Die Jugendgefährdung aus dem Freundeskreis

„Gut, dass unsere Kinder so einen Papa haben.“ Was als Kompliment meiner Frau an mich wirken könnte ist für mich eher erschütternd. Denn der Hintergrund des ganzen: Unser Ältester besitzt einen Notebook. Mit Linux, damit sind schon mal einige Probleme außen vor. Und ich habe auf unserem Hausrouter entsprechende Filter eingerichtet, die einschlägige Themengebiete blockieren.

Nun bin ich nicht so dumm, zu glauben, damit sei es schon getan. Ich kontrolliere auch regelmässig, was die Filter wann so an Themen abgefangen haben. Und immer wieder stelle ich mit Entsetzen fest, was im Freundeskreis meines Sohns wohl so alles üblich sein muss. Auffallend genau zu den Zeitpunkten, an dem mein Sohn mit einem Freund auf seinem Zimmer ist und sie online gegangen sind, sind dem Filtersystem doch ein paar Webseiten ins Filternetz gegangen. Man kann die Zeitfenster deckungsgleich bekommen. Interessant wirds dann, wenn man sich ansieht, was kurz zuvor gesucht wurde. Meist wurden Suchanfragen durchgeführt, die in sich völlig harmlos sind aber dann über etwas missglückte Suchergebnisse bei Google auf inakzeptable Angebote führen. Und bevor jetzt gleich wieder der Ruf nach Sperrung laut wird. Es handelt sich um nichts illegales, aber eben um Angebote, die schon auf den Startseiten Material darstellen, dass ich keinem Kind zumuten würde.

Das heißt jetzt nicht, dass alle Freunde meines Sohnes verdorben und mein Sohn ein Engel ist, aber gerade das Zusammensein mit Freunden fördert natürlich auch den „Forscherdrang“ die von den Eltern aufgestellten Grenzen auszuloten und zu zeigen, wie cool man darüber hinweg kann.

Der Filter greift. Jeder, der seine Kinder ins Netz lässt, sollte solche Filter einstellen. JEDER!

Und es heißt auch nicht, dass ich glaube, mein Sohn interessiere sich nicht auch für Müll im Netz. Wer mir gegenüber behaupet: Mein Kind macht so etwas nicht, dem kann ich nur abgrundtiefe Blauäugigkeit bescheinigen.Aber meine Kinder haben zumindest, so weit ich die technische Kontrolle über die Endgeräte habe,
bei uns zu hause keine Möglichkeit, darauf zuzugreifen. Und mit allen spreche ich über diese Themen und versuche ihnen zu erklären, warum ich diese Angebote für nicht akzeptabel halte und ihnen entsprechende ethische und moralische Werte zu vermitteln.
Extrapoliere ich aber die Suchbegriffe, die im Filter unseres Systems auftauchen, sobald ein Freund mit ihm auf dem Zimmer ist, dann muss ich sagen, da kann es in manchen Familien wohl kaum irgendeine Form von Jugendschutz fürs Internet geben, da scheinen manche Kinder offensichtlich freien Zugriff auf pornographische, ja manchmal schon illegale Inhalte zu haben.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Eltern dieser Kinder wissen, in welche psychologische wie rechtliche Gefahr sie sich und ihre Kinder bringen. Und dass der Filter wirkt, erkenne ich schon daran, dass die Menge an Anfragen, die gefiltert werden müssen, deutlich zurückgegangen ist. Es wird wohl gelegentlich noch versucht, aber sobald die Sperrmeldung kommt, merkt man schnell, dass die Jungs sich anderen Themen zuwenden.

Auf jeden Fall muss es jedem Elter klar sein. Nur, weil man sein Kind bei sich zu hause beschützt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht Zugriff auf Müll zum Teil der perversesten Sorte erlangen könnte.

Bei uns im Hausnetz ist Gott sei Dank die Attraktivität des Internets recht gering. Zumal auch Chatforen und Social Media Plattformen NOCH gesperrt sind. Denn jetzt ist unser Ältester in einem Alter, in dem ich mit ihm über diverse Themen sprechen werde, und dann das Netz FÜR IHN und NUR FÜR IHN etwas freier gestalten werde und nur noch illegale Inhalte im Filter aktiv entfernen lasse.

Und ich hoffe, dass er den Mut hat, auch bei Freunden nein zu sagen, wenn dort der entsprechende Schmutz ungefiltert auf den Rechnern erscheint.

