interessant ist nicht nur die Erzählform. In einer Melange aus Ermittlungen des Freundeskreises von Marco und dem Blick Marcos auf die Geschehnisse selbst, deckt sich im ersten Teil des Buches, den ich grob über das erste Drittel verorten würde langsam das wahre Geschehen auf. Dann werden verschiedene potentielle Täter eingeführt und zum Schluss, abgedeckt vor allem durch die Gerichtsszene der wahre Mörder vorgeführt. Hier greife ich sicher nicht vor, wenn ich sage, das Marco nicht der Täter ist. Aber wer nun wirklich zur Rechenschaft gezogen wird, erfährt der wache Leser bereits nach knapp zwei Dritteln des Buches.

Sehr gut gelungen aber, wie dann die Spannung bis fast zur letzten Seite aufrecht erhalten wird und man dennoch mit dem Hauptprotagonisten mitfiebert.

Stilistisch ist das Buch wie bereits erwähnt in der Gegenwartsform geschrieben: „……“So plötzlich“ Kramer lacht auf. Schulz mischt sich ein, sagt langsam und betont…“

Diese Erzählform ist sonst nicht ganz so mein Geschmack, lässt sich aber hier mit der Dynamik und der Authentizität der Story recht gut rechtfertigen. Kurze Sätze, teilweise bewußt gewählte Wiederholungen des Satzbaus um Geschwindigkeit, ja Hast zu vermitteln, geben der Geschichte eine Geschwindigkeit, die einen spätestens nach Eintritt des Anwalts Dr. Baum in die Erzählung und erste Spuren bei den Ermittlungen durch Lena in das Geschehen zieht.

Der 220 Seiten starke Roman ist ein handwerklich sehr gut gemachter, dynamischer Krimi, der zwar aus der Region kommt aber sich nicht im reinen Zelebrieren des regionalen gefällt. Im Zentrum steht das klassische Who done it eines Krimis, gepaart mit den zum Teil sehr besonderen Lebensgeschichten der Beteiligten.

Für mich ein sehr empfehlenswerter Krimi, wenn ich auch da ich mich nicht ganz mit der Gegenwartsform als Erzählmittel anfreunden konnte nur 4 von 5 Sternen bekommt. Dies aber auch aus meinem persönlichen Geschmack heraus.

Also: [xrr rating=4/5] für „Jeder Einzelne“ von Peter Märkert.

Erschienen ist „Jeder Einzelne“ von Peter Märkert im Brockmeyer Verlag. Das Taschenbuch kostet 12,90€. ISBN 978-3-8196-0752-3.

Mein Dank gilt auch diesmal www.bloggdeinbuch.de für die Plattform und die Auswahl des Verlags und dem Brockmeyer Verlag für das Vertrauen in mein Blog.

Lenovo stellt Android Tablets mit Android 3.1 vor.

So muss ein Tablet aussehen, das mir gefallen könnte. Speziell die Hülle/Tastatur-Lösung und die Dockingstation finde ich ausgesprochen gelungen. Aber seht selbst. (Ist die Businessausführung für um die 600 Euro). Es scheint sich herauszukristallisieren, was ich schon vermutet hatte. Die Tablets werden früher oder später die Netbooks ersetzen. Aber nur, wenn sie wie das Businesstablet von Lenovo mit einer SINNVOLLEN und gebrauchsgerechten Tastatur geliefert werden. Aktuell ist das erste der beiden Videos meine Tabletempfehlung für die nächsten Monate.

Und ein zweites Tablet seht ihr hier im Unboxing: (Quasi die Consumer Version) Preis voraussichtlich 399 Euro.

Blogparade: Wovon sollen wir träumen?

Eine schöne Idee für eine Blogparade hatte das „Schmerzwach Blog“
Die Frage lautet, wovon sollen wir träumen?
Hier meine Träume, die es wert sind, geträumt zu werden.

Ich träume von einer Welt, in der Kindergeschrei nicht mehr als Lärm, sondern als Lebensfreude empfunden wird.

Ich träume von einer Welt, in der die Frage nach alt oder jung, Mann oder Frau irrelevant ist, weil wir jeden Menschen als solchen mit seinen Stärken UND Schwächen akzeptieren.

Ich träume von einer Welt, in der wir nicht konsumieren um des konsumierens willen, in der wir auch teilen, reparieren und verzichten können.

Ich träume von einer Welt, in der Familie und Freunde wichtiger sind als Beruf und Karriere.

Ich träume von einer Welt, in der der Schutz der Umwelt und der Menschenleben wichtiger ist als der Profit der Industrie.

Ich träume von einer Welt, in der wir Menschen nicht wegen ihrer Religion, Hautfarbe, Herkunft hassen.

Ich träume von einer Welt, in der Manager nicht das 100 fache verdienen und in der soziale Berufe besser bezahlt werden als reine Geldherumschubserei.

Ich träume von einer Welt, die es so nie geben wird, die zu erreichen ich aber alles in meiner Macht stehende tun werde.

Denn ich träume von einer Welt, die für meine Kinder zumindest näher kommen soll.