Und nein, das Publikum hatte keine Ahnung.
Mein Fundstück der Woche Wall-E funktionsfähig aus Lego
So etwas finde ich einfach genial. Auf der Brickworld wurde ein funktionsfähiger Wall-E in „vermutlicher“ Originalgrösse vorgestellt, der über Lego Mindstorms Module voll funktionsfähig und steuerbar ist.
Das Internet macht dumm, nicht dumm, dumm, nicht dumm
„Internet macht vielleicht doch nicht dumm!“ schreibt die ZEIT. Ach, natürlich nicht! Eine Technik an sich kann weder dumm, noch schlau machen. Wenn überhaupt, dann ihre Anwendung. Und warum um Himmels Willen sollte das Internet dumm machen? Der Mensch hat in der Geschichte schon mal eine Kulturtechnik entwickelt, die Wissen aus seinem Kopf auslagerte. Man nannte und nennt das Buch. Und offensichtlich sind wir wirklich dümmer geworden, haben keine neuen Erfindungen gemacht, sind nicht zum Mond geflogen, haben keine Computer entwickelt.
Es geht nie darum, ob eine Technologie verdummt, es geht darum, ob der Mensch Wissen intelligent anwendet, ob er schlussfolgern und intelligente Schlüsse ziehen kann. Ich erinnere mich an mein Studium und die Hilflosigkeit der Studenten, die mit ihren super Zeugnissen plötzlich vor einer Wand standen. Sie konnten nicht mehr einfach auswendiglernen, bekamen den Stoff nicht zum Auswendiglernen vorgelegt, sondern sollten sich Wissen erarbeiten. Damit hatte ich überhaupt keine Probleme, weil das für mich schon immer das Spannendste war. Aber so mancher Einser Kandidat wollte schier daran verzweifeln.
Meiner Ansicht nach ist dieses Gerede vom Verdummen des Internets eine Schutzbehauptung all jener, die schon immer Schwierigkeiten mit neuem hatten, die sich nicht wirklich gerne verändern, die ihr Weltbild möglichst lange aufrechterhalten wollen. Sonst müsste ja eigentlich auch jeder Brockhaus zur Verdummung der Menschheit geführt haben.
Ich verdumme nur dann, wenn ich mich entscheide, mich nicht mehr weiterentwickeln zu wollen. Für mich ist aber gerade das Netz und die IT die grösste neue Möglichkeit, mich weiterzubilden. Ich habe Zugriff auf riesige Datenmengen, die für mich extern gespeichert sind, die ich nicht mehr memorieren muss, aus denen ich aber Schlüsse ziehen, Erkenntnis gewinnen kann.
All ihr Kulturpessimisten, wettert nur weiter gegen das Internet. Wir nutzen es derweil, um uns weiterzuentwickeln und intelligenter zu handeln.
Wobei es natürlich für verschiedene Institutionen ausgesprochen ärgerlich ist, wenn der Mensch sich plötzlich unabhängig von Kontrollinstanzen informieren kann. Das haben wir schon früher erlebt, denn der Buchdruck war ein echtes Ärgernis für die Kirche, da sie jetzt nicht mehr mit verlogenen Drohszenarien die Menschen kontrollieren konnte. Schliesslich konnten jetzt ja, oh schlimm, die Menschen das Herrschaftswissen hinterfragen und die Lügen entlarven. Ähnliches passiert auch heute, ich sage nur: Gutenplag.
Oder wie ein altes chinesisches Sprichwort sagt:
Es gibt Menschen, die Fische fangen, und solche, die nur das Wasser trüben.
Lasst uns Fische fangen, während die ganzen Kritiker immer noch mit Wasser trüben beschäftigt sind.
Update: Lustig auch: Spiegel Online behauptet zur selben Studie, das Internet mache vergesslich, so viel zum Thema Qualitätsjournalismus. Leider muss ich sagen, der Artikel zeigt offensichtlich, dass hier nicht wirklich genau gelesen wurde. Schade, so schürt man Vorurteile. Aber wir reden ja von professionellem Journalismus, da kann ich als Blogger ja nur vor Ehrfurcht die Klappe halt: NOOOOOT!
Der Unterschied zwischen Mitarbeiter und Mitunternehmer, Flexibilität 2.0 braucht Freiheit 2.0
Wie oft höre ich in Chats und Gesprächen über die Arbeitswelt der Zukunft die Argumentation: Wir würden ja flexiblere Modelle anbieten, aber unsere Mitarbeiter wollen das gar nicht.
Dazu fallen mir immer zwei Fragen ein. Zum ersten: Haben Sie Ihre Mitarbeiter gefragt? Und haben Sie richtig gefragt?