Ach und für alle, die sich jetzt mit der Medienabstinenz in ihrem Haushalt brüsten.

Viel wichtiger, als ein striktes Verbot ist das Gespräch mit den Kindern, die Medienerziehung. Und wenn man selbst nicht das Wissen dazu hat. Es gibt hinreichend viele Tutorials, Vorträge und Kurse zu dem Thema. Und damit meine ich nicht diese dummen Vorträge der Polizei oder irgendwelche Psychologen a la Spitzer, die das Netz grundsätzlich zum Hort des Bösen machen. Das ist genau so dumm wie ein komplett unüberwachter Zugang. Aber man darf nie vergessen. Nur weil man selbst zu hause einen Hort der Sicherheit eingerichtet zu haben glaubt, heißt das noch lange nicht, dass nicht irgendwo, irgendwer einen offenen Zugang besitzt. Aber wer mit seinen Kindern im Kontakt bleibt, wer darüber spricht, der hilft ihnen, selbst eine kluge Entscheidung zu treffen.

Im Moment kooperiere ich mit mehreren passenden Organisationen, um eine sinnvolle Einführung in den Umgang mit dem Internet für Familien mit Kindern anzubieten. Denn sperren alleine ist nur ein Teil der Lösung. Und komplette Abstinenz löst das Problem nicht, sondern verlagert es nur in den Freundeskreis, frei nach dem Motto, aus dem Auge, aus dem Sinn.

Wir dürfen solche Themen nicht ausblenden noch an Institutionen delegieren. Gerade heute ist es enorm wichtig geworden, auch moralische Werte zu vermitteln (und das sollten wir tun, denn wenn ich sehe, was über die Kirchen zutage gekommen ist, erwarte ich von dort keinerlei angemessene Hilfe) UND einen vernünftigen Umgang mit dem Medium Internet. Der kann zu Beginn im Filtern des Internets starten (vor 10 Jahren bin ich der Meinung benötigt KEIN Kind direkten Online Zugang. Maximal Surfen mit Papa oder Mama in sehr kleinen Dosen) und je älter das Kind wird, umso mehr sollte man Verantwortung, Ethik und einen kritischen Umgang mit dem Medium vermitteln.

Update: Weil der Wunsch nach weiterführenden Links geäußert wurde:

Gute Suchmaschine und Infos : fragfinn

Guter DNS Server Dienst, der auch Filterung nach jugendgefährdenden Inhalten anbietet: OpenDNS

Gute Anleitung, um OpenDNS in einem AVM Router einzurichten: Fritzbox 7270 mit AVM

Gutes Angebot zum Thema: Internet-ABC

 

@Frauenfuss reloaded, nach der Schneekugel jetzt der Weihnachtsbaum

Und wieder gibt es ne süsse kleine Weihnachtsspielerei von Michaela Aichberger, besser bekannt als @frauenfuss . Der Weihnachstbaum zum selber dekorieren. Wieder eine schöne App, die durch die zeichnerische Begabung Michaelas glänzt und Android Smartphones in vorweihnachtliche Stimmung bringt.

Zu finden im Android Market und kostenlos.

 

Nach der Schneekugel jetzt der Weihnachtsbaum

 

Die Sueddeutsche definiert 10 Trends für die Arbeitswelt von morgen. Ein Kommentar

Unter dem Titel
Zehn Trends in der Berufswelt
Chef ist, wer das Projekt betreut

stellt die Sueddeutsche zehn Thesen zur Arbeitswelt der Zukunft auf.
Da sie damit genau mein Spezialthema des Tages anreisst, möchte ich hier die von der Sueddeutschen aufgestellten Trends kurz beleuchten und bewerten:

Die Mobilität

Definitiv ein wichtiger Punkt, wobei es hier zwei Aspekte gibt. Zum einen wird Mobilität gebetsmühlenartig von immer mehr Unternehmen gefordert, zum anderen ist sie aber auch gerade in den Wissensberufen dank Telearbeit, hochwertigen Videokonferenzen und Desktop Sharing immer häufiger überflüssig. Dieser Bereich hat zwei Komponenten, die sich oft gegenseitig das Leben schwer machen. Zum einen verlangen ganze Wirtschaftzweige nach einem sesshaften Leben, nach einem Haus, einer Einbindung in die sozialen Strukturen. Zum anderen sollen wir alle hypermobil sein, soll Pendeln kein Problem sein, auch wenn das sowohl der Gesundheit als auch der Umwelt schadet. Hier ignoriert man meines Erachtens oft die negativen Auswirkungen einer hypermobilen Gesellschaft.

Das Wissen

Wissen ist sicher ein wichtiger Faktor. Wir arbeiten in einer immer stärker auf Wissensarbeit fokusierten Gesellschaft. Wobei dies natürlich nicht bedeutet, dass Handwerk und Dienstleistungen z.B. im Gesundheitsbereich überflüssig sind, ganz im Gegenteil, aber es wird eine Verschiebung in Richtung Wissenarbeit stattfinden. Nur sind wir, und da greift ein weiterer Punkt des Spiegel-Artikels darauf eigentlich nicht wirklich vorbereitet. Der klassische Nürnberger Trichter hilft uns in einer Zeit, in der die Informationsmenge von Tag zu Tag steigt, nicht mehr weiter. Wir brauchen neues Wissen, Wissen, wie ich Informationen bekomme, Wissen, dass ich auch mal querdenken muss, um auf neue Lösungen zu kommen. Und da sehe ich unsere momentane Bildungspolitik nur unzureichend vorbereitet.

Die Dienstleister

Wie beim Wissen beschrieben, es werden weiterhin Dienstleistungen gefordert sein, aber in spezifischen Bereichen. Vielfach wird die Dienstleistung vom Kunden selbst erledigt. Betrachten wir nur einmal die Selbstscan Kassen in diversen Supermärkten. Oder auch die gesamten SB Angebote an sich. Ich hebe mein Geld mittlerweile zu 100% am Automaten ab und mache mehr als 90% meiner Bankgeschäfte online. Dienstleistung wird sich auf bestimmte vor allem soziale Dienstleistungen eingrenzen, diese werden aber an Bedeutung gewinnen und dementsprechend auch teurer werden (müssen).

Neue Arbeitsverhältnisse

Da stimme ich voll zu. Ich sehe in der Zukunft den festen 9-17 Uhr Job bei einem Arbeitgeber als Auslaufmodell. Verschiedene Modelle sind hier denkbar, vom echten Freiberufler bis zum angestellten Mitarbeiter, der aber auch an andere Unternehmen „geliehen“ wird. Hier hängt viel von der Flexibilität der Arbeitnehmer UND der Offenheit von Betriebsräten, Gewerkschaften und Vorständen ab. Neue Wege gehen, ohne dabei nur die Humanressource Mitarbeiter auszubeuten ist ein spannendes, aber wichtiges neues Feld, gerade mit Blick auf den „War for Talents“.

Die Selbstvermarkter

Schon heute bin ich als Blogger, als Autor unterwegs, gehe auf Konferenzen und halte Vorträge, obwohl ich eigentlich Softwareentwickler bei einem IT Dienstleister bin. Warum? Selbstvermarktung. Ich will meine Skills offen zeigen und das wird ein Punkt werden, der in Zukunft die starren Titel und Abschlüsse ersetzen wird. Wichtig ist nicht, was ich einmal gelernt habe, sondern was ich jetzt und hier an Skills zu bieten habe. Und das will vermarktet sein. Wissen verändert sich und damit müssen auch wir uns beständig verändern in dem was wir wissen, was wir können.

Die Demographie

Neueste Forschungen zeigen, dass auch im höheren Alter der Mensch sich durchaus noch wandeln kann, dass neues gelernt werden kann. Die Unternehmen müssen sich auf die alternde Belegschaft einstellen, sowohl durch Angebote, um die Gesundheit zu erhalten aber auch, in dem sie ggf. das wertvollste endlich länger nutzen, das ältere Mitarbeiter zu bieten haben: Erfahrung, Gelassenheit und den Blick aufs Ganze.