Wenn ich anbiete, keine Zeit mehr zu erfassen, und dann aber die gesamte restliche Arbeitsorganisation beim Alten lasse wäre jeder Mitarbeiter töricht, der sich auf dieses Spiel einlassen würde, das für sie oder ihn lediglich nach unbezahlten Überstunden schmeckt. Es muss dann auch eine andere Arbeitskultur her, die nicht mehr ortsgebunden ist. Flexibilität muss dann auch räumlich möglich sein. Viele Wissensarbeiter benötigen für ihre Arbeit lediglich einen Notebook und einen Zugang zum Firmennetz. Warum dann ins Büro fahren? Das geht auch von zu hause aus.
Zum anderen stellt sich mir oft die Frage: Wen haben Sie gefragt? So böse das klingen mag, aber gerade die High Potentials die Menschen mit Schlüsselskills wünschen sich oft eine bessere Balance zwischen Beruf und privat, und gerade dort ist der Wunsch nach der Möglichkeit, auch mal zu hause zu arbeiten gross. Ebenso die jungen Berufsanfänger mit den neuesten Skills, die aber bei weitem weniger Wert auf Karriere legen, die eine gute Balance zwischen dem privaten und dem beruflichen Leben fordern. Frage ich aber langjährige Mitarbeiter, die ihr gesamtes Lebenskonzept auf den 9-17 Uhr Job ausgerichtet haben, so werden diese solch neuen Freiheiten generell erst mal misstrauen, ebenso wie so mancher Betriebsrat. Auch bei den Mitarbeitern erfordern neue Arbeitsmodelle ein Umdenken, mehr Selbstverantwortung und die Begabung dazu, auch die eigenen Wünsche wichtig zu nehmen.
Wollen wir wirklich alle an der Arbeitszeit gemessen werden, oder lieber am Arbeitsergebnis? Und wollen wir ein getrenntes Arbeits- und Privatleben, ein Privatleben, das nur noch auf die Regenerierung für den Beruf abzielt (Work Life Balance, wobei die Balance immer die Arbeitskraft erhalten soll) oder wirkliche Work-Life Integration, bei der wir ein Mensch aus einem Guss sind, und nicht unser Wesen am Werkstor abgeben und das Privatleben der Karriere unterordnen. Also ich wünsche mir letzteres. Aber ich bin ja auch wie manche meiner Bekannten, Kollegen und Leser sagen: Komisch 😉
Und noch ein Aspekt bekommt immer mehr Gewicht. Der Trend zum „BYOD“ also Bring you own device. Da hat zum Teil die IT Abteilung gar nicht mehr viel mitzureden. Diejenigen, die es gewohnt sind, ihren Freundeskreis auf Facebook oder Google+ zu pflegen und ebenso ihre beruflichen Kontakte erwarten, dies auch am Arbeitsplatz tun zu können. Auch hier vermilzt zwangsläufig privat und Beruf. Wer hier mit strengen Verboten arbeitet, wer hier glaubt, nur ein 100% für die Firma arbeitender Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter sollte sich dringenst fragen, warum Firmen wie Google, IBM, Microsoft so erfolgreich sind? Dort wird den Mitarbeitern eben nicht alles verboten, was auch nur irgendwie nicht nach 100% Humanressourcenauslastung klingt. Wir wissen schon seit langem, dass eine produktive Tätigkeit gerade bei Wissensarbeitern maximal während 70% der Arbeitszeit möglich ist. Aber wir tun immer noch so, als müsste jeder Mensch am Eingang zur Firma zu einem Arbeitsautomaten mutieren. Get real, sage ich da nur. Smartphones, Tablets, Netbooks die auch schon mal einen ganzen Tag laufen. Wir können sie alle verbieten, den Arbeitnehmer zur Arbeitsmaschine verdammen. Aber das fördert weder Motivation noch Loyalität zum Arbeitgeber. Wer seinen Mitarbeitern vermittelt, dass man sie zur Arbeit tragen muss, dass man sie kontrollieren muss, damit die passenden Ergebnisse herauskommen, der wird auch genau solche Mitarbeiter bekommen. Wer Mitunternehmer will, muss auch Freiheiten zulassen.
Von missionarischem Eifer und der Gefahr der Vorverurteilung: Der Fall Crossrider versus Community
Tja, gestern gab es ja einen grossen Aufruf wegen zweier Plugins für Google+, die im Verdacht standen, Malware einzuschleusen. Das hat sich nun nach einer Stellungnahme der Entwickler als Fehlalarm herausgestellt: Auch ich hatte nachdem ich die ersten Warnungen gelesen hatte meinerseits vor den Plugisn gewarnt. Aber ich werde mich hier entschuldigen, denn wie ich jetzt dank der Stellungnahme erfahren habe, hat der scheinbare „Aufdecker der Gefahr“ dies zuerst ins Netz posaunt, und sich gar nicht mit den Entwicklern in Verbindung gesetzt.