Der Fachkräftemangel

Ja, es gibt ihn, den Fachkräftemangel, aber das ist meiner Ansicht nach weniger ein demographisches als ein Problem der mangelhaften Ausbildung. Wenn ich es nicht schaffe, Berufe attraktiv zu machen, für die ich Menschen brauche, sollte ich mich als ausbildender Betrieb oder Unternehmen immer AUCH fragen, warum das Image so schlecht ist. Wir erleben eine Gesellschaft, die auch wieder auf andere Werte schaut außer Karriere und Geld. Die vor Augen geführt bekommen hat, was Gier und unbedingtes Machtstreben mit der Gesellschaft anrichten können. Ich spreche zur Zeit mit vielen Menschen, die nicht mehr bereit sind, täglich Überstunden zu arbeiten, die auch noch ein Privatleben wollen, die Kinder aufwachsen sehen wollen und nicht nur ins Bett bringen.
Ein Mangel ist immer auch selbstverschuldet. In dem man zuvor nicht vernünftig in die Zukunft geplant hat.
Und hier sollte man sich auch immer vor Augen halten. Wird wirklich für z.B. eine Krankenschwester, eine Altenpflegerin nicht nur ein ausreichendes, sondern ein gutes und vor allem ein moralisch korrektes Gehalt bezahlt? Wenn ich den Lohn einer Krankenschwester mit dem eines Investmentbankers vergleiche…. Muss ich mehr sagen?

Die Bildung

Was meint die Sueddeutsche hier? Meint sie wirklich Bildung? Oder doch wieder nur Ausbildung, vorbereiten für den Arbeitsmarkt? Vermutlich letzteres, denn der gebildete Mensch hinterfragt auch, ist kritisch, denkt nach und das ist oft auf dem Arbeitsmarkt eher nicht erwünscht. Bildung heißt auch, philosophische Fragen stellen, heißt auch Gesellschaftskritik üben. Insofern ja, wir brauchen Bildung in der Zukunft, aber ob das das Credo des Arbeitsmarktes sein wird, da habe ich so meine Zweifel.

Das weibliche Potential

Eigentlich traurig, so etwas noch erwähnen zu müssen. Aber offensichtlich sind wir immer noch weit von der Gleichberechtigung entfernt, wobei das Gehalt hier nur ein Aspekt ist. Gerade in einer vernetzteren Welt, die mehr auf Teams setzt, sind auch weibliche Stärken gefragt.
Wobei wir einen Fehler nicht begehen dürfen, nämlich uns zu sehr auf das „nur Erwerbsarbeit ist richtige Arbeit“ zu beschränken.
Denn genau deshalb sind meines Erachtens heute noch meist die Frauen eher zu hause und die Männer eher im Beruf, auch wenn beide gleich viel verdienen. Wir müssen uns endlich von klassischen Rollen- und Denkmustern verabschieden und dazu gehört auch zu akzeptieren, dass auch die Erziehung von Kindern, sei sie durch den Vater, die Mutter oder arbeitsteilig durch beide geleistet eine richtige und ernstzunehmende Arbeit ist. Die Medien und die Politik heute vermittelt eher das Bild, dass die gute Mutter, der gute Vater die Kinder so bald als möglich in Betreuung gibt, um wieder dem Arbeitsmarkt dienlich sein zu können. Und zwar außer Haus. Warum denken wir nicht mehr über Telearbeit für junge Familien nach, so daß es die grossen Probleme mit Krippenplätzen, problematischen Arbeitszeiten gar nicht gibt? Auch hier ist Querdenken gefragt, und sind viele überkommenen Denkweisen zu hinterfragen.

Der Weltmarkt

Ist das nicht der Schuldige an allem? Nicht wirklich, denn es bieten sich auch Chancen, wenn wir global denken UND handeln. Aber dazu braucht es auch neue Arbeitsmodelle, denn wenn die Arbeit global erledigt wird muss das nicht zwangsläufig heißen, dass jeder Mensch auch dort hin ziehen muss, wo der Sitz des Global Players ist. Hier verbinden sich einige der Aspekte der vorigen Punkte zu einer Melange aus alternativen Modellen von Arbeitsplatz/Arbeitszeit und Sicht auf die Festanstellung. Was genau hindert mich heute, für einen Softwaredienstleister in den USA oder in Indien oder in Australien zu arbeiten? Technologisch nichts, denn alles was ich brauche ist eine breitbandige Internetanbindung und einen Entwicklerrechner. Aber was noch hindert sind die kulturellen Unterschiede, ist auch und da muss ich einigen Sprachfanatikern die rote Karte zeigen, die uns permanent zum Verwenden des deutschen Begriffs für englische Fachwörter zwingen wollen, ist also auch das in grossen Teilen der Gesellschaft noch vorherrschende Defizit, zumindest die Weltsprache englisch wirklich zu beherrschen und nicht nur mit Müh und Not zu verstehen. Je globaler wir werden um so wichtiger wird es, mit einer Zunge zu sprechen. Wir können es mögen oder nicht, Englisch ist nun mal die Weltsprache, die in allen Ländern verstanden wird. Auch hier ist Bildung, ist kultureller Wandel gefragt. Das neue tun heißt ja nicht, das Alte lassen müssen.