Sowas geht nun gar nicht, denn damit kann man einem Startup ganz schnell das Genick brechen. Und die Faktenlage, wie sie sich mir jetzt darstellt lautet. Gut, unsauber in Teilen programmiert. Aber ohne böse Absicht und vor allem. Die Schlagzeilen Richtung Malware sind hoffnungslos überzogen und so nicht akzeptabel!
Bitte, wenn man schon Sicherheitslücken aufdeckt, dann zunächst direkt an die Entwickler wenden. Nur wenn die nicht reagieren ist eine Warnung von solcher Tragweite gerechtfertigt. Und ich muss mir auch an die eigene Nase fassen. Weil mir die Sicherheit meiner Leser am Herzen lag, hab ich da auch „überreagiert“. Es hätte gereicht, den Link zunächst zu deaktivieren, bis der Malware Vorwurf verifiziert ist.
Update: Stellungnahme von Crossrider erschienen, die Sache klärt sich langsam
UPDATE: Es gibt mittlerweile eine offizielle Stellungnahme von crossider, der Firma, die die Plugins verfasst hat. Ganz beruhigt bin ich dennoch nicht, aber die Vorwürfe in Richtung Malware oder Trojaner sind definitiv übertrieben.
Insofern habe ich beide Links im ursprünglichen Artikel wieder aufgenommen mit einem Verweis auf diesen Artikel. Definitiv hat der Autor, der scheinbar diese Falle aufgedeckt hat nicht, wie ich das machen würde zunächst mit den Entwicklern gesprochen. Das ist für mich definitiv auch sehr schlechter Stil und auch in der Reaktion auf die Stellungnahme gefällt mir der Tonfall nicht wirklich. Ich werde das Thema weiter beobachten aber hebe meinen Bann für beide Plugins auf. Letztlich müsste jeder, der keine Einfallstore für Trojaner haben will, Javascript ausschalten oder noch besser, gar nix aus dem Internet installieren.
Hier sollten sich beide Seiten wohl eher etwas aufeinander zubewegen. Bugs, die als Exploit dienen können haben schliesslich sogar Betriebssysteme.
Ende Update:
Ich hatte ja in einem früheren Artikel zwei Plugins empfohlen, die Facebook und Twitter in Google+ integrieren.
www.stadt-bremerhaven.de meldet jetzt, dass das Facebook Plugin unter dem Verdacht steht Schadcode enthälten zu können. Genauer gesagt lädt das Plugin offensichtlich ein Javascript von einem anderen Server nach. Weitere Infos findet ihr bei http://spam.tamagothi.de/2011/07/10/dringende-warnung-vor-googlefacebook/ .
UND NOCHMAL. IHR HABT KEINEN !!!! TROJANER INSTALLIERT. Aber die Plugins nutzen eine Technik, die offensichtlich missbraucht werden kann .
Und noch ein Google+ Fundstück: Surplus Popup Alarme für Google+
Wer die Popups von Tweetdeck vermisst, sobald eine Aktion auf Google+ geschieht, in die man involviert ist wie z.B. die Aufnahme in einen Circle oder die Weiterleitung eines eigenen Beitrags sollte sich Surplus ansehen.
Ist diese Erweiterung aktiv, erscheint auf dem Desktop ein Popup, sobald eine Aktion mit eigener Beteiligung geschieht und auf Wunsch ertönt auch ein akustisches Signal.

So integriert man Facebook und Twitter in Google+ mit Google Chrome
Bitte lest folgenden Artikel zuvor und macht euch selbst einen Reim drauf.
Update: Stellungnahme von Crossrider erschienen, die Sache klärt sich langsam
Meiner Ansicht nach sind beide Tools definitiv keine Trojaner und haben auch keine solche Intention. Offensichtlich ist man aber bei der Entwicklung, sagen wir mal etwas unglücklich vorgegangen.
Eigentlich ganz simpel. Man muss nur die beiden Plugins : Google+Tweet und Google+Facebook in Chrome installieren, (beides Erweiterungen) und schon sieht die Google+ Seite etwas anders aus:
Damit hat man jetzt zwei neue Reiter für die Streams von Twitter und Facebook. Elegant, einfach und spart den dauernden Wechsel.
Generell würde ich spätestens mit dem Einstieg in Google+ empfehlen, einen intensiven Blick auf Google Chrome zu werfen. Hier gibt es sehr viele sehr gute Plugins für Google+ und auch für andere Services. Zudem ist der Browser sehr schnell und leichtgewichtig.