Die IT und ihr Elfenbeinturm. Die wirkliche Welt braucht Hilfe

Es war ja zu erwarten. Jetzt will Apple auch noch das neue Galaxy Tab 10.1n in Deutschland verbieten lassen, wegen Verstosses gegen das Gebrauchsmuster. Parallel wurde jetzt die Klage in Australien zurückgewiesen. Interessant, dass Recht und Recht offensichtlich nicht identisch sind.

Aber worauf will ich mit der Überschrift hinaus? Ganz einfach. Wir müssen raus aus unserer IT Welt, wir müssen auch mal in anderen Bereichen tätig werden, beraten, evtl. auch mal mit einem parallelen anderen Skill die „Seiten wechseln“. Viel von dem, was in Deutschland zum Verbot des Galaxy Tab führte war in meinem Auge einfach technisches Unverständnis.

Nicht zu erkennen, dass die Vergleichsbilder so hingephotoshopped worden waren, dass eine grösstmögliche Ähnlichkeit besteht, andere Formfaktoren, die nun wirklich keine Ähnlichkeit mit dem IPad haben auch zu verbieten bzw. überhaupt ein solches Gebrauchsmuster zu genehmigen. All das zeugt für mich von einem extremen Mangel an technischem Verständnis. Das meine ich nicht als Vorwurf aber hier müssten Experten nicht nur hinzugezogen werden sondern von Anfang an in den Prozess (in beiden Bedeutungen des Wortes) voll integriert sein.

Hier verbinden sich meine Themen „Querdenker“ und Medienkompetenz zu einer Forderung, die ich mit „Informatiker, geht raus in die Welt, arbeitet auch da, wo nicht originär IT erwartet wird“ überschreiben würde. Gerade in diesen Bereichen sind oft die spannendsten Themen und die grössten Herausforderungen. Denn die IT ist überall, das Netz ist zum Alltagsmedium geworden. Nur nicht in den Köpfen derer, die die Technologie nicht beherrschen, sondern von ihr beherrscht werden. Die haben oft eher die Tendenz, der IT eins auszwischen, wann immer das geht 😉

 

So, liebe Apple Anwälte, sucht das Galaxy Tab, na wo ist das Galaxy Tab. Such..

 

 

 

Apple unterliegt Samsung in Australien, das GT 10.1 ist dort wieder zu haben.

Endlich mal eine positive Nachricht für uns Galaxy Tab / Android Nutzer.

Na, wo ist das Galaxy Tab, diese böse Konkurrenz. Such, Apple Anwalt, such.

 

Laut unter anderem TAZ ist das Verkaufsverbot in Australien nun aufgehoben worden. Apple kann jetzt bei der nächst höheren Instanz in Berufung gehen, deren Ausgang ist aber ungewiss. Jetzt bin ich gespannt, wie das deutsche Gericht entscheiden wird, zumal Apple gerade erst auch gegen das neue Galaxy Tab 10.1n vorgehen will und ebenso die 7.7 und 8.9 Version verbieten lassen will. Schauen wir mal, ob hier in Deutschland anderes Recht gilt, als in Australien.

Wirklich spannend wird es aber, sollte Apple auch in Deutschland scheitern. Denn dann könnte Samsung auf Schadenersatz für entgangene Einnahmen klagen. Hoffen wir mal, dass hier irgendwann die Vernunft wieder einkehrt und man sich auf anderem Wege einigt. Denn zumindest in Australien hatte Apple ja offen zugegeben, dass das Galaxy Tab die grösste Konkurrenz ist. Und selbst die Stiftung Warentest platzierte das Galaxy Tab 10.1 jüngst in einem Test VOR dem IPad2.

 

 

 

 

 

 

 

 

Spykee, der WLAN Roboter, den man auch übers Internet steuern kann.

Als KIler (KI=künstliche Intelligenz) mit einem speziellen Interesse für Robotik konnte ich einem Sonderangebot nicht wiederstehen, das irgendwo zwischen Spielzeug und ernsthafter Anwendung schwankt:

Spykee in einer seiner Aufbaumöglichkeiten. Die Arme haben keine Funktion aber Kamera und Micro sowie Lautsprecher funktionieren sehr gut.

 

Spykee ist ein Roboter, der über WLan ins Hausnetz eingebunden und dann sowohl im lokalen WLan als auch übers Internet ferngesteuert werden kann. Zu den spannenden Features gehören eine Internetfähige Webcam, ein Micro und Lautsprecher, so daß der Roboter auch quasi als VOIP Telefon fungieren kann.

Der Roboter wird zerlegt geliefert und kann in drei Konfigurationen zusammengebaut werden. Der Zusammenbau gestaltet sich dabei recht unkompliziert, da der Roboter auf Raupen fährt ist die ganze Konstruktion recht robust. Die Arme, die man montieren kann sind leider funktionslos und wohl dem guten Design geschuldet. Letztlich hat man es mit einem Raupenfahrzeug  mit Kamera zu tun.

Das spannende ist aber, dass man den Roboter ins WLan einbinden und dann übers Internet steuern kann. Zusätzlich gibt es APPs fürs IPhone und für Android, so daß auch dort das Bild der Roboterkamera sichtbar ist und man über das Micro und den Lautsprecher kommunizieren kann.

Quasi so etwas wie ein günstiger Überwachungsroboter für zu hause.

Der Roboter wird an einer eigenen Ladestation geladen, die er auch selbständig ansteuert, wenn die Batterieleistung zu gering wird.

Der Roboter wird zerlegt geliefert. Irgendwie fühlt man sich schon an Lego Mindstorms erinnert.

Insgesamt für den Preis von knapp 200 Euro z.B. bei Megagadgets  (ok, ich hab deutlich weniger bezahlt, aber ich sagte ja auch- Schnäppchen)  ein interessantes „Männerspielzeug“, das man in eingeschränktem Maße auch als Heimüberwachung nutzen kann.(die Kamera ist fix und lässt sich nicht direkt per Fernsteuerung verstellen, lediglich durch Drehung des ganzen Roboters)

Auf jeden Fall eine sehr interessante Anwendung und da das Betriebssystem des Roboters Open Source und frei herunterladbar ist, gibt es auch schon eine Community, die fleißig programmiert und erste Variationen des Grundsystems anbietet.

Insofern auch etwas für den Hardware Hacker.

Langsam nimmt das Ganze Gestalt an.


 

 

 

 

 

 

 

Die Grünen und das Internet. Die wollen uns umarmen.

Komisch, warum hat der neue Beschluß der Grünen zum Internet für mich nur einen komischen Beigeschmack.

Vielleicht, weil parallel gerade Grüne beweisen, wie wenig sie immer noch die Mechanismen des Internet verstanden haben, und einen Shitstorm heraufbeschwören, indem sie mit eben jener Abmahnquelle drohen, die gerade die Netzgemeinde eben nicht akzeptabel findet? So sieht Glaubwürdigkeit wirklich nicht aus, liebe Grüne. Und auch die Versuche, modern zu wirken waren eher hilflos, wenn man Apps auf den Markt wirft, die  nur auf eine ganz bestimmte Community abzielen, und dabei ignoriert, dass gerade auch hier Empfindlichkeiten existieren.

Euer Wille zur Veränderung gut und schön, aber solche Formulierungen wie “

Die Frage, wie und in welcher digitalen Zukunft wir demokratisch zusammenleben wollen, wie wir die neuen Herausforderungen, die mit zunehmender Digitalisierung und der Verbreitung des Internets entstehen, angehen und lösen möchten, gilt es jetzt zu beantworten. Wir als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nehmen uns dieser Fragen seit über einem Jahrzehnt leidenschaftlich an, die öffentliche Diskussion wird seit Jahren auch von grünen Stimmen mitgeprägt. „

finde ich eher peinlich, denn genau DAS habt ihr eben nicht getan, sonst wären die Piraten nicht so erfolgreich und ihr nicht so gnadenlos durchgefallen.

Seid ehrlicher mit uns, gebt auch mal Defizite zu, statt euch genau in jenen Formulierungen zu suhlen, die Politik für die Mehrheit der Bürger unglaubwürdig haben werden lassen.

Ihr habt die Themen rund um Datenschutz, Urheberrecht und Netzneutralität genauso verschlafen, wie der Rest des „klassischen“ Parteienspektrums. Alternativ und zukunftsorientiert sind jetzt leider andere. DAS solltet ihr verarbeiten, statt euch immer noch als die alternativen Rebellen in der digitalen Welt zu gerieren.